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Österreich führt einen Mindestpreis für Flugtickets von rund 40 Euro ein

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16 minutes ago, jubo14 said:

@Koelli im Ausland finde ich 15 oder 30% Rabat Aktionen.

 

Davon ab gibt es die Aktion seit 2013 in der Geschäftsreise-Flaute-Zeit.

 

Ansonsten scheint ja der Koelli in Wien/Österreich total Programm zu haben; und das war jetzt meine letzte Mail hier dazu.

1 minute ago, Koelli said:

Wie jetzt. Seit Juni darfst du doch wieder nach Österreich, Italien...

Und das Angebot gilt ja auch noch im Sommer

 

Dann buch doch mal was im "Ausland" mit 80 oder 90 Prozent....

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vor 10 Minuten schrieb chris_flyer:

Und vor allem er muss mit dem Auto anreisen. 
 

Oder zu Fuß gehen. Sonst gibts den Rabatt nicht.

Stimmt doch gar nicht. Es wird anhand Google Maps die Luft Linie gecheckt. Wie du anreist, ist dir überlassen 

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vor 4 Stunden schrieb YankeeZulu1:

@Koelli: zB beim Chinesen kopstet das identische Mahl vom Buffet mittags weniger als abends, in vielen Gaststätten kostet das werktags weniger als Sonntags, man nennt das zB Mittagskarte und Abendkarte.

Bei den Hotels stimme ich zu, find ich auch nicht OK, ist ja mit Flugpreisen vergleichbar: der Hotelier vertickert eine bestimmte Zahl von Zimmern über ein Portal, macht das zwei oder mehrere Male parallel, und vergibt gleichzeitig Zimmer direkt. Die Leistungen sind teilsweise minimal different., die Preise unterscheiden sich mehr oder weniger gering. Und bei den Hotels ist der Direktpreis auch zT von der Uhrzeit abhängig: ist es früh abends noch nicht gut gebucht, sinkt der Preis und man kann ggf handeln, zu später Stunde steigt er, denn der Gast "braucht" quasi ein Zimmer; dies wird jedoch seltener.

Jetzt sind wir aber schonweit off-topic.

Der Hotelier braucht aber die Portale,um am Markt bekannt zu werden. Und er muß dann halt auch akzeptieren,das seine Gäste differenzierte Endpreise bezahlen (müssen ).

Bist du als zufriedener Gast aber der Meinung,gerne wiederzukommen,bekommst du sehr oft gesagt, buche bei mir das nächste Mal direkt,und es erspart dir Geld. Das machen sogar große Hotelketten,die dich dann in ihre Kundenliste aufnehmen,und dann hast du den Vorteil weltweit.

Das ist bei den Airlines ähnlich,den besten Preis zahls du meist auf deren eigener Hp. Und als zufriedener Kunde bekommst du dann regelmäsig die Newsletter,und hast den Vorteil,alle (Rabatt-) Aktionen mitzunehmen...

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vor 10 Stunden schrieb jaydee:

Richtig. Wenn das Personal mies behandelt wird, ändert man NICHTS daran, wenn man niedrige Einstiegsflugpreis verbietet. Man ändert am CO2 Verbrauch genauso NICHTS dadurch.

 

Na ja. Wie andere schon schrieben, ist die Hoffnung, dass durch einen Mindestpreis ein quasi-Zwang zum gegenseitigen Unterbieten bei den Personalkosten zumindest gestoppt wird. Ich habe allerdings meine Zweifel, ob das alleine reicht.

 

Bezüglich CO2 (es ist offensichtlich Ausstoss und nicht Verbrauch gemeint) ist es durchaus plausibel, das einiges an induziertem Verkehr wegfällt, wenn keine - ob nun wirklich oder vermeintlich - extrem billigen Tickets mehr angeboten werden. Wie gross dieser Effekt ist, kann man diskutieren, grundsätzlich bekannt, wissenschaftlich untersucht und belegt ist er.

