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Folgen des Angriffs Russlands auf die Ukraine


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Und ob man sich n Gefallen damit tut, ne Flotte Flieger auf dem technischen Stand von 1985 auf den Hof zu stellen, ist auch mal fragwürdig.

Modernes Material enthält ja meist westliche Komponenten, an die man momentan schlecht rankommt, und russische Alternativen dürften vorerst rar sein...

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Gehört hier rein, ist aber ein anderes, aktuelles Thema.
Bremen brachte heute in den Bundesrat eine Initiative zur Erhebung einer "Übergewinnsteuer" ein. Damit sollen Konzerne getroffen werden, die aus der Pandemie und der Preisentwicklung an den Zapfsäulen erhebliche zusätzliche Gewinne erzielen. Angenommen wurde Antrag nicht, aber an den zuständigen Ausschuss überwiesen. Warum Bremen? Klar. Im nächsten Jahr wird die Bürgerschaft (Landesparlament) in Bremen neu gewählt. Aus meiner Sicht, ein sehr durchsichtiges populistisches Wahlkampfmanöver.
 

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Aber auch der Fiskus profitiert von Übergewinnen - maßgeblich in Form der Mehrwertsteuer - mit steigenden Einnahmen bei steigenden Grundpreisen, zumindest solange der Steuersatz nicht verringert wird... Teils gibt es bekanntlich bereits Diskussionen - vor allem über eine vorübergehende MwSt-Senkung - insbesondere auf bestimmte Lebensmittel, bislang aber noch nichts Hieb- und Stichfestes .... Der Dumme ist zum Schluss ohnehin meist der Endverbraucher.... 

 

Und - bevor man öffentlichkeitswirksam über eine Ad Hoc-Übergewinn-Steuer diskutiert, sollte man sich viel eher Gedanken darum machen, die Unternehmenssteuer im Allgemeinen zu reformieren.... 

 

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Wenn man schon eine Übergewinnsteuer diskutiert, dann soll man diese Diskussion doch bitte auch auf die Hersteller der Coronaimpfstoffe erweitern, deren Produkt man ja alle drei Monate erneuern lassen muss, um weiter eine Wirkung zu haben. Aber das ist sicher nicht aus dem Motiv der Gewinnmaximierung hervorgegangen. Die (und Lauterbach mit seinen größtenteils überflüssigen Hamsterkäufen) haben uns mit ihren tollen Impfstoffen volkswirtschaftlich deutlich mehr Kosten eingebrockt als die Ölkonzerne jetzt.

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vor 13 Stunden schrieb Leon8499:

Wenn man schon eine Übergewinnsteuer diskutiert, dann soll man diese Diskussion doch bitte auch auf die Hersteller der Coronaimpfstoffe erweitern, deren Produkt man ja alle drei Monate erneuern lassen muss, um weiter eine Wirkung zu haben. Aber das ist sicher nicht aus dem Motiv der Gewinnmaximierung hervorgegangen. Die (und Lauterbach mit seinen größtenteils überflüssigen Hamsterkäufen) haben uns mit ihren tollen Impfstoffen volkswirtschaftlich deutlich mehr Kosten eingebrockt als die Ölkonzerne jetzt.

Du hast sicher recht, dennoch sind wir uns doch aber einig, dass der aktuelle Tankrabatt eigentlich nur für die heute Show dient, oder?

Bitte mich nicht falsch verstehen, von mir aus hätte es diesen Unfug überhaupt nicht gebraucht, aber so wie jetzt gerade subventionieren der Staat und somit wir Shell und co,  das Kartellamt ist lt. eigener Auskunft machtlos und ein Liter Sprit kostet immer noch 40 Cent mehr als im Februar.

Diese drei Milliarden wären sicher bei einer anderen "Entlastung" fernab von Kraftstoffen sinniger eingesetzt gewesen.

Edit: gerade mal meine App befragt wie es bei mir im Städchen aussieht. Diesel ab 2.09, E5 ab 2.02.

Bearbeitet von Isavind
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Beides ist klar - und war es von Anfang an...

