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Aktuelles zu Etihad

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Um mal noch nen zusätzlichen Aspekt einzuwerfen: Es ist auch möglich, dass Cockpit/Purser in der Zwischenzeit mit MedAire kommuniziert haben, um abzusichern, dass das, was die drei "Ärzte" (konnte man ja schlecht 100% überprüfen ob es welche sind) da auch korrekt ist.

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Um mal noch nen zusätzlichen Aspekt einzuwerfen: Es ist auch möglich, dass Cockpit/Purser in der Zwischenzeit mit MedAire kommuniziert haben, um abzusichern, dass das, was die drei "Ärzte" (konnte man ja schlecht 100% überprüfen ob es welche sind) da auch korrekt ist.

 

Das ist eigentlich das, was ich dachte geschrieben zu haben. ;)

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N'Abend!

 

Das diese Aussage den Ärzten gegenüber gefallen sein könnte kann und will ich nicht bestreiten.

Nur glaube ich deren Wahrheitsgehalt eben nicht!

 

Ich auch nicht.
 

Nur stellen wir uns die Situation doch einmal vor.

Da kollabiert ein Passagier. Drei Leute kümmern sich um ihn, alle sagen sie seien Ärzte.

Soll der (die) Purser die jetzt dort weg holen, damit sie ihm / ihr nachweisen, dass sie wirklich Ärzte sind? Wohl kaum!

Ergo wird eine Abstimmung zwischen Kabine und Cockpit, ggf. zwischen Cockpit undAirline erfolgen, wie zu verfahren ist.

Das kann aber dauern!

Und in der Zwischenzeit wird irgend jemand vom Kabinenpersonal die Kommunikation mit den Helfern übernehmen. Wie qualifiziert und informiert der oder die auch immer sein mag.

 

Die Dame hat nach einem Blutdruckmessgerät und einem Pulsoxymeter gefragt. Um das sicher bedienen zu können muss man kein Arzt sein, dass kann jeder 12jährige, dem man mal gezeigt hat, wie es geht. Und selbst wenn man es falsch macht, macht man nichts kaputt. Wenn man also wirklich Blutdruckmessgerät und Pulsoxymeter nur an Ärzte ausgibt, dann sollte man mal überlegen, ob die Policy so richtig ist.

Und während der (irgendwie qualifizierte) Ersthelfer Blutdruck und Sauerstoffsättigung misst kann man parallel abklären, ob es irgendwie klug oder angebracht wäre, ihm auch die Supra-Ampullen anzuvertrauen (so denn vorhanden).

 

Habe die Ehre,

Dash8-400

Edited by Dash8-400

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In Deutschland ist unterlassene oder behinderte Hilfeleistung eine Straftat. Das wäre in der Tat eine heikle Zwickmühle die Legitimation eines Arztes vor Ort prüfen zu müssen, bevor man das Medi-Kit aushändigt. Welche Mediziner haben schon ihre Zulassungsbescheinigung dabei? Wer an Bord hat schon die Befähigung das fundiert zu Beurteilen. Merkwürdig solch unpraktikable Regelung zu praktizieren.

 

Bei Hanses wird man noch beim Boarding gefragt ob man Arzt ist, wenn ein akademischer Grad beim Buchen angegeben wurde. Dies taucht dann auch auf der Pax-Liste auf. Eine Bescheinigung hat man dabei noch nie verlangt.

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In DE könnte der 323c StGB greifen, aber deswegen sollte man die Crew hier nicht in Frage stellen.

Bei allen Airlines gehören first aid, sowie firefighting pflichtmäßig zum Standartprogramm, aber das eigentliche, wie Abläufe, Service usw.

ist eher das worauf es ankommt, geniesst in Ausbildung und Training einen wesentlich höheren Stellenwert.

 

Schön wenn jemand auch in einer solchen Situation perfekt handelt, aber bei Stress usw. können auch Fehler passieren, und hier

möchte ich niemals Vorsatz unterstellen.

Aus der eigenen Erfahrung, und das lernen cabincrews auch, wie geht man mit brennenden Lipos um ( Laptop ). 

Ich würde wetten trotz Vorbereitung auf diesen Fall, würden 1/3 der crews genau das falsche machen.

 

Kann man ihnen deswegen einen Vorwurf machen ? bisher hatten sie diesbezüglich nur einen 5 Minuten Video, im besten Fall

mal einen brennenden Lipo im Hof gesehen.

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wiederum, zumindest nach deutschem Recht wäre man abgesichert gegen Fehler, wobei dieses Recht ist auch am kippen. es findet sich ein Anwalt der aus "in guter Absicht fahrlässig falsch gehandelt, ein " in guter Absicht nicht in Abwägung der Umstände und des Wissens grob fahrlässig falsch gehandelt hat ....

Fragwürdig ?