 

Grundsätzlich falsch finde ich einen Mindestpreis nicht. Isoliert wird er nicht plötzlich für anständige Bezahlung der Mitarbeiter und umweltverträglicheres Fliegen sorgen, als Teil eines grösseren Pakets kann er wirken. Und er ist auch alles andere als einmalig, von den direkten wie der Buchpreisbindung (mehr als Mindestpreis, feste Vorgabe!) zu den indirekten wie Meisterzwang im Handwerk, faktisch vorgegebenen Preisen fast flächendeckend in der Medizin, vorgegebenen Preisen im Taxi, nahezu komplett politisch bestimmten Preisen im ÖPNV - und bei der politischen Preismitgestaltung durch Besteuerung und Subventionen für fast alle Produkte und Dienstleistungen sind wir da noch lange nicht. Politik heisst vor allem auch durch die Wähler legitimiert, nennt sich Demokratie, der ein oder andere mag davon gehört haben.

Wir haben die soziale Marktwirtschaft (mit leider grösseren Implementierungsschwächen), nicht Raubtierkapitalismus. Der viel postulierte freie Markt ist eine Illusion. Und das ist grundsätzlich auch gut so, auch wenn die konkrete Ausgestaltung der sozialen Marktwirtschaft an zu vielen Stellen leider Mist ist.

 

Irgendwann wird es einen reellen CO2-Preis geben, geben müssen, dann erledigt sich die Billigfliegerei eh weitgehend von selbst. Für (auf den ersten Blick) 30 statt 80 € lassen sich (zu) viele die Behandlung durch FR & Co gefallen, bei 430 versus 480 € dürfte ein guter Teil dieses Klientels gar nicht mehr fliegen, und die Gruppe "wenn ich eh schon so viel Geld ausgebe, dann will ich auch anständig behandelt werden, die paar € mehr machen den Kohl auch nicht mehr fett" wird grösser.

 

vor 7 Stunden schrieb Koelli:

Oder kostet es im Restaurant etwa samstags mehr als montags? Nein!

 

Kostet es werktags mittags weniger als abends oder am Wochenende? Vielfach ja!

Sind beim Mittagstisch zumindest Steuern und Opportunitätskosten gedeckt? IdR ja!

 

vor 7 Stunden schrieb Koelli:

Und auch wenn ich mich wiederhole

 

...wird der naive "ICH ICH ICH will aber billig fliegen"-Quark kein Stück richtiger oder relevanter.

Edited by foobar

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vor 2 Stunden schrieb foobar:

 

Kostet es werktags mittags weniger als abends oder am Wochenende? Vielfach ja!

Sind beim Mittagstisch zumindest Steuern und Opportunitätskosten gedeckt? IdR ja!


Ich finde, der Vergleich mit einem Restaurant hinkt. Die Steuern im Restaurant steigen linear mit dem Preis/Gewinn, so dass es die Problematik hier gar nicht gibt, das Einstiegspreise unter dem Steuersatz liegen.

 

Davon abgesehen: Die Einstiegspreise lohnen sich nur deswegen, weil die Plätze erstens sonst leer blieben und zweitens weil häufig noch sehr viele Zusatzgebühren on top kommen, mit denen Wizzair dann Geld verdient. Damit sind dann selbst bei einem 10€ Ticket letztlich häufig die Steuern gedeckt, trotzdem wird dies zukünftig dann illegal.
 

Mir geht es nicht grundsätzlich darum, billige Tickets zu erhalten. Ich fliege selbst auch privat meist LH. Aber ich finde die Politik tut gut darin, sich auf die Optimierung der Rahmenbedingungen zu konzentrieren. Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum Ryanair und andere sich bis heute um Sozialabgaben drücken dürfen und gefühlt gegen alle Regeln verstoßen dürfen, die für andere Unternehmen gelten. Nur ist das nicht ganz trivial und deswegen passiert da gefühlt seit 20 Jahren nix. Genauso ein Versagen sehe ich bei der CO2 Bepreisung in Europa. 

