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Geschrieben

 

vor 12 Minuten schrieb Avroliner100:

Value Strategie der EW

 

Das sehe ich auch so. Eurowings geht klar weg vom Billigflieger und nennt sich Value Carrier genauso wie Urlaubsflieger, was gerade jetzt wieder massiv ausgebaut, auch mit der Zusammenarbeit mit Eurowings Holidays. Beides ist auch die Eurowings Discover. Die Eurowings ist der Value Carrier und der Urlaubsflieger von der Lufthansa und Eurowings Discover ist der Urlaubsflieger von Lufthansa in Frankfurt und vielleicht München? Es ergibt sich weiterhin nicht der Sinn für mich. Die Eurowings hat auf Kurz- und Mittelstrecke ebenfalls eine Business-Class wie auch die Discover. Ich weiß, die Discover ist in die Drehkreuze eingebunden, aber benötigt man dafür extra ein eigenes AOC bzw. eine eigene Marke?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 16 Minuten schrieb flapsone:

4Y und EW haben nur eines gemeinsam: den Namen. Ansonsten unterscheiden sie sich genauso stark wie LH und EW. 

Vergleichen wir auf Mittelstrecke:

Eurowings:

"Damit zählt die Lufthansa Tochter zu den größten Ferienfluggesellschaften in Europa."

Reise-Klassen:

Economy: Verpflegung gegen Aufpreis

Business: Inkl. Verpflegung

 

Eurowings Discover:

"Eurowings Discover ist die Ferienfluggesellschaft der Lufthansa Group..."

Reise-Klassen:

Economy: Verpflegung gegen Aufpreis

Business: Inkl. Verpflegung

 

Wo war noch einmal der Unterschied für den Passagier? Das Angebot ist bis auf Nuancen das gleiche. Und ja, Discover ist in das Drehkreuz eingebunden, aber das macht eine eigene Marke aus?

Bearbeitet von redhotbird
Geschrieben
Zitat

Eurowings Discover hingegen ist eine neue Tochtergesellschaft von Eurowings

 

Zitat

während Eurowings Discover auf modernere und effizientere Flugzeuge wie den Airbus A330neo setzt

Zum Beispiel das ist falsch.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb flapsone:

4Y und EW haben nur eines gemeinsam: den Namen. Ansonsten unterscheiden sie sich genauso stark wie LH und EW. 


Und da liegt der Fehler: Als Ottonormalgast sehe ich, dass ich in ein Flugzeug der EW (Discover) steige und sich das Produkt abgesehen von “Kleinigkeiten” nicht signifikant von dem unterscheidet, was der Ottonormalgast auch von einer EW erwarten würde. Ob die Business Class jetzt einen Vorhang oder einen festen Divider hat - who außerhalb uns Luftfahrtbegeisterten cares. Anderes Essen in der Euro Business - Otto Normalverbraucher: Oh letztes Mal bin ich ab FRA mit der Eurowings in den Urlaub geflogen, da war das Essen gut … aber letztes Mal aus Köln …. da gabs nur was kostenlos aus der Karte. War enttäuscht.  Schade. Dann halt nächstes mal wieder ab Frankfurt. Mal ehrlich: Das sind doch die Gespräche, die wir Enthusiasten von Bekanntschaft, Verwandtschaft und Freundeskreis erzählt bekommen. Klar wissen wir Bescheid - aber der Normalo doch nicht. Und der muss die Marke verstehen. Nichts zeigt das besser, als die Google, Tripadvisor und AirlineQuality Bewertungen. Wie viele Bewertungen finden sich da, die eigentlich von den Daten her klar Eurowings Discover sind, aber auf den Pages der EW “falsch” landen.

