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Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Netzplaner:

 

Mit anderen Worten: "Macht so weiter, und EWE kann sich über mehr Arbeit freuen".

 

Eine andere Interpretationsmöglichkeit: Eine Verschlechterung der Kostenposition der EWG macht den Einsatz externer Kapazität verhältnismäßig attraktiver. Damit wäre der Ersatz abgehender EWG-Kapazität durch Wetlease-Anbieter eine weitere Option. So umgeht man das von @OliverWendellHolmesJr und @Leon8499 umschriebene Problem, wieder mit der VC an einem Tisch zu sitzen wenn die EWE ab Deutschland fliegt. Wir dürfen sicherlich gespannt sein.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 51 Minuten schrieb AirForceOne:

Na, zum Konzern gehört EW Malta natürlich trotzdem und man lebt ja auch vom guten Ruf der Marke.

 
Der Kontext ergibt sich aus dem Post, auf den Du Dich bezogen hattest. 

Man lässt ja offenbar die maltesische Flagge, weil man sich nicht als Billigheimer outen möchte, bzw. sich gar nicht als Billigheimer sieht. 
 

 

Welcher Ruf der Marke ?

 

Wir reden über Eurowingsbasen aussehalb Deutschlands. Prag, Stockholm usw.

Da kümmert es niemanden das Eurowings LH gehört. 

 

Oder meinst du in Wien hat irgendjemand die First von BA als Benchmark genommen als man bei Level gebucht statt Ryanair ?

 

Genau das ist mit dieser Expansion auch gemeint - weniger " Deutsches" Image - vielerorts ist das keine besonders beliebte Nation.

 

Sonst hätte man auch bei Germanwings bleiben können.

 

 

Bearbeitet von oldblueeyes
Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb oldblueeyes:

Genau das ist mit dieser Expansion auch gemeint - weniger " Deutsches" Image - vielerorts ist das keine besonders beliebte Nation.

Na umso besser, dass EWL jetzt auf Malta sitzt. 

 

vor 18 Minuten schrieb Netzplaner:

Damit wäre der Ersatz abgehender EWG-Kapazität durch Wetlease-Anbieter eine weitere Option.

So sehe ich das auch. Wenn mir meine eigenen Piloten zu teuer werden, dann nehme ich sie mir halt als Litauen oder woher auch immer. Ist bei EW so in der Art ja nichts neues. Außerdem hätte man weniger saisonale Schwankungen, da man einen (großen?) Teil der Flotte über Winter wieder abgeben kann. Glaube kaum, dass die GF der EW an einem so kleinen Hebel sitzt wie von manchen hier behauptet.

Geschrieben
vor 42 Minuten schrieb Netzplaner:

Eine andere Interpretationsmöglichkeit: Eine Verschlechterung der Kostenposition der EWG macht den Einsatz externer Kapazität verhältnismäßig attraktiver. Damit wäre der Ersatz abgehender EWG-Kapazität durch Wetlease-Anbieter eine weitere Option.

 

Wenn das so einfach ist, warum hat man das dann nicht längst getan? Außerdem werden das die EW-Personale genauso toll finden wie die LH-Personale, die sich mehrere Brandmauern gegen übermäßig viele Wetleases gezogen haben. Das wird es dann bald sicher auch bei EW geben, die scheinen nämlich eine latente Unlust, Nr. 2 zu spielen, zu haben.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 25 Minuten schrieb Leon8499:

 

Wenn das so einfach ist, warum hat man das dann nicht längst getan?

Hat EW doch? Schau dir die ganzen Avions und Baltics an, die diesen Sommer geflogen sind. Frage ist, ob das einmalig bleibt wegen des diesjährigen Crewmangels oder übliches Vorgehen wenn es zur Verbesserung von Kosten- und Ertragslage beiträgt. Die bisherige Kostenposition des EWG-Flugbetriebs war dem Vernehmen ja recht gut, mal sehen wie das aussieht wenn bei gleichen Aufwendungen 10-20% weniger Produktion realisiert werden kann.

vor 25 Minuten schrieb Leon8499:

Außerdem werden das die EW-Personale genauso toll finden wie die LH-Personale, die sich mehrere Brandmauern gegen übermäßig viele Wetleases gezogen haben. Das wird es dann bald sicher auch bei EW geben, die scheinen nämlich eine latente Unlust, Nr. 2 zu spielen, zu haben.

