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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


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Geschrieben

Ich kann aus Sicht des LH-Managements gut verstehen, dass man lieber in eine Insolvenz geht als den Staat mitreden zu lassen. Ich denke bei LH hat man die Sorge die nächste Commerzbank zu werden.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb locodtm:

 

Wäre am Ende doch höchst bitter (oder amüsant, je nach persönlicher Einstellung), wenn LH bedingt durch die Auflagen auf die staatl. Hilfe verzichtet,etwas schief geht und Condor der neue deutsche Flagcarrier wird...

 

Womöglich übernimmt am Ende noch Condor die LH, so wie's Porsche mit VW versucht hat. B|

Geschrieben

 

vor 23 Minuten schrieb d@ni!3l:

Anbei mal ein Artikel zur AUA mit interessanten Vorschlägen die dort diskutiert werden (insbesondere einer Beteiligung an Level und Anbindung an IAG):

 

https://www.austrianaviation.net/detail/aua-braucht-nicht-nur-kredite-sondern-auch-eigenkapital/

 

Na ja, wenn man schon vorgibt "ernsthaft" mit M3 Player zu reden, dann müssen sie in der Regierung schon den zuständigen Praktikanten für das Positionspapier austauschen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Minuten schrieb FW200:

 

Womöglich übernimmt am Ende noch Condor die LH, so wie's Porsche mit VW versucht hat. B|

Ja, die hat die Politik ja irgendwie lieb. Müssen nur 2% Zinsen zahlen statt 9. Aber fliegen halt auch keine bösen, bösen Kurzstrecken... Jaja, die KFW Konditionen gelten nur bis 1 Mrd, aber man ist ja auch die Exekutive... Wenn man will geht es. DL zahlt übrigens 7% mit einer besicherten Anleihe. Nur mal um zu zeigen wie absurd 9% sind...

 

Welchen Zinssatz muss AF/KLM eigentlich zahlen ? Finde dazu keine Angaben.

 

vor 6 Minuten schrieb oldblueeyes:

dann müssen sie in der Regierung schon den zuständigen Praktikanten für das Positionspapier austauschen.

Wieder ein Bsp wo man sieht wie gut sich die Politik in der Branche auskennt...

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben

Kann mir so eine Diskussion virtuell vorstellen:

 

- Wir könnten einen renommierten M3 Player als unseren Partner gewinnen

- Bitte sehr!

- Sie sind international sehr erfahren

- haben wir bei der Due Dilligence am Saatwinkler Damm gesehen

- sie sind es aber nicht

- Meridiana ist jetzt auch Nirvana

- aber die IAG ist schon vor Ort

- bringen sie euch den wirklich zum nächsten Level?

- Wien hat eine Langstrecke verdient

- so denkt man in Katalonien auch - am Ende kackt der Teufel eher auf den wichtigsten Haufen und wir lieben Air Europa

- wir wollen eine Langstreckengarantie, die Jobs unserer Parteifreunde in der Zentrale und ein Mitspracherecht

- wir sind gerne behilflich eure Parteifreunde mehr Zeit für Politik haben zu lassen

- am Ende machen wir es alleine, schliesslich können wir auch People's Viennaline retten

- hier ist die Nummer von Wöhrl

 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb d@ni!3l:

Anbei mal ein Artikel zur AUA mit interessanten Vorschlägen die dort diskutiert werden (insbesondere einer Beteiligung an Level und Anbindung an IAG):

https://www.austrianaviation.net/detail/aua-braucht-nicht-nur-kredite-sondern-auch-eigenkapital/

 

Was ist den das wieder für ein Artikel ?

Zitat

Ob dies nur „Pokern“ ist oder tatsächlich in die Realität umgesetzt werden könnte, wird sich zeigen, doch der Kurier zitiert aus der österreichischen Bundesregierung: „Wir werden uns nicht unter Druck setzen lassen. Es werden alle Alternativen vorbereitet.“
 

 

Konkret prüft man Austrian Airlines pleitegehen zu lassen und im Fall des Falles einen neuen National Carrier aufzubauen. Dieser könnte als staatlicher Alleingang aufgebaut werden, aber auch in Zusammenarbeit mit einem neuen Partner, der eben nicht mehr Lufthansa wäre. Genannt werden namentlich die International Airlines Group, die mit Level Europe bereits eine österreichische Tochter unterhält, Air France-KLM und nicht näher bezeichnete Golfcarrier. 

Klar die österreichische Regierung lässt Austrian Pleite gehen. Habe ich was verpasst ?

