Guest Jörgi

Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG

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vor 7 Minuten schrieb NCC1701:

Also wenn die Strecke FRA-LEJ für die nächste Zeit ausgesetzt wird und eine ICE (bei ca. 3:20 Fahrzeit) anbietet, dann frage ich mich, warum man beispielsweise nicht Strecken wie FRA-HAJ (ca. 2:30) oder FRA-STR (ca. 2:00) nicht konsequenterweise auch mit ICE anbietet?

 

...NCC1701

Wird doch gemacht? Sowohl HAJ als auch STR sind bereits Airrail Ziele.

Die LH wird hier sicher nicht die Fahrzeit des ICE als Entscheidungsgrundlage nehmen, sondern die Buchungszahlen. Eventuell sind diese ex STR/HAJ besser als ex LEJ. 

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vor 12 Minuten schrieb aib:

Wird doch gemacht? Sowohl HAJ als auch STR sind bereits Airrail Ziele.

Die LH wird hier sicher nicht die Fahrzeit des ICE als Entscheidungsgrundlage nehmen, sondern die Buchungszahlen. Eventuell sind diese ex STR/HAJ besser als ex LEJ. 

Das denke ich auch, es sind viel mehr die Buchungszahlen und der prozentuale Anteil an Umsteigern in FRA als der Punkt zu Punkt Verkehr zwischen den beiden destinationen als die Fahrzeit des ICE respektive Flugzeug auf der Strecke 

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vor 25 Minuten schrieb aib:

Wird doch gemacht? Sowohl HAJ als auch STR sind bereits Airrail Ziele.

Die LH wird hier sicher nicht die Fahrzeit des ICE als Entscheidungsgrundlage nehmen, sondern die Buchungszahlen. Eventuell sind diese ex STR/HAJ besser als ex LEJ. 

Ab ZWS gibt’s oft Schnäppchen, da die Konkurrenz am Flughafen durch TK, BA, KLM und Co. enorm ist.

 

Anders sieht es in LEJ aus. Nur TK als Konkurrent steht dort bereit.
https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/lufthansa-streicht-leipzig-frankfurt-100.html

 

MUC wird stattdessen ausgebaut. Da fehlen aber ein paar Ziele in Afrika oder Südamerika.

 

Sollten irgendwann BA, KLM oder AF Flüge aufnehmen, dann wird auch LH darauf reagieren und wieder nach FRA fliegen.

 

Und wer nicht Zug fahren möchte und Ziele in Afrika oder Südamerika erreichen möchte, dem bleibt nichts anderes übrig als ab DRS zu fliegen.

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vor 1 Stunde schrieb NCC1701:

Also wenn die Strecke FRA-LEJ für die nächste Zeit ausgesetzt wird und eine ICE (bei ca. 3:20 Fahrzeit) anbietet, dann frage ich mich, warum man beispielsweise nicht Strecken wie FRA-HAJ (ca. 2:30) oder FRA-STR (ca. 2:00) nicht konsequenterweise auch mit ICE anbietet?

 

...NCC1701

Weil sowohl in STR als auch in der Nähe von HAJ große Autokonzerne ihren Sitz haben und man dort höchstwahrscheinlich wieder mehr Hoffnung in Sachen „Geschäftsreisen“ hat, als in LEJ. 
Solche Faktoren spielen bei der Entscheidung schon eine nicht unwesentliche Rolle. 

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2 hours ago, NCC1701 said:

Also wenn die Strecke FRA-LEJ für die nächste Zeit ausgesetzt wird und eine ICE (bei ca. 3:20 Fahrzeit) anbietet, dann frage ich mich, warum man beispielsweise nicht Strecken wie FRA-HAJ (ca. 2:30) oder FRA-STR (ca. 2:00) nicht konsequenterweise auch mit ICE anbietet?

 

Weil das Yield-Management eine wichtige Abteilung ist? Wer mit der Bahn fahren will, bitte schön, freies Land, freie Fahrt. Für STR weiß ich den Grund, behalte ihn aber für mich; ist aber auch sehr offensichtlich.

