BÄHM!

737 MAX Grounding Thread

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https://www.aero.de/news-32957/Boeing-Chef-737-MAX-ist-jetzt-sicherer.html

Für mich eine weise Entscheidung, die bereits vor 15 Jahren überfällig gewesen wäre.

Womit hat Boeing die Zeit vertrödelt, ich sage bewusst nicht verschwendet?

Boeing hat seit der 747-8i immer nur auf Airbus reagiert und nicht agiert. Es sind mit Sicherheit nicht die Startprobleme der 787 für diese Sünde verantwortlich.

Welche Flugzeuge hat Boeing inzwischen upgedatet?

747-8i, 767 als Tanker und Facelift, 777 als X8, X9 und die Max als eierlegende Wollmilchsau. Die 747-8i wurde keine 40x als Passagierversion verkauft, die 767 Tanker wurde eine Kostenfalle, die 777-X9 ist in der Warteschleife und die Max8 kann noch immer nicht die letzten Triebwerkserkenntnisse unter ihre Tragflächen hängen.

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Am 20.4.2019 um 18:12 schrieb Der_Stevie:

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Boeing jetzt (vermutlich wieder unter Hochdruck) einen 737 Nachfolger auf dem weißen Blatt Papier entwerfen wird.

 

Man könnte damit das Platzproblem der Triebwerke ohne Gebastel angehen, das Image, das der Name "737" inzwischen hat, loswerden und würde Airbus unter Zugzwang setzen. Evtl. sogar zu Lasten des 797 Projekts.

Ich erwähne es ja nur ungern, aber da hab ich ja durch Zufall im April richtig gelegen.

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Vielleicht macht es tatsächlich Sinn, einen 737NG Thread aufzumachen und das Riss-Thema dort rüber zu schieben. Andererseits gibt's noch einen alten Boeing 737 Thread bei Industrie und Technik - mittlerweile auf Seite 4 gerutscht - da wäre das Thema grundsätzlich auch nicht verkehrt...

 

Hinweis Mod: wurde gerade eingerichtet und alles verschoben

https://forum.airliners.de/topic/58731-aktuelles-zur-boeing-737-ng/

Edited by speedman
Verschiebung

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Bloomberg hat ne kurze Rückblende drin, warum es nicht nur mit Änderungen am MCAS getan ist. Etwas oberflächlich wird auch angeschnitten, warum die Änderungen an der Systemarchitektur komplexer sind, als es auf den ersten Blick scheinen mag... 

https://www.bloomberg.com/amp/news/articles/2019-11-08/delays-in-boeing-max-return-began-with-near-crash-in-simulator

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American und Southwest verlängern die Einsatzplanung ohne 737 MAX um ca. 6 Wochen. Ursprünglich rechnete man mit dem Comeback ab Mitte Januar 2020, nun gehen die Gesellschaften frühestens ab März 2020 davon aus...

 

https://www.aero.de/news-33109/American-und-Southwest-streichen-737-MAX-laenger.html

 

 

Noch dazu äußert Ryanair reichlich Unmut über den eventuellen Zeithorizont für die MAX-Zertifizierung durch EASA, insbesondere für die spezielle Ryanair-MAX-Konfiguration... Ryanair wirft der EASA dabei vor, die MAX-Zertifizierung zu verschleppen und somit zumindest eine Teilschuld für die gesamte Verzögerung zu tragen... Die EASA weißt dies zurück und verweist darauf, sich nicht unter Druck setzen zu lassen...

 

https://www.aero.de/news-33053/Ryanair-draengt-EASA-bei-737-MAX-zur-Eile.html

Edited by Tschentelmän

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American und Southwest haben den "möglichen Start" ja gerade erst in den März 2020 geschoben @Tschentelmän, Du warst schneller;-).

 

Aber das hier könnte jetzt richtig unangenehm werden:

https://www.seattletimes.com/business/boeing-aerospace/new-questions-raised-on-safety-of-both-737-max-and-787-dreamliner/

 

Wird das Risiko bei einem uncontained engine failure für die Ruder-Steuerung doch noch ernsthaft evaluiert werden?

 

"FAA technical experts...serious...safety concerns...potentially...catastrophic...failure...overruled...FAA's management objected....by Boeing". Alleine diese Stichwörter in einem Satz zusammen zu lesen, lassen mich wirklich schaudern.

Edited by Guenni

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Den zwischenzeitlich eintretenden Brexit mal vorausgesetzt, braucht Ryanair dann auch noch die Zulassung der ab Großbritannien operierenden Jets von der britischen Luftaufsicht?

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vor 6 Stunden schrieb Guenni:

... das hier könnte jetzt richtig unangenehm werden ...

 

Die vielen "Kleinigkeiten" and Designfehlern könnte man einzeln diskutieren. Bemerkenswerter finde ich aber, dass dieser Artikel die gegenwärtige inakzeptable Kultur bei Boeing wider spiegelt. Auf Teufel komm raus wird darum gefeilscht Aufwand auf Kosten von Sicherheit zu vermeiden. Es müsste aber eine Kultur größtmöglicher Risikovermeidung herrschen.