Dann sollte sich die VC-Tarifkommission klar darüber sein was sie will: Arbeitsbedingungen verbessern und Scope Clause (ob die tatsächlich im Forderungskatalog steht keine Ahnung), oder hauptberuflich Urlaub machen und Wachstum in anderen internen oder externen Flugbetrieben? Alles auf einmal wird nicht drin sein. (Enthält Übertreibungen)

Bearbeitet von Netzplaner
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Leon8499:

 

Dann wäre ja mal interessant zu wissen, wie sich die Forderungen der VC bei den Verhältnissen in anderen Airlines einordnen. Fordern sie bessere oder schlechtere Konditionen als bei LH? Dieselbe Frage kann sich über 4Y und CLH gestellt werden. Wenn sich die Group hier krampfhaft gegen Forderungen sperrt, die immer noch unter denen der Mainline liegen, fehlt mir dafür jegliches Verständnis, da es meines Erachtens keinen Grund gibt, die EW-Piloten schlechter zu behandeln als die von LH. Die können auch nicht mehr, außer, dass sie vor drölfzig Jahren mal einen DLR-Test bestanden haben.

 

Aber bitte, nur zu, holt EWL nach Deutschland. Dann habt ihr zwei Jahre Ruhe, und dann geht das Spiel beim nächsten Flugbetrieb los.

Also ich weiß ja nicht genau, was die Konditionen genau bei der Hansa sind, aber es ist durchaus Ziel der VC die Tarifverträge von LH Airlines, CityLine und Eurowings Deutschland anzugleichen. 
 

Quelle: Kapo bei uns der ziemlich in das ganze VC Zeug verwickelt ist… 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb daxreb:

Also ich weiß ja nicht genau, was die Konditionen genau bei der Hansa sind, aber es ist durchaus Ziel der VC die Tarifverträge von LH Airlines, CityLine und Eurowings Deutschland anzugleichen. 
 

Quelle: Kapo bei uns der ziemlich in das ganze VC Zeug verwickelt ist… 

 

Und was hindert sie daran einen für den Arbeitgeber kostenneutralen Vorschlag zu machen ?

vor 2 Stunden schrieb Leon8499:

 

Wenn das so einfach ist, warum hat man das dann nicht längst getan? Außerdem werden das die EW-Personale genauso toll finden wie die LH-Personale, die sich mehrere Brandmauern gegen übermäßig viele Wetleases gezogen haben. Das wird es dann bald sicher auch bei EW geben, die scheinen nämlich eine latente Unlust, Nr. 2 zu spielen, zu haben.

Die LH hat eine andere Situation - sie ist an den 2 Hubs gebunden und hat im Petsonalschlüssel ca 40% der Piloten auf der Langstrecke.

 

Eine zukünftig mehr europalastig aufgestellte Eurowings ist in einer anderen Situation - nimm eine beliebig grosse Stadt in Europa die bedient wird und es wird vermutlich von Tag 1 reichen 2-3 Flugzeuge dort zu stationieren um DUS, CGN, STR, HAM, BER, PRG, ARN zu bedienen.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Netzplaner:

Dann sollte sich die VC-Tarifkommission klar darüber sein was sie will: Arbeitsbedingungen verbessern und Scope Clause (ob die tatsächlich im Forderungskatalog steht keine Ahnung), oder hauptberuflich Urlaub machen und Wachstum in anderen internen oder externen Flugbetrieben? Alles auf einmal wird nicht drin sein. (Enthält Übertreibungen)

 

Bisher war eine Scope Clause bei EW ja nicht notwendig, da EW kein Ziel von Outsourcing war, sondern wachsen sollte. Sollte sich dies wie angekündigt in Zukunft ändern, und versucht werden, der EWG zugunsten der EWL Kapazität abzunehmen, erachte ich es für nicht unwahrscheinlich, dass die VC eine Scope Clause auf den Tisch legt.

 

vor 1 Stunde schrieb oldblueeyes:

Und was hindert sie daran einen für den Arbeitgeber kostenneutralen Vorschlag zu machen ?

 

Fände eine DLH wohl eher unlustig, wenn sie zugunsten anderer Flugbetriebe Privilegien abgeben müsste, von daher geht der Weg wohl nur, indem man alle AOCs auf das mit dem höchsten Niveau matcht. Wie gesagt, es gibt auch nur wenige Begründungen (wie z.B. das Dienstalter) dafür, warum der LH 320 CPT bessere Konditionen als der gleichalte EW 320 CPT hat.

