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Folgen des Angriffs Russlands auf die Ukraine


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vor einer Stunde schrieb speedman:

Update: https://www.aerotelegraph.com/loeschten-hacker-riesige-datenbestaende-bei-rosaviatsiya

"Der Angriff sei abgewehrt worden" Ob ich dem Chef einer russischen Behörde das glauben soll???

Eher nicht...denn trotzdem soll ja umgestellt werden auf den alten Bürokratismus....Ja neee....alles klar:D

Es wird ja in Russland seitens der Regierung nie öffentlich jemand zugeben, dass etwas schief gelaufen ist. Also was soll er anderes sagen!?!?

 

Und gerade jetzt wo das russische Drehkreuz in Sochi eröffnet werden soll um die 2-3 internationalen Ziele anzusteuern….. meno, ist aber auch alles doof, diese Welt, diese Realität und dieser Westen….

Bearbeitet von Aero88
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vor 4 Stunden schrieb Leon8499:

Kein Backup aus Budgetgründen. Ein Land gibt sich der Lächerlichkeit preis.

Aber es passt ins Bild, wenn man die Bilder der Panzer gesehen hat, die ihre Ketten noch vor der ersten Panzersperre wegen Wartungsmangel verloren hat, die Bilder von platten Reifen, auch ein Symptom von Wartungsmangel. Truppen, die in einen Hinterhalt geraten sind, da Nachtsichtgeräte fehlten (auf dem Schwarzmarkt verhöckert). Abgelaufene Nahrungsmittel, ...

Und dann die Bilder der Villen von Shoigu (Verteidigungsminister), Prigozin und vielen anderen.

 

Am 28.3.2022 um 13:49 schrieb Nosig:

Vermutlich wird das eines Tages auch mal ein Lösungsweg für die Ukraine. Dann wird von Russlands Exporterlösen so lange was einbehalten, bis alle materiellen Schäden bei Dritten ausgeglichen sind.

Grundsätzlich wird Russland Entschädigungsleistungen zahlen müssen. Und Denazifizierung- -putinisierungsprogramme auflegen, eventuell Demilitarisierung (Belarus, Moldawien, Georgien, Armenien, ...). Aber man muss auch 1918 und 1945 im Auge behalten, es darf kein Straffrieden sein. 

 

Es wird für Russland schwierig genug, als Land in den derzeitigen Grenzen bestehen zu bleiben.

Bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
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vor 2 Stunden schrieb OliverWendellHolmesJr:

Grundsätzlich wird Russland Entschädigungsleistungen zahlen müssen. Und Denazifizierung- -putinisierungsprogramme auflegen, eventuell Demilitarisierung (Belarus, Moldawien, Georgien, Armenien, ...). Aber man muss auch 1918 und 1945 im Auge behalten, es darf kein Straffrieden sein. 

Einerseits darf es keinen Straffrieden und keine empfundene Bevormundung geben. Dies geht jedoch nur, wenn Russland sich mit der Ukraine einig über Entschädigungen wird, und für die Ukraine eine akzeptable Form wie Russland die Verantwortlichkeit regelt findet.

Mit dem weit verbreiteten Selbstbild Russlands birgt dies innenpolitisch sehr viel Zündstoff.

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Das wäre so dermaßen plump, dass es eigentlich nur einem ganz bestimmten Ex-US-Präsident in die Kragenweite passen würde, das auch noch zu glauben. Die Russen haben ja schon vorher keinen Hehl daraus gemacht, dass sie ne ganz gewöhnliche Ganovenkarriere anstreben. Mal abgesehen davon, dass es im Ausland mehr als genug Aufzeichnungen gibt, wem ne einsam rumstehende 777 denn gehört. Diese Vorgehensweise wäre deshalb ähnlich erfolgreich, wie wenn ne Katze trotz Pfotenabdruck auf dem Tisch so tut, als hätte sie mit der vom Brot geklauten Scheibe Schinken nichts zu tun.

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Nächster Tiefschlag für die russische Luftfahrt: 

Aeroflot, S7 und co fliegen mit sofortiger Wirkung aus allen SITA Systemen raus. Darunter unter anderem wichtige Flugplanungstools:

  • Aircom Datalink
  • Aircom Cockpit Services
  • Aircom Flight Planner
  • EWAS Pilot

Damit verlieren Russische Airlines Zugang zu Live Wetterdaten, Unwetter (Gewitter, Eis, Turbulenzen, Jetstreams), Treibstoffoptimierung in der Luft sowie die live Triebwerksüberwachung und einen optimiertem Personaleinsatz am Boden.