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vor 13 Stunden schrieb emdebo:

Den zwischenzeitlich eintretenden Brexit mal vorausgesetzt, braucht Ryanair dann auch noch die Zulassung der ab Großbritannien operierenden Jets von der britischen Luftaufsicht?

 

Ich glaube, diese Verlautbarung regelt die Zertifizierungen von EASA und der britischen Luftfahrtbehörden nach Umsetzung des Brexits. 

 

https://www.easa.europa.eu/brexit-validity-certificates

 

 

Wenn ich das richtig verstehe gibt es nach dem offizielen Brexit-Stichtag eine 9 Monatige Übergangsfrist in der die EASA-Definitionen vollständig auch für Großbritannien gelten. Erst danach scheinen  die britischen Behörden entweder selbst zertifizieren zu müssen oder man muss die einzelnen EASA-Entscheidungen in GB zumindest individuell übernehmen... 

 

Demzufolge dürfte es darauf ankommen, wann die EASA ihre finale Freigabe erteilt und wann die Briten offiziell austreten - ob sich das alles also noch innerhalb dieser Übergangsfrist abspielt oder nicht... 

Edited by Tschentelmän

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Das wäre doch eine Story, wenn viele Airlines in Sorge vor dem Brexit ihre Flieger aufs europäische Festland bringen, der dann Brexit kommt und die CAA der MAX vor der EASA Commercial flight erlaubt und durch das Chaos der Gesetze davon EU Member ausgeschlossen sind.

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vor 12 Minuten schrieb wartungsfee:

Das wäre doch eine Story, wenn viele Airlines in Sorge vor dem Brexit ihre Flieger aufs europäische Festland bringen, der dann Brexit kommt und die CAA der MAX vor der EASA Commercial flight erlaubt und durch das Chaos der Gesetze davon EU Member ausgeschlossen sind.

So unrealistisch ist dein Szenario leider nicht.

Die Briten sind politisch aktuell unberechenbar und die Folgen für den Luftverkehr...können auch bei der MAX-(Neu)zulassung zum Tragen kommen :(

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Es reicht ja, bei einer Freigabe durch die FAA sich ohne Eigenprüfung direkt daranzuhängen. 

Edited by emdebo

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Am 9.11.2019 um 13:32 schrieb Guenni:

American und Southwest haben den "möglichen Start" ja gerade erst in den März 2020 geschoben @Tschentelmän, Du warst schneller;-).

 

Aber das hier könnte jetzt richtig unangenehm werden:

https://www.seattletimes.com/business/boeing-aerospace/new-questions-raised-on-safety-of-both-737-max-and-787-dreamliner/

 

Wird das Risiko bei einem uncontained engine failure für die Ruder-Steuerung doch noch ernsthaft evaluiert werden?

 

"FAA technical experts...serious...safety concerns...potentially...catastrophic...failure...overruled...FAA's management objected....by Boeing". Alleine diese Stichwörter in einem Satz zusammen zu lesen, lassen mich wirklich schaudern.

 

 

Oh ja, rudder cable issue ist von der FAA nie gestrichen worden. Seattle Times vom 07.11.19:

 

Legacy 737 design details
The shortcoming in the rudder cable design was cited in a Seattle Times story in May among a list of MAX design elements that don’t meet the latest FAA requirements.

The story listed a series of legacy design details that have been repeatedly grandfathered into the latest model each time Boeing has updated the 737, which was originally certified more than 50 years ago.

All the issues in the list were flagged by FAA safety engineers as requiring fixes before the MAX could be certified. But each was waved through after managers on the Boeing side of certification insisted that these were non-issues and managers on the FAA side agreed to let it move ahead with the requirement unaddressed.

In the case of the rudder cables, Boeing argued that the CFM-56 engine on the prior 737 model had an “excellent” service history and that it expected the new LEAP engines on the 737 MAX to have a similarly low rate of uncontained engine failures.

DeFazio and Larsen reject this argument as “nonsensical,” since it extrapolates on “the reliability of a then-unproven new engine based on the performance of a completely different older engine.”

DeFazio adds that “my staff has been told that it was virtually unprecedented for six or more FAA specialists to jointly non-concur on a single issue, highlighting the gravity of their concerns regarding the rudder cable issue.”

 

Zu den weiteren EASA Forderungen zählt nach wie vor u.a. Anpassung des Trimmrads, Anstellwinkel Sensoren, Software anpassung für 2 Sensoren...

Nichts davon scheint abnahmefähig. Und FAA und EASA scheinen sich in den Forderungen einig zu sein, geholfen hat sicher auch der JATR-Bericht.

Unter diesen Umständen die Produktion unverändert laufen zu lassen läßt auf die Chupze schließen, mit der die Boeing-Oberen meinen über den Dingen zu stehen und wie in der Vergangenheit die Fäden zu ziehen und dem Publikum mit einem Softwareupdate Sicherheit zu verkaufen. So wird das erstmal nichts.

 

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Die Meldung vom 11.11.2019 Boeing will im Dezember wieder 737 Max ausliefern.