 

Und jetzt Mindestpreise für Flüge als eine Lösung für die beiden genannten Probleme zu präsentieren, obwohl damit eigentlich nur AUA geholfen werden soll, ist für mich ein viel zu leicht durchschaubares Spiel. 
 

Das sich billige Angebotspreise und ein vernünftiger Umgang mit Mitarbeitern und eine sparsame Flotte nicht gegenseitig ausschließen hat übrigens easyJet bis zur Coronakrise recht gut bewiesen. 

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vor 42 Minuten schrieb jaydee:

Ich finde, der Vergleich mit einem Restaurant hinkt.

 

Sowas von.

 

vor 42 Minuten schrieb jaydee:

Damit sind dann selbst bei einem 10€ Ticket letztlich häufig die Steuern gedeckt, trotzdem wird dies zukünftig dann illegal.

 

Und das ist gut so!

Diese Preise sind irgendwas zwischen Verbraucherverarsche, Subventionsbetrug und Verkehrsinduzierend. Das mag im Interesse einiger Airlines und einiger Egomanen liegen, volkswirtschaftlich ist das Wahnsinn.

 

vor 42 Minuten schrieb jaydee:

Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum Ryanair und andere sich bis heute um Sozialabgaben drücken dürfen und gefühlt gegen alle Regeln verstoßen dürfen, die für andere Unternehmen gelten. Nur ist das nicht ganz trivial und deswegen passiert da gefühlt seit 20 Jahren nix. Genauso ein Versagen sehe ich bei der CO2 Bepreisung in Europa.

 

Das zitiere ich eigentlich nur vollständig, weil Wiederholung häufig hilft... genau so ist es.

 

Leider spielen da häufig nationale Egoismen eine Rolle, und deshalb ist das so ein dickes Brett. Letztlich missbrauchen FR und einige andere Designfehler der EU. Ein gemeinsamer Markt, ja, aber bloss keine gemeinsame Finanzpolitik, keine vergleichbarer Arbeitnehmerschutz und noch einiges anderes mehr.

Das kann kein Grund sein, achselzuckend alles hinzunehmen.

 

vor 42 Minuten schrieb jaydee:

Und jetzt Mindestpreise für Flüge als eine Lösung für die beiden genannten Probleme zu präsentieren, obwohl damit eigentlich nur AUA geholfen werden soll, ist für mich ein viel zu leicht durchschaubares Spiel. 

 

Jein. Streich das "nur" und ich bin bei Dir. Die Motivation ist recht offensichtlich. Das schliesst doch aber nicht aus, dass es trotzdem eine ganz gute Idee ist, vor allem, wenn das keine isolierte Massnahme bleibt - und in Anbetracht dessen, dass man die besseren Lösungen, die europaweit kommen müssen, erstmal nicht erreicht. Leider.

Das Momentum ist halt jetzt da.

 

vor 42 Minuten schrieb jaydee:

Das sich billige Angebotspreise und ein vernünftiger Umgang mit Mitarbeitern und eine sparsame Flotte nicht gegenseitig ausschließen hat übrigens easyJet bis zur Coronakrise recht gut bewiesen. 

 

Was die Mitarbeiter angeht muss ich mich da auf mehr oder weniger Hörensagen verlassen, es scheint aber wirklich ganz ok zu sein. Perverse Preisexzesse nach unten habe ich bei easyjet, ohne das systematisch verfolgt zu haben, aber auch nicht gesehen. Wären die von "nicht unter Steuern + Gebühren" überhaupt betroffen? Von min. 40€ pro Leg bei meinen (ẅenigen) Buchungen jedenfalls nicht, nichtmal annähernd.