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ein Richter, Passagier an Bord,  hat bei der Staatsanwaltschaft in Berlin Strafanzeige wegen des Verdachtes der Körperverletzung  sowie fahrlässiger Tötung gegen " die vier Piloten und Flugbegleiter " des Fluges EY xx gestellt.

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Welche Mediziner haben schon ihre Zulassungsbescheinigung dabei?

Nun die Mediziner, die ich kenne haben ihren Arztausweis bei sich.

Mit dem bekommen sie nämlich auch in jeder Apotheke verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept.

Der Ausweis wird in Deutschland mit der Aprobation durch die Ärztekammer ausgegeben.

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Nun die Mediziner, die ich kenne haben ihren Arztausweis bei sich.

Mit dem bekommen sie nämlich auch in jeder Apotheke verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept.

Der Ausweis wird in Deutschland mit der Aprobation durch die Ärztekammer ausgegeben.

 

Ganz ehrlich-offene Frage eine unwissenden Nicht-Mediziners:

 

Wie ist derartiges in anderen Ländern geregelt?

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Die meisten haben ihn, aber er kostet, daher gibt es auch welche die ihn nicht haben. 

 

Nicht den Papierausweis (gerne auch als Akademiker-Schülerausweis bezeichnet) mit dem "neuen" elektronischen Ausweis verwechseln.

Letzterer kostet auch nur bei einigen Ärztekammern etwas, andere betrachten es als inkludierte Leistung im zu zahlenden Kammerbeitrag. (Es lebe der Föderalismus!)

Wie ist derartiges in anderen Ländern geregelt?

 

Ich nehme an irgendwie ähnlich.

Denn in diversen Urlauben war es bisher immer möglich mit dem Ausweis (der ja mehrsprachig ist) an Medis heranzukommen.

Das gilt natürlich nicht für Betäubungsmittel, denn das geht auch in Deutschland nur mit einer zusätzlichen Berechtigung nach BTM-Gesetz oder mit Rezept eines entsprechend berechtigten Arztes.

 

Allerdings habe ich aus persönlichen Gründen natürlich nur Einblick in die deutsche Szene. 

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Bei einem akuten Herzproblem helfen zwar beide Messgeräte dabei den IST Zustand zu erfassen, aber therapieren kann ich ihn damit noch lange nicht.

 

Sind denn reanimationsunterstützende Medis in einem solchem Kit?

Zusätzlich zu diesem Ärzte Kit hat jedes LH Flugzeug einen Defibrillator an Bord. Wie sieht das eigentlich bei Etihad oder anderen Airlines aus? Gibt es da irgendwelche gesetzlichen Auflagen?

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Gesetzliche Auflagen variieren von Land zu Land. Laut Medical Manual der IATA ist es z.B. in den USA pflicht. In Deutschland glaube ich gibt es diese Vorschrift nicht. Zumindest bei Langstreckenflügen sind AEDs aber wohl inzwischen eh Standard.

 

Airlinetest.com hat mal eine Umfrage dazu bei diversen Fluglinien gemacht. Diese ist allerdings von 2004 von daher fehlen einige große Airlines (z.B. auch Etihad), während andere inzwischen vom Markt verschwunden sind.

Link: http://www.airlinetest.com/airlines/airlinestatements/erste-hilfe.html

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Zusätzlich zu diesem Ärzte Kit hat jedes LH Flugzeug einen Defibrillator an Bord. Wie sieht das eigentlich bei Etihad oder anderen Airlines aus? Gibt es da irgendwelche gesetzlichen Auflagen?

 

Lt. einer älteren Angabe der Presse-Abteilung von Air Berlin:

 

Dort wurden bereits 2002 alle Kurz- und Mittelstreckenmaschinen mit „Defis” ausgestattet. Auf Langstreckenflügen sind sogar zwei Defibrillatoren mit an Bord. Dasselbe gilt für die österreichische Tochter NIKI. Besonders hervorzuheben: Die Geräte können nicht nur im „worst case”, also beim bereits eingetretenen Kreislaufstillstand, wirksam zum Einsatz kommen, denn die mitgeführten „Defis” erlauben als zusätzliche Option auch die Überwachung der Herztätigkeit im Rahmen eines klassischen EKG-Monitorings sowie weiterer Vitalwerte.

 

 

Ich gehe mal davon aus, dass dies so oder so ähnlich bei allen europäischen Airlines zur Grundausstattung gehören wird.

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Den Presseberichten nach wurde vom Kabinenpersonal nach Ärzten an Bord gefragt, woraufhin sich drei Ärzte gemeldet haben. Was soll eine solche Nachfrage, wenn man die auf diese Weise identifizierten Ärzte dann nicht an den Patienten ranlässt bzw. Sorgen bzgl. der fachlichen Legitimation der Ärzte hat. Dann kann man sich das Ausrufen auch direkt sparen. Stehen also drei voll ausgebildete Ärzte neben dem Patienten und müssen tatenlos zuschauen, wie sich ein paar medizinische Amateure des Kabinenpersonals an einem Sterbenden abmühen....