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Der Tonfall wird schärfer:

 

Quote

Der Plan, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, sei angesichts der Entwicklungen im weltweiten Luftverkehr und der Verhandlungen mit den Gewerkschaften auch für Deutschland nicht mehr realistisch, teilte der inzwischen teilverstaatlichte Konzern bei der Vorlage seiner Quartalsbilanz mit.


https://www.tagesschau.de/wirtschaft/lufthansa-stellenabbau-101.html

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Also diese Airrail-Verbindungen sind eigentlich ja nur primär für die Passagiere interessant, die jetzt zB direkt in Hannover oder ganz nah bei wohnen. Wenn ich eh mit dem Zug oder dem Auto zum Airport (oder eben dem Hauptbanhof) muss, weil ich eben weiter weg wohne, dann kann ich entweder gleich Rail and Fly buchen oder mit einer anderen Gesellschaft, zB KLM via Amsterdam, fliegen. 

Wenn ich das richtig verstanden habe, gehen die Airrail-Verbindungen auch nur bis zum Hauptbahnhof, also ein Weg direkt ab HAJ fliegen und ein Weg am Hauptbahnhof ankommen ist dann auch doof, wenn mein Auto am Flughafen steht. dass kostet in Hannover dann beispielsweise wieder viel Extra-Zeit (und ggf extra Geld für das Ticket zum Flughafen). 

Was ich damit sagen will: Das Angebot ist nicht für alle gleich geeignet, als Ergänzung für eine bestimmte Personengruppe okay, aber auf Flugverbindungen nach FRA ganz zu verzichten wäre mMn unklug.

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AirRail hat im Gegensatz zum Rail&Fly den Vorteil, dass Zugverspätungen abgesichert sind und auch eine Sitzplatzreserviert bereits enthalten ist. Du kannst natürlich auch eine Multistopp-Verbindung buchen (bspw. ZWS-FRA-MUC-FRA-STR), dort akzeptierst du dann aber auch, dass dein Auto weiterhin am Ausgangsort steht ;) Jeder der Bahnhöfe hat extra einen eigenen IATA-Code, damit auch deutlich erkennbar ist, dass nicht der Flughafen HAJ, sondern der Hbf gemeint ist ^_^

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Ja, dass das an den Codes erkennbar ist, ist klar. Und du hast Recht, die Absicherung ist ein echter Vorteil im Gegensatz zum Rail und Fly Ticket. Aber auch dann müsste ich pünktlich am Bahnhof sein, um den Airrail zu erreichen.

Um am Beispiel Hannover zu bleiben: Ich wohne ca 90 km von Hannover entfernt, müsste also zunächst einmal diese Strecke mit Auto oder Bahn zurücklegen. Wenn ich dann erst wieder in den Zug steigen muss, um nach Frankfurt zu fahren um dort den Flieger zu nehmen, könnte das sehr unpraktisch sein und ich könnte besser über ein anderes europäisches Drehkreuz (Amsterdam, Paris, London, etc) direkt ab HAJ fliegen. Also für Hannoveraner ist das Angebot sicher gut, für alle anderen nur mit Einschränkungen zu genießen.

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Soso, zwischen der Bundesregierung und Lufthansa gibt es neue Spannungen, berichtet Spiegel Online. Grund soll sein, dass noch nicht alle Kundengelder aus abgesagten Flügen im Zusammenhang mit der Pandemie erstattet worden sind. 

Der Staatsminister wird wie folgt zitiert: 

 

Zitat

"Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Lufthansa trotz der massiven staatlichen Hilfen ihren gesetzlichen Verpflichtungen bislang nicht nachkommt und den Kunden ihre Gelder nicht unverzüglich zurückzahlt", so Nußbaum. Der Staatssekretär mahnte, es gehe um eine "Frage des Vertrauens". Schon bei den Verhandlungen über das Hilfspaket habe man über dieses Thema gesprochen, der Bundesregierung sei eine schnelle Erstattung "sehr wichtig", so Nußbaum.

 

Das Luftfahrtbundesamt plant laut Spiegel Online, eine Bußgeld gegen die Lufthansa zu verhängen.

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Ein Signal? Mehr eher nicht. Aber es steht für eine Krisenbewältigung, die nach außen ein Signal der momentanen Lähmung und Unfähigkeit vermittelt statt Aufbruch und Neuaufstellung?