 

Was den Umgang mit Passagieren angeht... "boarden" lange vor Ankunft des Fliegers, Käfighaltung zwischen Absperrbändern oder im Treppenhaus zum famosen "walk boarding", gerne noch mit Flughafenpersonal, dass die Leute noch dichter zusammenschiebt... find ich alles nicht so prickelnd, und wo nicht gerade nur easyjet einen Direktflug zu passenden Zeiten hat buche ich deswegen andere. Aber es stimmt schon, dass easyjet da insgesamt einen nicht so schlechten Kompromiss gefunden hat.

Edited by foobar

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Dürfte man in Europa eigentlich Rabatte gewähren, wenn man den Passagieren die Wahl lässt, dass Sie gewisse Inklusivleistungen ausschliessen können?

 

In dem Fall würden zwar die "Werbepreise" steigen, keine Frage. Aber wenn dann OE/FR/W6 auf das zukünftige 40€-Ticket ab Wien das Aufgabegepäck + Sitzplatzreservierung inkludiert, könnten sie allen, die auf das Gepäck verzichten wollen z.B. 15€ Rabatt und für den Ausschluss der inkludierten Sitzplatzreservierung 5€ Rabatt gewähren und über diesen Weg allen "No Frills"-Kunden auch zukünftig die Möglichkeit geben, auf die bisher gewohnten Preise zuzugreifen. Ob man dann in Österreich erbost wäre, dass OE/FR/W6 diese Lücke nutzt? 9_9:D

 

Ich kenne das von Hotels, wo man z.B. für das auslassen des täglichen Housekeeping-Services auf die Endrechnung einen (kleinen) Rabatt von ein paar Euro pro Tag bekommt bzw. bei Hotelketten oftmals Bonuspunkte im hoteleigenen Problem. Daher dürfte es prinzipiell dann auch für die Airlines möglich sein zukünftig Gepäck+Sitzreservierung zu inkludieren, diese aber dann über einen Rabatt im Buchungsprozess abwählen zu können.

 

 

Edited by monsterl

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vor 7 Stunden schrieb monsterl:

In dem Fall würden zwar die "Werbepreise" steigen, keine Frage. Aber wenn dann OE/FR/W6 auf das zukünftige 40€-Ticket ab Wien das Aufgabegepäck + Sitzplatzreservierung inkludiert, könnten sie allen, die auf das Gepäck verzichten wollen z.B. 15€ Rabatt und für den Ausschluss der inkludierten Sitzplatzreservierung 5€ Rabatt gewähren und über diesen Weg allen "No Frills"-Kunden auch zukünftig die Möglichkeit geben, auf die bisher gewohnten Preise zuzugreifen. Ob man dann in Österreich erbost wäre, dass OE/FR/W6 diese Lücke nutzt? 9_9:D


Die 40€ sollen ja lediglich die Steuern und Gebühren die anfallen abdecken. Wenn man dem Kunden jetzt einen Rabatt auf die 40€ gewährt sind die Gebühren und Steuern ja weiterhin nicht abgedeckt, also könnte man sich die ganze Aktion auch sparen. Verkaufen die genannten Airlines ihr Ticket für 60€ kannst du natürlich jedem Passagier wieder 20€ zurückgeben. Würde aber aus meiner Sicht keinen Sinn machen. 

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Am 8.6.2020 um 21:53 schrieb jaydee:

Ich hoffe mal, das dieser willkürliche Mindestpreis Schwachsinn gekippt wird. Das ist nichts anderes als ein massiver Markteingriff zugunsten Austrian Airlines, deren Ticketpreise genau bei 40€ los gehen. 
 

Würde man wirklich was für die Ökologie tun wollen, würde man CO2, ineffiziente Flugzeuge, Seatblocking, Kerosin oder Lie Flat Sitze stärker besteuern. Ups, das würde der AUA ja gar nicht passen. Stattdessen zerschießt man damit Wizzair das Pricing Modell - eine Fluglinie die mit maximaler Paxzahl und Auslastung in A321neo fliegt - CO2 Effizienter geht es gar nicht.

....durch Ausbeutung der Mitarbeiter. Also: Schwachsinn.

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Also noch einmal mit aller Deutlichkeit.

