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Aktuelles zu Etihad

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The National is a government-owned English-language daily newspaper published in Abu DhabiUnited Arab Emirates.

 

Wenn "in vielen Tageszeitungen darauf verwiesen" wird kann es wohl schon so stimmen, denn einen dreistelligen Millionenbetrag kann man schlecht erfinden. Übrigens: Copyright beachten, auch bei Wikipedia-Inhalten...

Das Personal vom 380 Programm könnte Airbus auch problemlos in die Produktion von 320, 330 und 350 stecken.

 

Zwei Anmerkungen dazu:

- der A380 ist auch ein Innovationsmotor, d.h. ohne die dabei gemachten Erfahrungen hätte es die 350 vermutlich gar nicht und von der 330 zumindestens die NEO nicht gegeben.

- solch ein Programm sichert ausserhalb des Herstellers mindestens noch einmal dieselbe Anzahl von Arbeitsplätzen bei Zulieferern und für die gilt das erstens so nicht und zweitens sind diese Stellen volkswirtschaftlich genauso wertvoll.

Nicht im relevanten Vergleichszeitraum und das weist Du auch. Ich denke auch, dass es in früheren Zeiten für global relevante Wirtschaftsräume mit hoher Bevölkerungsdichte schon vielfache Gründe gab eine staatliche Airline notfalls auch als Zuschußbetrieb zu betreiben, aber diese Notwendigkeiten sind ja nun schon lange vorbei und für die ME3 auch generell nicht erkennbar.

Zwei konkrete Fragen zu diesen Punkten:

Was ist denn für Dich der "relevante Vergleichszeitraum" angesichts der Tatsache dass z.B. Emirates bereits 1985 gegründet wurde?

Wer definiert, welche Wirtschaftsräume "global ausreichend relevant" sind und eine ausreichende Bevölkerungsdichte haben, um eine staatlich bezuschusste Airline aufmachen zu dürfen?

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http://www.thenational.ae/business/aviation/etihads-partnership-with-airberlin-brings-in-630m-for-abu-dhabi

 

Hier mal der ORiginal Artikel, auf den heute in vielen Tageszeitung verwiesen wird.

Thema: "Warum Etihad an AB festhällt"

 

150m direct Revenues per year, sprich 150 Mio zusätzlicher Umsatz (nicht Gewinn), während man pro Jahr ca. 300m reinbuttern muss um die Liquidität zu erhalten, tönt mir nicht nach einem guten Deal. 

 

Bei den Synergien ist die Frage auf welcher Seite sie anfallen. 

 

Artikel liest sich ein wenig wie aus der Presseabteilung von EY.

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Was ist denn für Dich der "relevante Vergleichszeitraum" angesichts der Tatsache dass z.B. Emirates bereits 1985 gegründet wurde?

Der Vergleichszeitraum ist doch nur die Ausrede das man keine Konkurrenz toleriert. So nach dem Motto. Wer damals so Blöd war und keine Luftfahrt mit Milliarden an Steuergeldern aufgebaut hat, darf es heute nicht. Damit hat man ein wunderbares Totschlagargument womit man anderen vorschreiben will was sie zu tun und lassen haben.

 

 

Wer definiert, welche Wirtschaftsräume "global ausreichend relevant" sind und eine ausreichende Bevölkerungsdichte haben, um eine staatlich bezuschusste Airline aufmachen zu dürfen?

Wenn wir den Chinesen keine weiteren Landerechte einräumen haben wir auch kein Problem mit den Wirtschaftsräumen oder Bevölkerungsdichte. Schön war auch, wie die LH gejammert hat, als man den A380 nicht nach China (oder Indien) einsetzen durfte. Da sieht man wer was besseres sein will.

Ebenso kann man sich Fragen warum eine LH so oft nach Indien Fliegen darf, wenn im Gegenzug die Inder so selten zu uns kommen.

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Zwei Anmerkungen dazu:

- der A380 ist auch ein Innovationsmotor, d.h. ohne die dabei gemachten Erfahrungen hätte es die 350 vermutlich gar nicht und von der 330 zumindestens die NEO nicht gegeben.