Auch interessiert es den Ottonormalgast herzlich wenig, dass 4Y im Netzwerkmodell fliegt und LH Vertriebswege nutzt - genauso wenig, wie er wissen will, wie genau seine Frühstückswurst produziert wurde. Das sind alles Hintergrundprozesse, auf denen zwar das Geschäftsmodell sinnigerweise beruht, mit denen sich der durchschnittliche Gast aber zurecht nicht beschäftigt. Eine Marke basiert auf eindeutig sichtbaren Erkennungs und Alleinstellungsmerkmalen. Bei beidem Fällt 4Y aktuell durch. Und dies erkennt perfekt auf der eigenen Website.
 

vor einer Stunde schrieb redhotbird:

Wo war noch einmal der Unterschied für den Passagier? Das Angebot ist bis auf Nuancen das gleiche. Und ja, Discover ist in das Drehkreuz eingebunden, aber das macht eine eigene Marke aus?


Genau das ist der Punkt, weshalb die Marke scheitert: Das Geschäftsmodell mag ja stimmen, aber weder der Gast noch der Vielflieger assoziiert die 4Y als eigene unabhängige Marke. 

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben (bearbeitet)

Meines Erachtens wird diese Diskussion zu emotional geführt.

 

Die Lufthansa möchte auch ab FRA und MUC touristischen Verkehr anbieten. Die Faktenlage ist so dass Sun Express Deutschland als JV aufgelöst wurde ( da schrie niemand nach Komplexität und extra AOC), Condor als nicht mehr freudnlich eingestuft ist und einige Langstrecken im Konzern länger Probleme bereiteten (kleine C, JUMP etc).

 

Alles zusammen wurde vorerst unter Eurowings Discover gebracht. 

 

Das ist eine andere Situation als Edelweiss, das von Kuoni aufgebaut wurde und danach an Swiss ging und man freundschaftlich miteinander verbunden blieb.  Stell Euch vor die Lufthansa würde die Flugsparte der TUI aufkaufen und also solche weitermachen.

 

Und natürlich sind solche Sachen immer Kompromisse mit wenigen Ressourcen.

 

Die angebloche Sichtweise des Normalbürgers teile ich nicht. Weder ist der durschnittliche Kunde ein Luftfahrtblogger noch fliegt er gewöhnlich in der Business via verbratenen Meilen wie die Tripreporter.

 

Um mal in die Realität anzukommen:  Otto Normalkunde sieht Eurowings discover eher als Qualitätsmarke wenn er Eurowings sieht und ein altes Lufthansa gebrandetes Element entdeckt, weil er eine "Qualitätsairline" gebucht hat. Die Messlatte sind Anadolu Jet und andere Türkenbomber für die Pauschalmassen.  Das KLM unter eigenen Marke nach Bonaire und AF mit eigener Marke nach Martinique fliegt hat er höchstwahrscheinlich nie erlebt und das ist reines Mitarbeitergeplänkel im Konzern.

Bearbeitet von oldblueeyes
Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Stunden schrieb Der_Insider:

Ich verstehe es auch nicht. Man will Edelweiß als Vorbild nehmen und verhunzt es von Anfang an. Vielleicht kann man es einfach nicht? Nach ca 10 Jahren Versuchen und knapp 1 Milliarde Euro Verlust sollte die Frage erlaubt sein. 

Der zentrale Unterschied, und meines Erachtens der Grund, warum diverse Versuche der Lufthansa, im LCC-Segment erfolgreich zu sein gescheitert sind. Edelweiß gab es als bestehende Fluggesellschaft, bevor sie in die Swiss übernommen wurde. Dann hat man entschieden, sie so weiter zu nutzen.

 

Discover und die gescheiterten Vorgänger sind nicht die Lösung für ein Problem, sondern eine Lösung für ein "Problem" auf der Suche nach einem Problem, auf das die Lösung passt. Solange es der Wunsch der Konzernführung ist, Tarifvertrag-freie oder schwach gewerkschaftlich organisierte Flugbetriebe zu haben wird es diese Experimente geben. Ob die Verluste, die hier angehäuft wurden betriebswirtschaftlich sinnvoll sind, wissen nur ganz wenige. 

 

Und das Betriebsergebnis der Deutschen Lufthansa AG mit -1,278 Mrd EUR und das Finanzergebnis mit -1,578 Mrd. EUR in 2022 lässt mal die Frage offen, ob die Prioritäten richtig gesetzt sind. 

