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Niemand mag das wirklich lesen, wenn es um ein konkretes Thema wie hier 

Aktuelles zu Eurowings geht. 

 

(Mein Beitrag kann gerne demnächst wieder herausgenommen werden, weil er auch nicht zum Thema passt) 

Geschrieben

Zur aktuellen Lage bei Eurowings

 

Kai Duve, kaufmännischer Geschäftsführer, und Gregor Schleußner, Head of Finance, Accounting & Controlling:


Gregor Schleußner: Eurowings hat im saisonbedingt starken dritten Quartal einen Gewinn von 103 Millionen Euro erwirtschaftet. Trotz der stark gestiegenen Kerosinpreise liegt unser Ergebnis damit ungefähr auf Vorjahresniveau. Wären die operativen Herausforderungen und die Streiks nicht gewesen, hätten wir einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet. Allein die Entschädigungszahlungen an unsere Fluggäste und die Irreg-Kosten haben sich auf mehr als 30 Millionen Euro addiert.
Mussten wir im Sommer Chancen liegen lassen?
Gregor Schleußner: Ja, leider. Wir konnten im Sommer zwischen 15 und 20 Prozent unseres geplanten Sitzangebots nicht in die Luft bringen. Angesichts der Sommerprobleme insbesondere an den NRW-Flughäfen war die Reduktion unseres Flugplans ein schmerzhafter, aber notwendiger Schritt, um unsere Operations zu stabilisieren und zu entlasten. Damit haben wir ganz klar Chancen nicht nutzen können. Ohne zusätzliche Hilfe unserer Wetlease-Partner, die uns in den Sommermonaten massiv und sehr zuverlässig unterstützt haben, wäre die Lücke sogar noch größer geworden.
Wieviel müssen wir durch den Tarifkonflikt mit der Vereinigung Cockpit beim Eurowings Ergebnis abziehen?
Gregor Schleußner: Uns ist ein immenser Imageschaden entstanden, der weit über Zahlen und Quartalsergebnisse hinausreicht. Jeder Streiktag belastet unser Ergebnis mit zirka acht bis zehn Millionen Euro, damit kommen wir auf rund 40 Millionen Euro nur an direkten Schäden. Wenn man bedenkt, dass die Streikkosten binnen vier Tagen fast das halbe Q3-Ergebnis und damit die Arbeit vieler Monate auffressen, muss uns das alle sehr nachdenklich machen.
Kai, wo werden wir am Ende des Jahres stehen?
Kai Duve: Wir werden den Verlust in dreistelliger Millionenhöhe, den wir aus dem ersten Halbjahr mitschleppen, bis Jahresende nicht mehr kompensieren können.
Nach zweieinhalb Jahren Pandemie schreiben wir also immer noch hohe Verluste. Ist das nicht frustrierend?
Kai Duve: Das ist sehr frustrierend – und ich glaube uns allen damit aus der Seele zu sprechen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir vor allem im ersten Quartal noch stark durch Corona belastet waren. Für die erste Jahreshälfte und für den Sommer waren viele Tickets bereits verkauft, ehe der sprunghafte Anstieg des Kerosinpreises einsetzte. Es ist uns dann nach dem Frühjahr zunehmend besser gelungen, die hohen Treibstoffkosten durch höhere Ticketpreise stärker an unsere Kund:innen weiterzugeben. Umso wichtiger ist, dass wir jetzt Tag für Tag sauber fliegen und unsere Value-Ausrichtung im Markt zeigen. Erfüllen wir die Erwartungen unserer Gäste nicht, spielen wir mit unserer Zukunft. Das gestiegene Ticketpreisniveau ist natürlich nur dann haltbar, wenn wir am Markt ein verlässliches und gutes Produkt anbieten. Wir haben in den vergangenen Jahren in vielen Pünktlichkeits-Statistiken gezeigt, dass wir das sehr wohl können.
Wird uns 2023 endlich gelingen, profitabel zu werden?
Kai Duve: Davon bin ich überzeugt, obwohl die Erholung in Deutschland zurzeit schwächer ausfällt als in anderen Ländern Europas. Wir haben alle Weichen für einen profitablen Eurowings Flugbetrieb gestellt, auf der Kosten- wie auf der Erlösseite. Jetzt kommt es darauf an, dass wir fortan pünktlich und mit höchstmöglicher Effizienz fliegen – und natürlich darauf, dass das Marktumfeld uns endlich ein Jahr mit ruhiger und stabiler Ops erlaubt

Geschrieben

9H-EUL (Ex D-ABDP), das erste Flugzeug von Eurowings Europe Malta, hat in Düsseldorf ihre maltesische Registrierung erhalten und ist danach am 01.11. ferry von Düsseldorf zu ihrer Base nach Salzburg geflogen.
Ersteinsatz ist laut FR24 Morgen (03.11.22) auf Salzburg - Düsseldorf - Salzburg, Flugpaar EW4338/EW4339.

