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Aktuelles zur Swiss


TobiBER

Empfohlene Beiträge

damit kämen wir ja wieder auf SR Niveau ? aber ich glaube vor der 350 nimmt die 330 neo Einzug um den Rest der 343 abzulösen. 

( persönliche Meinung will hier nichts vorwegnehmen was die restlichen 343 angeht ) 

Schätze da auf 3&3 letztlich 3 weitere T7 für die wirklich langen Strecken mit 12 schafft man das, die anderen kann man beruhigt mit der 333 betreiben. 

Bearbeitet von flyer1974
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Auch Statuskunden sind nicht vor Rausschmiss geschützt wenn sie zu viel klagen:

 

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/klage-den-usa-swiss-schmeisst-vielflieger-raus-813114

 

 

Wenn es wirklich so ist wie in dem Artikel beschrieben, dann wird die Lufthansa dieses Verfahren wohl verlieren. Man darf nicht mehr mit der Fluggesellschaft fliegen weil man zu oft sein Recht auf Entschädigung für Flugverspätungen oder beschädigtes / zu spät angekommenes Gepäck erstreiten musste? Würde die Lufthansa die Entschädigung einfach zahlen anstatt versuchen das Ganze auszusitzen bis der Geschädigte die Lust verliert wäre es doch erst gar nicht dazu gekommen.

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Wenn es wirklich so ist wie in dem Artikel beschrieben, dann wird die Lufthansa dieses Verfahren wohl verlieren.

 

Genau das ist der entscheidende Satz. Bei der Menge an Klagen scheint mir, daß es sich um einen Querulanten handelt. Aus dem Artikel geht auch nicht hervor, wieviele Klagen er verloren hat und warum; wir haben auch nur seine Version in dem Artikel. 

Grundsätzlich stellt sich aber die Frage, ob es eine uneingeschränkte Beförderungspflicht gibt? In Deutschland meines Wissens nicht. In USA kann das aber anders entschieden worden sein.

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Äh Rechtsbegriffe in Deutschland sind vorallem etwas anderes als in der angelsächischen Rechtstradition USA, wo Rechtsbegriffe sehr absolut sind.

In Deutschland gibt es tatsächlich eine Beförderungspflicht für alle Anbieter von öffentlichen Verkehrsdienstleistern, wie Linienbusse, Taxis und Bahngesellschaften (ich bin mir nicht sicher ob dies auch für die Schifffahrt - und das deutsche Luftverkehrsrecht ist eng an diese angelehnt worden - gilt). Aber in deutschen Rechtssystem gibt es immer einen Ermessensspielraum, selbst wenn Ausnahmen nicht explizit im Gesetz oder einer dazugehörigen Verordnung verankert sind. Begriffe wie Verhältnismäßigkeit, Zumutbarkeit, gesunder Menschenverstand oder Geringfügigkeit haben die meisten von uns in Zusammenhang mit Urteilen der Justiz schon gehört. Sie sind sehr zentrale Begriffe für die Anwendung des Rechts.

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, findet nicht nur im angelsächischen sondern auch im deutschen Rechtssystem, eine Rechtsschreibung durch Rechtssprechung statt, auch wenn es dabei in Deutschland eher um die Feinjustierung und in den USA oft um die Grundsätze geht.

Weswegen sich der Vielflieger und Swiss/Luftansa jetzt streiten wird mir aus dem Artikel allerdings nicht wirklich klar. Wahrscheinlich aber wird sich Swiss/Lufthansa bei diesem Passagier am ehesten auf den Begriff der Zumutbarkeit juristisch berufen. Vereinfacht gesagt, das Unternehmen kann es -trotz Beförderungspflicht- als unzumutbar empfinden, einen Passagier zu befördern, der stockbetrunken ist, der Mitreisende (Frauen z.B. sexuell) oder die Crew belästigt, der die Hygiene/Gesundheit der anderen Fluggäste gefährdet (z. B. weil er sich eingekotet oder eine offene TB hat) etc.

Urteilen kann man da nur, wenn man die Details kennt. Hat der Passagier die Mitarbeiter vom Gepäckservice z.B. wiederholt öffentlich schwer beleidigt oder tätlich angegriffen, könnte Swiss Lufthansa einen solchen Prozeß in Deutschland durchaus gewinnen, auch wenn sein Gepäck mehrfach beschädigt wurde (>Zumutbarkeit/Verhältnismäßigkeit).

Bearbeitet von jumpseat
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Er klagt auf weitere Beförderung. Und da kommt es sehr darauf an, ob es solche Entscheidungen in USA schon mal gab, da er vor einem Bezirksgericht in New York Klage erhoben hat. Die Beförderungspflicht in Deutschland im ÖPNV schließt die Airlines wohl nicht mit ein. Ich finde aber keine Hinweise auf Entscheidungen deutscher Gerichte in solchen Fällen. Ansonsten hast Du das sehr ausführlich erklärt.