Wo man verzweifelt Ideen aus Vor-Corona-Zeiten wie Ocean durchzuziehen versucht, als in kleinen Einheiten den Markt mit dem vorhandenen und zweifelsfrei vorhandenem Know How aktiv und vor allem schnell neu anzugehen?

Edited by emdebo

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vor 10 Stunden schrieb emdebo:

Ein Signal? Mehr eher nicht. Aber es steht für eine Krisenbewältigung, die nach außen ein Signal der momentanen Lähmung und Unfähigkeit vermittelt statt Aufbruch und Neuaufstellung?

Wo man verzweifelt Ideen aus Vor-Corona-Zeiten wie Ocean durchzuziehen versucht, als in kleinen Einheiten den Markt mit dem vorhandenen und zweifelsfrei vorhandenem Know How aktiv und vor allem schnell neu anzugehen?

tja, wenn man dennso könnte wie man (vllt) wollte. Ich lese immer wieder, was LH machen könnte oder sollte, aber leider wird dabie oft vergessen, was LH zB auf Grund der tarifvertraglichen Altlasten eben nicht kann. Und die "Fehler" der Vergangenheit, sprich: bei der Privatisierung, und auch die Folgen der quasi ewig anhaltenden Abschlüsse und Vereinbarugnen aus den sog. Guten Zeiten, verursacht von eher weniger guten Vorständen...das kann man nich gerade mal so abschütteln.

Glaub mir, die heutige Unternehmens-(Konzern-)führung weiss schon, was gut wäre...

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vor 34 Minuten schrieb YankeeZulu1:

 

Glaub mir, die heutige Unternehmens-(Konzern-)führung weiss schon, was gut wäre...

 

Kann sein, hat man bei Alitalia und etlichen anderen Pleite-Airlines wahrscheinlich auch gewusst. Entziehen sich die Mitarbeiter einer Lösung in Form radikaler Schnitte, dann ist der Weg vorgezeichnet. Nach unten kann nicht sagen, unten ist man schon.

Derzeit sieht es so aus, als ob die Bundesregierung bei der LH ein gigantisches Steuerversenkungsprogrammm gestartet hat.

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Es war schon immer so und wird auch immer so bleiben, dass LH polarisiert, alleine schon dadurch macht sie irgendetwas richtig.

 

Wo jetzt Steuergelder versenkt werden oder nicht, auch dazu waren "Wir" bisher immer konträrer Meinung, je nachdem was halt gerade so für einen persönlich passt.

 

Vielleicht erweist es sich ja nochmal als Vorteil, eine "nationale" Fluggesellschaft zu haben, vielleicht aber auch nicht. Es geht natürlich auch, dass man alles der 'bestgeführten' Airline der Welt überlässt (Delta), oder doch dem Golf oder doch BA, trotz Bäh-Brexit (in Heathrow ist ja wieder Platz ohne Ende und ohne Verstager-Slots gehts vielleicht besser.... (?)). Man weiß es halt nicht.

 

Ob jetzt irgendwer vor Corona größer, umsatzsatzstärker, mehr Börsenbewertung, mehr Tonnenkilometer oder sonstwas hatte, ist doch völlig egal. Und jetzt geht die LH mit dem "Steuergeld" (ein Großteil ist übrigens ein völlig überteuerter Kredit, das Geld wird ja einfach nur neu gedruckt, wobei bei Buchgeld noch nichtmal was gedruckt werden muss...) vorsichtig um im Sinne von vorsichtiger Wiederbetriebsaufsaufnahme und schon melden sich die nächsten "Diskuttanten"....

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Der Punkt ist, dass LH jetzt tragfähige Strukturen für den künftigen Markt braucht und schnell entwickeln muss. Man darf keiner Rückwärts-Fiktion nachhängen, wie man es gestern gerne gehabt hätte. 

Deshalb steht -wie bei allen Airlines- ein größerer Umbau an. Dessen Folgen kann man mildern aber ihn aufhalten zu wollen, wäre langfristig das Aus. Da müssen alle bei LH mitmachen. Nochmal solche Streitereien kann man sich nicht leisten.

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Alle Airlines haben jetzt die "Chance" eines Neudesigns ihrer Geschäftsmodelle, Strukturen etc.

 

Deshalb werden auch so konsequent Teilflotten komplett wegrationalisiert, Strukturen überdacht und neu dimensioniert etc.