Gehört OS bereits Österreich ?

 

Das liegt nur in Lufthansas Händen.

 

Keiner hindert Österreich daran einen neuen staatlichen Carrier auf zu bauen.

 

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb chris_flyer:

Klar die österreichische Regierung lässt Austrian Pleite gehen. Habe ich was verpasst ?

Gehört OS bereits Österreich ?

Wenn die Regierung nicht mit einem Kredit o.ä. hilft ginge OS Pleite. Also indirekt wäre es schon korrekt.

Geschrieben

Ich nehme doch an, LH (als Gruppe) wird jedes Geld nehmen, was sie kriegen kann, siehe Schweiz und Belgien. Ansonsten hätte das Management auch ein anderes Problem: soweit ich weiß, hat das Covid-19-Ergänzungsblablablupp-Gesetz für Gesellschaften [...] das Aktiengesetz noch nicht ganz ausgehebelt, nur teilweise. Aber wenn man sich in Deutschland an Gesetze hält, ist das Geschrei meist groß, siehe Mieten und adidas, das Mitarbeiterparadies Herzogenaurach (was sowas wie Google und Ebay, nur eben in Bayern) wird es bald so auch nicht mehr geben, aber lassen wir das hier mal weg, ist ja Airlines.

 

Offensichtlich möchte Belgien ja sowas haben wo Brüssel dransteht, die Schweiz möchte etwas haben, wo Swiss und das Kreuz drauf sind, dasselbe gilt sinngemäß für Österreich; Deutschland tut sich damit ja seit Jahrzehnten schwer und schrieb immer nur Lufthansa auf die Flugzeuge, obwohl der Firmenname ja irgendwie umfangreicher ist.

Geschrieben (bearbeitet)

Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier die gefühlte Mehrheit aus 2 AR-Positionen ein deutsches Alitalia-Horrorszenario basteln will. 
Dass Provinzpolitiker Einfluss auf die Netzplanung nehmen könnten. So verflochten ist die Politik mit LH jetzt auch wieder nicht. Und das Finanzministerium würde sich über 9% Rendite sicher auch freuen.

 

Ich denke nicht, dass es sich die Regierung erlauben kann, ihre 10 Milliarden in den Sand zu setzen, Corona hin oder her. Es ist zwar jetzt keine große Zeit sich alles genauestens anzuschauen, hinterher kommt aber meist eh alles ans Licht.

 

Und ja, ich kann mir auch gut vorstellen, dass Condor in den nächsten 3-4 Jahren wahrscheinlicher bei LH landet. Der Bund hätte dadurch höhere Chancen den DE-Kredit wieder zu sehen und Spohr hätte, was er letztes Jahr auch noch wollte: Sein Ocean Branding. Was er unter Eigenverwaltung vergessen könnte, weil da niemand eine Expansion zuließe.


Man liest zum Thema Eigenverwaltung als Hauptargument, man könnte Verbindlichkeiten im Fuel-Hedging bequem loswerden. Ist dem wirklich so? Ich dachte eigentlich, sowas liefe über Zertifikate, die dann einfach wertlos werden. Oder werden da wirklich Abnahmemengen bei Lieferanten zu fixen Preisen vereinbart und diese sichern sich wiederum ab? 
 

Und noch eine Sache: Ja, ich hätte mir auch eher eine europäische Lösung gewünscht. Sicher nicht das von Spohr vorgepushte „Airbus Modell“ . Eher eine, die berücksichtigt, dass LH nach belieben Verkehre zentral aus Frankfurt über jedes bevorzugte Drehkreuz schicken kann. Das lässt die Hintertür offen, ungeliebte Kinder (OS, SN) einfach abzuwickeln.

Bearbeitet von Pseudofreund
Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb Pseudofreund:

Sein Ocean Branding. Was er unter Eigenverwaltung vergessen könnte, weil da niemand eine Expansion zuließe.

Aus vorhandenen XG, SN und CLH Kapazitäten ein neues "Paket" zu machen wäre ja keine Expansion.

 

vor 9 Minuten schrieb Pseudofreund:

Ich denke nicht, dass es sich die Regierung erlauben kann, ihre 10 Milliarden in den Sand zu setzen,

Deshalb sollte man etwas unter 9% nehmen, damit man "atmen" und investieren kann.  Das ist ja schon fast schröpfen.

 

vor 10 Minuten schrieb Pseudofreund:

Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier die gefühlte Mehrheit aus 2 AR-Positionen ein deutsches Alitalia-Horrorszenario basteln will. 