Geschrieben
Am 14.10.2022 um 20:56 schrieb Ich86:

 

die Lufthansa hätte Crews nach HRG schaffen müssen und und und.

Nö, wenn es absehbar ist,das für das Gesamtrouting MUC-BER-HRG-BER-MUC  die Arbeitszeit nicht ausreicht,hätte auf dem Rückflug von HRG nach BER ein Stopp am MUC gereicht,um die Crew zu wechseln. Da muß man keine Crew nach HRG bringen.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb born4fly:

Nö, wenn es absehbar ist,das für das Gesamtrouting MUC-BER-HRG-BER-MUC  die Arbeitszeit nicht ausreicht,hätte auf dem Rückflug von HRG nach BER ein Stopp am MUC gereicht,um die Crew zu wechseln. Da muß man keine Crew nach HRG bringen.

MUC-BER-HRG-MUC geht nicht mit einer Crew. 

Geschrieben
Gerade eben schrieb Netzplaner:

MUC-BER-HRG-MUC geht nicht mit einer Crew. 

Kommt auf die Drehzeit am BER und in HRG an. Wenn man es an beiden Standorten schafft,den Flieger in 40 min zu drehen,schafft man es mit der zulässigen Arbeitszeit von 13 Stunden

Geschrieben (bearbeitet)
vor 19 Minuten schrieb born4fly:

Kommt auf die Drehzeit am BER und in HRG an. Wenn man es an beiden Standorten schafft,den Flieger in 40 min zu drehen,schafft man es mit der zulässigen Arbeitszeit von 13 Stunden

Nope. Damit du vor Curfew den BER-MUC Sektor fliegen kannst, muss die Crew früh raus. Maximale FDZ zu FDZ-Beginn (inklusive Checkin) vor 0700 lokal: 12:45min bei 3 Legs. Vor 0600 lokal sogar nur 11:00, damit kriegst du nicht mal BER-HRG-BER single-Crew hin. Sektorlänge BER-HRG 4:30, bei 2 legs 9 Stunden, BER-MUC 1:05, macht allein 10:05h reine Blockzeit, minimum Turnaround 45 Minuten mal zwei und du bist bei 11:35h, Checkin 1:00h, Checkout 00:30h, macht für deine 3 Legs (wenn die Turnarounds überhaupt möglich sind) 13:05h FDZ. Und das auch nur weil wir außer Acht lassen dass der Rückflug ex HRG länger dauert. Also: Nicht möglich.

 

Crewplanung ist eine Wissenschaft für sich :) 

  

vor 14 Minuten schrieb Leon8499:

Keine Sorge, die Group wird schon auf dem Schirm haben, wie man den Schaden minimiert. Was nicht geht, geht nicht, das können mehrere OCCs wohl besser beurteilen als wir hier.

100% Zustimmung!

Bearbeitet von Netzplaner
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Leon8499:

 

Bisher war eine Scope Clause bei EW ja nicht notwendig, da EW kein Ziel von Outsourcing war, sondern wachsen sollte. Sollte sich dies wie angekündigt in Zukunft ändern, und versucht werden, der EWG zugunsten der EWL Kapazität abzunehmen, erachte ich es für nicht unwahrscheinlich, dass die VC eine Scope Clause auf den Tisch legt.

 

 

Fände eine DLH wohl eher unlustig, wenn sie zugunsten anderer Flugbetriebe Privilegien abgeben müsste, von daher geht der Weg wohl nur, indem man alle AOCs auf das mit dem höchsten Niveau matcht. Wie gesagt, es gibt auch nur wenige Begründungen (wie z.B. das Dienstalter) dafür, warum der LH 320 CPT bessere Konditionen als der gleichalte EW 320 CPT hat.

 

Was die VC auf den Tisch legt muss nicht angenommen werden. Sie vertreten berechtigt ihre Interessen, aber genauso wäre das Management anschließend verpflichtet die Mehrkosten durch andere Lösungen zu kompensieren.

 

Moralisch ist das Gehaltsthema sicherlich einwandfrei, aber das Leben besteht Licht aus ethischen Überlegungen. Rein rechtlich haben die LH Leute ihre Verträge. Das Thema kann wirtschaftlich nicht nach dem wünsch dir was Prinzip gelöst werden - gilt für jede Branche. 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Stunden schrieb Netzplaner:

Und das auch nur weil wir außer Acht lassen dass der Rückflug ex HRG länger dauert. Also: Nicht möglich.