 

Im Tankrabatt steckt jede Menge Show aber teils auch pure Hilflosigkeit der Politik.... Man kann die Energiepreise kaum steuern und eine stärkere Absenkung der Mineralölsteuer ist in der Ampel weder politisch umsetzbar, noch dazu wird der Staat dafür finanziell kaum Spielraum haben... 

 

Andererseits neue Preissteigerungen an der Zapfsäule, so dass vom Tankrabatt verpufft. Nun noch die glorreiche Idee, die Ölkonzern-Bosse zum Gespräch einzuladen... Man ahnt bereits das kichern im Herrenklo des Ministeriums, wenn sich die Bosse in der Kaffeepause beim pinkeln über ihre Narrenfreiheit amüsieren....

 

Und der Tankrabatt finanziert sich fast von selbst - allein die Zusatzeinnahmen der Mehrwertsteuer beim Sprit dürften ein paar Milliarden ausmachen.... Wenig Stress also für Christian Lindner, die Finanzierung sicherzustellen.... 

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vor einer Stunde schrieb Isavind:

Du hast sicher recht, dennoch sind wir uns doch aber einig, dass der aktuelle Tankrabatt eigentlich nur für die heute Show dient, oder?

Ne, für Extra3 kommt er auch ganz gelegen. Oder einfach zur Anhebung des nationalen Sarkasmuslevels.

Wenn schon Politiker an die Konzerne appellieren, dass die die Steuersenkung doch bitte an den Verbraucher durchreichen sollen statt selbst einzusacken, bleibt ja kaum ne andere Schlussfolgerung übrig. 

 

Anderseits, hier im hohen Norden hat der Liter meist gute 20ct mehr gekostet als in Deutschland. Meine Karre braucht leider 98 Oktan, also schau ich mal danach. Laut Spritpreissuchseiten in Süddeutschland um die 2,05€/Liter. Im hohen Norden (nicht Deutschland) ohne irgendwelche Rabatte 2,63€/Liter. Scheint also doch nicht nur ein deutsches Phänomen zu sein, dass die Preise überproportional gestiegen sind.

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vor 15 Stunden schrieb Leon8499:

Wenn man schon eine Übergewinnsteuer diskutiert, dann soll man diese Diskussion doch bitte auch auf die Hersteller der Coronaimpfstoffe erweitern, deren Produkt man ja alle drei Monate erneuern lassen muss, um weiter eine Wirkung zu haben. Aber das ist sicher nicht aus dem Motiv der Gewinnmaximierung hervorgegangen. Die (und Lauterbach mit seinen größtenteils überflüssigen Hamsterkäufen) haben uns mit ihren tollen Impfstoffen volkswirtschaftlich deutlich mehr Kosten eingebrockt als die Ölkonzerne jetzt.

 

Mit dem kleinen Unterschied, dass die Impfstoffe zig tausend Leben gerettet und uns eine Rückkehr zu einem normalen Leben ermöglicht haben.

Was bringen uns hohe Spritpreise?

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Also dieser Vergleich ist nun wirklich an den Haaren herbeigezogen!

 

Die Impfstoffhersteller haben ihre Gewinne dadurch realisiert, dass sie Milliarden von Impfdosen verkauft haben.

Niemand würde sich nun aufregen, wenn die Mineralöl-Konzerne ihren Gewinn um 20% steigern würden, weil sie 20% mehr Treibstoffe verkaufen. Das tun sie aber nicht! Sie steigern ihre Gewinne, weil sie bei gleichbleibenden, teilweise sogar sinkenden, Einkaufspreisen für Rohöl, ihre Verkaufspreise um 20% angehoben haben.

Ich erkenne da ein klitzekleinen Unterschied!

 

Und mal abgesehen davon, die jetzigen Energiepreise haben nur sehr am Rande mit dem Krieg zu tun.

Die Preisentwicklung hat doch bereits im letzten Jahr eingesetzt. Als nämlich klar wurde, dass die "goldenen" Zeiten der Mineralöl-Industrie sich dem Ende zu neigen. Die zunehmende "Dekarbonisierung" wird zwangsläufig dazu führen, dass die Mineralöl-Industrie mit sinkenden Mengen, damit mit sinkenden Umsätzen, und also letztendlich sinkenden Gewinnen leben muss. Und da will man sich halt nun noch einmal die Taschen ein wenig füllen. Aus Sicht der Konzerne verständlich, aus Sicht der Kunden ein asoziales und nicht zu tolerierendes Verhalten.

