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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Stunden schrieb Tschentelmän:

Die Lufthansa spricht sich für eine Impfpflicht des Personals aus

Und was spricht dagegen, das Lufthansa mit den Gewerkschaften der Arbeitnehmervertretung eine Betriebsvereinbarung abschliesst die das umsetzt. Oder es sogar einseitig zur Pflicht macht. 

Bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
Korrektur
Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Und was spricht dagegen, das Lufthansa mit den Gewerkschaften eine Betriebsvereinbarung abschliesst die das umsetzt. Oder es sogar einseitig zur Pflicht macht. 

 

Gegenfrage - kann und darf die Lufthansa eine solche Pflicht einseitig aussprechen - oder inwieweit sind gewerkschaftliche Vereinbarungen dieser Art zulässig? Wenn ich das richtig verstanden habe, müssen die Crews bei HKG-Flügen den dortigen Behörden gegenüber nachweisen, dass sie geimpft sind ohne dass die LH dies prüfen darf... bei zunehmender Anzahl von Ziel-Flughäfen mit entsprechender Anforderung wird das für eine Airline wie LH sicherlich zum Risiko - denn - Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser...

vor 31 Minuten schrieb jubo14:

Daraus nun abzuleiten, dass es irgend einen Sinn ergibt, die Airline zu boykotieren, halte ich für eine selten dumme Einstellung!

 

100% Zustimmung ....

Geschrieben (bearbeitet)

Man könnte ja erstmal auf freiwilliger Basis die Mitarbeiter anregen, einen Impfnachweis vorzuzeigen und diejenigen, die es nicht wollen, möchten, können, weiterhin in Kurzarbeit oder nur noch innerdeutsch fliegen lassen.  Zumindest solange, wie es notwendig erscheint. Anders ist ja sonst eine zuverlässige Planung bei Auslandsflügen, zumindest in die Länder, die den Nachweis fordern, nicht mehr gewährleistet. 

Bearbeitet von SE-REG
Geschrieben

Das fände ich sehr unsolidarisch. Hinterher sind alle ungeimpften Angestellten jeden Abend bei ihrer Familie und alle mit Impfung müssen die undankbaren Overnights übernehmen. Und gerade eine derart verkomplizierte Planung gilt es ja zu vermeiden.  

Geschrieben (bearbeitet)
vor 33 Minuten schrieb SE-REG:

Man könnte ja erstmal auf freiwilliger Basis die Mitarbeiter anregen, einen Impfnachweis vorzuzeigen und diejenigen, die es nicht wollen, möchten, können, weiterhin in Kurzarbeit oder nur noch innerdeutsch fliegen lassen.  Zumindest solange, wie es notwendig erscheint. Anders ist ja sonst eine zuverlässige Planung bei Auslandsflügen, zumindest in die Länder, die den Nachweis fordern, nicht mehr gewährleistet. 

Auf freiwilliger Basis ist es rechtlich auch nicht so leicht die Daten zu erheben!

Letztlich wird das durchsetzen der Impfpflicht für das fliegende Personal schnell gehen. Siehe Erzieher, da hieß es auch plötzlich jeder Erzieher/in muss gegen Masern geimpft werden. 
 

Jeder hatte nun genügend Möglichkeiten sich impfen zu lassen. Konnte Gespräche mit seinem Arzt, Facharzt, internen Med. Dienst usw sprechen und sich beraten lassen. Alle Impfstoffe sind zugelassen und überprüft worden.

Dann in einem Job arbeiten, welcher einen in Länder bringt in der das Virus mutmaßlich (nicht meine persönliche Meinung) entstanden ist, sich aber dennoch nicht impfen lassen will, muss sich ggf. nach einem anderen Job umgucken. Klingt hart, ist aber so.  
 