 

An Papier (Funk oder analoge Methoden) scheint man sich allerdings schon zu gewöhnen, siehe Rosaviatsiya.

 

Quelle:

https://www.aerotelegraph.com/aeroflot-und-co-muessen-flugrouten-ohne-hilfe-berechnen

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Am 26.3.2022 um 18:53 schrieb Avroliner100:

Problematisch bei der ganzen Sache:

Die meisten Leasinggeber haben ihr Flugmaterial im Westen versichert. Sie werden nun vermutlich versuchen, ihre Flugzeuge als wirtschaftlichen Totalschaden bei den verschiedenen Versicherern geltend zu machen. Laut Airliners.de wurde dabei insgesamt ungefähr ein Versicherungswert von 17 Milliarden Euro (und 515 Flugzeuge) an „Russland“ verleast. Beispielsweise bei der Lloyds of London.

 

Problem: Machen alle Lessoren ihre Versicherungssumme als Totalausfall geltend, kollabiert möglicherweise die gesamte westliche Luftfahrtversicherungsindustrie. Das wiederum wäre auch für westliche Airlines extrem ungesund. 

 

Und ... der erste große Lessor fängt genau damit an:

Aercap will 135 Maschinen und 14 Triebwerke als wirtschaftlichen Totalschaden abschreiben und versucht von seinem Versicherer 3,2 Milliarden Euro geltend zu machen. 

 

https://www.aero.de/news-42291/Aercap-meldet-Milliardenschaden-an-Versicherer.html

 

Randnotiz:

AerCap sieht alle Flugzeuge, die nicht bis zum Ende des laufenden Quartals (also morgen) zurückgeholt werden können als wirtschaftlichen Totalschaden an. Begründung: Es kann nicht mehr für einen lückenlose Wartung entsprechend der Vorgaben garantiert werden, daher sei das Fluggerät nicht mehr weiter vermarktbar.

 

Problematisch:

Flugzeugversicherer Lloyds of London will (und kann vermutlich) nach eigener Aussage nur für maximal 10-15% des versicherten Wertes geradestehen. Einer bleibt auf den Kosten sitzen - entweder der Lessor oder der Versicherer. Beide kann der Spaß in den Abgrund reissen. 

Bearbeitet von Avroliner100
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Die aktuellen Bilder aus der Ukraine machen mich sprachlos.

 

Und wenn ich die russische Bevölkerung höre frage ich mich zunehmend, ob es noch Putins Krieg ist, oder doch nicht langsam Russlands Krieg. 

Die Aussagen der russischen Bürger machen mich nicht weniger sprachlos. 

Bearbeitet von Aero88
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vor 1 Stunde schrieb Aero88:

Die aktuellen Bilder aus der Ukraine machen mich sprachlos.

In der Tat. 

Aber leider genau das was zu erwarten war. Einmal weil es das erklärte Ziel Putins ist, die Existenz der Ukraine zu beenden. Aber auch, weil Kriegsverbrechen die einzige Form der Kriegsführung ist, die der Russische Staat fehlerfrei beherrscht.

Und weshalb es für die Ukrainer keine Alternative ist, sich zu ergeben und eine von Janukowitsch oder anderen Clowns geführte Marionettenregierung zu erdulden. Dann hätte es ebenso diese Verbrechen gegeben. Wir würden nur sehr viel weniger wissen.

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Ach, da gab es erst n Artikel im Spiegel. Scheinbar unterstützen 81% der Bevölkerung den Krieg.

Dementsprechend ist das schon lange nicht mehr "Putins Krieg", und ich habe auch kein Mitleid, wenn die Sanktionen den normalen Bürger treffen.

 

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-81-prozent-der-russen-befuerwortet-angriffskrieg-a-f32a54dd-463c-4c0c-b390-e69bd0d233fe&ved=2ahUKEwjAw8Kc7fr2AhVNVTABHcQBAwgQFnoECBYQAQ&usg=AOvVaw27JQvnUvFZzwCLorJqVaPZ

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Gerade eben schrieb abdul099:

Ach, da gab es erst n Artikel im Spiegel. Scheinbar unterstützen 81% der Bevölkerung den Krieg.

Dementsprechend ist das schon lange nicht mehr "Putins Krieg", und ich habe auch kein Mitleid, wenn die Sanktionen den normalen Bürger treffen.