- solch ein Programm sichert ausserhalb des Herstellers mindestens noch einmal dieselbe Anzahl von Arbeitsplätzen bei Zulieferern und für die gilt das erstens so nicht und zweitens sind diese Stellen volkswirtschaftlich genauso wertvoll.

 

 

Das erste Argument ist schlicht falsch. Die Entwicklung hin zum A380 ist eher eine Evolution als eine Revolution. Hätte dies nicht beim A380 stattgefunden, dann halt später. Oder aber wir einigen uns darauf, dass es ohne die A300 den A380 nicht gegeben hätte.

 

Da das erste Argument nichts war, kann das zweite dann auch nicht greifen.

 

Nächster Versuch.

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Schön war auch, wie die LH gejammert hat, als man den A380 nicht nach China (oder Indien) einsetzen durfte. Da sieht man wer was besseres sein will.Ebenso kann man sich Fragen warum eine LH so oft nach Indien Fliegen darf, wenn im Gegenzug die Inder so selten zu uns kommen.

Frag nach bei Hansens.

Soweit mir bekannt ist, wurde vereinbart, wenn LH mit 380 nach Indien fluegen darf, darf im Gegenzug auch AI mehr Airports in D anfliegen.

Aber.... was schert eine LH Verträge - man siehts ja auch bei den Arbeitsverträgen, KTV etc. - AI darf anscheinend nicht...

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Zwei konkrete Fragen zu diesen Punkten:

Was ist denn für Dich der "relevante Vergleichszeitraum" angesichts der Tatsache dass z.B. Emirates bereits 1985 gegründet wurde?

Wer definiert, welche Wirtschaftsräume "global ausreichend relevant" sind und eine ausreichende Bevölkerungsdichte haben, um eine staatlich bezuschusste Airline aufmachen zu dürfen?

 

Hallo 744pnf

Dann auch gerne konkrete Antworten. Den konkreten Vergleichszeitraum sehe ich in diesem Jahrhundert, frühestens aber in den späten 1990er Jahren, da davor EK schlicht als nationale Airline von Dubai agierte, QR noch in den Kinderschuhen steckte und EY noch gar nicht gegründet war. Zu diesem Zeitpunkt waren die genannten "großen Drei" aber bereits privatisiert oder die Privatisierung war schon weit vorangeschritten. LH, AF und BA sind als Konzerne in ihrer heutigen Form meiner Ansicht nach erst nach der Privatisierung gewachsen. Wenn ich also den hier diskutierten Wettbewerb betrachte, muss ich das gemäß der jeweiligen Sachlage machen, als er entstanden ist bzw. wie er sich heute darstellt. Und da haben wir halt die Situation, dass staatlich geförderte Airlines auf privatwirtschaflich arbeitende Unternehmen treffen. Im übrigen entstand der Lufverkehr wie es ihn heute gibt in den fünfziger- und sechziger Jahren und wurde mit erscheinen der 747, DC10 und L1011 in den siebzigern endgültig zum Massenverkehrsmittel. Da unter anderen die genannten "großen Drei" hier unzweifelhaft Entwicklungsarbeit geleistet haben und teilweise noch immer leisten bewerte ich mache in dieser Zeit geflossene Subvention eben anders, oder um deine A380 These zu bemühen, ohne LH, AF und BA würde es vermutlich Airbus nicht geben, und der Gedake wer denn dann A380 gekauft hätte wäre sowieso obsolet. Zum Thema Definition. Natürlich definiert dies niemand und es steht wohl auch niemandem zu, allerdings sagt für mich ein Vergleich der Bevölkerungzahlen -knapp 6Mio in den VAE vs. 210Mio in D,F und GB- schon so einiges über Relevaz von Märkten aus . Wem das nicht reicht könnte noch die weltwirtschaftliche Tatsache interessieren, dass D,F und GB allesamt G8 Mitgliedsstatten sind. Des weiteren rekrutieren die drei genannten ihr Personal zuhause, stecken Geld in nationale Arbeitsplätze und Ausbildung und schaffen neben dem eigentlichen Flugbetrieb noch heute technologische Fortschritte von denen die ganzen Branche profitiert. Auch das ist nach meiner Meinung etwas grundsätzlich nachhaltigeres, als "ich gründe mal ne Airline, lease viele Flugzeuge, die ich mit Leuten aus Drittländern fülle und von Personal aus Drittländern betreiben lasse".