Kommt drauf an WER sie besetzt. Ist es ein Konstrukt bei bei der Airbus Beteiligung über die (soweit ich mitbekomme) wenig Einfluss ausgeübt wird gebe ich dir recht. Übernehmen diese Posten aber zwei Politiker dann könnte es passieren, dass dies zu Wahlkampfzwecken o.ä. genutzt wird.

 

vor 1 Stunde schrieb medion:

Ich nehme doch an, LH (als Gruppe) wird jedes Geld nehmen

Bei OS und SN bin ich mir da nicht sicher. Wenn man dafür größere Auflagen schlucken muss und die Gesellschaften eh nicht hoch-profitabel waren, warum für die einen Kredit schlucken und ggf. noch draufzahlen (wenn der Kredit kleiner wäre als der lokale Bedarf)? Dann nutzt man lieber das restliche eigene Geld (+Steuergeld in der Schweiz und Deutschland) für die wirklich profitablen Bereiche.
Ich glaube zwar die bleiben, aber ein wenig hängt das auch davon ab was die Regierungen vor Ort fordern und bieten. Gerade in Österreich hat man mit der E2 ja direkt eine Alternative und in Belgien verdient man eh kein Geld. Da muss man mMn nicht alles schlucken

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Leon8499:

Das Geschäftsmodell von LH funktioniert und wenn man da jetzt aus politischen Gründen reinpfuscht, wird das womöglich nicht mehr so sein.

 

Immer weniger, siehe Geschäftsbericht 2019. Lufthansa German Airlines mit krachenden Ergebnisrückgängen, wie in einer Rezession.

Moment, Swiss und und Technik funktionieren gut, aber dann muss man sehr genau hinsehen.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Realo:

Ergebnisrückgängen

Rückgang ja, aber (noch) profitabel   ;-)

 

vor 6 Minuten schrieb Besserwisser:

lieber der LH unterjubelt als sich den Fehler einzugestehen

Möglich.

 

Aber sollte wirklich das Touri Geschäft als erstes wieder anziehen sollte man bis dahin eher was eigenes haben  - da auf Condor zu warten ... da könnte einem Geschäft verloren gehen.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb DennyLong:

Ich denke bei LH hat man die Sorge die nächste Commerzbank zu werden.

Das Argument ist eher, dass Lufthansa schon lange eine Commerzbank ist. In guten Zeiten mitgeschwommen.
Jetzt steht man bei Ebbe im Watt, ohne Badehose.

 

Das Schweizer Unterstützungspaket hat wie erwartet die Auflage, dass die Gelder nur an die in der Schweiz operativ tätigen Unternehmensteile gehen dürfen und dass diese Unternehmensteile für den Zeitraum, in dem sie Unterstützungsmaßnahmen keine Gewinne an den deutschen Mutterkonzern ausschütten dürfen. 

 

In der vergangenen Woche hat sich Ford Kapital am Anleihemarkt beschafft, sie zahlen knapp 9 % Zinsen für die Anleihen. Da wirkt die im Raum stehende Zinsforderung der Bundesregierung gar nicht mehr unverhältnismäßig.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Besserwisser:

Die Condor passt mit ihrer Gehaltsstruktur überhaupt nicht zu dem was Spohr möchte. Dann kann auch LH die Strecken gleich selbst fliegen....und sich alte und teuere Strukturen...

 

In diesem Punkt möchte ich widersprechen. CFG hat das Schutzschirmverfahren genutzt um die Strukturen zu verschlanken und insbesondere im Bereich des MTV große Zugeständnisse der AN erzielt. Beim VTV lag man ohnehin schon weit auseinander.

Geschrieben

@Pseudofreund

Ocean Branding brauchts nach Inso in Eigenverwaltung nicht mehr da es dann auch keinen Konzerntarif Vertrag mehr geben wird.

 

Dann kann theoretisch JEDER Pilot und FB gekündigt werden und in einer neuen Gesellschaft Lufthansa angestellt werden. Egal ob vorher SXD 330 Pilot, Cityliner oder Eurowings Pilot. Dann gibt es keine gewachsenen Privilegien mehr. Alle sind dann gleich und starten bei Null

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Besserwisser:


Also ich weiß nicht...ich schätze mal man...gibt es doch wohl...oder nicht? ...würde mal vermuten... 

