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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Der Aktienkurs von LH ist 7 Prozent im Minus und war heute Morgen schon bei 10 Prozent. Offensichtlich traut der Markt der Geschäftsführung nicht zu, auch unbequeme Maßnahmen durchzuboxen. Hoffentlich beweist der Vorstand das Gegenteil. Ich kann zumindest nicht verstehen, warum BA einfach Nägel mit Köpfen macht und LH wieder mit irgendwelchen Kompromissformeln arbeiten möchte, mit der ihr am Ende immer noch die Altverträge, dezentrale Basen und andere Mühlsteine am Hals hängen. Die werden das Unternehmen nach Corona noch teuer zu stehen kommen. Oder um es mit der Bundesregierung zu sagen: Jetzt sollte mal die Bazooka rausgeholt werden, um anschließend für bessere Zeiten gerüstet zu sein.

Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb Leon8499:

dezentrale Basen

LH hat nur noch drei dezentrale Basen: HND, BKK und DEL. In Tokio wurde seit circa 25 Jahren niemand mehr eingestellt und die Tage dieser Basis sind gezählt. Warum jetzt eine Basis in BKK ein Mühlstein am Hals der LH ist, erschließt sich mir nicht, wenn Norwegian beispielsweise extra eine Basis dort aufmacht um Kosten zu sparen.

Der Aktienkurs der Lufthansa AG spiegelt auch nicht nur das Bild bei LH wieder sondern die gesamte Lufthansa Group inklusive EW, OS, WK etc..

Geschrieben
vor 18 Minuten schrieb BWE320:

LH hat nur noch drei dezentrale Basen: HND, BKK und DEL.

 

Ich meinte die dezentralen Crewbasen in Deutschland. Da gibt es meines Wissens nach noch ein paar mehr.

 

vor 4 Minuten schrieb YankeeZulu1:

@Leon8499:Der neueste Kursrutsch hat doch rein gar nichts mit der Personalsituation zu tun, er ist vielmehr allein die Folge der gestern verkündeten weiteren weltweiten Reisewarnung für "Nicht-EU"-Länder.

LH kann nicht wie "irgendein anderes Unternehmen" einfach mit der Sende über die erträge und den Personalbestand gehen; es gibt bei ns eben geltende Vereinbarungen und geltendes Rechtm und darüber hinaus haben die diversen Gewerkschaften, allen voran die VC und die UFO in der Vergangenheit durch Streikma0nahmen (welch bei uns eben legal sind) gezeigt, was geht und was nicht. Das ist für das Utnernehmensergebnis und den Aktienkurs jedes einzelne Mal negativ. Wenn jetz in der Corona-Situation letztendlich aus Unternehmenssicht mehr aus den Verhandlungen geholt werden kann, und der leider erforderliche Personalabbau durchgezogen werden kann, wird dies für den Aktienkurs positive Auswirkungen haben; für die MitarbeiterInnen ist das dagegen teils negativ. Alles hat zwei Seiten. Die Gewerkschaften werden sehen müssen, daß ohne ein folrierendes Unternehmen keine Arbeitsplätze bleiben; hoffentlich begreifen sie dies und handeln danach. Und um abschließend den CEO CS mit einer Aussage anlläßlich einer vergangenen Verhandlungsrunde zu zitieren: "... besser, die LH fliegt eine Zeit nicht, als gar nicht mehr... "

 

 

Dann soll die Gewerkschaft sich doch jetzt dumm und dämlich streiken, aktuell merkt das eh niemand. Die paar Flüge können auch EW, Cityline und Managementpiloten fliegen. Außerdem gab es Maßnahmen wie "Jeder muss sich auf weniger Arbeitsplätze neu bewerben" in Deutschland auch schon bei anderen Unternehmen, habe ich selber in der Familie (mit positivem Ausgang) miterlebt. So ein Schema könnte LH doch auch durchziehen. Außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass es im UK möglich ist, einfach alle zu kicken und neu einzustellen und in Deutschland ist das unter keinen Umständen möglich.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Leon8499:

 

. Außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass es im UK möglich ist, einfach alle zu kicken und neu einzustellen und in Deutschland ist das unter keinen Umständen möglich.

