medion Geschrieben 17. Dezember 2021 Melden Geschrieben 17. Dezember 2021 vor 3 Minuten schrieb Benny Hone: Bei CEOs hatte ich tatsächlich zuerst an A320s gedacht. Passend zum CEO des Jahres (der Titel ist für die Tonne, geschenkt!) ist Herr Spohr ja trotz vieler Unkenrufe auch mittlerweile so eine Art Klassiker.... (der letzte CEO-Airbus320 kam meines Wissens im Herbst 19). Jetzt schon für den Sommer über einen Streik und die Auswirkungen auf den Markt zu schwadronen, ist auch wenig hilfreich. Bei weniger Flugzeugen, weniger Nachfrage und weniger Flugstunden werden sich beide Seiten irgendwie bewegen müssen.
OliverWendellHolmesJr Geschrieben 17. Dezember 2021 Melden Geschrieben 17. Dezember 2021 (bearbeitet) Zunächst mal können die Piloten mit der Situation entspannter umgehen als der Konzern. Die Tarifverträge gelten solange weiter, bis eine Nachfolge vereinbart wurde - wie auch immer die aussieht. Alle daraus realisierten Ansprüche sind sicher. Verlierer sind die, die auf Beförderung warten. Andererseits auch durchaus PR von Seiten der Gewerkschaft, der Gehaltstarifvertrag galt ursprünglich eh nur bis Sommer 2022. Für 2022 und 2023 mag die freiwillige selbstbeschränkung auf 325 Flugzeuge dem Konzern nicht weh tun. Für 2024 finde ich sie genauso fragwürdig, wie ich sie 2019 fande. Die Löhne sind nicht das Problem, sonder die Gesamtkosten..die Rückstellungen für den Vorruhestand und Hier ist nicht so ganz offensichtlich, was gemeint sein sollte. Die bestehenden Rückstellungen für den Vorruhestand verursachen keine Kosten mehr. Die Kosten sind in der GuV erfasst worden und warten in der Bilanz auf ihre Auflösung/Auszahlung. Aktuell können Kosten anfallen, wenn die bisher gebildeten Rückstellungen nicht hoch genug sind, um die tatsächlich entstandenden Gehaltsansprüche zu decken. Das ist aber nicht auf die aktuell zu erbringende Arbeitsleistung der Piloten anzurechnen sondern auf die - unternehmerisch entschiedene - zu hohe Abzinsung zurückzuführen. Wer lesen kann ist klar im Vorteil und erkennt, das hier das hier mit einem "Fachbegriff" um sich geschmissen wird, der vorher beschrieben wurde - ohne weitere Aufklärung. vor 37 Minuten schrieb oldblueeyes: Wer mehr als bis 3 zählen kann sollte den Begriff "past service" kennen und die Einpreisung verstanden haben. die erst seit kurzem umgestellten Altersversorgung machen die Cockpitkosten teuer Haha - Es hiess - hier und in der vom Konzern erfolgten Kommunikation, die bisherige Altersversorgung "defined benefit" sei zu teuer, nicht mehr tragbar und müsse daher auf eine angeblich günstigere "defined contribution" umgestellt werden. Was eine fragwürdige Aussage war. Von daher kann ich mir eine Gewisse Schadenfreude nicht verkneifen, sollte sich jetzt herausstellen, dass die gewählte "defined contribition" die Kosten nicht gesenkt hat. Und hier nochmal - weil ich heute in Weihnachtsstimmung bin, die Unterschiede - allerdings abstrakt defined benefit: Einem Mitarbeiter wird für jede Flugstunde jetzt ein Betrag X im Zeitpunkt Y zugesagt. Der Arbeitgeber sagt darauf hin, ich gehe davon aus, dass der von mir genutzte Pensionsfonds 50 % von X1bis