Da wird auch ein Arbeitsgericht irgendwann Abwegen. Wahrscheinlich wird es schwer sein Nachweise zu finden, wieso man sich nicht impfen lassen will. Mir ist auch nicht bekannt, dass geimpfte reihenweise Symptome oder Spätfolgen einer Impfung haben. Ganz im Gegenteil zu erkrankten, welche mit schweren und harten Langzeitschäden leben. 
Daher ist die Risikoabwägung sicher eher auf der Seite der Unternehmen. 
Die Welt verändert sich. Dies müssen wir alle nun mal akzeptieren. Und wer es nicht akzeptiert, wird wahrscheinlich über Kurz und lang mit Einschränkungen leben müssen. 

Bearbeitet von Aero88
Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Minuten schrieb Aero88:

. Konnte Gespräche mit seinem Arzt, Facharzt, internen Med. Dienst usw sprechen und sich beraten lassen.

Ich würde (ebenfalls) behaupten, dass es bisher nicht an einem Mangel von Beratung oder Informationen liegt wenn man sich bisher gegenüber der Impfung verweigert. (Objektive) Argumente müssten echt jeden erreicht haben. Wer jetzt noch "nein" sagt hält sich mMn für schlauer als Wissenschaftler und da stößt man mit Argumenten an seine Grenzen. Wenn ich nur Gegen"argumente" bzgl der Impfung höre wie "es gibt auch Geimpfte die krank geworden sind ..." zweifel ich an dem Verstand...

 

Aber naja. Hier geht es ja um die LH und ich glaube das Thema hatten wir hier nun schon 383238x an unterschiedlichen Stellen. Ideologische Verhärtung, das bringt nichts... Ich fände nur Alternativen interessant wenn man die LH deshalb boykottiert.  Bin mal gespannt, wie man internationale Ziele erreichen will, da die LH ja bestimmt nicht die einzige Airline ist die so verfährt.  .

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 51 Minuten schrieb Tschentelmän:

Gegenfrage - kann und darf die Lufthansa eine solche Pflicht einseitig aussprechen - oder inwieweit sind gewerkschaftliche Vereinbarungen dieser Art zulässig?

Es gibt Argumente die für eine unternehmerische Impfpflicht sprechen und dagegegen. Eventuell muss man es bis vor das Bundesarbeits-, und Bundesverfassungsgericht bringen. Bei anderen arbeitsrechtlichen Themen nutzt das Unternehmen ja auch den juristischen Spielraum.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Tschentelmän:

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser...

 

Selten dumm? Aha. Eine Gegenrede und gleich folgt die virtuelle Steinigung. 

 

Dabei ist das genau der Satz der mich kolossal stört. Wie viel Eigenverantwortung traut man den Leuten eigentlich noch zu? Diskutieren wir doch mal darüber bevor man jemanden sofort abstempelt.

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Peter29:

Diskutieren wir doch mal darüber bevor man jemanden sofort abstempelt.

 

Warum muss der Arzt seinen Doktortitel nachweisen - dazu gibt's übrigens kuriose - besser besagt lebensgefährdende Betrugsfälle - und warum darf die Polizei deinen Pappendeckel kontrollieren und dich ins Röhrchen pusten lassen? Sollen wir nun etwa jede Art von Kontrolle diskutieren? Oder ist das dann plötzlich doch gerechtfertigt wenn es gewisse Grenzen des Vertrauens gibt?

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb OliverWendellHolmesJr:

Und was spricht dagegen, das Lufthansa mit den Gewerkschaften eine Betriebsvereinbarung abschliesst die das umsetzt. Oder es sogar einseitig zur Pflicht macht. 

 

Weil du mit Gewerkschaften keine Betriebsvereinbarungen abschließen kannst. Dafür ist der Betriebsrat/Personalvertretung zuständig. 

 

Und weil die rechtlichen Grundlagen grundsätzlich noch nicht gegeben sind. 

Geschrieben
vor 37 Minuten schrieb lacultura99:

Und weil die rechtlichen Grundlagen grundsätzlich noch nicht gegeben sind. 