 

Das ist aber nur meine persönliche Meinung ohne Anspruch auf Richtigkeit.

 

Gruß

 

Patsche

Edited by Patsche

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150m direct Revenues per year, sprich 150 Mio zusätzlicher Umsatz (nicht Gewinn), während man pro Jahr ca. 300m reinbuttern muss um die Liquidität zu erhalten, tönt mir nicht nach einem guten Deal. 

 

Bei den Synergien ist die Frage auf welcher Seite sie anfallen. 

 

Artikel liest sich ein wenig wie aus der Presseabteilung von EY.

Ob die auch den  Unterschied zwischen revenue und profit kennen? Wieviel bleibt denn übrig, wenn ich 150Mio Umsatz mache, dafür aber im gleichen Zeitraum 300Mio cash reinstecken muß. Nicht nachvollziebar diese Meldung, oder ein internes Argument von und für JH für seine Aktivitäten in Europa den Scheichs gegenüber.

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http://www.thenational.ae/business/aviation/etihads-partnership-with-airberlin-brings-in-630m-for-abu-dhabi

 

Hier mal der ORiginal Artikel, auf den heute in vielen Tageszeitung verwiesen wird.

Thema: "Warum Etihad an AB festhällt"

 

Die Tendenz wird schon stimmen, kann mir aber vorstellen, dass die Zahlen zugunsten der Aussage "Air Berlin ist ein werthaltiges Investment" optimiert worden - oder Etihad hat tatsächlich das Ende des Regenbogen gefunden. 

 

Hallo 744pnf

Dann auch gerne konkrete Antworten. Den konkreten Vergleichszeitraum sehe ich in diesem Jahrhundert, frühestens aber in den späten 1990er Jahren, da davor EK schlicht als nationale Airline von Dubai agierte, QR noch in den Kinderschuhen steckte und EY noch gar nicht gegründet war. Zu diesem Zeitpunkt waren die genannten "großen Drei" aber bereits privatisiert oder die Privatisierung war schon weit vorangeschritten. LH, AF und BA sind als Konzerne in ihrer heutigen Form meiner Ansicht nach erst nach der Privatisierung gewachsen. Wenn ich also den hier diskutierten Wettbewerb betrachte, muss ich das gemäß der jeweiligen Sachlage machen, als er entstanden ist bzw. wie er sich heute darstellt. Und da haben wir halt die Situation, dass staatlich geförderte Airlines auf privatwirtschaflich arbeitende Unternehmen treffen. Im übrigen entstand der Lufverkehr wie es ihn heute gibt in den fünfziger- und sechziger Jahren und wurde mit erscheinen der 747, DC10 und L1011 in den siebzigern endgültig zum Massenverkehrsmittel. Da unter anderen die genannten "großen Drei" hier unzweifelhaft Entwicklungsarbeit geleistet haben und teilweise noch immer leisten bewerte ich mache in dieser Zeit geflossene Subvention eben anders, oder um deine A380 These zu bemühen, ohne LH, AF und BA würde es vermutlich Airbus nicht geben, und der Gedake wer denn dann A380 gekauft hätte wäre sowieso obsolet. Zum Thema Definition. Natürlich definiert dies niemand und es steht wohl auch niemandem zu, allerdings sagt für mich ein Vergleich der Bevölkerungzahlen -knapp 6Mio in den VAE vs. 210Mio in D,F und GB- schon so einiges über Relevaz von Märkten aus . Wem das nicht reicht könnte noch die weltwirtschaftliche Tatsache interessieren, dass D,F und GB allesamt G8 Mitgliedsstatten sind. Des weiteren rekrutieren die drei genannten ihr Personal zuhause, stecken Geld in nationale Arbeitsplätze und Ausbildung und schaffen neben dem eigentlichen Flugbetrieb noch heute technologische Fortschritte von denen die ganzen Branche profitiert. Auch das ist nach meiner Meinung etwas grundsätzlich nachhaltigeres, als "ich gründe mal ne Airline, lease viele Flugzeuge, die ich mit Leuten aus Drittländern fülle und von Personal aus Drittländern betreiben lasse".