Geschrieben (bearbeitet)

„Wieviel müssen wir durch den Tarifkonflikt mit der Vereinigung Cockpit beim Eurowings Ergebnis abziehen?
Gregor Schleußner: Uns ist ein immenser Imageschaden entstanden, der weit über Zahlen und Quartalsergebnisse hinausreicht. Jeder Streiktag belastet unser Ergebnis mit zirka acht bis zehn Millionen Euro, damit kommen wir auf rund 40 Millionen Euro nur an direkten Schäden. Wenn man bedenkt, dass die Streikkosten binnen vier Tagen fast das halbe Q3-Ergebnis und damit die Arbeit vieler Monate auffressen, muss uns das alle sehr nachdenklich machen.“

 

Ist dieser Duve und der andere nicht in der Lage die Monate auf Quartale aufzuteilen?

 

Jan Feb März Q1

April Mai Juni Q2

Juli Aug Sept Q3

Okt Nov Dez Q4

 

Die Streiks der Piloten waren doch beide im Q4, wie können diese dann das Ergebnis des Q3 belasten? 

Bearbeitet von vielflieger2020
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb vielflieger2020:

„Wieviel müssen wir durch den Tarifkonflikt mit der Vereinigung Cockpit beim Eurowings Ergebnis abziehen?
Gregor Schleußner: Uns ist ein immenser Imageschaden entstanden, der weit über Zahlen und Quartalsergebnisse hinausreicht. Jeder Streiktag belastet unser Ergebnis mit zirka acht bis zehn Millionen Euro, damit kommen wir auf rund 40 Millionen Euro nur an direkten Schäden. Wenn man bedenkt, dass die Streikkosten binnen vier Tagen fast das halbe Q3-Ergebnis und damit die Arbeit vieler Monate auffressen, muss uns das alle sehr nachdenklich machen.“

 

Ist dieser Duve und der andere nicht in der Lage die Monate auf Quartale aufzuteilen?

 

Jan Feb März Q1

April Mai Juni Q2

Juli Aug Sept Q3

Okt Nov Dez Q4

 

Die Streiks der Piloten waren doch beide im Q4, wie können diese dann das Ergebnis des Q3 belasten? 


Weil man noch kein Q4-Ergebnis hat und daher das Q3-Ergebnis als Referenz zu Grunde legt. Die Streikkosten verringern sich nicht, wenn man diese erst mit dem Q4-Ergebnis ausweist. 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb vielflieger2020:

Ist dieser Duve und der andere nicht in der Lage die Monate auf Quartale aufzuteilen?

 

Jan Feb März Q1

April Mai Juni Q2

Juli Aug Sept Q3

Okt Nov Dez Q4

ich weiß nicht, wie es bei LH/EW ist, aber bei vielen Firmen ist das Finanzjahr nicht mit dem Kalenderjahr gleichzusetzen. Das resultiert zB in

März April Mai  Q1

Juni Juli Aug Q2

Sept Okt Nov Q3

Dez Jan Feb Q4

Geschrieben

Gibt es irgendeine Option, bei Eurowings die aufgerufenen Steuern+Gebühren einzusehen wie auf der Lufthansa-Homepage?

Hat jemand Erfahrung, welche Flüge besonders günstige Steuern+Gebühren haben?

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb TBS:

Gibt es irgendeine Option, bei Eurowings die aufgerufenen Steuern+Gebühren einzusehen wie auf der Lufthansa-Homepage?

 

Wenn du deine Flüge auswählst und dann rechts den Gesamtpreis deiner Reise siehst. Unter dem Gesamtpreis ist ein kleines Fragezeichen mit “Inklusive Steuern, Gebühren und Zuschläge”. Wenn du da drauf klickst, bekommst du Flugpreis, Steuern und Gebühren und ihren jeweiligen Betrag aufgesplittet angezeigt.

 

vor 16 Minuten schrieb TBS:

Hat jemand Erfahrung, welche Flüge besonders günstige Steuern+Gebühren haben?

 

Internationale Flüge. Die haben keine 19% Mehrwertsteuer.

Geschrieben
vor 40 Minuten schrieb Avroliner100:

Unter dem Gesamtpreis ist ein kleines Fragezeichen mit “Inklusive Steuern, Gebühren und Zuschläge”. Wenn du da drauf klickst, bekommst du Flugpreis, Steuern und Gebühren und ihren jeweiligen Betrag aufgesplittet angezeigt

Aber bei einem 29,99 Ticket stehen da dann plötzlich weniger Steuern als bei einem 89 Euro Ticket.

Dürfte doch eigentlich auch nicht sein. Die Steuern sind doch fix. Zumal der Flugpreis auch dann nicht auf 0 Euro sinkt, wenn die Steuern mehr als 29,99 betragen. 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Selcuk:


Weil man noch kein Q4-Ergebnis hat und daher das Q3-Ergebnis als Referenz zu Grunde legt. Die Streikkosten verringern sich nicht, wenn man diese erst mit dem Q4-Ergebnis ausweist. 

sie dienen aber als Ausrede für das schlechte Ergebnis im Q3. Das wird mehrmals betont. Man nutzt den Streik um von eigenen Versäumnissen im Management abzulenken. Im selben Umfeld haben die Konkurrenten sehr gute Ergebnisse eingefahren. Der Value Carrier nicht. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 36 Minuten schrieb Koelli:

Dürfte doch eigentlich auch nicht sein. Die Steuern sind doch fix. Zumal der Flugpreis auch dann nicht auf 0 Euro sinkt, wenn die Steuern mehr als 29,99 betragen. 