Allerdings auch genau so absehbar, wie der morgige Sonnenaufgang im Osten!

Hier hat "die Politik", nicht nur die Deutsche, sondern die der kompletten westlichen Welt, tief und fest geschlafen, bzw. hatte nicht die notwendige Weitsicht, um diese fast zwangsläufige Konsequenz für ihr eigenes Handel frühzeitig zu erkennen.

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vor 1 Stunde schrieb jubo14:

Die Impfstoffhersteller haben ihre Gewinne dadurch realisiert, dass sie Milliarden von Impfdosen verkauft haben.

 

Zulasten der Volkswirtschaft, da die Mehrzahl dieser Milliarden Impfdosen nicht nachgefragt werden. Geschichte wiederholt sich, und so endet nach der Schweinegrippe eine weitere Pandemie mit einer Massenvernichtung von nicht benötigten Impfdosen. Ist dies den Herstellern anzulasten? Nein. Sollte man sie mit den Ölkonzernen gleichstellen? Ja. Sie sind Krisengewinnler und haben mangelhafte bis einfach nur grottoide Produkte zu Milliardenkosten an uns verscherbelt.

 

vor 1 Stunde schrieb jubo14:

Die Preisentwicklung hat doch bereits im letzten Jahr eingesetzt. Als nämlich klar wurde, dass die "goldenen" Zeiten der Mineralöl-Industrie sich dem Ende zu neigen. Die zunehmende "Dekarbonisierung" wird zwangsläufig dazu führen, dass die Mineralöl-Industrie mit sinkenden Mengen, damit mit sinkenden Umsätzen, und also letztendlich sinkenden Gewinnen leben muss. Und da will man sich halt nun noch einmal die Taschen ein wenig füllen. Aus Sicht der Konzerne verständlich, aus Sicht der Kunden ein asoziales und nicht zu tolerierendes Verhalten.

 

In der Wirtschaft geht es aber halt nicht um "das Gute" oder um Moral, sondern darum, die Zahlungsbereitschaft der Kunden maximal auszuschöpfen. Genau das tun die Ölkonzerne gerade, und es ist in einer Marktwirtschaft nun einmal ein legitimes, wenn auch rücksichtsloses Vorgehen. Mein Unmut richtet sich also nicht an die Ölkonzerne, sondern an die von dir ebenfalls angesprochene Politik.

 

Um noch einmal auf den oben thematisierten Tankrabatt einzugehen: Den haben SPD und Grüne absichtlich sabotiert, da er nicht in ihre linke, auto- und luftfahrtfeindliche Ideologie passt. Allerdings fällt mir auch keine bessere Alternative ein, so ehrlich bin ich. Eine Aussetzung der Kfz-Steuer würde kaum Ersparnisse mit sich bringen (bei mir nur ca. 100€ p.a.), alle anderen Varianten müssten wieder an den aufgehaltenen Händen der Ölkonzerne vorbei kommen.

 

vor 1 Stunde schrieb jubo14:

Hier hat "die Politik", nicht nur die Deutsche, sondern die der kompletten westlichen Welt, tief und fest geschlafen, bzw. hatte nicht die notwendige Weitsicht, um diese fast zwangsläufige Konsequenz für ihr eigenes Handel frühzeitig zu erkennen.

 

Man nimmt es viel mehr bewusst in Kauf. Die Grünen wollten ja schon vor mehr als 20 Jahren einen Spritpreis von fünf Mark pro Liter. Bald ist es soweit. (die Inflation für die Pointe mal bewusst herausgerechnet)

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vor 1 Stunde schrieb Leon8499:

 

Zulasten der Volkswirtschaft, da die Mehrzahl dieser Milliarden Impfdosen nicht nachgefragt werden. 

 

Diese Aussage ist einfach falsch.

Lt. Zeit wurden bis Anfang Mai 202 Mio Dosen Impfstoff am Deutschland geliefert. Davon wurden 180 Mio, also fast 90% auch verimpft.