dahin verdienen kann. Der Arbeitgeber muss 50 % von X1 an den Pensionsfonds zahlen. Diese 50 % sind jetzt Kosten. Auf halbem Weg zum Zeitpunkt Y stellt sich heraus, der Pensionsfonds schaft nur 25 %. Der Arbeitgeber muss zu dem Zeitpunkt weitere 25 % zahlen oder zumindest zurückstellen und verursacht damit Kosten. Der Mitarbeiter ist zu dem Zeitpunkt raus aus der Verantwortung für die Kosten. Der laufende Flugbetrieb auch. defined contribution: Einem Mitarbeiter wird für jede Flugstunde ein Betrag X2 zugesagt. Das geht in die Kosten und wird ausgezahlt. Für den Arbeitgeber ist das Thema an dem Punkt beendet. Der Mitarbeiter trägt das Risiko, dass der Betrag X2 am Ende den selben Wert wie X hat. Das der Betrag X2 höher liegt als der Betrag X1 x 50 % (um im Beispiel zu bleiben) ist auch logisch, wer das Risiko trägt lässt es sich vergüten. Bearbeitet 17. Dezember 2021 von OliverWendellHolmesJr Ergänzung 2
oldblueeyes Geschrieben 17. Dezember 2021 Melden Geschrieben 17. Dezember 2021 Wer mehr als bis 3 zählen kann sollte den Begriff "past service" kennen und die Einpreisung verstanden haben. 1
medion Geschrieben 18. Dezember 2021 Melden Geschrieben 18. Dezember 2021 vor 18 Stunden schrieb OliverWendellHolmesJr: Für 2022 und 2023 mag die freiwillige selbstbeschränkung auf 325 Flugzeuge dem Konzern nicht weh tun. Für 2024 finde ich sie genauso fragwürdig, wie ich sie 2019 fande. Im Zusammenhang mit den baldig anstehenden Verhandlungen und der 325er Regel im KTV der LH German Passage Airline finde ich die Begrifflichkeit "freiwillige Selbstbeschränkung" mit Verlaub leicht kreativ, um nicht zu sagen: völlig sinnentstellend.
Blablupp Geschrieben 18. Dezember 2021 Melden Geschrieben 18. Dezember 2021 vor 21 Stunden schrieb OliverWendellHolmesJr: Zunächst mal können die Piloten mit der Situation entspannter umgehen als der Konzern. Die Tarifverträge gelten solange weiter, bis eine Nachfolge vereinbart wurde - wie auch immer die aussieht. Alle daraus realisierten Ansprüche sind sicher. Verlierer sind die, die auf Beförderung warten. Andererseits auch durchaus PR von Seiten der Gewerkschaft, der Gehaltstarifvertrag galt ursprünglich eh nur bis Sommer 2022. Für 2022 und 2023 mag die freiwillige selbstbeschränkung auf 325 Flugzeuge dem Konzern nicht weh tun. Für 2024 finde ich sie genauso fragwürdig, wie ich sie 2019 fande. Zum oberen Teil: Klar, den Piloten, denen keine Kündigung ins Haus flattert, die können sich dann bei mehr Gehalt ausruhen. Sorgt natürlich dann trotzdem für Sprengkraft bei der VC, wenn sie sich dazu entschließt. Zum unteren Teil. Da dies ja eine Mindestquote ist, sehe ich deinen Punkt nicht. 1
Emanuel Franceso Geschrieben 20. Dezember 2021 Melden Geschrieben 20. Dezember 2021 Ein paar Anmerkungen zu den Europastrecken im Sommer 22 (Stand 19.12.21): FRA - INN soll ab 2.5.22 wieder geflogen werden (21/7 op. by Air Dolomiti). Genua wird ab dem SFP22 wieder exklusiv ab MUC geflogen (10/7 op.by Air Dolomiti), im Gegenzug werden MUC - Kattowitz, Triest im Sommer 22 nicht wieder aufgenommen (Bedienung ex FRA bleibt bestehen). Pamplona und Rzeszow werden im Sommer 22 nicht bedient.