 

Nur mal die Kapitäns-Endstufe verglichen. Quelle ppjn.com:

 

LH 243.360€

DE 163.350€

EW 167.523€

 

Ja, es gibt noch einige wenige mit Altvertrag, das werden aber zusehends weniger. Kosten entstehen ja aber nicht nur durch Gehälter: Wie effizient DE, LH oder XYZ-Air ihre Crews einsetzen können, ist aber auch eine Frage der Manteltarifverträge. Da diese sehr auf die jeweilige Operation zugeschnitten ist, ist ein Vergleich hier schwierig. Um aber im Rahmen der Investorensuche attraktiver zu werden, wurden da manche alte Zöpfe abgeschnitten! 

 

Geschrieben

Ich denke nicht, dass von Spohr gepokert wird. Ich denke der Plan wird eher sein . Schutzschirmverfahren zu beantragen und sich dran aller Vertäge zu entledigen. Im Schutzschirmverfahren, kann man das ja. Da gibt es keinen Kündigungsschutz, keine Abfindung, keinen Sozialplan etc. da kann man alle Vertäge und Betriebsvereinbarungen aufmachen bzw. Aufkündigen. Damit kann man sich aller Altverträge und Lohnstrukturen entledigen. Und die Geschäftsführung bleibt erhalten. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Minuten schrieb d@ni!3l:

Mal doof gefragt da ich es nicht sicher verstehe: Sind mit einem Schutzschirmverfahren alle Aktien der LH dauerhaft wertlos?

 

Ich finde es wirkt hier so.


die Aktien sind nicht wertlos, ich Denke mit dem Satz aus dem Artikel „Lufthansa würde mit dem Schritt in ein Schutzschirmverfahren riskieren, das Verhältnis zu ihnen auf Dauer zu beschädigen. Aus deren Sicht ist der Schaden - der Verlust ihrer Anteile - in einer solchen Restrukturierung größer als jener, der durch den Einfluss des Staates entstehen würde.“ 

 

ist eher gemeint, dass die Anleger Angst oder ein relativ hohes Risiko haben würde,  dass die Aktien durch das Schutzschirmverfahren noch mehr an Wert verlieren als jetzt. Wenn es in einem hypothetischen Szenario, dazu kommt, dass LH Schutzschirmverfahren bzw. „Insolvenz in eigenverwaltung“ beantragt, würden die Anleger verunsichert, es würden wahrscheinlich zu einem großen Verkauf der Aktien kommen und durch Überangebot der Aktien immer mehr an Wert verlieren. Alleine das Wort Insolvenz würde da viele aufschrecken denke ich. 
Die Aktien selber, werden im Schutzschirmverfahren nicht wertlos.

Der große Vorteil für die Geschäftsführung, würde sich wenig ändern beim Schutzschirmverfahren und könnte überspitzt gesagt machen, was man will. Bei einer Beteiligung wie im Artikel angesprochen stünde die Gefahr im Raum, dass der Staat sich auf die Seite der Arbeitnehmer schlägt und an Joberhalt festhalten könnte.

 

Das wäre zumindest für mich ein nachvollziehbares Szenario. 

Bearbeitet von McTech
Rechtschreibung
Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb McTech:

Der große Vorteil für die Geschäftsführung, würde sich wenig ändern beim Schutzschirmverfahren und könnte überspitzt gesagt machen, was man will.


Was für ein weit verbreiteter Irrglaube das ist, lässt sich hier ganz leicht verständlich nachlesen: 

https://www.cmshs-bloggt.de/insolvenzrecht/aufgaben-des-sachwalters-in-der-eigenverwaltung/

 

Was gemacht werden darf hängt deutlich vom Goodwill des Sachwalters ab. Schnappt der sich die Kassenführung, hätt ich gern ein Foto der Gesichter des Vorstands. 
 

Ich bleibe dabei: ein ganz schlechter Bluff um der ein oder anderen Gewerkschaft noch was abzugewinnen.

Geschrieben (bearbeitet)

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Kanzler-Kurz-pocht-auf-Gegenleistungen-article21749597.html

 

Österreich möchte wohl sowohl Mitsprache, als auch eine Stärkung des Drehkreuz. Wenn man unter dem zweiten ein Wachstum in VIE versteht (bei gleichzeitiger Schrumpfung des Markts) geht dies nur zu Lasten von FRA oder MUC. Da wird Deutschland nicht mitmachen (dessen Kredit für die LH im Zweifel wichtiger ist). Ich bin mal gespannt, was aus der AUA wird, wenn die Kriterien hart sind  - weil Mitsprache ist ja auch ungewollt.

Bearbeitet von d@ni!3l

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