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Richtiges Stichwort dürfte eher "Kontrahierungszwang" vs. "Privatautonomie" sein. Wie bei der Straßenbahn, auch wenn schon in Frage stehen könnte, in wie weit sowas in der Luftfahrt bestehen kann. Hat jemand eine gesetzliche Regelung parat? Wenn ich mich in der Straba daneben benehme, kann ich evtl trotzdem ausgeschlossen werden und muss halt das Taxi nehmen. Die Vorgeschichte hier könnte also gut von Bedeutung sein.

Bearbeitet von markusmint
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Danke Flotte,

ich hatte Jura nur ein paar Semester als Nebenfach und das ist 20 Jahre her. Meine Textsammlung ist entsprechend rudimentär, aber wir hatten das Thema mal in einer Vorlesung durchgenommen. Daher hatte ich die vage Einschätzung, dass es auch im dt. Luftverkehrsrecht eine Beförderungspflicht geben müsste.

Bearbeitet von jumpseat
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Unabhängig von der werthaltigkeit der Klage und der Erfolgsaussichten, finde ich es interessant, dass ein halbes Jahr nach Klageerhebung darüber berichtet wird. 

 

Inhaltlich tendiere ich nachdem ich die Klage und Antrag auf Klageabweisung gelesen habe, dazu dass die Klage unbegründet ist und abgewiesen werden sollte, auch wenn es eher technisch ist, u.a. Fristablauf, Nicht-Anwendbarkeit von Statuten.

 

Auch nach deutschem Recht tendiere ich hier dazu, die Freiheit einen Vertrag nicht abzuschließen, höher einzustufen, als die Beförderungspflicht nach LuftVG. Es gibt genug alternative Reisemöglichkeiten. 

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Da sich das Verfahren nicht in deutschem Rechtsraum abspielt, helfen uns auch deutsche Rechtsnormen nicht weiter. Ansonsten schließe ich mich dem an, was OWH geschrieben hat.

Gibt es denn keine allgemeine Regeln, z.B. durch die IATA, die für die Luftfahrt Staaten übergreifend gelten?

Ich meine mich zu erinnern, dass ein Pax Beförderungsverbot durch die DLH erhalten hat, weil er sich durch die Lounges schmarotzte oder so etwas ähnliches.

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Gibt es denn keine allgemeine Regeln, z.B. durch die IATA, die für die Luftfahrt Staaten übergreifend gelten?

Ich meine mich zu erinnern, dass ein Pax Beförderungsverbot durch die DLH erhalten hat, weil er sich durch die Lounges schmarotzte oder so etwas ähnliches.

 

Hier Artkel 27 Montrealer Übereinkommen... :)

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Da sich das Verfahren nicht in deutschem Rechtsraum abspielt, helfen uns auch deutsche Rechtsnormen nicht weiter. Ansonsten schließe ich mich dem an, was OWH geschrieben hat.

Wie sieht es in einem solchen Fall aus, wenn die Person in USA den Prozess gewinnt, die LH ihn wegen "Unzumutbarkeit" weiterhin nicht befördern will, weil sie dies durch deutsches Recht (mal angenommen) gedeckt sieht? Jeder Flug aus USA mit LH, LX oder OS führt ja schließlich raus aus dem Einflussgebiet US-Amerikanischer Richter...

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Hier Artkel 27 Montrealer Übereinkommen... :)

 

So hatte ich mir das auch gedacht. Der Text überläßt es der Airline, zu handeln, wie es ihr beliebt.

Wie sieht es in einem solchen Fall aus, wenn die Person in USA den Prozess gewinnt, die LH ihn wegen "Unzumutbarkeit" weiterhin nicht befördern will, weil sie dies durch deutsches Recht (mal angenommen) gedeckt sieht? Jeder Flug aus USA mit LH, LX oder OS führt ja schließlich raus aus dem Einflussgebiet US-Amerikanischer Richter...

 

Gute Frage. Im Zweifelsfall landet der Streit dann irgendwann beim Internationalen Gerichtshof (nicht Internationaler Strafgerichtshof) in Den Haag. Mahlzeit. :)

Bearbeitet von aaspere
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Warum so hoch hängen? Wenn, und das ist hier ein großes Wenn, der Gute den Prozess in allen Instanzen gewinnen sollte, liegt am Ende ein vollstreckbares Urteil vor, dass aus Vermögenswerten der Lufthansa in den USA vollstreckt werden kann, sowas passiert regelmässig, siehe zur Zeit Yukos.

 

[ja, man soll einen text immer zu ende lesen.]

Bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
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