 

Das ist aber nur meine persönliche Meinung ohne Anspruch auf Richtigkeit.

 

Gruß

 

Patsche

 

Man muss aber genauso sagen, dass die ME3 Entwicklungsarbeit leisten, indem sie neue oder größere Märkte schaffen und daher Subventionen berechtigt sein könnten. Was an Verkehr zwischen Sekundärflughäfen in Europa (DUS, HAM, MAN, BHX) und dem mittleren Osten in den letzten Jahren entstanden ist, ist primär neuer Verkehr und damit ein Verdienst der ME3. Das Problem ist, dass es dadurch zu Erlösdruck auf den bestehenden Verkehrsströmen zwischen den Regionen gekommen ist.

 

Exemplarisch die britisch/indische Familie, die jetzt jedes Jahr in ihre alte Heimat kann und nicht mehr nur alle x-Jahre und dann nur ein Teil der Familie. Der Geschäftsreisende oder der Privatreisende, der reisen muss profitiert natürlich.

 

Wenn man sagt Heimaktmärkte DE/UK/FR gut - das ist ein Argument. Genauso kann man einen 1000 km Kreis um FRA/LHR/DXB/SHA etc legen und wird feststellen in Dubai oder Shanghai ist die Wirtschaft, der Wohlstand in den letzten 10 Jahren schneller gewachsen..

 

Am Ende läuft es auf folgendes heraus: Selbst wenn die Bedingungen (Kosten, Arbeitsbedingungen) sonst gleich sind, die ME3, chinesische, asiatische aber auch amerikanische Airlines haben bessere Zukunftsausssichten, da sie besser zu den Wachstumsregionen positioniert sind und der Fortschritt bei der (Reichweite / Kosten) ihnen mehr hilft als den EU3 Airlines. Die letzten beiden Jahrhunderte waren atlantische Jahrhunderte, jetzt steht ein pazifisches Jahrhundert bevor.

 

Viel größere Gefahren für LH/AF/KL und zum Teil BA kommen noch, da sind Strecken wie SFO-TLV, SFO-Chengdu oder die Expansion der ME3 in den USA der Vorläufer. Jetzt ist es im Prinzip so, das CDG/FRA/AMS/LHR der logische Umsteigepunkt zwischen nahezu allen Kontinenten ist. Das wird weniger, zudem entstehen mit MAD/LIS neue Konkurrenten in Europa.

 

Und noch eine letzter Punkt: Wenn man sich über die "ungleiche" Verteilung der Verkehrsrechte zwischen EU und ME3 Airlines beschwert, es waren die Europäer die in den siebziger Jahren liberale Verkehrsrechte im Nahen Osten benötigten und entsprechend gleiche Rechte den damals nicht existenten ME3 einräumten.

Ob die auch den  Unterschied zwischen revenue und profit kennen? Wieviel bleibt denn übrig, wenn ich 150Mio Umsatz mache, dafür aber im gleichen Zeitraum 300Mio cash reinstecken muß. Nicht nachvollziebar diese Meldung, oder ein internes Argument von und für JH für seine Aktivitäten in Europa den Scheichs gegenüber.

 

Die hypothetischen 300 Mio. cash sind aber nicht Ergebnis-relevant, da sie ein Bilanz-Neutrales Investment sind. Zumindest solange sie nicht wert-berichtigt werden müssen.

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Frag nach bei Hansens.

Soweit mir bekannt ist, wurde vereinbart, wenn LH mit 380 nach Indien fluegen darf, darf im Gegenzug auch AI mehr Airports in D anfliegen.

Aber.... was schert eine LH Verträge - man siehts ja auch bei den Arbeitsverträgen, KTV etc. - AI darf anscheinend nicht...

Will AI überhaupt derzeit mehr als FRA in Deutschland bedienen?

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Exemplarisch die britisch/indische Familie, die jetzt jedes Jahr in ihre alte Heimat kann und nicht mehr nur alle x-Jahre und dann nur ein Teil der Familie. Der Geschäftsreisende oder der Privatreisende, der reisen muss profitiert natürlich.