Es soll den Airlines kein Mindestpreis für ihre Tickets vorgeschrieben werden.

Es soll lediglich verboten werden, dass man die Steuern und Gebühren "wegsubventioniert" werden.

 

Und an alle, die davon ausgehen, dass das sicherlich wieder gekippt werden kann, würde mich schon interessieren, auf welcher Grundlage das passieren sollte?

Denn wenn die Airline ihre Tickets verschenken möchte, kann sie das ohne weiteres tun. Die im Raum stehende Summe ist pro Passagier an Staat und Flughafen abzuführen und muss von dem Passagier gezahlt werden, der die Kosten verursacht. Gerechter geht überhaupt nicht!

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vor einer Stunde schrieb jubo14:

Also noch einmal mit aller Deutlichkeit.

Es soll den Airlines kein Mindestpreis für ihre Tickets vorgeschrieben werden.

Es soll lediglich verboten werden, dass man die Steuern und Gebühren "wegsubventioniert" werden.

 

Und an alle, die davon ausgehen, dass das sicherlich wieder gekippt werden kann, würde mich schon interessieren, auf welcher Grundlage das passieren sollte?

Denn wenn die Airline ihre Tickets verschenken möchte, kann sie das ohne weiteres tun. Die im Raum stehende Summe ist pro Passagier an Staat und Flughafen abzuführen und muss von dem Passagier gezahlt werden, der die Kosten verursacht. Gerechter geht überhaupt nicht!

 

Dem stimme ich zu. Und genau da liegt eben auch der Kern das Problems. Das beginnt schon bei der Bezeichnung als "Mindestpreis". Es ist eben kein Mindestpreis. Neben all den erwähnten rechtlichen Problemen braucht man eigentlich nur die Basis von ganz einfacher Basis-BWL und -VWL bemühen um zu wissen, dass Mindestpreise oder -abgaben nicht im Geringsten dafür sorgen, dass sich die Sozialstandards erhöhen. 

 

Es wäre wesentlich wirksamer gewesen eine Form des Mindestlohns für Kabinenbeschäftigte in Österreich festzuschreiben. Alleine dies hätte einen Stellhebel hinsichtlich der Ticketpreise ermöglicht wage ich einmal freimütig zu behaupten. 

 

P.S.: Deswegen ist die Grüne-Idee eines Mindestpreises für Fleisch ebenso totaler Unsinn, lieber Robert! 9_9

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1 hour ago, jubo14 said:

Und an alle, die davon ausgehen, dass das sicherlich wieder gekippt werden kann, würde mich schon interessieren, auf welcher Grundlage das passieren sollte?

 

Ich kann mir vorstellen, dass "jemand" der die der LH-Group nicht besonders zugeneigt ist, auf die Idee kommen könnte, dass diese "freien Angebotspreise" als Marketing- und Werbeinstrumente weiterhin für einen ausreichenden Wettbewerb im Luftverkehr als unabdingbar angesehen werden.

 

So ganz passt dieses ständige CO2-Erwähnen auch nicht zum Protest gegen das Vorhaben, das ein Instrument sein könnte, das sinnlose Billigumhergefliege (ist ja billiger als die Bahn oder die Tankfüllung) zumindest einzuschränken.

 

Auch wenn sicherlich die AUA nicht geschwächt werden soll, so ganz kann ich den Vorteil für diese Gesellschaft auch nicht erkennen, die produzieren weiterhin deutlich teurer als die Konkurrenz, die sich jetzt so mokiert. Diese können auch weiterhin mehr Tickets billiger als AUA verkaufen und machen trotzdem noch Gewinn.

 

Und noch zum Vergleich, es ist eine recht kleine regulatorische Maßnahme im Vergleich zur deutschen Steuer- und Abgabenlast auf Straßen-Benzin , da machen nämlich die Herstellungs- und Vertriebskosten nmittlerweile deutlich unter 50 Prozent vom Produktendpreis aus: Nehmen wir mal den Durchschnittspreis von Wizz  und dann die Steuern und Gebühren, wir kämen auf einen Mindestpreis von ....,, kann ja jeder selber ausrechnen. Alles natürlich über den Daumen und auch nur als kleine Denkanregung.