Trotz gutem handelsrechtlichem Ergebnis bei diversen Tochterunternehmen (Swiss International Airlines AG +2,051 Mrd. EUR, SN Airholding SA/NV +715 Mio. EUR, Lufthansa Commercial Holding GmbH +3,965 Mrd EUR, Lufthansa Technik AG +2,135 Mrd EUR) hat die Deutsche Lufthansa gerade mal 757 Mio. EUR davon ausgezahlt bekommen. [Daher gibt es für 2022 auch keine Dividende. Trotz gutem Konzernergebnis.]

  

vor 59 Minuten schrieb oldblueeyes:

Die Lufthansa möchte auch ab FRA und MUC touristischen Verkehr anbieten

In all den Jahren ist mir noch keine glaubwürdige Erklärung untergekommen, warum es dafür eine sich widerholende Abfolge von gescheiterten AOC gibt. 

 

Bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
Geschrieben
vor 43 Minuten schrieb oldblueeyes:

Das KLM unter eigenen Marke nach Bonaire und AF mit eigener Marke nach Martinique fliegt hat er höchstwahrscheinlich nie erlebt und das ist reines Mitarbeitergeplänkel im Konzern.

 

Kleiner fun fact am Rande: AF fliegt seine DOM/TOM-Routen auch nicht mit dem Premiumprodukt, sondern mit einer kleinen Business Class Minus und ganz viel eng bestuhlter Eco. Außen steht halt AF und keine Ablegermarke drauf, aber wenn diese kleine Pille die Massen beruhigt, bitte.

 

vor 40 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Und das Betriebsergebnis der Deutschen Lufthansa AG mit -1,578 Mrd. EUR in 2022 lässt mal die Frage offen, ob die Prioritäten richtig gesetzt sind

 

Da sind dir wohl die Vorzeichen durcheinander geraten und wenn man dies korrigiert, sieht man, dass die Prioritäten durchaus richtig gesetzt werden. Zumal, wie gestern bereits hier geschrieben wurde, 4Y sicher auch nicht die größte Baustelle im Konzern ist, das ist wohl eher Allegris.

 

Spohr betont übrigens regelmäßig, dass er die IAG als Benchmark für die LH Group sieht, und man sehe und staune, auch IAG verfolgt eine Mehrmarkenstrategie mit verschiedenen AOCs. BA hat für jeden Londoner Flughafen eines, Iberia hat IB Express am Platz, plus EI und Vueling als EW-Pendant (wenn auch mit anderem Entstehungshintergrund).

Geschrieben (bearbeitet)
vor 22 Minuten schrieb Leon8499:

Da sind dir wohl die Vorzeichen durcheinander geraten

Nein. (Eine drei und eine fünf verwechselt, aber das ändert nichts) Umsatzerlöse der Deutschen Lufthansa AG 12.827 Mrd. EUR. Summe der betrieblichen Erträge und Aufwendungen -14.105 Mrd. EUR. Betriebsergebnis -1.278 Mrd. Finanzergebnis -1.578 Mrd. EUR. Das Nachsteuerergebnis beträgt -2.6737 Mrd. EUR.

 

vor 22 Minuten schrieb Leon8499:

Spohr betont übrigens regelmäßig, dass er die IAG als Benchmark für die LH Group sieht,

Kann man ja, und ganz abgeneigt bin ich der Ausrichtung nicht. Ich sehe aber mehr noch Delta oder United Airlines als Benchmark. Nur sollte man dann die Frage stellen, was funktioniert bei IAG, was bei Lufthansa offensichtlich nicht funktioniert. 

  

vor 22 Minuten schrieb Leon8499:

EW-Pendant (wenn auch mit anderem Entstehungshintergrund).

Der Entstehungshintergrund ist möglicherweise eine Antwort darauf, was bei Lufthansa nicht funktioniert.

Bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb oldblueeyes:

Das KLM unter eigenen Marke nach Bonaire und AF mit eigener Marke nach Martinique fliegt hat er höchstwahrscheinlich nie erlebt und das ist reines Mitarbeitergeplänkel im Konzern.

Ich glaube, hier wird der Bekanntheitsgrad von KLM und Air France in Deutschland unterschätzt. Alle großen OTA wie Expedia oder Opodo haben massenweise Angebote mit diesen Airlines, nicht nur nach Bonaire oder Martinique, sondern auch nach Kuba (HAV), Dominikanische Republik (PUJ, SDQ), Mexiko (CUN), Mauritius, Tansania, etc. - alles unter eigener Marke.

Selbst im „klassischen“ Reisebürovertrieb setzen einige Veranstalter, wie z.B. Meiers Weltreisen auch auf KLM oder Air France.

Die hier geäußerte Einschätzung des deutschen Touristikkunden trifft allenfalls auf die vordigitale Generation zu.

 

Geschrieben

Jeder VA setzt auch auf LH-Non-Produkte. Es gibt immer wieder Raten im Angebot, die weit unter denen der LH Group liegen.

 

Meist BA/AA/IB oder AF/KL/DL im Verbund. Vorteil ist, du hast zig verschiedene Varianten um an dein Ziel zu kommen. Bei 4Y oder DE dann meist nur eine am Tag (wenn’s um die Langstrecke geht).

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb BWE320:

Ich glaube, hier wird der Bekanntheitsgrad von KLM und Air France in Deutschland unterschätzt. Alle großen OTA wie Expedia oder Opodo haben massenweise Angebote mit diesen Airlines, nicht nur nach Bonaire oder Martinique, sondern auch nach Kuba (HAV), Dominikanische Republik (PUJ, SDQ), Mexiko (CUN), Mauritius, Tansania, etc. - alles unter eigener Marke.

Selbst im „klassischen“ Reisebürovertrieb setzen einige Veranstalter, wie z.B. Meiers Weltreisen auch auf KLM oder Air France.

Die hier geäußerte Einschätzung des deutschen Touristikkunden trifft allenfalls auf die vordigitale Generation zu.

 

 

Zwischen Bekanntheit einer Marke und tatsächlichen Konsum eines Produktes liegen teilweise Welten.

 

Ein Durschnittstourist aus Deutschland bucht in der Masse ein Angebot das ein Deutscher Veranstalter mit Deutschsprachigenbetrreuung vor Ort  organisiert und im Normalfall auch mit relativ grösseren Kontingente Touristen aus dem Deutschsprachigen Raum. 

Natürlich gibt es viele Individualtouristen - ich gehöre auch dazu - und diese buchen dann auch Angebote die nicht über Deutsche Veranstalter laufen oder ganz auf sich bezogen Flug und Airbnb vor Ort usw aber das ist die Minderheit.

Von 100 Deutschen die letztes Jahr geflogen sind waren vielleicht 80 im Mittelmeerraum und da positioniert sich eine Eurowings (oder Discover ab FRA) als Deutsche Airline vs Condor und muss etwas Deutsches suggerieren gegenüber Anadolujet usw. 

Von den 20 die evtl. Langstrecke geflogen sind verteilt sich der Markt zwischen den P2P Charterlikeanbieter wie Discover und Condor und Flüge auf normalen Linien. 

 

Deshalb sollten wir zwischen Wahrnehmung und tatsächlichen Markt unterscheiden. Das ist ein ganz normales Phänomen, trifft auf alle Lebensbereiche zu:

- in Kochsendungen im Fernsehen wird auch dauernd über Biolebensmittel diskutiert, tatsächlich machen diese aber nur 6% des Umsatzes aus

- Tesla finden alle extrem fortschrittlich und cool, aber 2022 mit ganze Fördergeldertöpfe haben sie nur 70.000 Autos von 2,65 Millionen Neuzulassungen geschafft

 

 

Geschrieben

Es ging ja eigentlich darum, dass Air France oder KLM keine Langstreckenurlaubsfluggesellschaft wie Eurowings Discover brauchen und ob dem deutschen Kunden das auffällt.

