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airliners.de

737 MAX Grounding Thread


BÄHM!

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Geschrieben

Ja, stand der Technik von vor vielen Jahren...

Bei diesem Discountflieger fängt nun die FAA, mit dem Rücken an der Wand stehend, endlich an, den JATR-Bericht abzuarbeiten.

Die reine Softwarelösung stößt bei US-Toppiloten im Sim an ihre Grenzen.

Das Verkabelungsproblem wurde versucht kleinzureden, weil einfach unangenehm teuer und langwierig in der Beseitigung.

Als nächstes steht das Trimwheel auf dem Zettel. Im Durchmesser stark reduziert im Vergleich zur NG. Gleichzeitig aber um einiges wichtiger, weil, wenn ich mich richtig erinnnere, bis zu 2,4° am Höhenruder angesteuert werden müssen, um die Nase hoch zu halten.

Eher etwas für Bodybuilder...

Man darf gespannt sein.

 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Trimalchio:

Das Verkabelungsproblem wurde versucht kleinzureden, weil einfach unangenehm teuer und langwierig in der Beseitigung

 

Der NDR berichtete vorhin, die Erklärung von Boeing war, dass diese sich Verkabelungsmethode in der 737NG bei vielen Flugstunden als unproblematisch erwiesen hat. Wenn diese Erklärung nach hinten losgeht, hat Boeing ein unfassbar großes Problem...

Geschrieben

Verkabelungsproblem - was kommt einem da sofort in den Sinn? SR 111!
 

Ist zwar nicht ganz vergleichbar, aber wenn in einem Kabelbaum ein einziges Kabel schmort, führt das schnell zu einem Kurzschluß weiterer Kabel mit katastrophalem Ausgang wie man bei SR 111 gesehen hat.

 

Da ist die Forderung, dass sicherheitsrelevanteste Kabel getrennt verlegt werden müssen nur logisch und wenn Boeing das nicht gemacht hat, dann ist das in meinen Augen eigentlich Vorsatz. Wenn solche Hämmer passieren, dann 

 

Das heißt dann, Kabelbäume anders verlegen, damit sind die unter Garantie zu kurz, also Kabelbäume umkonstruieren, zertifizieren und produzieren. Wenns schnell geht + 6 Monate. Dann muss das ja noch ausgetauscht werden. Dat wird nix mehr in 2020, Boeing!

 

Ob sich das in 2 Wochen je Flieger machen läßt? 

 

 

Geschrieben

Allerdings wirklich etwas "irre", dass die 737 NG seit nunmehr über 20 Jahren mit offenbar gleicher Verkabelung tausendfach und ohne nennenswerten Kabel-Zwischenfall herumfliegt, während das bei der MAX zum existentiellen Problem erklärt wird...

Sicherlich hat man sich bei der betroffenen Vorschrift etwas dabei gedacht. Für mich stellt sich dennoch die Frage, welchen Maßstab man dafür nun sinnvollerweise anwenden sollte - den der "prinzipiellen" Regelung oder den der "langfristig erprobten" Praxis?! Zumal dies auch eine Ungleichbehandlung der Passagiere darstellen würde, die Kabel-Neuverlegung nur für die MAX zu erzwingen, während die unzähligen NG's ohne Korrektur weiter fliegen dürfte - wenn schon denn schon!

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Tschentelmän:

Allerdings wirklich etwas "irre", dass die 737 NG seit nunmehr über 20 Jahren mit offenbar gleicher Verkabelung tausendfach und ohne nennenswerten Kabel-Zwischenfall herumfliegt, während das bei der MAX zum existentiellen Problem erklärt wird...

Sicherlich hat man sich bei der betroffenen Vorschrift etwas dabei gedacht. Für mich stellt sich dennoch die Frage, welchen Maßstab man dafür nun sinnvollerweise anwenden sollte - den der "prinzipiellen" Regelung oder den der "langfristig erprobten" Praxis?! Zumal dies auch eine Ungleichbehandlung der Passagiere darstellen würde, die Kabel-Neuverlegung nur für die MAX zu erzwingen, während die unzähligen NG's ohne Korrektur weiter fliegen dürfte - wenn schon denn schon!

 

Das System wurde für die MAX geändert, so dass die Verkabelung Teil der neuen Sicherheitsanalyse des Trimmungssystems für die Max hätte sein sollen. Entweder wurde sie nicht untersucht oder das Problem wurde übersehen. Da die Konstruktion bereits genehmigt war und die FAA die Musterzulassung nicht widerrufen hat, ist die FAA zu diesem Zeitpunkt offensichtlich der Ansicht, dass ein unsicherer Zustand vorliegt, der Korrekturmaßnahmen gemäß 14 CFR Teil 39 (dem Teil, unter dem Lufttüchtigkeitsanweisungen ausgestellt werden) rechtfertigt. Um das Problem zu lösen, muss Boeing eine Konstruktionsänderung vorschlagen. Diese Konstruktionsänderung ist gemäß 14 CFR Teil 21 erforderlich, um die Lufttüchtigkeitsanforderungen, einschließlich 25.1309 und 25.1707, zu erfüllen. Ein TC-Inhaber kann die Genehmigung einer nicht konformen Konstruktionsänderung nur über eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Sie können darauf wetten, dass die FAA keine Ausnahmen von den Systemsicherheitsanforderungen für das MCAS-flug-Trimmsystem erteilen wird.