 

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-81-prozent-der-russen-befuerwortet-angriffskrieg-a-f32a54dd-463c-4c0c-b390-e69bd0d233fe&ved=2ahUKEwjAw8Kc7fr2AhVNVTABHcQBAwgQFnoECBYQAQ&usg=AOvVaw27JQvnUvFZzwCLorJqVaPZ

Genau das denke ich langsam auch. Zu Beginn dachte ich noch, man müsse aufpassen, dass nicht die unschuldigen Bürger Russlands getroffen werden. Aber ich glaube die Russen welche den Krieg verachten, haben schon längst das Land verlassen und die die noch dort sind, sind Putins Anhänger. Von daher bin ich für viel, viel härtere Sanktionen!

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vor 12 Minuten schrieb d@ni!3l:

Die Frage ist nur: Hätten sie es besser wissen können bei der Situation mit zensierten Nachrichten und co? 

Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Hinterfragt man gewisse Dinge aber nicht langsam selbst, wenn alle unabhängigen Medien verboten werden? Wenn Internetdienste abgeschaltet werden (passiere ja von russischer Seite), soziale Medien verboten werden, Meinungsfreiheit eigentlich komplett verboten wird und mit 15 Jahren Straflager verhängt wird, man eigentlich nicht mehr ins Ausland reisen kann, Russland verkündet Flugzeuge die dem Land nicht gehören plötzlich verstaatlichen, über tausend tote Soldaten zurück ins Land kommen obwohl es einen Tag vorher hieß es seinen gerade mal 300 tot, westliche Unternehmen ihre Tätigkeiten aussetzen…… dies hinterfragt man nicht? Und denkt es sind IMMER die anderen? 
Ich kann’s mir irgendwie nicht so ganz vorstellen. Aber vielleicht lebt man dort wirklich in einer für uns unvorstellbaren Welt. 🤷🏻‍♂️

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In den russischen Medien spricht man von einem Informationskrieg. Die kritischen Fragen werden zwar lauter, aber noch geht der Großteil der Bevölkerung den Erklärungen auf den Leim. Erklärungen beinhalten unter anderem, dass der Westen mit den Sanktionen Russland im Kampf gegen Feinde schwächen möchte.

vor 21 Minuten schrieb Aero88:

[...]
Ich kann’s mir irgendwie nicht so ganz vorstellen. Aber vielleicht lebt man dort wirklich in einer für uns unvorstellbaren Welt. 🤷🏻‍♂️

Ich könnte es mir selber nicht vorstellen, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte. Bis vor kurzem war manches noch tragisch komisch. Aus heutiger Sicht haben die Eindrücke die die staatliche Medienlandschaft vermittelt hat, einen ganz anderen Beigeschmack.

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Genau zu diesem Thema hat Claus Strunz heute zu einem bemerkenswerten Rundumschlag ausgeholt:

https://youtu.be/VXYOqq4SlIg

Und ja, im Falle des Ukraine-Kriegs, diesem unendlich zornig machen Genozids in Europa, macht Springer bzw Bild einen ganz großen Job. Ohne Ironie. Hätte auch nie gedacht dies mal zu sagen. Alleine dass Ronzheimer nach wie vor aus Kiew berichtet zollt mir immensen Respekt.

 

Zurück zu Strunz: er stellt genau diese Frage, nach dem Aufschrei der hundertausenden, Millionen Russen im Ausland, die ja den Zugang zu allen Quellen haben. Wo ist der? Ich habe auch noch keinen gehört oder gesehen. Stattdessen schwachsinnige Autokorsos pro Russland in Berlin.

 

Daher ist die Frage völlig legitim: ist das nicht mittlerweile Russlands Krieg? 

 

Das Argument "wir wussten von nichts" können wir nicht gelten lassen, wenn wir in 20 Jahren zurückschauen. Bei den hier lebenden Putin-Freunden erst recht und überhaupt far nicht.

 

Vielleicht kennt der eine oder andere folgendes: ich weiss noch ziemlich genau wie ich als Junge meine Oma gefragt hatte "Oma, wie war denn das im Krieg". Sie sagte zu mir "wir wussten dass alles nicht". Und weil es meine geliebte Oma war, hat der kleine enkel es geglaubt. Weil es war ja meine Oma. Und erst Jahre, Jahrzehnte später, als ich einfach nur als Erwachsener diese Geschichte wieder durchdachte, und aus meiner Oma eine einfache deutsche  Zeitzeugin der Nazizeit machte, dämmerte mir, dass es einfach nicht stimmen konnte.

 

Sie war da aber lange tot.