 

Ich drücke dem "Mindestpreis" beide Daumen...

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vor einer Stunde schrieb 787_Dreamliner:

Es wäre wesentlich wirksamer gewesen eine Form des Mindestlohns für Kabinenbeschäftigte in Österreich festzuschreiben. Alleine dies hätte einen Stellhebel hinsichtlich der Ticketpreise ermöglicht wage ich einmal freimütig zu behaupten. 

Das wird aber nicht funktionieren, wenn z.B. Laudamotion aus Palma dann PMI-VIE-PMI fliegt.

Die bekommen keinen Österreichischen Lohn und die billigsten Tickets könnten weiterhin für 9,99 € verkauft werden.

Das würde sehr schnell zu einer Schließung der Wizz-Basis in VIE führen, weil die ja dann viel teureres Personal hätten, mit dem sie dann VIE-PMI-VIE fliegen würden.

 

Zum wiederholten mal, es geht hier doch überhaupt nicht um das Geld, was die Airline verdient (oder nicht verdient).

Daran ändert diese Regel absolut nichts.

Die Preisgestaltung für das Ticket bleibt weiterhin jeder Airline überlassen. 

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vor einer Stunde schrieb 787_Dreamliner:

P.S.: Deswegen ist die Grüne-Idee eines Mindestpreises für Fleisch ebenso totaler Unsinn, lieber Robert! 9_9


Ja und nein, die Idee einen Mindestpreis für Fleisch finde ich auch Quatsch. Wie will man da vernünftig einen Mindestpreis festlegen, das Würstchen hat ja einen ganz anderen Preis als das Filet usw. Dennoch bin ich der Meinung es muss sich etwas tun. Es sollte meiner Meinung nach kein abgepacktes Fleisch mehr in der Kühltheke geben sonder nur noch Fleisch beim Metzger oder an der Fleischtheke. Außerdem sollte Fleisch nicht mehr mit Preisen in der Werbung beworben werden dürfen.
 

Aber um wieder auf den Mindestpreis fürs Fliegen zu kommen, denke ich ist es ein guter Ansatz wenn kein Ticket unter den Steuern und Gebühren verkauft werden darf. Damit ist dem Arbeitnehmer natürlich erstmal nicht geholfen, da muss dann natürlich noch ein Mindestlohn für die Beschäftigten folgen von dem man gut leben kann. 

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vor einer Stunde schrieb Besserwisser:

Wie will man da vernünftig einen Mindestpreis festlegen, das Würstchen hat ja einen ganz anderen Preis als das Filet usw.

 

In dem man nicht für das einzelne Endprodukt einen Preis festlegt sondern für das Urprodukt - das Tier als solches. Und Vorgaben für industrielle Schlachthöfe anpasst und erhöht. In dem Bereich muss sich dringend was tun. Wenn man sieht für was dort die Ware (=Lebewesen) im Großhandel durch halb Europa gekarrt wird, wird selbst dem größten Fleischliebhaber übel. Dabei wären Lösungen dort gar nicht so teuer...

 

Das Problem bleibt aber das selbe wie in der Luftfahrt. Solange das nationale Alleingänge sind wird sich an der europäischen Gesamtsituation wenig ändern. Beim Beispiel Wien und Österreich kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man den guten alten BTS als Billigflughafen wieder für sich entdeckt. Wenn die Kunden Jahrelang den Hahn als Frankfurt angenommen haben, warum dann nicht auch das wieder mit Bratislava machen. Nicht mehr zu 100% aber eine gewisse Verlagerung ist da möglich.

 

Eine Lösung bei der Bezahlung des Personals ist dringend nötig, darüber werden sich die meisten hier einig sein. Aber das ist eben auch ein Problem was Brüssel angehen müsste. 