Direkt nicht, aber indirekt.

 

Eine Betriebsvereinbarung zu einer Impfpflicht wird auf Basis der derzeitigen Gesetze wohl nicht funktionieren.

Was aber geht, ist eine Betirebsvereinbarung, dass die Mitarbeiter ihren Impfstatus dem Arbeitgeber gegenüber offen legen müssen.

(Eine solche Vereinbarung gibt es bei uns im Betrieb für alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt.)

Und wenn es dann bei LH eine weitere Vereinbartung gibt, dass nur geimpfte Mitarbeiter (auf bestimmten Strecken) eingesetzt werden, nicht geimpfte nach hause geschickt werden, und jeder gekündigt wird, der in den letzten Wochen (Monaten) aus diesem Grund nicht eingesetzt werden konnte, dann ist das formal keine Impfpflicht, kommt aber sehr, sehr nahe daran.

 

Und nun noch zu "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser..."

vor einer Stunde schrieb Peter29:

Dabei ist das genau der Satz der mich kolossal stört.

Die Airline ist verpflichtet sicher zu stellen, dass der Passagier mit den Angaben auf der Buchung übereinstimmt, dass der Passagier alle für die Einreise im Zielland notwendigen Dokumente mit sich führt und das der Passagier in der jetzigen Zeit über die notwendigen Corona-Tests oder Impfungen verfügt. (Die Aussage gilt überigens auch für alle Passagierinnen!)

 

Und da fällt es Dir nicht auch auf, dass es irgendwie "unglücklich" ist, dass eine Airline von den Kunden, auf Grund von Gesetzen, bestimmte Informationen erfragen und nachweisen lassen muss, auf Grund anderer Gesetze, die eigene Belgschaft aber nicht einmal nach den selben Informationen fragen darf?

Geschrieben (bearbeitet)

Das Thema ist auf jeden Fall kompliziert...

 

Wenn dann müsste der Gesetzgeber (nach dem quick & dirty Querlesen) die Luftfahrtbranche - respektive das fliegende Personal für bestimmte Routen - ins Infektionsschutzgesetz aufnehmen... Uff, in Zeiten von Koalitionsverhandlungen und noch unklarer Regierungszukunft, weiß nicht....

 

https://www.dgb.de/themen/++co++986b431a-8c8e-11eb-980b-001a4a160123

Bearbeitet von Tschentelmän
Geschrieben

Nun, das was der DGB hier schreibt ist zwar so sicherlich alles richtig, gilt aber eben nur, solange die Arbeit ausschließlich im Gültigkeitsbereich der deutschen Gesetze und Verordnungen liegt.

Schon wenn ich als Arbeitgeber einen Mitarbeiter auf eine Dienstreise ins benachbarte EU Ausland schicke, habe ich ein erhebliches Problem. Denn darf ich bestimmte Dinge nach deutschem Recht nicht, muss die selben Dinge aber nach dem Recht des Ziellandes sehr wohl tun!

Und wie LH, z.B. eine Crew rechtssicher ab morgen nach LHR schicken will, wenn man den Impfstatus nicht kennt, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Wenn es da zu einem ungeplanten (oder auch geplanten) Over-Night-Stop kommt, wird es mit ungeimpften, ungetesteten Mitarbeitern richtig lustig. Die wandern nämlich auf die "red-list" und gehen für 10 Tage in Quarantäne, während die getesteten oder geimpften lediglich am nächsten Morgen einen Test machen müssen und dann unbehelligt wieder fliegen dürfen. Es hilft jetzt auch nicht über die Sinnhaftigkeit dieser Regelung im Vereinigten Königreich zu diskutieren, es ist halt nun mal so. Und damit steht deutsches Recht dem im UK diametral entgegen, was die Personalplanung nicht nur ein wenig, sondern erheblich erschwert, bzw. eigentlich zu einem reinen Glücksspiel macht.