 

Wenn man sagt Heimaktmärkte DE/UK/FR gut - das ist ein Argument. Genauso kann man einen 1000 km Kreis um FRA/LHR/DXB/SHA etc legen und wird feststellen in Dubai oder Shanghai ist die Wirtschaft, der Wohlstand in den letzten 10 Jahren schneller gewachsen..

 

Dein exemplarisches Beispiel stimmt natürlich an sich schon, allerdings würde das im Umkehrschluß bedeuten, dass die Märkte nur aufgrund der Existenz der ME3 entstanden sind, was ich persönlich aber bezweifle. Hätten die es nicht gemacht wären es eben andere gewesen. Unsere Diskussion geht ja aber eher um Subvetionen, wobei von Märkten die über Subventionen geschaffen werden in der Regel weit weniger Menschen profitieren als bei rein nach wirtschaftlichen Möglichkeiten oder Bedürfnissen entstandenen Märkten.

 

Da mein direkter Vorgesetzter und einige Kollegen in Shanghai leben und arbeiten, kann ich Dir auch dazu sagen, prinzipiell hast Du recht, allerdings ist auch Shanghai ein vom Staat China geförderter und auf "West" getrimmter Vorzeigeplatz. Während der im Verhälnis zur Chinesischen Gesamtbevölkerung eher geringe Anteil der dortigen Bewohner davon profitieren, geht es der großen Masse an Chinesen eher schlecht und hier ist auch mittelfristig leider keine nachhaltige Verbesserung zu erwarten. Zu Dubai ist zu sagen, dass nur mehrmalige Finanzspritzen aus Abu Dahbi vor dem Staatsbankrott gerettet haben. Ob das dann als gutes Wirtschaftswachstum gewertet werden kann liegt wie alles im Auge des Betrachters. Im Moment sind die VAE jedenfalls noch vom Öl abhängig und das ist ja bekanntlich endlich. Ob es ein tatsächlich gutes Wirtschaftskonzept gibt, welches dann auf eigenen festen Beinen stehend Wachstum generiert wird sich dann zeigen.

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Will AI überhaupt derzeit mehr als FRA in Deutschland bedienen?

Wenn eine LH nicht mehr nach AUH oder (von MUC aus nach) DXB will wird dem Araber Unfairness und Überkapazitäten vorgeworfen.

Ist man aber selbst in einer Übermacht, ist es wie so oft etwas anderes und messen mit zweierlei Maße.

 

 

Dein exemplarisches Beispiel stimmt natürlich an sich schon, allerdings würde das im Umkehrschluß bedeuten, dass die Märkte nur aufgrund der Existenz der ME3 entstanden sind, was ich persönlich aber bezweifle. Hätten die es nicht gemacht wären es eben andere gewesen...

...aber es ist ja nicht gesagt, dass die Flugzeuge in Summe ohne die ME3 nicht auch verkauft und die Strecken beflogen worden wären. Es fliegen ja schließlich wohl die wenigsten nur weil es die ME3 gibt.

Du wiederholst dich zwar immer wieder, aber kannst uns dennoch keine Antwort darauf geben, warum man den Arabern den Vortritt gelassen hat. Sich jetzt hinzustellen und sagen das man auch ohne die Araber das Potenzial gesehen hätte, ist doch ein Armutszeugnis. Fakt ist, das eine LH oder AF/KL das eben nicht erkannt haben. Traurig aber wahr.

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Im Moment sind die VAE jedenfalls noch vom Öl abhängig und das ist ja bekanntlich endlich. Ob es ein tatsächlich gutes Wirtschaftskonzept gibt, welches dann auf eigenen festen Beinen stehend Wachstum generiert wird sich dann zeigen.

Momentan wird ja bis 2021 versucht, von 30 auf 20% Anteil runterzukommen, um die Abhängigkeit weiter zu reduzieren (vor gar nicht so langer Zeit waren es noch >70%). Dies macht man unter anderem durch Schaffung günstiger Voraussetzungen für den Luftverkehrssektor, um die günstige geographische Lage bestmöglich zu nutzen.