 

Beispiel:

Du fliegst am 3.11.2022 von CGN nach VIE.

Eurowings weist für Basic einen Flugpreis von 199,99 Euro aus.

Davon sind 12,77 Euro Luftfahrtverkehrssteuer Und 13,46 Flughafengebühren. Gesamt also 26,23 Steuern und Gebühren.

 

Dasselbe am 8.3.2023 ebenfalls von CGN nach VIE

Eurowings weist für Basic einen Flugpreis von 199,99 Euro aus.

Davon sind 12,77 Euro Luftfahrtverkehrssteuer Und 13,46 Flughafengebühren. Gesamt also 26,23 Steuern und Gebühren.

 

—-

Also werden zumindest hier dieselben Steuern und Gebühren genommen. Eine andere Stichprobe mit LHR ergab ähnliches. Inwiefern das allerdings auch mal variieren kann, kann ich dir im genauen nicht sagen - das ist Pricing. Es kann allerdings sein, dass Frühe/Später On/Off Peak oder Abflüge am Wochenende höhere Flughafengebühren haben können - was eben der individuelle Flughafen so in seiner Gebührenordnung stehen hat. Flughafengebühren müssen also nicht immer gleich hoch sein. Ähnliches bei den Steuern - das kann je nach Zielland variieren. Auch sind die hier Aufgelisteten Flughafengebühren nicht zwingend die ganzen Gebühren - sondern das, was neben den ganzen Fixen Gebühren noch an variablen Kosten pro Passagier anfällt.

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Koelli:

Aber bei einem 29,99 Ticket stehen da dann plötzlich weniger Steuern als bei einem 89 Euro Ticket.

Dürfte doch eigentlich auch nicht sein. Die Steuern sind doch fix. Zumal der Flugpreis auch dann nicht auf 0 Euro sinkt, wenn die Steuern mehr als 29,99 betragen. 

....das hatte ich dir schon öfters beantwortet - hier werden die Taxen so verändert, dass der Fare 29,99 € beträgt. Da die Fares nur inhouse verfügbar sind, können sie das machen (machen U2/FR und früher AB teils auch), in AMA wird das schon schwieriger darzustellen.

 

PS: für deinen CGN-VIE fallen im Return mindestens 74,08€ an. Alles was darunter liegt und angeboten wird, zahlt die Airline diesen Anteil für dich.

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb LH2112:

9H-EUL (Ex D-ABDP), das erste Flugzeug von Eurowings Europe Malta, hat in Düsseldorf ihre maltesische Registrierung erhalten und ist danach am 01.11. ferry von Düsseldorf zu ihrer Base nach Salzburg geflogen.
Ersteinsatz ist laut FR24 Morgen (03.11.22) auf Salzburg - Düsseldorf - Salzburg, Flugpaar EW4338/EW4339.

Erstflug wird laut FR24 nun SZG - BER - SZG (EW 4342/4343), gefolgt von SZG - DUS - SZG

https://www.flightradar24.com/data/aircraft/9h-eul

 

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Nosig:

Warum macht LH dann den ganzen Zirkus?

 

Damit der Arbeitgeber den Arbeitnehmern nicht mehr die doppelt zu zahlende Einkommensteuer erstatten muss. Alleine dadurch wird es günstiger.

Geschrieben

Aber das heißt ja nicht, dass bei Mitarbeitern weniger ankommt. Wie gesagt: Die Verträge gelten unverändert weiter. Man muss nur nicht doppelt Steuern zahlen als Mitarbeiter, was bisher der Arbeitgeber kompensiert hat. Da liegt die Ersparnis. Aber das Thema hatten wir doch schon häufiger... 

Geschrieben

Im Zuge von etlichen Änderungen wird die EU zur Krisenbewältigung zukünftig bei den Steuereinnahmen ohnehin viel genauer hinschauen. Nur dauert dies wie fast alles bei der EU besonders lange. Daher ist vieles auch nur auf Zeit!

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb d@ni!3l:

Aber das heißt ja nicht, dass bei Mitarbeitern weniger ankommt. Wie gesagt: Die Verträge gelten unverändert weiter. Man muss nur nicht doppelt Steuern zahlen als Mitarbeiter, was bisher der Arbeitgeber kompensiert hat. Da liegt die Ersparnis.

 

Trifft das nicht “nur” auf die Altverträge des bisherigen Eurowings Europe Stammpersonals zu?

Ich hatte es so verstanden, dass der Wechsel von Eurowings Europe zu Eurowings Europe Malta zu denselben Konditionen vonstatten gehen soll - aber was ist mit “kompletten” Neueinstellungen? Personal, welches nicht von der EWE, sondern vom Arbeitsmarkt rekutriert wird? Gilt hier dasselbe, wie für das ex. EWE Personal, oder gibt es hier eine zweite, niedrigere Gehaltsschiene?

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