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Ich glaube nicht das BTS eine große Renaissance durch die Regel erhalten wird - es wird ja nur verhindert das die Passagiere (böse Zungen würden sagen teilweise im Gegensatz zu Teilen des Personals) effektiv dafür bezahlt wird zu fliegen, da der Endpreis unter Steuern und Gebühren liegt. Bei allen Tickets bei den die Airlines tatsächlich Geld verdienen - und das sind ja die wichtigen - ändert sich ja gar nichts.

 

Was die Bezahlung des Personals angeht - auch ein weiterer Anlauf in Sachen Branchen-KV ist wohl Teil des Pakets...

Edited by 8stein

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vor 1 Stunde schrieb jubo14:

Das wird aber nicht funktionieren, wenn z.B. Laudamotion aus Palma dann PMI-VIE-PMI fliegt.

Die bekommen keinen Österreichischen Lohn und die billigsten Tickets könnten weiterhin für 9,99 € verkauft werden.

Das würde sehr schnell zu einer Schließung der Wizz-Basis in VIE führen, weil die ja dann viel teureres Personal hätten, mit dem sie dann VIE-PMI-VIE fliegen würden.

 

Zum wiederholten mal, es geht hier doch überhaupt nicht um das Geld, was die Airline verdient (oder nicht verdient).

Daran ändert diese Regel absolut nichts.

Die Preisgestaltung für das Ticket bleibt weiterhin jeder Airline überlassen. 

 

Ich kann das Thema der Entlohnung auch auf EU-Ebene heben (völlig unrealistisch), dann käme aber Wizz auf die Idee VIE-PMI mit Wizz-Abu Dhabi-Personal zu fliegen. Merke: Am Ende des Tages gibt es da ein "globales Problem" hinsichtlich Einkommen, Lohnniveau, Lohnkosten und Lebenshaltungskosten. Eine EK fliegt zwischen DXB und FRA auch zu anderen Kosten als eine LH. Die WTO wird solche globalen Verschiedenheiten wohl nicht ändern oder regulieren. ;)

 

 

Es geht doch hierbei auch überhaupt nicht um den Ticketpreis. Nicht im Ansatz. Wir sind doch längst auf einer gänzlich anderen Abstraktionsebene:

Es geht darum, dass die von der österreichischen Regierung anvisierten Ziele mit den dazu gewählten Instrumenten weder juristisch noch wirtschaftlich zu erreichen sein werden. 

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48 minutes ago, DE757 said:

Solange das nationale Alleingänge sind wird sich an der europäischen Gesamtsituation wenig ändern.

 

Beim Beispiel Wien und Österreich kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man den guten alten BTS als Billigflughafen wieder für sich entdeckt. Wenn die Kunden Jahrelang den Hahn als Frankfurt angenommen haben,hatten!

 

Solange die EU die nationalen Alleingänge "nicht gutheißt" und sich aber auf keine "Gesamtlösung" einigen kann, kommen wir halt insgesamt wie seit Jahren keinen Schritt weiter. Den Polen, Ungarn, Iren und jetzt auch vielleicht mal Österreich ist völlig egal, was in Brüssel oder Straßburg irgendwer gut findet.

 

Das Beispiel Wien ist gerade das Gegenbeispiel für deine Vorstellung, schon vorher war Wien teuer, alle wollten aber dahin (warum weiß ich auch nicht). BTS wurde eben nicht mehr als Alternative akzeptiert. Genausowenig wie Weeze für DUS oder Hahn für FRA als Ersatz die letzten Jahre. Memmingen und Karlsruhe scheinen einen eigenen Markt zu haben, da wohnen ja auch Leute in der Nähe.

 

Was wäre jetzt in BTS gewonnen? Die Gebühren sind wahrscheinlich niedriger und die Preisgestaltung ist freier; wenn man damit nur die "Gröschenfuchser" anlockt, lässt sich aber die berühmte Mischkalkulation nimmer darstellen.