Angeblich will man ab Dez. 2019 wieder mit der Auslieferung an Kunden beginnen, da mit der Auslieferung ein Großteil des Kaufpreises an Boeing gezahlt wird. So blöd kann doch kein Unternehmen sein, das in der jetzigen Zeit schon mal ein Großteil bezahlt wird, obwohl da Grounding noch nicht aufgehoben wird.

https://www.aerotelegraph.com/boeing-will-im-dezember-wieder-737-max-ausliefern

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Ich sehe zwei Optionen:

 

a) finanziell: Wer die Maschine während des Groundings übernimmt, bekommt einen dicken Zusatzrabatt.

b) juristisch: Die Verträge geben es nach Meinung der Boeing-Juristen her, die Käufer trotz Grounding zur Abnahme zu verpflichten.

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Wobei eine baldige Auslieferung vor Abschluss der Zertifizierung für mich nicht nachvollziehbar ist... Schließlich müssen die Maschinen nachher gemäß der technisch festgelegten Modifikationen angepasst werden - das erscheint deutlich aufwendiger und zeitintensiver, wenn die Kisten überall verteilt auf der Welt stehen - im Vergleich dazu, dass sie sich irgendwo in der Nähe der Boeing-Fabrik befinden...

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Boeing geht ja nach wie vor davon aus, dass es mit einem Software-Update getan ist. Ein Techniker mit Laptop ist schnell an das andere Ende der Welt geschickt.

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vor 26 Minuten schrieb ilam:

Boeing geht ja nach wie vor davon aus, dass es mit einem Software-Update getan ist. Ein Techniker mit Laptop ist schnell an das andere Ende der Welt geschickt.

 

Möglich, in dem Fall ist es aber auch äußeres wahrscheinlich, dass der Techniker, mit dem Laptop, vorher in Rente geht.......

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Rein organisatorisch gefragt, wie könnte denn die Auslieferung vonstatten gehen? Noch besteht ja in weiten Teilen der Welt und auch in den Zielländern der Abnehmer Flugverbote für die 737MAX. Für Testflüge werden diese, so scheint es mir, unter bestimmten Voraussetzungen gelockert. Macht Sinn, neue Software oder andere Anpassungen müssen ja auch auf ihre Tauglichkeit hin getestet werden.

Ob diese Flugverbote aber auch für den ausschließlichen Zweck gelockert werden, um Flugzeuge an die Kunden zu überführen, damit Boeing seinen finanziellen Reibach realisieren kann??

Oder besteht diese Möglichkeit bereits heute schon?

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27 minutes ago, Der Realist said:

Rein organisatorisch gefragt, wie könnte denn die Auslieferung vonstatten gehen? Noch besteht ja in weiten Teilen der Welt und auch in den Zielländern der Abnehmer Flugverbote für die 737MAX.

 

Positionierungs- und damit wohl auch Auslieferungsflüge sind doch in weiten Teilen der Welt (noch) erlaubt.

 

Aber bitte welche Fluggesellschaft stellt sich derzeit auf eigene (Park-)Kosten so ein Ding auf den Hof? Bei Boeing wächst wohl mit schwindendem Abstellplatz der 'Zweckoptimismus'? Es wäre langsam mal an der Zeit, die MAX-Straße auf Kurzarbeit Null runterzufahren, dann hätte man auf den Mitarbeiterparkplätzen auch wieder ein bisschen Abstellfläche gewonnen...

 

 

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vor 1 Stunde schrieb ilam:

Boeing geht ja nach wie vor davon aus, dass es mit einem Software-Update getan ist. Ein Techniker mit Laptop ist schnell an das andere Ende der Welt geschickt.

und wenn dann doch hardware-technische Änderungen vorgenommen werden müssen, fliegt man die Karre wieder zurück nach Seattle!!!! >:(

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vor 16 Minuten schrieb medion:

Bei Boeing wächst wohl mit schwindendem Abstellplatz der 'Zweckoptimismus'?

 

Und natürlich der Platz auf dem Konto.

 

Kunden müssen die gekauften Maschinen ja auch nicht wegfliegen, sondern können sie gleich auf dem Nachbargrundstück zu space-grade Tomatensaftdosen verarbeiten. Bei der 737 als Premiumflieger aus Metall geht das ja noch.

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Boeing geht davon aus, dass die Zertifizierung bis dahin durch ist und es nur noch um Details re Crew Training geht. Dementsprechend wäre dann auch keine Nacharbeit vor Ort am Fluggerät mehr nötig, sondern nur Nacharbeit am fliegenden Personal - die ist aber unabhängig vom Standort der fliegenden Hardware... 

Bis zu nem gewissen Punkt könnte Boeing auch sagen, es ist des Kunden Problem, wenn er seine Crews nicht trainiert hat. Aber der Flieger ist fertig, also nimm ihn gefälligst ab! 

Edited by abdul099

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Irgendwie glauben die Amis noch an das Christkind, und die mitgebrachte Ware braucht auch Platz an den Boeing Standorten. Außerdem sieht die Boeing Auslieferungsbilanz für 2019 ernüchternd aus. Die will man noch ein wenig aufbessern. :o 

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