Es wäre wirklich mehr als kurios, wenn den UAE auf der einen Seite vorgeworfen wird, zu sehr vom Öl abhängig zu sein, die Bekämpfung dieses Zustandes aber genauso verdammt würde, da dies ja die eigenen Gewinne schmälern könnte. Bigotter geht's nimmer...

 

Zum Thema Definition. Natürlich definiert dies niemand und es steht wohl auch niemandem zu, allerdings sagt für mich ein Vergleich der Bevölkerungzahlen -knapp 6Mio in den VAE vs. 210Mio in D,F und GB- schon so einiges über Relevaz von Märkten aus . Wem das nicht reicht könnte noch die weltwirtschaftliche Tatsache interessieren, dass D,F und GB allesamt G8 Mitgliedsstatten sind

Dann müsste man konsequenterweise an genau dieser Stelle der Diskussion z.B. darüber nachdenken, ob Singapore Airlines oder Ethiopian Airlines eine "dem Herkunftsland angemessene Größe" haben.

 

Den konkreten Vergleichszeitraum sehe ich in diesem Jahrhundert, frühestens aber in den späten 1990er Jahren, da davor EK schlicht als nationale Airline von Dubai agierte

Die entsprechenden Abkommen zwischen den beiden Ländern sind aber eben schon vor den "späten 90er Jahren" geschlossen worden, da kann man eben nicht einfach einen späteren Bezugspunkt frei wählen, wenn man meint, seiner Argumentation damit einen größeren Gefallen zu tun.

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Dein exemplarisches Beispiel stimmt natürlich an sich schon, allerdings würde das im Umkehrschluß bedeuten, dass die Märkte nur aufgrund der Existenz der ME3 entstanden sind, was ich persönlich aber bezweifle. Hätten die es nicht gemacht wären es eben andere gewesen. Unsere Diskussion geht ja aber eher um Subvetionen, wobei von Märkten die über Subventionen geschaffen werden in der Regel weit weniger Menschen profitieren als bei rein nach wirtschaftlichen Möglichkeiten oder Bedürfnissen entstandenen Märkten.

 

Da mein direkter Vorgesetzter und einige Kollegen in Shanghai leben und arbeiten, kann ich Dir auch dazu sagen, prinzipiell hast Du recht, allerdings ist auch Shanghai ein vom Staat China geförderter und auf "West" getrimmter Vorzeigeplatz. Während der im Verhälnis zur Chinesischen Gesamtbevölkerung eher geringe Anteil der dortigen Bewohner davon profitieren, geht es der großen Masse an Chinesen eher schlecht und hier ist auch mittelfristig leider keine nachhaltige Verbesserung zu erwarten. Zu Dubai ist zu sagen, dass nur mehrmalige Finanzspritzen aus Abu Dahbi vor dem Staatsbankrott gerettet haben. Ob das dann als gutes Wirtschaftswachstum gewertet werden kann liegt wie alles im Auge des Betrachters. Im Moment sind die VAE jedenfalls noch vom Öl abhängig und das ist ja bekanntlich endlich. Ob es ein tatsächlich gutes Wirtschaftskonzept gibt, welches dann auf eigenen festen Beinen stehend Wachstum generiert wird sich dann zeigen.

 

Ob es andere gemacht hätten darf bezweifelt werden. Zum einen war der Standort Dubai - oder ein vergleichbarer Standort - (Geografie und Kostenstruktur) notwendig. Dort hätte sich zwar jede EU-Airline niederlassen können und ein vergleichbares Verkehrsnetz aufbauen können. Haben sie nicht gemacht. Bin mir nicht sicher ob Politik und Gewerkschaften das mitgemacht hätten.

 

Wenn man den Standard anlegt "wie viele Menschen profitieren", kommt man zu dem Ergebnis, dass die Subventionen richtig und erfolgreich waren. Es wurde ein riesiger Luftverkehrsmarkt geschaffen, der selbsttragend ist oder es wird.