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Mod-Hinweis:

 

Ich habe den Thread bereinigt.

 

Da subtile Hinweise offensichtlich bei den gegenwärtigen Temperaturen fruchtlos sind, hier jetzt die exakte Ansage!

 

Der Thread trägt den Titel "Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG".

Wer dazu was beizutragen hat, möge das hier tun.

 

Wer mit aller Gewalt Statistiken, über Airlines, Flughäfen, oder was auch immer, austauschen möchte, der möge das an anderer Stelle tun.

Wem das ab jetzt immer noch schwer fällt, dem werde ich dabei helfen, in dem ich ihn für 3 Tage von der Last, überhaupt etwas schreiben zu müssen, befreien werde.

 

Und wer dieses Posting kommentieren möchte, der möge das im dafür gedachten Unterforum machen.

https://forum.airliners.de/forum/3-infos-meinungen-amp-anregungen-zu-airlinersde/

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Ich hätte nicht mit gerechnet, dass wir so lange mit Corona rumhampeln. Für mich zeichnet sich schon jetzt ab, dass ein Insolvenz in Eigenverwaltung für LH besser gewesen wäre.

 

Im Rahmen einer Restrukturierung hätte man sich tariflicher Altlasten entledigen können, sich auf der Personalkostenseite günstig aufstellen können. Die komplizierte Struktur hätte man in diesem Zuge auch viel leichter auflösen können. Brussels und Austrian hätte man loswerden, bzw. abgeben können und aus dem ein- oder anderen Leasingvertrag leichter rausgekommen. Die Tickets hätte man auch nicht erstatten müssen - da hätte die Regierung dann retten können.

 

So wird man nach Corona da stehen, wo man vorher schon war nur mit weniger Geld in der Kasse.

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Das Aufräumen muss man schon selber leisten. Man hat den Laden über Jahre bewusst kompliziert gemacht und das muss nun eben wieder zurückgeschraubt werden. Da ist auch viel Unternehmensberatertum dabei von Leuten, die an dieser Komplexität verdienen. Sonst würde man den Laden schlank und übersichtlich aufstellen. Die ultra-kleinteilige Flotte ist auch so ein Thema. Kurz vor Air France.

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vor einer Stunde schrieb Nosig:

Da ist auch viel Unternehmensberatertum dabei von Leuten, die an dieser Komplexität verdienen. Sonst würde man den Laden schlank und übersichtlich aufstellen.


Strategie- oder Prozess-Berater beraten. Nicht mehr, nicht weniger. Berater sind nicht verantwortlich für Entscheidungen und werden dafür auch nicht bezahlt (Ausnahmen: z.B. Expertenberater wie Juristen oder Notare). 
 

Daher sind Berater nicht dafür verantwortlich dafür, dass der Laden nicht “schlank und übersichtlich” ist. Es sind LH Manager, die für diese Verantwortung bezahlt werden.

 

Im Übrigen glaube ich auch nicht, dass Berater stets oder regelmäßig unnötige Komplexität oder Waste propagieren. Auch wenn das ein gängiges Vorurteil von vielen ist. 

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vor 3 Stunden schrieb jaydee:

Strategie- oder Prozess-Berater beraten. Nicht mehr, nicht weniger. Berater sind nicht verantwortlich für Entscheidungen und werden dafür auch nicht bezahlt (Ausnahmen: z.B. Expertenberater wie Juristen oder Notare).

Das ist ja das Schlimme.

Es hat sich in den letzten Jahren im Management festiert Berater einzukaufen und deren Vorschläge dann überwiegend umzusetzen.

Führen die Massnahmen zum Erfolg hat das Management alles richtig gemacht.

Waren die Massnahmen nicht erfolgreich, kommt die Ansage, dass "man" sich mit eigenen Massnahmen nicht sicher war und extra Berater zugezogen hat und wenn deren Vorschläge kein Erfolg gebracht haben, was hätte das Management dann besser machen können.

 

Nachtrag:

Aus dem Spiegel Kompromiss um Sparbeiträge droht zu platzen

 

...NCC1701

Edited by NCC1701

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Am 9.8.2020 um 17:57 schrieb medion:

Und jetzt geht die LH mit dem "Steuergeld" (ein Großteil ist übrigens ein völlig überteuerter Kredit, das Geld wird ja einfach nur neu gedruckt, wobei bei Buchgeld noch nichtmal was gedruckt werden muss...) vorsichtig um im Sinne von vorsichtiger Wiederbetriebsaufsaufnahme und schon melden sich die nächsten "Diskuttanten"....