 

Und auch sonst ist dein gesamter Beitrag ziemlich am den Haaren herbei gezogen. Denn der volkswirtschaftliche Nutzen der Impfungen, d.h. die durch die Impfungen möglichen Öffnungen und die dadurch vermiedenen weiteren Schließungen und deren Folgekosten ( Wirtschaftshilfen, Kurzarbeitergeld, Steuerausfälle...), den Wert den das ausmacht, dagegen sind die Beschaffungskosten für die Impfstoffe ein Tropfen auf den heißen Stein.

 

Und am Ende bleibt es dabei, wir @jubo14schon gesagt hat - die einen werden die etwas bezahlt, was sie geliefert haben. Und die anderen kassieren einfach mehr ab, ohne irgendwas mehr zu leisten und der Gesellschaft irgendeinem nutzen zu bringen. Im Gegenteil, sie schaden derselben mit ihrem handeln nur

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vor 3 Stunden schrieb scramjet:

Denn der volkswirtschaftliche Nutzen der Impfungen, d.h. die durch die Impfungen möglichen Öffnungen und die dadurch vermiedenen weiteren Schließungen und deren Folgekosten ( Wirtschaftshilfen, Kurzarbeitergeld, Steuerausfälle...), den Wert den das ausmacht, dagegen sind die Beschaffungskosten für die Impfstoffe ein Tropfen auf den heißen Stein.

 

Ein Zusammenhang der "Öffnungen" mit den Impfungen existiert nicht, siehe Schweden. Dort gab es ganz unabhängig von der Impfung nie die Notwendigkeit, etwas zu öffnen, da vorher auch nichts geschlossen wurde.

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Auch wenn es dezent Offtopic ist, sollten wir uns einer solchen Diskussion schon mit Fakten widmen.

In 2017 wurden täglich circa. 121 Mio. Liter diesel in Deutschland verbraucht. Aufs Jahr gesehen reden wir also von 44.165 Millionen Liter Dieselkraftstoff. Sollten die Konzerne davon circa 25ct mehr einstreichen als vor der Krise, beispielsweise weil die Senkung der Steuer nicht weitergegeben wird, reden wir von einem zusätzlichen Gewinn von circa 11 Mrd. Euro. Dazu gesellen sich circa 23.000 Millionen Liter Ottokraftstoff. Gleiche Rechnung hier: zusätzlicher Gewinne: ca. 5,8 Mrd. Euro. Dazu die gesamtwirtschaftlichen folgen, weil beispielsweise steigende Kraftstoffpreise einen signifikanten Einfluss auf die Inflation haben (Transporte werden teurer etc.).
Wenn wir nur Deutschland betrachten sprechen wir also bereits von zusätzlichen Gewinnen i.H.v. 16,8 Mrd. €.  Selbstverständlich sind die Kraftstoffpreise bei unseren Nachbarn ebenfalls stark gestiegen, sodass die Gesamtsumme deutlich höher sein wird. Das gepaart mit den Gedanken einer gezielten Preiskoordination der entsprechenden Anbieter hat dann natürlich ein “Geschmäckle”. 
 

Biontech hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von ca. 10 Mrd. € ausgewiesen. Der Großteil durch den Verkauf der Impfstoffe. Dies aber weltweit! Ferner kam es wohl auch nicht zu wirklichen Preisabsprachen der Anbieter der Impfstoffe. Zumindest wirkt es nicht so, wenn man die verschiedenen Preise der verschiedenen Stoffe sieht. 

Wie man daher davon ausgehen kann, dass der Schaden durch ein paar überschüssige Impfdosen größer ist als bei den Spritpreisen ist mein ein Rätsel. Ich lasse mich aber auch gerne aufklären.

 

Ich halte die Diskussion übrigens ohnehin für müßig. Eine solche Abgabe wird nicht kommen, da die genaue Erhebung der “Übergewinne” nicht möglich sein wird. Dazu die Frage wie weit man das ziehen wollte. Während corona haben schließlich auch Lieferdienste oder Onlinehändler starkes während Corona starkes Wachstum verzeichnen können.
 