Bearbeitet von Isavind
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vor 1 Stunde schrieb Isavind:

Zurück zu Strunz: er stellt genau diese Frage, nach dem Aufschrei der hundertausenden, Millionen Russen im Ausland, die ja den Zugang zu allen Quellen haben. Wo ist der? Ich habe auch noch keinen gehört oder gesehen. Stattdessen schwachsinnige Autokorsos pro Russland in Berlin.

 

Daher ist die Frage völlig legitim: ist das nicht mittlerweile Russlands Krieg? 

Zumindest diese Vertreter sollten es besser wissen, klarer Fall von gescheiterter, oder verweigerter, Integration. Meist waren in Russland auch keine geachteten Mitglieder der Gesellschaft.

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vor 9 Stunden schrieb Isavind:

Zurück zu Strunz: er stellt genau diese Frage, nach dem Aufschrei der hundertausenden, Millionen Russen im Ausland, die ja den Zugang zu allen Quellen haben. Wo ist der?

 

Ich glaube, man kann das grob mit der Türkei vergleichen... Viele im Ausland lebende Türken verachten Präsident Erdogan... Aber - wer sich laut und öffentlich dazu bekennt, riskiert mit der nächsten Türkei-Reise eine Verhaftung mit Anklage... Es gibt ja sogar eine Telefon-Hotline, bei der Türken in der ganzen Welt von eigenen Landsleuten denunziert werden können... 

 

Wer sich als Russe im Ausland als Putin-Kritiker oder als Kriegsgegner outet, dürfte ein ähnliches Risiko eingehen, vielleicht sogar noch ein höheres - siehe Tiergarten... Und - potentielle Denunzianten dürfte es reichlich viele geben... Zumindest die Einreise nach Russland kommt dann vermutlich fast einem Selbstmord gleich...

 

Die Stimme der Auslandsrussen ist jedoch nicht Entscheidend - die Botschaft muss nach Russland selbst - und die dort (angeblich) wachsenden Umfragewerte zugunsten Putins zeigen offensichtlich den perfiden Erfolg der Propaganda....

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vor einer Stunde schrieb Tschentelmän:

Die Stimme der Auslandsrussen ist jedoch nicht Entscheidend - die Botschaft muss nach Russland selbst - und die dort (angeblich) wachsenden Umfragewerte zugunsten Putins zeigen offensichtlich den perfiden Erfolg der Propaganda....

 

Wobei ich sogar davon ausgehe, dass es nicht der Erfolg der Propaganda ist, sondern die nackte Angst, sich als "Oppositioneller" zu erkennen zu geben.

Denn daran zu glauben, dass die derzeit in Russland verbreitete plumpe Propaganda das bewirken würde, würde auch implizieren, dass die Russen dumm sind. Das sind sie aber sicherlich nicht. Auf meinen dienstlichen und privaten Reisen in Russland habe ich die Menschen als durchaus aufmerksame Beobachter wahrgenommen. 

Wenn jetzt also Reisemöglichkeiten wegfallen, Autos und Mobiltelefone nicht mehr zu kaufen sind, bestimmte Lebensmittel knapp werden, kann man keinem Russen erklären, der böse Westen würde einfach nur so das arme Russland quälen. Denn dass ausländischen Unternehmen in Russland viel Geld verdienen wollen und können, hat dort jeder mitbekommen. Die offiziellen Erklärungen aus Funk und Fernsehen werden also sofort als kompletter Blödsinn entlarvt.

Da aber jeder Russe, und jeder Besucher, der etwas älter als 40 Jahre ist, einfach merkt und sieht, dass die Überwachung in diesem Land noch allgegenwärtig ist, wird jeder mit nur etwas Verstand in der Birne, sehr, sehr vorsichtig sein, wem er was sagt. Wenn also Putins "Umfragewerte" steigen, dann liegt das schlicht daran, dass die überwiegende Zahl der Menschen in Russland schlicht das sagen, was "man von ihnen erwartet", mit Sicherheit aber nicht das, was sie wirklich meinen.

 

Nur die Idioten, die hupend und mit russischen Fahnen und dem Z auf dem Auto durch Berlin gefahren sind, die meinen das so, bzw. wollen uns glauben machen, dass viele der Russen im Ausland das auch glauben.

Ich finde es nur schade, dass man nicht die Personalien der "Demonstranten" festgestellt hat. Denn dann könnte man bei all denen, die mit einem Diplomatenpass hier verweilen, eine Ausweisung binnen 72 Stunden verfügen. Dann wird es etwas leerer in der Russischen Botschaft.  Zudem würde ich mal ernsthaft darüber nachdenken, die 5 Konsulate der Russischen Föderation, in Hamburg, Bonn, Frankfurt, Leipzig und München, erst einmal dicht zu machen und deren Personal nach Russland zu schicken. Denn im Moment, und so wie es aussieht auch in absehbarer Zeit, braucht diese "diplomatischen Vertretungen" echt niemand mehr. Zumindest nicht, wenn er nicht für den FSB oder einen ähnliche Organisation arbeitet.