 

Der Kredit ist nicht zu teuer, sonst wäre der Handlungsdruck größer. Ist wieder mal blöd gelaufen, eine Kreditzusage in Höhe von 9 Mrd. vor Abschluss von Sanierungsmaßnahmen ist dilettantisch.

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vor 29 Minuten schrieb Realo:

ine Kreditzusage in Höhe von 9 Mrd. vor Abschluss von Sanierungsmaßnahmen ist dilettantisch.

Wie stellst du dir das vor? Glaubst du etwa, dass das SPD geführte Wirtschafts- und Arbeitsministerium sagt "die LH wird nur gerettet, wenn die Gewerkschaften dem Management entgegen kommen und Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sind"? Das passt nicht in deren "Bild". Und andersrum - was soll das Management machen, es gibt nun einmal sowas wie betriebliche Mitbestimmung, sie können der Politik keine Versprechungen machen, die sie nicht durchkriegen.

 

Allerdings verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht, wo es gerade (MAL WIEDER !!!) hakt. Die VC hatte doch sehr medienwirksam Einsparungen angeboten, mit UFO hatte man sich sogar geeinigt. Jetzt hängt es wieder an irgendwelchen Mitgliedern. Ich verstehe davon auch jeden einzelnen und ich meine das gar nicht wertend. Wer verzichtet jetzt schon auf Geld und guckt dabei zu, wie ggf. eine andere Spatengewerkschaft ohne Verzicht durchkommt. Aber das kann man dem Management jetzt eigentlich nicht vorwerfen. Dass die überall nach Einsparungen suchen müssen ist ja klar.

 

Und da sind wir wieder indirekt bei der Zinshöhe. Auf der einen Seite musste die LH die Konditionen mangels Alternativen schlucken und ich verstehe die auch Argumentation, dass 9 Mrd. natürlich einen Risikoaufschlag rechtfertigen. Andererseits müssen für die dadurch entstehende Zinslast natürlich irgendwo Kosten gesenkt werden. Da hat die Regierung indirekt nicht sehr arbeitnehmerfreundlich entschieden, so dass Medions Aussage teile.

Andererseits um auf diesen Analysten-Kommentar einzugehen: Hier sieht man ja auch den Grund für die Komplexität, die die LH eingeht bzw glaubt eingehen zu müssen. Natürlich wär ein AOC pro Land viel einfacher, andererseits bekommt man gegen die Gewerkschaften überhaupt nichts durch. Selbst in einer existenziellen Krise nicht. Da zu sagen, dass eine neue Marke ohne die "üblichen Verdächtigen" gestartet werden soll kann ich schon nachvollziehen. Und das beziehe ich gar nicht nur auf den "Kampf gegen Gewerkschaften" - auch wenn man sieht, wie sich die Konkurrenz zzt. aufstellt, wo bspw. BA fünfstellig Crews entlässt und für viel weniger Geld wieder einstellt, FR die Kosten im zweistelligen Prozentbereich senkt, DE sich günstiger aufstellt usw - da nicht zu versuchen mitzugehen (also auch günstiger zu werden) wäre ja auch "fahrlässig". Geht es innerhalb der DLH nicht, so muss man es halt "neu" machen, es wird irgendwo mal errechnet gewesen sein, was auf der einen Seite mehr Komplexität kostet, aber ab wie viel Prozent weniger Personalkosten sich dies lohnt. 

Als der Markt ein Arbeitnehmermarkt war hatte man eine schlechte Verhandlungsposition und hat große Zugeständnisse gemacht. Jetzt im Arbeitgebermarkt mit zu vielen Crews ähnliches zu versuchen ist ja fast nur konsequent. Ich bin ja auch kein Freund von Komplexität, aber ein AOC pro Marke (wenn aus dem Ocean Projekt denn eine eigene Marke wird) finde ich noch ok. Aber pro Marke 3-4 wie es bei EW zwischenzeitlich war, das ist natürlich quatsch.

Edited by d@ni!3l

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