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vor 1 Stunde schrieb aib:

Ich halte die Diskussion übrigens ohnehin für müßig. Eine solche Abgabe wird nicht kommen, da die genaue Erhebung der “Übergewinne” nicht möglich sein wird. Dazu die Frage wie weit man das ziehen wollte. Während corona haben schließlich auch Lieferdienste oder Onlinehändler starkes während Corona starkes Wachstum verzeichnen können.
 

 

 

Klar ist die Erhebung möglich.  .... Vieleicht nicht auf dem Cent.

 

So wie ich eine Übergewinnsteuer verstehen will , würde man da garnix abgrenzen. Denn natürlich sind auch Lieferdienste Krisengewinner. 

 

So wie man Steuern deckeln kann, kann man auch Freigrenzen festlegen,ab dem eine Steuer fällig wird.  

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vor 48 Minuten schrieb ZuGast:

 

 

Klar ist die Erhebung möglich.  .... Vieleicht nicht auf dem Cent.

 

So wie ich eine Übergewinnsteuer verstehen will , würde man da garnix abgrenzen. Denn natürlich sind auch Lieferdienste Krisengewinner. 

 

So wie man Steuern deckeln kann, kann man auch Freigrenzen festlegen,ab dem eine Steuer fällig wird.  

Du brauchst aber definitiv eine eindeutige und klar definierte Berechnungsgrundlage - außer das Ziel wäre unzählige juristische Auseinandersetzungen zu provozieren. Wie wäre der Lieferdienst denn beim Gewinn gewachsen ohne Corona? -> kannst Du nicht messen, weil es schlicht Kaffeesatzleserei wäre.

 

Ich bleibe dabei: wird nicht umsetzbar sein und nicht kommen. Populismus trifft das schon ganz gut. 

 

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vor 1 Stunde schrieb aib:

Ich bleibe dabei: wird nicht umsetzbar sein und nicht kommen. Populismus trifft das schon ganz gut. 

Die Übergewinnsteuer ist die falsche Lösung für ein tatsächliches Problem. Das die derzeitige Inflation auch aufgrund fehlenden Wettbewerbs so hoch ist, ist kein Populismus.

 

Die Unternehmensgewinne sind in den vergangenen Monaten in vielen Branchen stärker gestiegen als die Kosten, was nichts anderes bedeutet als das die Unternehmen mehr als nur die Preissteigerungen weitergegeben haben. Auch gibt es in vielen Branchen und Produktgruppen keine Volumenrückgänge. Das bedeutet, es gibt in vielen Märkten nicht genug Wettbewerb durch neueinsteiger. Es gibt zu wenige Alternativen.

 

Die Energiepreise sind darüber hinaus ein interessanter Sonderfall, während es vereinzelt tatsächliche Knappheit gibt, die einen Preisanstieg an den Börsen rechtfertigt ist aber gleichzeitig so, dass große Teile der Produktion in geschlossenen Lieferketten stattfindet. Der bei BP gekaufte Treibstoff kommt aus einer BP-Raffinerie, die aus einem langfristigen BP-Transportnetz mit Rohöl aus BP-eigenen Produktionsstätten lief. Da haben sich die Kosten definitv nicht so entwickelt, dass der Preissprung an der Zapfsäule im vergangenen halben Jahr gerechtfertigt ist. 

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vor 14 Stunden schrieb Leon8499:

 

Ein Zusammenhang der "Öffnungen" mit den Impfungen existiert nicht, siehe Schweden. Dort gab es ganz unabhängig von der Impfung nie die Notwendigkeit, etwas zu öffnen, da vorher auch nichts geschlossen wurde.

 

Doch, natürlich gab es auch in Schweden Schließungen und Einschränkungen. Die im übrigen gar nicht sooo viel weniger streng waren als in Deutschland, auch wenn es immer so dargestellt wird, als hätte man in Schweden gar nichts gemacht und in Deutschland krasse Lockdowns. Dabei lagen Deutschland und Schweden immer sehr viel näher beisammen, als Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern mit richtigen Lockdowns mit strengen Ausgangssperren etc. wie Spanien, Italien oder eben Länder, die Null-Covid-Politiken fahren.