Wenn du bei Expedia nach einer Pauschalreise von Hannover nach Cancun im November suchst, wird dir immer auch Air France angeboten.

Olimar bietet Pauschalreisen nach Nordportugal mit Flug Hannover-Paris-Porto an ( Hannover - Paris durchgeführt von Hop!).
Vor Ort kann ja immer noch die Betreuung in deutscher Sprache stattfinden. Es gibt also wirklich keinen Grund, wieso Lufthansa eine Marke  wie Eurowings Discover braucht. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 52 Minuten schrieb BWE320:

Es gibt also wirklich keinen Grund, wieso Lufthansa eine Marke  wie Eurowings Discover braucht. 

Gab es vor 20+ Jahren eigentlich auch die Diskussion, ob die Lufthansa eine Condor braucht ? Die gab es ja auch zusätzlich zur Lufthansa und ich glaube so die Condor von damals fanden hier alle toll..

 

Also der Unterschied ist natürlich die Tarifstruktur (über die man streiten kann), aber eine weitere Marke hat es "immer schon" gegeben.

 

Ich finde über 4Y wird etwas früh geurteilt, die gibt es 2 Jahre, eins davon in einer Pandemie...Was jedoch nicht heißen soll, dass das mit dieser "halben Marke" wirklich rund ist und man für immer entschuldigt rote Zahlen schreiben soll.

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb d@ni!3l:

Ich finde über 4Y wird etwas früh geurteilt, die gibt es 2 Jahre, eins davon in einer Pandemie...Was jedoch nicht heißen soll, dass das mit dieser "halben Marke" wirklich rund ist und man für immer entschuldigt rote Zahlen schreiben soll.

 

Das ist ja immer die grosse Diskussion, ich bin ebenfalls der Meinung die "Marke" ist unnötig. Warum sollte das mit LH nicht gehen? Es ging die ganzen Jahre davor auch mit LH und in den Jahren gab es die besten Gewinne in der Geschichte. Mit 4Y gibt es bisher nur Verluste, Anlauf hin oder her, auch dort muss Geld verdient werden. 

 

Auch Air France wollte das ganze ja mal hip und jung mit Joon aufziehen, das wurde aber auch nach ein paar Jahren in die Tonne gekloppt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb viennafly:

und in den Jahren gab es die besten Gewinne in der Geschichte

Das waren die Jahre mit EW auf der Langstrecke und da ist LH nur wenig touristisch geflogen, wenn ich mich nicht täusche. Das Touri Segment  ab FRA ist im dem Ausmaß ja quasi neu  ;-).  Also 4Y soll ja größer werden als es Jump bspw war.

 

Und wie gesagt - weit vorher gab es auch DE  - die waren ja auch zusätzlich.

 

 

vor 1 Stunde schrieb viennafly:

Warum sollte das mit LH nicht gehen?

Gehen wird es schon. Aber ob es optimal ist ?

Also nach PUJ wird man echt kein echtes LH Produkt brauchen. BA fliegt afaik auch anders in die Karibik als bspw nach NYC. Ich frage mich, wann dann die ersten Stimmen (auch hier) kommen würden die LH Business im Touri Segment fliegen und dann sagen "LH ist auch nicht mehr was es mal war, gar keine Allegris...". Finde es dann schon ok das anders zu nennen.

 

Wobei ich auch mittlerweile denke "macht es doch einfach als LH und vereinbart im Gegenzug einen langfristigen Frieden mit den Personalvertretungen". Da hätten echt alle Seiten am meisten von. Der Arbeitgeber hat eine zuverlässige Ops mit weniger Streiks, die AN mehr Gehalt, die Kunden ein besseres Produkt (wenngleich auch wahrscheinlich etwas teurer).

 

Aber machen wir uns nichts vor: 4Y wird durchgezogen, egal wie wir das hier alle finden...

 

vor 1 Stunde schrieb viennafly:

Anlauf hin oder her, auch dort muss Geld verdient werden. 