Geschrieben

Aber was ist mit denjenigen, die aus dem einen oder anderen Grund nicht geimpft werden können, und nicht mit denen, die sich dafür entscheiden, nicht geimpft zu werden? 

 

Man mag sich daran stören, dass LH diesen Ansatz für Menschen gewählt hat, die sich nicht impfen lassen wollen, aber LH mag sich daran stören, dass sich eine Person dafür entschieden hat, nicht geimpft zu werden. 

 

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der die Menschen gerne beleidigt sind, aber es nicht mögen, wenn man sie beschuldigt, beleidigend zu sein... Verdammte Sozialisten!

 

OMAA

Geschrieben

Könnte man die Impfung nicht als Voraussetzung für die Flugtauglichkeit beim Medical machen? Sprich, wer die Impfung nicht hat, bekommt kein neues Medical und darf somit nicht fliegen. Weiß allerdings nicht, inwieweit dann die Lohnfortzahlung geregelt ist.

 

Dem medizinischen Dienst sind die Impfstatus ja bekannt.

Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb OMAAbound:

Aber was ist mit denjenigen, die aus dem einen oder anderen Grund nicht geimpft werden können, und nicht mit denen, die sich dafür entscheiden, nicht geimpft zu werden? 

Mir fehlt etwas die Phantasie, wie jemand aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann, dann aber dennoch flugtauglich sein soll.

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb jubo14:

Mir fehlt etwas die Phantasie, wie jemand aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann, dann aber dennoch flugtauglich sein soll.


Bei Allergien zum Beispiel. Nur weil du gegen bestimmte Stoffe reagierst, bist du ja nicht flugunfähig. Oder du hast Probleme mit der Blutgerinnung (Trombozyten), was auch eine Impfung ausschließen kann.

Soviel Fantasie braucht es garnicht.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb moddin:

Könnte man die Impfung nicht als Voraussetzung für die Flugtauglichkeit beim Medical machen?

Kann der Gesetzgeber bestimmt, aber bis das durch den Bundestag ist... ?

Dass es LH einfach so machen kann, mag ich nicht so recht glauben. Das Medical ist ja an ne gesetzliche Grundlage gebunden, über die sich ein Unternehmen nicht einfach so hinwegsetzen kann.

Geschrieben

Mal was anderes und mal zur Cityline:

 

Gehen nun eigentlich alle jüngeren 319 (Bravos) der DLH zur CLH oder waren das nur Gerüchte? Und was ist mit den Embraer der CLH- es hieß ja mal die sollten zur EN. Das ist aber nun 3 Jahre her und seitdem hat sich nichts getan. Gibt es da einen neuen Stand? Bleiben die ggf doch, ggf auch als Vorbereitung / Brücke zu E2 oder erwartet ihr die da nicht?

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb wartungsfee:


Bei Allergien zum Beispiel. Nur weil du gegen bestimmte Stoffe reagierst, bist du ja nicht flugunfähig. Oder du hast Probleme mit der Blutgerinnung (Trombozyten), was auch eine Impfung ausschließen kann.

Soviel Fantasie braucht es garnicht.

Diesbezüglich gibt es eine ganze Menge an Beispielen, ohne das eine Flugtauglichkeit beeinflusst wird.

Genau deshalb ist es ja so schwierig ab Mitte Oktober wegen der Bezahlung von Testungen. 

Geschrieben (bearbeitet)

PM der LH zu den 4 zusätzlichen A359. Der Einsatz der Flieger ist ab dem ersten Halbjahr 2022 geplant; in diesem Jahrzehnt übernimmt die LH Group insgesamt noch 177 neue Flugzeuge (Kurz, Mittel- und Langstrecke).

https://www.lufthansagroup.com/de/newsroom/meldungen/lufthansa-group-least-weitere-airbus-a350-900-langstreckenflugzeuge.html

Bearbeitet von Emanuel Franceso

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