 

Im UK ist das tatsächlich möglich, in Deutschland nicht so ohne weiteres.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Leon8499:

Der Aktienkurs von LH ist 7 Prozent im Minus und war heute Morgen schon bei 10 Prozent. Offensichtlich traut der Markt der Geschäftsführung nicht zu, auch unbequeme Maßnahmen durchzuboxen. Hoffentlich beweist der Vorstand das Gegenteil. Ich kann zumindest nicht verstehen, warum BA einfach Nägel mit Köpfen macht und LH wieder mit irgendwelchen Kompromissformeln arbeiten möchte, mit der ihr am Ende immer noch die Altverträge, dezentrale Basen und andere Mühlsteine am Hals hängen. Die werden das Unternehmen nach Corona noch teuer zu stehen kommen. Oder um es mit der Bundesregierung zu sagen: Jetzt sollte mal die Bazooka rausgeholt werden, um anschließend für bessere Zeiten gerüstet zu sein.

 

Hast du auch mal die Aktienkurse der anderen Airlines betrachtet

Aktuell 13:24:

 

Air France    4.82    -7.84%
EasyJet    8.68    -6.67%
IAG    3.05    -8.13%
Lufthansa    10.33    -7.52%
Ryanair    11.29    -4.73%
TUI    5.08    -7.13%

 

Der Kurs hat also nichts mit LH alleine zu tun.

Geschrieben (bearbeitet)
17 minutes ago, BAVARIA said:

Air France    4.82    -7.84%
EasyJet    8.68    -6.67%
IAG    3.05    -8.13%
Lufthansa    10.33    -7.52%
Ryanair    11.29    -4.73%
TUI    5.08    -7.13%

 

Der Kurs hat also nichts mit LH alleine zu tun.

 

Wenn die LH nicht bald anfängt, kommt die EZB mit dem Gelddrucken in Kürze nicht mehr hinterher. Bei Air Canada, Delta, United, American, BA, Boeing, Airbus, Easyjet, Ryanair, Emirates und Co sind die Entlassungspapiere in zigtausender Ausfertigung schon fertig und die deutsche Politik ist noch ein wenig "erzürnt".... Die haben Humor.

 

 

Bearbeitet von medion
Ergänzung
Geschrieben

Ich sehe gerade auf der bekannte LH Flotteneite das ein halbes Dutzen CRJs mit "to leave fleet" gekennzeichnet sind. Weiss jemand mehr? Werden sie zB mit den 319 der Austrian getauscht? Wandern sie im Konzern oder werden sie verwertet? Gibt es generell eine Ausflottungsentscheidung dazu?

Geschrieben
vor 27 Minuten schrieb oldblueeyes:

Ich sehe gerade auf der bekannte LH Flotteneite das ein halbes Dutzen CRJs mit "to leave fleet" gekennzeichnet sind. Weiss jemand mehr? Werden sie zB mit den 319 der Austrian getauscht? Wandern sie im Konzern oder werden sie verwertet? Gibt es generell eine Ausflottungsentscheidung dazu?

 

Die wurden hier vor ein paar Seiten als zum Verkauf bekannt gegeben. Ich denke also, dass die den Konzern verlassen sollen, wohin auch immer.

Geschrieben

Wie es bei Cityline weitergeht hängt denke ich stark von der Personaleinigung bei LH ab. Generell sollte ja dieses Jahr über Ersatz für A319 und kleiner entschieden werden. Das ist wohl hinfällig. 

Geschrieben

Wäre ich aktivistischer Investor würde ich die LH Gruppe auf die Hauptlinie, Swiss und eine Rumpf EW zusammenstutzen. Austrian und Brüssels weg. Die drei Flotten dann gesundschrumpfen bzgl. Flotte und Personal. Der Konzern ist für seine Größe viel zu komplex strukturiert.

Geschrieben

Na da können ja alle froh sein, dass Du das nicht bist! ;)

 

Du kannst dann auch sicher begründen, warum 5 Airlines bei LH zu komplex, bei FR aber eine gute Idee sind?

Geschrieben
3 hours ago, DennyLong said:

Wäre ich aktivistischer Investor würde ich die LH Gruppe auf die Hauptlinie, Swiss und eine Rumpf EW zusammenstutzen. Austrian und Brüssels weg. Die drei Flotten dann gesundschrumpfen bzgl. Flotte und Personal. Der Konzern ist für seine Größe viel zu komplex strukturiert.

Air Dolomiti löste sich, auch unerklärbare Weise, plötzlich in Luft auf. 

Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb Blablupp:

Wie es bei Cityline weitergeht hängt denke ich stark von der Personaleinigung bei LH ab. Generell sollte ja dieses Jahr über Ersatz für A319 und kleiner entschieden werden. Das ist wohl hinfällig. 

Cityline wäre die ideale Phönix-Gesellschaft falls man zum Schluss kommen sollte, dass eine Insolvenz der Passage als "Bad Airline" sinnvoll wäre. Just sayin'.

Geschrieben
On 6/11/2020 at 1:22 PM, oldblueeyes said:

Ich sehe gerade 

 

Ich erlaube mir, das auch hierhin zu kopieren, weil es "woanders" doch eher ein Schattendasein führt und als Thema einfach sehr wichtig ist:

 

[["oldblueeyes said:

Natürliche Fluktuation sollte schon bei ca 4% der Belegschaft liegen."]]

 

Nehmen wir mal an, die Quote ist so und bleibt auch so.

 

Mit dieser Quote würde die LH aber 550.000 Vollzeitstellen brauchen, um innerhalb eines Jahres 22.000 Vollzeitstellen abbauen zu können. Für Prozentrechnen-Verweigerer: 4 Prozent von 550.000 sind 22.000.

 

Nehmen wir der Einfachheit mal an, Lufthansa hat 100.000 Vollzeitstellen und baut pro Jahr 4.000 durch Fluktuation ab, dann dauern die 22.000 ja über 6 Jahre (der Basiseffekt nimmt eben auch immer weiter ab zwischendurch). Wo liegt mein Denkfehler?

 

Meiner Meinung nach wird es das bestimmende Thema der nächsten Wochen und Monaten sein, viel wichtiger als ob es an Bord jetzt Wasser oder vielleicht auch wieder Kaffee gibt oder ob Miami jetzt zuerst von München oder Frankfurt wieder aufgenommen wird. ODER es hat sich jetzt jeder empört, das Thema verschwindet in der Versenkung, wir kriegen eine deutsche Alitalia und alle außer einer dänischen Frau sind wahrscheinlich zufrieden?

 

Es tut mir für betroffene Airline-Angestellte sehr leid, zyklisch war das Geschäft ja schon immer, so eine Katastrophe war allerdings noch nie da. Übrigens auch für viele andere, die unmittelbar und mittelbar dran hängen, wo ich mich durchaus auch dazu zähle (ich gucke mir meine Umsatzzahlen gar nicht mehr an). Aber ein einfaches Weiter-So wird auf Dauer kaum zu halten sein.

 

Geschrieben
On 6/12/2020 at 2:11 PM, XWB said:

https://www.aero.de/news-35804/Luftwaffe-erhaelt-zwei-A321-ausser-Plan.html

 

Sind das die Maschinen, die bei Group Fleet noch als -EF und -EG stehen? Oder ganz andere? Vielleicht kann ja hier jemand aufklären :) 

 

Aero.de greift hier m.E.n. einen alten Spiegel Artikel auf.

Ja, die Luftwaffe übernimmt 2 neos, aber das sollen wohl ex-TAP A321LRs werden und keine LH. Keine Ahnung, was aus den EF und EG werden :)

Geschrieben

Vielleicht hat der Bund nachträglich gemerkt, dass LRs für ihn sinnvoller sind? Dann hat man eben bei Airbus die nächsten frei gewordenen Lieferpositionen genommen. Unter dem Strich kriegt LH trotzdem zwei A321neo weniger und der Bund zwei mehr.

Geschrieben
1 hour ago, Nosig said:

...und der Bund zwei mehr.

Gefühlt(!) hat der Bund in den letzten Jahren genug Flieger gekauft um im Falle einer LH-Insolvenz mit eigener Flotte eine "neue Lufthansa" zu starten - die Bundeshansa :ph34r:

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb GodBless:

Gefühlt(!) hat der Bund in den letzten Jahren genug Flieger gekauft um im Falle einer LH-Insolvenz mit eigener Flotte eine "neue Lufthansa" zu starten - die Bundeshansa :ph34r:

...vorausgesetzt die Techniksparte wird übernommen.

Geschrieben
40 minutes ago, oldblueeyes said:

...vorausgesetzt die Techniksparte wird übernommen.

 

Die bleibt beim CS und den Rest übernehmen Merz, Spahn und Amti B|

 

Man kann (und darf ja zum Glück) über die Wirtschaft schimpfen wie man will, aber wie sich so die Entscheidungslandschaft verändert hat, ach Gottchen...

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