 

Wie nachhaltig das Gesamtkonzept Dubai ist, wird man sehen, es ist ein vollkommen legitimes Projekt. Nur mal so etwas Wirtschaftsgeschichte: Es gab in den USA mehrere gleichbedeutende Hafenstädte (u.a. Boston, New York, Philadelphia) sowohl was die Bedeutung innerhalb des Landes als auch für den Außenhandel betrifft. Ein Staat hat sich entschieden, New York mit einem Kanal (und Steuergeld) an den mittleren Westen anzuschließen. Danach ist New York uneinholbar zum wichtigsten Handelsstandort der USA und der Welt aufgestiegen. Das war aus Sicht der anderen Städte zum Teil auch eine "unfaire Subvention", aber in Verbindung mit geografischen Vorteilen und technologischen Entwicklungen einfach Pech. Genauso ist es jetzt zum Teil für EU-Airlines einfach Pech, von der Geschichte überholt zu werden.

 

Zu China,

ich gehöre auch nicht zu den Optimisten und würde mich nicht wundern, wenn es China in der heutigen Form in 10 Jahren nicht mehr gibt, das wird die grundsätzliche Neuorientierung der Weltwirtschaft aber nicht wirklich beeinflussen, das pazifische Jahrhundert umfasst aber mehr als China.

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Abellio

 


Wenn man den Standard anlegt "wie viele Menschen profitieren", kommt man zu dem Ergebnis, dass die Subventionen richtig und erfolgreich waren. Es wurde ein riesiger Luftverkehrsmarkt geschaffen, der selbsttragend ist oder es wird.


Zu China,

ich gehöre auch nicht zu den Optimisten und würde mich nicht wundern, wenn es China in der heutigen Form in 10 Jahren nicht mehr gibt, das wird die grundsätzliche Neuorientierung der Weltwirtschaft aber nicht wirklich beeinflussen, das pazifische Jahrhundert umfasst aber mehr als China.

Na ja, das ist ja die Gretchenfrage, ist er selbsttragend ? Kritiker sagen nein, mir selbst fällt es auch schwer an solch enormes Wachstum in Eigenemmision zu glauben, by the way wir werden sehen. -Für China und die Menschen dort hoffe ich sehr dass Du recht behälst. Ich sprach im übrigen vom Gesamtkonzept VAE, das von Dubai ist ja bereits die ersten Male gescheitert. Wie man unschwer erkennen kann bin ich bis auf Ausnahmefälle wie beispielsweise im Umweltschutz, der Forschung ect. grundsätzlich gegen Subventionen, da diese nach meiner Ansicht meist nur wenige große Gewinner, aber häufig viele kleine Verlierer haben und einfach nur den Wettbewerb verzerren. Von daher finde ich das in New York genauso schlecht wie bei der deutschen Abwrackprämie und sofern es für die ME3 zutreffen sollte eben auch dort.

 

Schönen Abend noch

Gruß

Patsche

 

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...den Wettbewerb verzerren.

Gerade ihr wollt doch den Wettbewerb verzerren. Oder warum darf der Scheich nicht das gleiche machen wie unsere Regierung?

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Frag nach bei Hansens.

Soweit mir bekannt ist, wurde vereinbart, wenn LH mit 380 nach Indien fluegen darf, darf im Gegenzug auch AI mehr Airports in D anfliegen.

Aber.... was schert eine LH Verträge - man siehts ja auch bei den Arbeitsverträgen, KTV etc. - AI darf anscheinend nicht...

 

Es könnte auch einfach sein, dass AI gar nicht mehr Flughäfen in Deutschland anfliegen will (zumal die ja eh durch die Partner-, äh, ich meinte natürlich Sklavenschaft abgedeckt sind)... Aber das passt natürlich nicht ins "LH ist Schrott"-Weltbild.

Oder warum darf der Scheich nicht das gleiche machen wie unsere Regierung?

 

Das ist jetzt aber nicht dein Ernst oder?

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Es könnte auch einfach sein, dass AI gar nicht mehr Flughäfen in Deutschland anfliegen will (zumal die ja eh durch die Partner-, äh, ich meinte natürlich Sklavenschaft abgedeckt sind)... Aber das passt natürlich nicht ins "LH ist Schrott"-Weltbild.

Also sind die Inder nicht solche Jammerlappen wie ihr wenn sie nicht wollen.

 

 

Das ist jetzt aber nicht dein Ernst oder?