aib Geschrieben 20. Dezember 2021 Melden Geschrieben 20. Dezember 2021 Mittlerweile sickern ein paar Forderungen der LH an die VC durch. Angeblich wird eine Kostensenkung von 25-30% verlangt, wenn die Zusage der 325 Flugzeuge gehalten werden soll. Die Forderungen weichen aber wohl ziemlich stark von den kolportierten 10-15% als Zielkorridor ab. https://www.aero.de/news-41541/Das-ist-eine-Kriegserkloerung.html Auch wenn ich glaube, dass der Einigungsdruck ob der Pandemie recht groß ist und sich die Parteien ohne Streik einigen werden. Dass aber bereits jetzt dieser Konflikt wieder in der Öffentlichkeit ausgetragen wird mit mindestens zweifelhafter Rhetorik ("Kriegserklärung") stimmt mich nicht gerade optimistisch.
oldblueeyes Geschrieben 20. Dezember 2021 Melden Geschrieben 20. Dezember 2021 Die Frage ist immer im welchen Kontext Zahlen zu interpretieren sind. 15% Kostenreduktion basierend auf was ? Gesamtkosten vor der Krise ? Kosten pro Sitzkilometer heute ( wohlgemerkt es werden die kleineren Muster geflogen)? Beide Seiten haben Interessen nicht nur an den Zahlen, sondern auch an der externen Wahrnehmung und im Zweifelsfall kann immer auch so kommuniziert werden das Fakten verdreht werden.
Blablupp Geschrieben 20. Dezember 2021 Melden Geschrieben 20. Dezember 2021 vor 2 Stunden schrieb aib: Angeblich wird eine Kostensenkung von 25-30% verlangt, wenn die Zusage der 325 Flugzeuge gehalten werden soll. Da dass ja aus der VC Ecke kommt, würde ich sagen, dass es auf Basis des UrsprungsKTV ist. Im PPV gab es ca 15% Kostensenkung. Jetzt sollen nochmals 10-15% oben drauf kommen. Dann passt es auch wieder zur Arbeitsreduktion etc
oldblueeyes Geschrieben 20. Dezember 2021 Melden Geschrieben 20. Dezember 2021 vor 52 Minuten schrieb Blablupp: Da dass ja aus der VC Ecke kommt, würde ich sagen, dass es auf Basis des UrsprungsKTV ist. Im PPV gab es ca 15% Kostensenkung. Jetzt sollen nochmals 10-15% oben drauf kommen. Dann passt es auch wieder zur Arbeitsreduktion etc Wobei dies irgendwie auch im Gesamtbild der Verkleinerung anderer Legacymarken im Konzern passt.
OliverWendellHolmesJr Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 Wäre ich die Gewerkschaft würde ich folgendes machen: Einen "Konzerntarifvertrag neu" entwerfen, der die 30%-Forderung übererfüllt. So sie den stimmt. Diesen Vertrag würde ich Lufthansa anbieten mit zwei nicht verhandelbaren Nebenbedingungen: 1) Egal wie die Marke heißt, Cockpit und Kabine werden nach dem KTV-Neu bezahlt. Diese Nebenbedingung ist in zukünftigen Verhandlungsrunden nicht abdingbar. [Nur über eine Insolvenz der Holding.] 2) Es gibt keiner Form von freiwilligen Wachstumsrestriktionen - egal wie sie formuliert werden. Und als Bonus oben drauf: Mitarbeiter in der Verwaltung tragen ebenfalls mit 30% Kostensenkung zur Neuaufstellung des Konzerns bei. 1
Netzplaner Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 (bearbeitet) vor 28 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr: Und als Bonus oben drauf: Mitarbeiter in der Verwaltung tragen ebenfalls mit 30% Kostensenkung zur Neuaufstellung des Konzerns bei. Eine Gewerkschaft soll deiner Meinung nach also den in der Streitsache unbeteiligten Mitgliedern einer anderen Gewerkschaft aus Trotz ein Spardiktat auferlegen dürfen? Muss diese „Solidarität“ sein von der dieser Tage allenthalben geredet wird. Ganz abgesehen von der Rechtmäßigkeit eines solchen Unfugs. Bearbeitet 21. Dezember 2021 von Netzplaner 8
medion Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 Die Erreichbarkeit der VC steht ja auf deren Homepage. Dann schick deinen ausgearbeiteten Vorschlag doch mal dahin. Wahrscheinlich machen die Luftsprünge und das Verhandlungsmandat wird rucki-zucki das deinige. (wenn wir es uns mal einfach machen und erstmal nur das Gehalt angucken, bleiben dann bei 33 Prozent Abschlag von 7.500 Euro monatlich ungefähr 5.000 Euro übrig; oder halt entsprechende nicht mehr extra vergütete Mehrarbeit...) Mehr als 30 Prozent in der Verwaltung einsparen heißt auf deutsch, vielleicht 10 Prozent Gehaltsverzicht/"Produktivitätssteigerung" (wie auch immer) und 20 Prozent Stellenabbau. Von welchen freiwilligen Wachstumsbeschränkungen sprichst du eigentlich immer?