Es wird aber nicht nach einem Jahr abgerechnet. Extremer Vergleich, aber bei Apple hat man auch nicht nach 2 Jahren gesagt " das wird nie was". Wenn man nun mal a gesagt und 4Y startet muss man auch b sagen und Anlaufverluste in Kauf nehmen und Anpassungen vornehmen.

 

Es läuft bestimmt nicht alles rund bei 4Y und die Marke und Positionierung ist noch nicht "fein getuned", aber man hat noch nicht mal die finale Marke/Name und Außenauftritt angenommen  - da ist ein Fazit mMn noch zu früh.

 

Und selbst wenn man 4Y einstampft. Bis man alle Flugzeuge wieder bei der LH hat, Crews entsprechend geschult hat usw wird es dauern. Das ist auch nicht kostenlos und schnell möglich.

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb d@ni!3l:

Wobei ich auch mittlerweile denke "macht es doch einfach als LH und vereinbart im Gegenzug einen langfristigen Frieden mit den Personalvertretungen". Da hätten echt alle Seiten am meisten von. Der Arbeitgeber hat eine zuverlässige Ops mit weniger Streiks, die AN mehr Gehalt, die Kunden ein besseres Produkt (wenngleich auch wahrscheinlich etwas teurer)

 

Das wäre vielleicht möglich, wenn sich die Personalvertretung auf ihre traditionellen Aufgaben, nämlich der Sicherstellung möglichst hoher Löhne und guter Arbeitsbedingungen, fokussiert, und nicht eine zweite Geschäftsführung spielen würde. Die großen Verträge, ergo die PPV und der KTV, der ja immer noch auf Reserve liegt und noch einmal viel höhere Kosten mit sich zieht, schreiben Mikromanagement hinsichtlich der Flottenverteilung in unangemessenem Umfang vor. Spohr hat den Fokus klar gesetzt, die LH-Kurzstrecke muss effizienter werden, und das geht entweder über den einfachen Weg, oder über den harten Weg. Ersterer würde vermutlich allen Stakeholdern besser dienen, aber ob sich diese auch diesem Umstand bewusst sind, weiß ich nicht.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb d@ni!3l:

Gab es vor 20+ Jahren eigentlich auch die Diskussion, ob die Lufthansa eine Condor braucht

Die Condor hat man nicht neu gegründet wie die Eurowings Discover, sondern Ende der 50er übernommen, so wie Swiss die Edelweiss.
Vor 20+ Jahren war der  Charteranteil ausschlaggebend. Veranstalter haben ganze Maschinen komplett ausgelastet. Das hat sich in den 1990ern dann geändert. Damals hat Air France ihre Chartertochter Air Charter geschlossen und British Airways hat die Tochterfirma British Airtours eingestellt und man hat die Passagiere selbst befördert. Das gilt genauso für Iberia und Aviaco oder SAS und Scanair oder Finnair und Karair.  Man kann ja durchaus ein dezidiertes Kabinenprodukt anbieten wie z. B. 
Air France Caraïbes et Océan Indien.

Geschrieben (bearbeitet)

Frage ist nicht ob eine Discover weiterbestehen wird sondern wie lange es dauert bis die Expansion im größeren Stil voranschreitet. Da müssen wir alle geduldig bleiben und weiter hoffen!

 

Die Rekrutierung läuft auf jeden Fall wieder an. Übrigens auch mit vielen Bewerbern von Condor und EWD!

Bearbeitet von kleinelaja79
Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb BWE320:

Man kann ja durchaus ein dezidiertes Kabinenprodukt anbieten wie z. B. 
Air France Caraïbes et Océan Indien.

 

Und wo ist jetzt der Unterschied, ob man eine LH light mit abgespecktem Hard Product, oder eine eigene Airline, also 4Y, auflegt? Bei Lösung 2 hat man wenigstens nicht das Risiko, dass sich die Pax auf Allegris freuen, und das Touristenprodukt vorfinden (oder umgekehrt). Dass dies die ME3 nicht stört, die in der C von top notch bis Uraltliegen alles verbaut haben, nicht stört, weiß ich auch, aber zu wissen, was man bekommt, ist ja auch ein netter USP.

Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb Leon8499:

 

Das wäre vielleicht möglich, wenn sich die Personalvertretung auf ihre traditionellen Aufgaben, nämlich der Sicherstellung möglichst hoher Löhne und guter Arbeitsbedingungen, fokussiert, und nicht eine zweite Geschäftsführung spielen würde. 

 

Äh, zu verhindern das die guten Löhne und Arbeitsbedingungen einfach durch Ausflaggen an neue Flugbetriebe (mit so klarem Markenprofil das wir hier seit wieviel Seiten danach suchen..?) unterlaufen werden ist traditionelle Aufgabe der Personalvertretung - weil sonst gibts die guten Löhne und Arbeitsbedingungen nicht mehr lange...

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Leon8499:

Die großen Verträge, ergo die PPV und der KTV, der ja immer noch auf Reserve liegt und noch einmal viel höhere Kosten mit sich zieht, schreiben Mikromanagement hinsichtlich der Flottenverteilung in unangemessenem Umfang vor.

Und wer hat die PPV und KTV unterschrieben und hatte die Idee, als Gegenzug für Gehaltskonzessionen Restriktionen bei der Flottenverteilung vertraglich zuzusagen?

 

Tesla finden alle extrem fortschrittlich und cool,

Offtopic - Tesla ist weder Fortschrittlich noch cool sondern lebt vom Hype den ein sein Gründer -eine Zeitlang erfolgreich, dass muss man anerkennen- geschaffen hat. Weder der Ruf noch die Börsenbewertung ist zu irgendeiner Zeit gerechtfertigt. 

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb kleinelaja79:

 

 

Die Rekrutierung läuft auf jeden Fall wieder an. Übrigens auch mit vielen Bewerbern von Condor und EWD!

Wieso sollte man von Condor zu OCN wechseln?

Geschrieben
vor 51 Minuten schrieb muthoch:

Wieso sollte man von Condor zu OCN wechseln?


das frage ich mich auch. Es gibt keinen rationalen Grund, sich von einer besseren Tarifstruktur mit besserem Gehalt und einem vorhandenem MTV zu verabschieden und zu einer Airline zu wechseln, sich dort wieder hinten anzustellen und dann obendrein der Unsicherheit des LH Vorstands auszuliefern. Sei es base, Upgrade (kommen die anderen Konzern FOs vor einem dran), oder Tarifstruktur. Wenn ich jeden Monat gerne 6-9 stby und Reserve Tage haben möchte, dann ist es bestimmt der way to Go.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Papa Uniform:


das frage ich mich auch. Es gibt keinen rationalen Grund, sich von einer besseren Tarifstruktur mit besserem Gehalt und einem vorhandenem MTV zu verabschieden und zu einer Airline zu wechseln, sich dort wieder hinten anzustellen und dann obendrein der Unsicherheit des LH Vorstands auszuliefern. Sei es base, Upgrade (kommen die anderen Konzern FOs vor einem dran), oder Tarifstruktur. Wenn ich jeden Monat gerne 6-9 stby und Reserve Tage haben möchte, dann ist es bestimmt der way to Go.

 

Ich würde auf die Beiträge von kleinelaja nichts geben, dass ist ein wahrscheinlich ein(e) Mitarbeiter(in) mit der rosa Discover-Sonnebrille. Von Troll möchte ich hier nicht reden. Freut euch für sie/ihn, dass er/sie dort offenbar einen passenden Job gefunden habt, aber ignoriert einfach die Inhalte ;)

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb muthoch:

Wieso sollte man von Condor zu OCN wechseln?

Frage doch mal deine KollegInnen…:) Die werden wohl ihre Gründe haben, auch wenn es leider erstaunlich viele nicht schaffen. Finde aber persönlich Marabu klingt auch sehr vielversprechend. 

Bearbeitet von kleinelaja79

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