 

In Schweden war aber eben auch viel nicht durch Gesetze und Vorschriften vorgegeben, sondern basierte auf der Eigenverantwortung der Leute, was in D niemals funktionieren würde. Am Ende waren die Einschränkungen, die die Leute durchgemacht haben, ob nun vorgeschrieben oder aus eigenem Antrieb, nicht sehr stark unterschiedlich.

 

Und dennoch gilt der schwedische Weg als gescheitert. Die Sterblichkeit durch Covid war sehr viel höher und die wirtschaftlichen Schäden nicht geringer.

 

Und gemimpft wird dort in gleichem oder noch größerem Maße, weil es da eben nicht so viele Querdenker gibt wie hier...

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vor 9 Stunden schrieb OliverWendellHolmesJr:

Die Übergewinnsteuer ist die falsche Lösung für ein tatsächliches Problem. Das die derzeitige Inflation auch aufgrund fehlenden Wettbewerbs so hoch ist, ist kein Populismus.

 

Ich glaube hier liegt eine grundsätzliche Fehlkommunikation zwischen uns vor. Ich sage nicht, dass mögliche Übergewinne Populismus sind, sondern die Steuer als solche. 

Ansonsten sind Inflationsgewinne bei Unternehmen auch nichts ungewöhnliches. Ob es an zu hohen Markteintrittshürden liegt wird die Zeit zeigen. Ein neu in den Markt eintretendes Unternehmen hat beispielsweise nicht die Möglichkeit in der Historie günstig erworbene Rohstoffe zu Neueinstandspreisen zu kalkulieren weil schlicht keine Inventories vorhanden sind. 

 

Und ja, der Energiemarkt ist wirklich ein spezieller Fall. Hier wäre mehr Wettbewerb wünschenswert, aktuell aber wohl nicht wirklich realistisch. 

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Im Grunde muss sich doch ein jeder einfach nur folgende Frage stellen:

 

Ist es gottgegeben bzw. irgendwo gesetzlich abgesichert, dass wir hier als Deutsche einen solchen Wohlstand immer weiter genießen dürfen wie die letzten Jahre? Nein. Es gibt einfach kein "Recht" darauf, dass wir allesamt immer davon ausgehen können, überall so weiterzuleben wie bisher.

Und so eklatant, wie es uns die BILD immer weißmachen will ("Jeder 6. Deutsche muss Mahlzeiten auslassen!") ist es doch auch nirgens. Wir jammern einfach auf hohem Niveau, weil wir unsere Gewohnheiten als selbstverständlich und "das war immer so" ansehen. Und zwar in jeglicher Hinsicht - beim Einkaufen (wo wir in Deutschland schon lange lange günstiger wegkommen, als die meisten europäischen Nachbarn), beim Tanken (fahre selber Diesel, aber jetzt eben noch ne Spur sparsamer und wenn möglich noch weniger -> dafür aber 9€-Ticket, wo immer möglich), beim Heizen (Ja, mein Gott, die Welt gerät eben gerade aus den Fugen, da sind dann 22° im Winter durchgehend nicht selbstverständlich, dann sinds eben 21° und ein Pulli).

 

Ich habe zumindest bei meinem Wocheneinkauf für meine kleine Familie bei unserem lokalen Discounter oder auch beim Rewe/Edeka noch nicht festgestellt, dass es mein Budget sprengt. Dann kostet der reguläre Einkauf von mir aus 38€ statt 35€. Fair enough. Angebote gibt es doch dennoch immer und überall (Kaffee weiterhin 3,99), da reicht ein Blick ins sonntägliche Käseblatt.

 

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vor 2 Stunden schrieb scramjet:

Und dennoch gilt der schwedische Weg als gescheitert. Die Sterblichkeit durch Covid war sehr viel höher und die wirtschaftlichen Schäden nicht geringer.

 

Bei wem gilt das so? Bei der Lauterbach-Drosten-NoCovid-Connection? Bei mir gilt in erster Linie der deutsche Weg als gescheitert, mit Highlights wie einem siebenmonatigen Dauerlockdown, zwei Jahre lang geschlossenen Hochschulen, einer vollständig paranoid gemachten Gesellschaft und einer Schleifung der Grundrechte, die noch viel problematischer werden wird, als sie jetzt bereits ist.

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