OliverWendellHolmesJr Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 vor 1 Minute schrieb Netzplaner: nach also den in der Streitsache unbeteiligten Mitgliedern einer anderen Gewerkschaft aus Trotz ein Spardiktat auferlegen dürfen? Wieso sind sie unbeteiligt? Ich denke die Lohnkosten der Deutschen Lufthansa AG sind zu hoch. Das kann ja nicht nur am fliegenden Personal liegen? 1
Netzplaner Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 (bearbeitet) vor 12 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr: Wieso sind sie unbeteiligt? Ich denke die Lohnkosten der Deutschen Lufthansa AG sind zu hoch. Das kann ja nicht nur am fliegenden Personal liegen? Nein, die Customer Service Leute im LAC haben keinen Einfluss auf die Kostenbasis im Cockpit bzw. Kabine. Das ist die Streitsache um die gerungen wird, nicht die Kostenbasis des Gesamtkonzerns. Dass diese im Kontext einer Gesamtkostenreduktion stehen kann ja sein, das ist aber nicht Sache der VC sondern der anderen betroffenen Personalvertretungen. Du hast, wenn man dir so folgt, gefühlt einen PhD in Economics, zwei LL.M.s und drei MBAs aber da bist du nicht durchgestiegen? Bearbeitet 21. Dezember 2021 von Netzplaner 6
Aero88 Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 vor einer Stunde schrieb OliverWendellHolmesJr: Und als Bonus oben drauf: Mitarbeiter in der Verwaltung tragen ebenfalls mit 30% Kostensenkung zur Neuaufstellung des Konzerns bei. Das ist mit Abstand das dämlichste was ich hier seit langer Zeit mal wieder lese. Ganz nach dem Motto: „Wenn ich was abgeben soll, dann nur wenn andere auch!“ Super Strategie! Verstehe gar nicht wieso die da nicht selbst drauf kommen.
Skydiver Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 (bearbeitet) vor 5 Minuten schrieb Aero88: Das ist mit Abstand das dämlichste was ich hier seit langer Zeit mal wieder lese. Ganz nach dem Motto: „Wenn ich was abgeben soll, dann nur wenn andere auch!“ Super Strategie! Verstehe gar nicht wieso die da nicht selbst drauf kommen. Das ist doch das normalste der Welt, wenn eine Firma Kosten einsparen will, müssen sich alle daran beteiligen und nicht nur eine Berufsgruppe im Konzern verhältnismäßig viel. Man hat bis jetzt von Spohr und co nicht gehört, dass da die Gehälter und Bonis um 30% sinken sollen. Mal mit gutem Beispiel vorangehen. Bearbeitet 21. Dezember 2021 von Skydiver 3
Aero88 Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 (bearbeitet) vor 30 Minuten schrieb Skydiver: Das ist doch das normalste der Welt, wenn eine Firma Kosten einsparen will, müssen sich alle daran beteiligen und nicht nur eine Berufsgruppe im Konzern verhältnismäßig viel. Man hat bis jetzt von Spohr und co nicht gehört, dass da die Gehälter und Bonis um 30% sinken sollen. Mal mit gutem Beispiel vorangehen. Du kannst doch nicht andere Berufsgruppen in deine Forderungen mit einbauen. Du als VC verhandelst für deine Mitglieder. Und die Gewerkschaft für die Angestellten aus der Verwaltung, verhandelt für diese. Das jede Sparte im Konzern seinen Beitrag leisten muss steht doch vollkommen außer Frage. Aber keine Berufsgruppe hat zu bestimmen, was eine andere im Konzern abzugeben hat. https://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/flugplan-wie-1955-lufthansa-vorstand-verzichtet-auf-20-prozent-gehalt-und-uebliche-boni/25662886.html Bearbeitet 21. Dezember 2021 von Aero88