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Die Frage die sich hier stellt ist aber die Legitimation der Person die sich als Arzt melden. Ich stelle mal die Hypothese auf, dass sich der Arzt nicht ausweisen konnte, weil es in sehr vielen Ländern einen Arzt-Ausweis sicher nicht geben wird. Daraufhin hat der Flugbegleiter sicherheitshalber nochmal kurz Rücksprache mit der Zentrale, Cockpit oder Purser gehalten, ob er den Koffer aushändigen darf. Auch wenn dieser nur ans Ende des Flugzeugs laufen musste den Purser gefragt hat, der mit ja geantwortet hat und das MediKit ganz vorne aufbewahrt wird kann es 5-10 Minuten dauern, wenn die Passagiere nicht auf ihrem Sitz sind sondern im Gang stehen. Ausserdem ist es mit dem Recht in anderen Ländern etwas anders. Da fragt der Flugbegleiter lieber nochmal nach anstatt den Koffer rauszugeben und am Ende gefeuert zu werden, weil derjenige doch kein Arzt war und der Passagier deshalb gestorben ist.

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Warum fragt man dann überhaupt nach Ärzten, wenn man sich mit der Legitimation grds. nicht sicher sein kann? Davon mal abgesehen, ist jeder Passagier, der beruflich Rettungssanitäter oder Notfall-Krankenschwester ist, im Zweifelsfall kompetenter als eine 20jährige Flugbegleiterin, und solche Paxe haben natürlich grds. keinen Arztausweis.

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Ich gehe mal davon aus, dass dies so oder so ähnlich bei allen europäischen Airlines zur Grundausstattung gehören wird.

 

Nein, ganz so ist es dann doch nicht. Easyjet und Ryanair verzichten beispielsweise komplett auf AEDs.

 

Warum fragt man dann überhaupt nach Ärzten, wenn man sich mit der Legitimation grds. nicht sicher sein kann? Davon mal abgesehen, ist jeder Passagier, der beruflich Rettungssanitäter oder Notfall-Krankenschwester ist, im Zweifelsfall kompetenter als eine 20jährige Flugbegleiterin, und solche Paxe haben natürlich grds. keinen Arztausweis.

 

Dabei sollte man aber auch bedenken, dass wir hier zwei Situationen diskutieren. Es ist ein Unterschied, ob sich der meldende als Mediziner ausgibt und man ihm gestattet der Person zu helfen. Für diesen Fall wäre, wie du richtig sagst dessen Hilfe wahrscheinlich mindestens genau so gut wie die der Flugbegleiterin - egal ob Arzt, Sanitäter oder Besitzer einer Dr. House DVD-Sammlung. 

Oder der zweite Fall eintritt, also die Herausgabe und Verabreichung von verschreibungspflichtigen Notfall-Medikamenten. Hier kann wirklich zusätzlicher Schaden entstehen.

 

Ansonsten bin ich aber auch absolut der Ansicht, dass diese Art der Legitimationsprüfung sicher mehr schadet als nützt. Wobei man sich auch dann schon wieder fragen kann, ob ein seit 30 Jahren niedergelassener HNO Arzt so ein super Notfallmediziner ist ;)

Edited by Scheh

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das ist rechtlichganz einfach : der Arzt , der nicht hilft macht sich der unterlassenen Hilfeleistung strafbar . 

der , der den hilfswilligen nicht lässt setzt sich gleich mehreren  - mindestens prüfungswürdigen - Strafttatbeständen aus .Ih könnte mir auch vorstellen , dass EY ein Organisationsverschulden angehängt wird.  Ich habe noch nie gehört , dass  anlässlich eines Notfalls die Berufsstellung des Arztes erst von völlig unqualifiziertem Personal geprüft wird .

Edited by baerchen

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Wenn ein Patient auf Reiseflughöhe einen Herz-Kreislauf-Stillstand bekommt, ist selbst mit vollem medizinischem Equipment an Bord und Medikamentengabe die Überlebenschance gleich Null.

 

Wie lange dauert denn eine Landung in so einem Fall? Schätze mal Minimum 20 Minuten oder?

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Davon kannst du ausgehen.

Ich bitte euch auch zu beachten, dass in der VAE die "good samaritan law" als solche (noch) nicht existiert und daher auch die FAs da eine gewisse "Vorprägung" ihres Arbeitgebers haben werden.

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Vielleicht eine blöde Frage von mir, aber wenn nach einem Arzt gefragt wird, und es melden sich drei Paxe, dann meldet sich doch niemand, der kein Arzt ist. Das wäre doch absolut lebensfremd. Insofern kann ich dieser ganzen Legitimations-Diskussion nicht ganz folgen. Es wäre höchstens noch denkbar, daß sich eine Krankenschwester mit Notfall-Erfahrung oder ein Rettungssanitäter meldet. Die würde das dann aber auch sagen, daß sie keine Ärzte sind, aber dennoch wissen,  was zu tun ist.

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