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vor 45 Minuten schrieb 787_Dreamliner:

Es geht darum, dass die von der österreichischen Regierung anvisierten Ziele mit den dazu gewählten Instrumenten weder juristisch noch wirtschaftlich zu erreichen sein werden. 

 Wieso sollte das Ziel juristisch nicht zu erreichen sein?

 

Die Regierung darf der Airline nicht in ihre Preisgestaltung, was die Tickets angeht, hereinregeln.

Hier geht es um Steuern und Abgaben!

Steuern und Abgaben sind aber (leider) nicht in der Hoheit der EU. Wer etwas zahlen muss, wie diese Zahlung erhoben wird und wann die gezahlt werden, regelt jedes Mitgliedsland völlig unabhängig.

Wenn also die Österreichische Regierung beschließt, dass jeder Reisende die für ihn anfallenden Steuern und Gebühren persönlich zu entrichten hat, dann ist das eine Entscheidung die einzig in der Hoheit der Republik Österreich liegt.

Die einzige Rahmenbedingung wäre, dass die Regelung auch für die Bahn, die Busse und die Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft gelten muss.

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vor 1 Stunde schrieb DE757:

In dem man nicht für das einzelne Endprodukt einen Preis festlegt sondern für das Urprodukt - das Tier als solches. 


Dann soll die Bratwurst so viel kosten wie das Filet oder wie stellst du dir da den Mindestpreis vor? Ich als Verbraucher kaufe ja nicht das ganze Schwein. Also muss es ja einen Mindestpreis für das Endprodukt sein. Natürlich bin auch der Meinung es muss sich da gewaltig etwas ändern. Mir kommt mittlerweile schon das kotzen wenn ich nur an den Wilke Skandal denke. 

 

vor 1 Stunde schrieb DE757:

Das Problem bleibt aber das selbe wie in der Luftfahrt. Solange das nationale Alleingänge sind wird sich an der europäischen Gesamtsituation wenig ändern. Beim Beispiel Wien und Österreich kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man den guten alten BTS als Billigflughafen wieder für sich entdeckt. Wenn die Kunden Jahrelang den Hahn als Frankfurt angenommen haben, warum dann nicht auch das wieder mit Bratislava machen. Nicht mehr zu 100% aber eine gewisse Verlagerung ist da möglich.


Da glaube ich weniger dran, weil gerade Ryanair teuer Lauda samt Slots gekauft hat. Auch hat man die Strategie dahingehend geändert an großen Flughäfen wie FRA, VIE, DUS zu wachsen. An kleinen Flughäfen wurden viele Flüge gestrichen und reduziert. Da ist dann wohl die Konkurrenz durch Eurowings etc. mit den besseren Flughäfen und Abflugzeiten doch zu groß geworden. 

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Am 9.6.2020 um 09:13 schrieb Besserwisser:

Wenn der Flug auf die Kanaren billiger ist als die Zugfahrt zum Flughafen kann da irgendwo ja was nicht stimmen.

 

Vielleicht der Preis für die Zugfahrt? Der wird nur selten nachfrageorientiert festgelegt...

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vor 1 Stunde schrieb Allberto:

 

Vielleicht der Preis für die Zugfahrt? Der wird nur selten nachfrageorientiert festgelegt...


Kurzstrecke ist in der Regel ein Festpreis, man zahlt dann für 4 Stationen halt seine 20€. 

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Am 10.6.2020 um 13:04 schrieb Blablupp:

Man haut halt groß was raus

Zum Beispiel heute: 200.000 Tickets für 9,99 ab/nach Österreich. 

 

Mod: Aus dem "Aktuelles zu Wizz Air" Thread hierher verschoben

Edited by speedman
Aus dem "Aktuelles zu Wizz Air" Thread hierher verschoben

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Man sucht also die offene Konfrontation mit Österreich.

 

Und/oder die nächste Millionen Cash wird eingesammelt, weil es langsam eng wird...

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