d@ni!3l Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 Wenn alle 30% abgeben wird das bei neueren Verträgen in der Kabine schmerzhaft.... Gäbe es eine Einheitsgewerkschaft könnte man so agieren. Dann hätten aber auch am Boden alle von den unzähligen Streiks profitiert. Haben sie aber nicht. Gemeinsam runter soll gehen, gemeinsam hoch nicht? Das passt hinten und vorne nicht. 7
Aero88 Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 vor 12 Minuten schrieb d@ni!3l: Wenn alle 30% abgeben wird das bei neueren Verträgen in der Kabine schmerzhaft.... Gäbe es eine Einheitsgewerkschaft könnte man so agieren. Dann hätten aber auch am Boden alle von den unzähligen Streiks profitiert. Haben sie aber nicht. Gemeinsam runter soll gehen, gemeinsam hoch nicht? Das passt hinten und vorne nicht. Danke, dass hier wenigstens noch einer eine Vorstellung von der Realität hat.
OliverWendellHolmesJr Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 vor 48 Minuten schrieb Aero88: Ganz nach dem Motto: „Wenn ich was abgeben soll, dann nur wenn andere auch!“ Warum ist das dämlich? vor 29 Minuten schrieb Aero88: Das jede Sparte im Konzern seinen Beitrag leisten muss steht doch vollkommen außer Frage. Aber keine Berufsgruppe hat zu bestimmen, was eine andere im Konzern abzugeben hat. Das war nicht mein Vorschlag - sondern lediglich das die Zustimmung an den eigenen Gehaltsverzicht daran gekoppelt ist, dass andere Bereiche einen gleichwertigen Beitrag leisten. vor 31 Minuten schrieb Aero88: https://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/flugplan-wie-1955-lufthansa-vorstand-verzichtet-auf-20-prozent-gehalt-und-uebliche-boni/25662886.html Das war Anfang 2020: Ende 2020 steht im Jahresabschluss der Deutschen Lufthansa AG, das der Vorstand 2020 5.226 Mio. EUR als Grundgehalt erhalten hat und die Gehaltskosten für den Vorstand ingesamt um 13 % zurückgegangen sind. Nicht 20 %. vor 33 Minuten schrieb d@ni!3l: Wenn alle 30% abgeben wird das bei neueren Verträgen in der Kabine schmerzhaft.... Das die neuen Tarifverträge in der Kabine keine Kürzung von 30% hergeben ist offensichtlich. 1
medion Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb d@ni!3l: Wenn alle 30% abgeben wird das bei neueren Verträgen in der Kabine schmerzhaft.... Gäbe es eine Einheitsgewerkschaft könnte man so agieren. Dann hätten aber auch am Boden alle von den unzähligen Streiks profitiert. Haben sie aber nicht. Gemeinsam runter soll gehen, gemeinsam hoch nicht? Ich glaube auch nicht, dass der Oliver-Vorschlag bei VC auf große Gegenliebe stößt, nicht umsonst gibt es ja die "gewerkschaftliche Zersplitterung". Meine Vermutung ist eher - ich kann mich auch täuschen - Altgediente KTVler mit ihren deutlich fünfstelligen Monatsbezügen werden diesen in die Runde geworfenen über 30 Prozent niemals zustimmen, da akzeptieren sie eher noch eine deutliche Abschmelzung der 325-Traumwelt, in der sich noch die Vorkrisenansprüche manifestieren. Weiter hinten in der Kabine werden dann aus 3.000 Euro brutto etwas über 2.000, was bei der Entlohnung bei Discover für Einsteiger ohne Vorkenntnisse hier beinahe als Untergang des Abendlandes angesehen wurde... vor 12 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr: Das war Anfang 2020: Ende 2020 steht im Jahresabschluss der Deutschen Lufthansa AG, das der Vorstand 2020 5.226 Mio. EUR als Grundgehalt erhalten hat und die Gehaltskosten für den Vorstand ingesamt um 13 % zurückgegangen sind. Nicht 20 %. Dass die neuen Tarifverträge in der Kabine keine Kürzung von 30% hergeben ist offensichtlich. Hast du uns nicht kürzlich erklärt, dass Kosten und Gehalt nicht dasselbe sind? Der Vorstand wird sicherlich seine Produktivität deutlich gesteigert haben... Ach so, die Tarife in der Verwaltung geben deine 30 Prozent aber her? Offensichtlich? Die Bodendienste, Flugsicherung und staatlichen Steuereintreiber kriegen auch pauschal 30 Prozent weniger, gilt ja schließlich für alle.... Bearbeitet 21. Dezember 2021 von medion kleine Ergänzung 1