 

 

Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb Tschentelmän:

Allerdings wirklich etwas "irre", dass die 737 NG seit nunmehr über 20 Jahren mit offenbar gleicher Verkabelung tausendfach und ohne nennenswerten Kabel-Zwischenfall herumfliegt, während das bei der MAX zum existentiellen Problem erklärt wird...

 

Regularien ändern sich und Bestandsschutz gibt es auch anderswo. Brandschutz, Hausverkabelung, Wasserleitungen, usw.

Geschrieben

Wenn sich Vorschriften im Laufe der Zeit verschärft haben (wohl wegen der schmerzlichen Erfahrung mit SR111), dann hat man die Bauvorschriften erlassen, um die Sicherheit weiter zu verbessern.

 

Würde man jetzt immer sagen, dass ein Modell Xy aber eine hervorragende Sicherheitsbilanz mit der althergebrachten Verkabelung hatte und deshalb eine Neuentwicklung ruhig mit dem alten Verkabelungsschema herumfliegen darf, dann bekommen wir keinen Fortschritt in der Sicherheit!

 

Wo stünde die Luftfahrt denn dann jetzt?

 

 

Geschrieben
Am 10.3.2020 um 07:00 schrieb Tschentelmän:

Allerdings wirklich etwas "irre", dass die 737 NG seit nunmehr über 20 Jahren mit offenbar gleicher Verkabelung tausendfach und ohne nennenswerten Kabel-Zwischenfall herumfliegt, während das bei der MAX zum existentiellen Problem erklärt wird...

 

 

Die Kabel-Dimensionierung richtet sich nach Stromstärke , Verlege-Art (offen, im Kanal, einseitig oder zweiseitig oder komplett geschlossen) und Temperatur. Sowohl Stromstärke als Verlege-Art als auch Temperatur können sich bei MAX und NG unterscheiden. Deswegen kann da kein Rückschluss gezogen werden, ob Kabelbäume der NG auch für die MAX geeignet sind. 

Geschrieben

Mal wieder ein inhaltsreicher Artikel von Dominic Gates, der seine journalistischen Preise über die Boeing Berichterstattung wirklich verdient hat: Two ‘Black Swan’ cataclysms leave Boeing facing uncertain future...

 

Was mir herausgestochen ist: EASA könnte lt. Interview mit Udvar-Hazy verlangen, dass Boeing nach Wiederzulassung der Max den dritten AoA-Senor innerhalb eines gewissen Zeitraums nachrüstet.

 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb bueno vista:

FAZ meldet dass Air Canada 11 Maschinen storniert hat und dass es finanziell nicht gut aussieht im Hause Boeing:

imageproxy.php?img=&key=efdac6691248c41chttps://www.faz.net/aktuell/finanzen/boeing-loest-mit-ausgeschoepfter-kreditlinie-kurssturz-aus-16674258.html

 

Februar Bestellungen waren insgesamt sogar bei -28 für die Max. Quelle: https://www.barrons.com/articles/boeing-stock-breaks-below-200-after-737-max-order-cancellations-51583953839

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Der_Stevie:

Falscher Thread...

Warum? Wenn eine Airline MAX storniert gehört das hier rein!

Ein kausaler Zusammenhang mit dem Grounding ist ja kaum von der Hand zu weisen!

Wenn es mit der MAX "normal" laufen würde hätte AC wegen Corona das Retirement der alternden A320-Flotte beschleunigt.

Mangels 737 müssen sie die 320 weiter fliegen und ggf. durch jüngere Geschwister von Gebrauchtmarkt austauschen!

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb Tschentelmän:

Einige Boeing-Bestellungen könnten auch aufgrund der Corona-Krise hinfällig werden, wenn Airlines das Desaster nicht überstehen... Natürlich auch das gleiche Risiko für Airbus...

 

Und wenn deshalb bei Airbus Kapazitäten frei und die Wartezeiten kürzer werden, könnten noch mehr Marktteilnehmer von Boeing auf Airbus umzuschwenken wollen. Es ist also gut möglich, dass Boeing den Coronaeffekt massiv stärker spüren wird als Airbus.

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Hobbyflieger:

Boeing wird die beanstandete Verkabelung bei allen 737 max verändern.

 

https://www.avweb.com/aviation-news/boeing-to-rewire-all-maxes/

Danke für den Link, wie ich mir gedacht habe, die Vorgaben wurden unter anderem wegen SR-111 verschärft, da war die Flugsteuerung durch den Kurzschlußbertroffen, bei der TWA 747 war es ja ein Kabel im Tank von dem man vermutet, dass es für die Zündung des Kerosindampfes verantwortlich war.