 

Crewplanung ist eine Wissenschaft für sich :) 

 

Das Thema finde ich dann doch ganz spannend: TUIfly ist damals (2016) mal FRA-HRG-RMF-FRA (07:00-12:40 / 13:40-14:25 / 15:15-19:35) mit einer Crew geflogen, war dort selbst an Bord. Mit den genannten 1h für Checkin und 30min Checkout sind wir auch da weit über 13 Stunden Dienstzeit. Wurden seit 2016 die EASA-Regeln geändert und der Umlauf wäre heute so (ohne Layover in HRG) nicht mehr möglich?

 

Wobei ich diesen extrem langen Umlauf persönlich nicht gut heissen will und sicherlich nicht wirklich beliebt unter den Crews war. 

Bearbeitet von monsterl
Geschrieben

Weil ein zuletzt mal Thema war und nicht immer ganz klar: Die A321, die von Lufthansa kommen, werden auf Y230 umgebaut. Damit sind die dann bis auf 2 (?) Plätze gleich den neuen A321neo.

Geschrieben

Damit hat der "value carrier" in seinen 321ceo genauso viele Sitze wie Wizz Air. Wo bekommen die denn 25 neue Sitze im Vergleich zur LH-Config unter? Wahrscheinlich mit einer verkleinerten Galley und quasi keiner Beinfreiheit mehr?

Geschrieben

"aber das Leben besteht Licht aus ethischen Überlegungen."

Wenig überraschend hat der Autor nichts von § 138 BGB gehört, nicht weiter überraschend. 

 

Damit wäre der Ersatz abgehender EWG-Kapazität durch Wetlease-Anbieter eine weitere Option.

Die Idee ist also, anstelle eines Flugbetriebs die knapp 200.000 Slots an den dezentralen Flughäfen durch eine virtuelle Fluggesellschaft mit dutzenden von Wetlease-Verträgen zu besetzen, die zudem noch so aufgesplittet sind, dass keine Gewerkschaft zugriff bekommt. Das soll günstiger sein als bisher und gleichzeitig ein so hohes Produktniveau bieten, dass das aktuelle Preisniveau gehalten oder gesteigert werden kann. 

 

Allein mir fehlt der Glaube - hat aber nicht viel zu sagen, mir fehlte auch der Glaube das Nikola und Theranos seriöse Geschäftsmodelle sind. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb OliverWendellHolmesJr:

 

Die Idee ist also, anstelle eines Flugbetriebs die knapp 200.000 Slots an den dezentralen Flughäfen durch eine virtuelle Fluggesellschaft mit dutzenden von Wetlease-Verträgen zu besetzen, die zudem noch so aufgesplittet sind, dass keine Gewerkschaft zugriff bekommt. 

Was die Idee der Eurowings-GF ist weiß der Geier, die komplette Auflösung der EWG die du hier immer wieder unterstellst wird aber sicherlich nicht dazugehören. Kannst du mal aufhören gegen Strohmänner zu argumentieren?

 

Addendum: Wie weiter vorne in der Diskussion festgestellt, sind Wetleases heute schon Teil der EW-Produktion aus Deutschland. Ich spreche davon, dass aus dieser Kapazitätsumschichtung statt einer Temporärmaßnahme eine permanente werden könnte. Deine künstliche Empörung ist daher nicht nur inhaltlich unangebracht, sondern deine Gesamteinschätzung schon längst überholt. Mit Ausnahme der LH setzen alle nennenswerten deutschen Fluggesellschaften (EW, X3, DE) auf externe Kapazität und überleben bis heute.

  

vor 1 Stunde schrieb OliverWendellHolmesJr:

Allein mir fehlt der Glaube - hat aber nicht viel zu sagen, mir fehlte auch der Glaube das Nikola und Theranos seriöse Geschäftsmodelle sind. 

Bist ein toller Hecht, ich habs kapiert. Aber kommt da vielleicht auch ein bisschen mehr als jede Menge reductio ad absurdum und das Absprechen der Kompetenz von Mitarbeitern in einem Bereich von dem du offensichtlich keine Ahnung hast? Dann macht die Diskussion vielleicht auch mal Spaß.

Bearbeitet von Netzplaner

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