d@ni!3l Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 (bearbeitet) vor 8 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr: Das die neuen Tarifverträge in der Kabine keine Kürzung von 30% hergeben ist offensichtlich. Ja komm. Wenn du sowas forderst dann auch konsequent ;-) Nebenbei wird bei Pilotenknappheit immer mit "Angebot und Nachfrage" argumentiert und so entstanden die sehr hohen Gehälter. Wenn sollte man das auch hier konsequent machen..Aktuell ist das Angebot deutlich über der Nachfrage. Dann muss es auch sinken. Da braucht man gar keine anderen Gruppen belasten, wenn jeder die gleichen Prinzipien anwendet wäre allen geholfen Bearbeitet 21. Dezember 2021 von d@ni!3l
Netzplaner Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 (bearbeitet) vor 20 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr: Warum ist das dämlich? Es wurde von @medionschon anschaulich dargestellt, dass eine Kürzung in einem Schichtdienstbetrieb anders ausfallen kann als in einer 9-to-5-Verwaltung. Das fliegende Personal macht zwei Dienste mehr im Monat, bekommt weniger Gewinnbeteiligung und schon hat man 30% (überspitzt gesagt). In der Verwaltung musst du für solche Dimensionen entweder ans Grundgehalt (das im Marktvergleich eh schon nicht spitze ist) oder "Erwerbshistorien unterbrechen". Das ist schon aus sozial-ethischer Sicht verwerflich, aber jetzt kommts: Auch für das Produktionspersonal ist das nicht unbedingt die beste Lösung, immerhin muss sichergestellt werden dass auch alle Prozesse noch reibungslos laufen. Nach dem Brain Drain der letzten 24 Monate, während dem sowieso schon viele (gute) Leute gegangen sind, wird ein nochmaliger Cut im besten Fall die Geschäftsaussichten der Lufthansa Airline schlechter stellen. Denn, anders als in den Fantasiewelten überhöhter Selbstwahrnehmungen anderer Berufsstände, konkurriert Lufthansa auf dem Markt für Fachkräfte am Boden tatsächlich mit Strategieberatungen, Banken und anderen DAX-Konzernen und braucht Argumente an der Hand, um hier gute Leute anziehen zu können (die ID Ticket-Preise von heute sind auch nicht mehr der Burner...). Das ist mit tarifierten Gehältern für hoch eingestufte Neueinstellungen um die 50k€-Marke schon schwierig, wie gut denkst du sind die Chancen, mit 40k€ einen nur guten Absolventen einer Target-Uni mit ein wenig Berufserfahrung zu locken? Bearbeitet 21. Dezember 2021 von Netzplaner
Aero88 Geschrieben 21. Dezember 2021 Melden Geschrieben 21. Dezember 2021 vor 25 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr: Das die neuen Tarifverträge in der Kabine keine Kürzung von 30% hergeben ist offensichtlich. Und in der Verwaltung aber schon? Da du ja anscheinend so gut informiert bist, was verdient jemand in der Verwaltung bei LH mit 3 jähriger Betriebszugehörigkeit? Wenn dann musst du deine „tollen“ Vorschläge ja auch irgendwie mal unterlegen.
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