 

Jetzt wäre interessant, wieviele Manntage notwendig sind, wenn eine Umrüstung der Verkabelung schon innerhalb von fünf Tagen möglich ist. Kann ja sein, dass dies nur mit vielen Technikern in so kurzer Zeit möglich ist.

 

Ob man neue Kabelbäume mit angepassten Maßen nimmt? Hoffentlich. Jede weitere Steckverbindung wäre eine zusätzliche Schwachstelle und Fehlermöglichkeit.

Geschrieben

Die Boeing Top-Manager Calhoun und Kellner verzichten nun bis Ende des Jahres auf ihr Gehalt, zudem wird die Dividende ausgesetzt. Offenbar in der Hoffnung, damit bessere Chancen für US-Staatshilfen zu erzielen... Zwar keine MAX-spezifische Meldung, dennoch dürfte auch diese enorme Vorbelastung eine große Rolle für den bevorstehenden Hilfsbedarf spielen...

 

https://www.n-tv.de/21658791

Geschrieben

Laut Artikel sind das ja die Bedingungen für die Coronavirus-Hilfe. Der Virus kam für Boeing genau zur richtigen Zeit. Einerseits gibt es so die Möglichkeit auf Staatshilfe, bei der man fast im Rauschen der anderen Betroffenen untergeht und musss nicht zu deutlich zeigen, wie sehr man sich selbst in diese Situation manövriert hat, andererseits würden die Airlines derzeit gar keine Maschinen abnehmen wollen...

 

 

Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb ilam:

Laut Artikel sind das ja die Bedingungen für die Coronavirus-Hilfe. Der Virus kam für Boeing genau zur richtigen Zeit. Einerseits gibt es so die Möglichkeit auf Staatshilfe, bei der man fast im Rauschen der anderen Betroffenen untergeht und musss nicht zu deutlich zeigen, wie sehr man sich selbst in diese Situation manövriert hat, andererseits würden die Airlines derzeit gar keine Maschinen abnehmen wollen...

 

Ich sehe das ähnlich. Aus der Boeing-Sicht besteht zwischen

  1. ich verkaufe keine Flugzeuge weils sie möglicherweise unsicher und technologisch rückständig sind
  2. ich verkaufe keine Flugzeuge weil die Fluggesellschaften wegen Corona keine brauchen

erst einmal wenig Unterschied. Airbus wird es indirekt wegen Punkt 2 ja genauso gehen.

 

Natürlich bleiben vertragliche Unterschiede:

  • Bestellte und im Produktionslauf befindliche Airbus-Flugzeuge müssen vermutlich abgenommen und vollständig bezahlt werden. Vielleicht verschiebt sich da die Auslieferung nur. Kostenfrei wird sich vielleicht nur wenig stornieren lassen.
  • Bestellte 737 Max dürften aufgrund des Groundings und des gravierenden Lieferverzugs vermutlich leichter stornierbar sein. Dauert die Corona-Krise länger, dann sitzt Boeing Ende diesen Jahres auf einer nur noch dreistelligen Zahl von Max-Bestellungen. Denn im Krisenmodus wird Liquidität der Fluggesellschaften sehr schnell den sparsameren Betrieb der Max ausstechen, zumindest für 1-2 Jahre, bis sich die Branche erholt hat.

Insofern könnte der Corona-Virus im Wettbewerb mit Airbus Boeing indirekt helfen, für die 737 Max bedeutet er aber wahrscheinlich den Todesstoß.

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb bueno vista:

Ich glaube kaum dass man Corona dort willkommen heißt.

 

Nein, das nicht. Corona wird Boeing auch wehtun - aber nicht so sehr wie der Konkurrenz, die für den bisherigen Boom deutlich besser aufgestellt war.

 

Ähnlich wie bei der Renten- und Pflegeversicherung. Da wird sich auch niemand über Corona freuen, unterm Strich wird es aber die Kassen entlasten.

Geschrieben

Naja, das ist aber eine sehr eingeschränkte Sicht auf die Dinge!

 

Das Virus wird Boeing erheblich härter treffen, als es bei Airbus der Fall ist.

Die jetzigen Arbeitsaufälle verhindern eine zeitnahe Beseitigung der Probleme.

Damit werden die Flieger immer später und später ausgeliefert.

Dadurch werden die Schadensersatzansprüche (ggf. Preisnachlässe) an die Airlines immer weiter steigen.

Denn denen ist es völlig egal, ob nun Virus ist und sie die Völgel eh nicht einsetzen könnten. Die werden auf Kompensation für die späte Lieferung pochen, allein um damit ihr eignes Ergebnis etwas freubndlicher zu gestalten.

 

Das einzige was leichter wird, ist die Max-Desaster-Kosten in den allgemeine Rettungszahlungen untergehen zu lassen.

Wenn die Rettungsgelder fließen, werden die Summen halt etwas höher ausfallen. Aber da wird dann erst enmal kein Hahn nach krähen.

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