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vor 12 Stunden schrieb Isavind:

 

Vielleicht kennt der eine oder andere folgendes: ich weiss noch ziemlich genau wie ich als Junge meine Oma gefragt hatte "Oma, wie war denn das im Krieg". Sie sagte zu mir "wir wussten dass alles nicht". Und weil es meine geliebte Oma war, hat der kleine enkel es geglaubt. Weil es war ja meine Oma. Und erst Jahre, Jahrzehnte später, als ich einfach nur als Erwachsener diese Geschichte wieder durchdachte, und aus meiner Oma eine einfache deutsche  Zeitzeugin der Nazizeit machte, dämmerte mir, dass es einfach nicht stimmen konnte.

 

Sie war da aber lange tot.

Grundsätzlich Zustimmung, nur in einem Punkt würde ich dir widersprechen: unsere Omas und Opas hatten zensierte Zeitungen und zensiertes Radio und das war's.

Russen im Jahr 2022 - egal ob in Deutschland oder Russland - haben Zugang zu freien Medien und aus diesem Blickwinkel finde ich die gesamte Entwicklung in Russland fast noch schlimmer als in Nazi-Deutschland.

Es gibt Lügen und es gibt plumpe Lügen und die Lügen der russischen Propaganda sind dermaßen plump, dass ich auch in einem gewissen Maße unterstelle, dass diejenigen, die der Propaganda glauben, es auch glauben wollen. Denn selbst ein Mindestmaß an Verstand und logischem Denken reicht aus um die Propaganda zu entlarven.

 

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vor 4 Stunden schrieb Spie10:

Grundsätzlich Zustimmung, nur in einem Punkt würde ich dir widersprechen: unsere Omas und Opas hatten zensierte Zeitungen und zensiertes Radio und das war's.

Russen im Jahr 2022 - egal ob in Deutschland oder Russland - haben Zugang zu freien Medien und aus diesem Blickwinkel finde ich die gesamte Entwicklung in Russland fast noch schlimmer als in Nazi-Deutschland.

Es gibt Lügen und es gibt plumpe Lügen und die Lügen der russischen Propaganda sind dermaßen plump, dass ich auch in einem gewissen Maße unterstelle, dass diejenigen, die der Propaganda glauben, es auch glauben wollen. Denn selbst ein Mindestmaß an Verstand und logischem Denken reicht aus um die Propaganda zu entlarven.

 

Du hast völlig recht - das wollte ich im Grunde sogar auch damit sagen. Mir KANN heute keiner mehr glaubhaft versichern, dass es unmöglich war, an die "Wahrheit" ranzukommen. Für die im Ausland lebenden Russen erst recht nicht.

Und es ist mir auch zu billig, wenn ein hier lebender Russe nicht zum Protest ansetzt, weil er auch hier Angst vor "Putins Rache" hat. Ich glaube eher (ich gebe zu, es ist eine pauschalierte Unterstellung), dass viel mehr hier lebende Exilrussen dem Kurs Putins folgen und sich auch hier nur mittels russischen Medien informieren.

 

Ich habe auch nie verstanden, warum mein Großonkel, Italiener, bis zu seinem Tod Berlusconi so verehrt hat, obwohl er seit 50 Jahren hier lebte. Aber er hat sich politisch dort auch nie aus seiner Bubble herausbewegt.

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vor 2 Stunden schrieb Isavind:

Ich habe auch nie verstanden, warum mein Großonkel, Italiener, bis zu seinem Tod Berlusconi so verehrt hat, obwohl er seit 50 Jahren hier lebte. Aber er hat sich politisch dort auch nie aus seiner Bubble herausbewegt.

Da dürfte ihr Großonkel nicht allein gewesen sein. Es gibt z.B. auch viele in Deutschland lebende Türken, die Fans von Erdogan sind und eben auch viele hier lebende Russen, die Putin gut finden.

Für alle diese sind ja die wirtschaftlichen Probleme und politische Repression weit weg. Da kann man sich ungestört daran ergötzen, wenn ein Landsmann den starken Mann spielt und den Großkotz heraushängen lässt. Die Folgen tragen ja deren "Untertanen", aber nicht die, die von der Ferne aus zuschauen.

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