Wieso hab ich es eigentlich schon nach dem Absenden des Beitrags gewusst,...

Na klar ist das Ernst gemeint. Aber keine Antwort ist auch eine Antwort. Edited by asahi

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Es könnte auch einfach sein, dass AI gar nicht mehr Flughäfen in Deutschland anfliegen will (zumal die ja eh durch die Partner-, äh, ich meinte natürlich Sklavenschaft abgedeckt sind)... Aber das passt natürlich nicht ins "LH ist Schrott"-Weltbild.

 

AI wurde mit dem Hintergedanken, so gegen die Übermacht der ME3 anzustinken in die Star Alliance gehievt. Wie soll das funktionieren, wenn sie nicht mehr Flughäfen in Deutschland anfliegen dürfen? Natürlich würden sie das wollen, denn nur so können sie das in sie gesetzte Vertrauen im Nachhinein rechtfertigen und ihren Verbleib auf Dauer sichern. Mit "Weltbildern" hat das nichts zu tun.

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Dein exemplarisches Beispiel stimmt natürlich an sich schon, allerdings würde das im Umkehrschluß bedeuten, dass die Märkte nur aufgrund der Existenz der ME3 entstanden sind, was ich persönlich aber bezweifle. Hätten die es nicht gemacht wären es eben andere gewesen. Unsere Diskussion geht ja aber eher um Subvetionen, wobei von Märkten die über Subventionen geschaffen werden in der Regel weit weniger Menschen profitieren als bei rein nach wirtschaftlichen Möglichkeiten oder Bedürfnissen entstandenen Märkten.

 

Da mein direkter Vorgesetzter und einige Kollegen in Shanghai leben und arbeiten, kann ich Dir auch dazu sagen, prinzipiell hast Du recht, allerdings ist auch Shanghai ein vom Staat China geförderter und auf "West" getrimmter Vorzeigeplatz. Während der im Verhälnis zur Chinesischen Gesamtbevölkerung eher geringe Anteil der dortigen Bewohner davon profitieren, geht es der großen Masse an Chinesen eher schlecht und hier ist auch mittelfristig leider keine nachhaltige Verbesserung zu erwarten. Zu Dubai ist zu sagen, dass nur mehrmalige Finanzspritzen aus Abu Dahbi vor dem Staatsbankrott gerettet haben. Ob das dann als gutes Wirtschaftswachstum gewertet werden kann liegt wie alles im Auge des Betrachters. Im Moment sind die VAE jedenfalls noch vom Öl abhängig und das ist ja bekanntlich endlich. Ob es ein tatsächlich gutes Wirtschaftskonzept gibt, welches dann auf eigenen festen Beinen stehend Wachstum generiert wird sich dann zeigen.

 

 

Ich finde es ein bisschen zu einfach wenn man von Dubai und Abu Dhabi spricht. Sie sind Teile eines gemeinsam Staates das durchaus mehr zu bieten hat als Öl, Hotels und Fluglinien.

 

Und speziell in den UAE gibt es jetzt die Emiritisationpolitik - während vor 20 oder 30 Jahren nicht die Ressourcen an lokale Bürger hatte, so wächst langsam eine gebildete Generation heran.

 

Quersubventionierung funktioniert übrigens in vielen Länder - wievierle Industriebereiche wurden in Deutschland Jahrzehnte mitgetragen? 

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wievierle Industriebereiche wurden in Deutschland Jahrzehnte mitgetragen? 

 

Wenn die Diskussion bislang eins gezeigt hat, dann dass an einer solch nüchtern-faktenbasierten Auseinandersetzung mit diesem Themenkomplex kein Interesse besteht bzw. sie aus patriotischen oder weltanschaulichen Gründen nicht möglich ist. Worum es einigen unausgesprochen geht ist letztendlich nichts anderes als ein stumpfes "wir dürfen alles und die dürfen nix". Um diesen Grundsatz zu bedienen werden die Argumente nach Belieben und vermeintlicher Notwendigkeit dialektisch passend hingedreht. Von daher macht eine Fortführung dieser Art der Grundsatzdiskussion aus meiner Sicht keinen Sinn und bringt auch beim Thema nicht weiter.

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