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Geschrieben

Vor allem hätte man dies ja auch schon zu Zeiten der EWE Österreich machen können, und hat es bisher nicht getan. Das Hauptmotiv der Verlegung der EWE ist laut dem Projektleiter die Vereinfachung der Steuerprozesse für Arbeitnehmer, die außerhalb Österreichs stationiert sind, also ein ähnliches Manöver, warum Ryanair die Basen in manchen Ländern von FR Irland auf Malta Air geändert hat. Eine Neubewertung dieser Entscheidung drängt sich momentan also eigentlich nicht auf.

Geschrieben

Ist ja nicht zusätzlich, sondern stattdessen. Da von der EWE kaum noch Flugzeuge in Österreich sind ist es für nahezu jeden dort ein Aufwand mit der Steuer. Woanders hinzugehen ist schon attraktiver. Zumal es jetzt nicht so brutale Kosten verursacht, es ist ja nicht "zusätzlich", sondern "stattdessen".

Geschrieben

Hier wird mal wieder jede Veränderung als böse abgestempelt und Dinge die nicht zusammengehören wild gemischt.

 

Eurowings ist nicht nur mit Basen in Deutschland vertreten und tendenziell wird zukünftig Wachstum mit Basen ausserhalb Deutschlands stattfinden. Es ist daher wichtig sich dirsbezgl. strukturell richtig aufzustellen.

 

Desweiteren bedarf es für die Belegschaft die in Deutschland arbeitet auch nicht unbedingt 1 Deutsches AOC - auch andere Anbieter wie Easy haben das nicht und erfüllen trotzdem in sämtliche Länder die Bedingungen die Belegschaft vor Ort zu lokal üblichen Konditionen zu beschäftigen. Richtig ist aber auch das ein Wechsel derzeit wenig Sinn machen würde, aufgrund wichtiger vorherigen Aufgaben ( erst mal 1 AOC in Deutschland) und der Gewichtung des Deutschlandgeschäftes.

 

Sollte Eurowings weitere 50 Flugzeuge anschaffen und an Basen ausserhalb Deutschlands beschäftigen, wird es natürlich anders aussehen.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb flapsone:

Aber okay, ich glaub euch ja. Was tut die barmherzige LH/EW nicht alles, um das Leben ihrer Angestellten zu vereinfachen.  Da baut man halt ein neues (neu, nicht zusätzlich, verstanden!) AOC auf, kost' ja nix. Und hat auch definitiv keinen anderen Grund, der dem Arbeitgeber zugute käme, nene. 

 

Dann sage uns doch mal ganz konkret, welchen Vorteil du für den Arbeitgeber beim Umzug von Österreich nach Malta siehst. Gehaltskürzungen für die Mitarbeiter? Im aktuellen Arbeitnehmermarkt wohl kaum durchsetzbar, ohne reihenweise Crews an die Konkurrenz zu verlieren. Senkung des Unternehmenssteuersatzes? Fair enough, aber bei der breiten Masse nicht vermarktbar, und bevor man mit Steuerersparnissen für die pöhsen, pöhsen Konzerne wirbt, wirbt man lieber mit Vereinfachungen fürs Personal, ist doch logisch.

 

Als die EWE 2015 gegründet wurde, war eine "so weite" Ausflaggung eines AOCs auch noch nicht üblich. Das hat sich ja erst ab 2017 entwickelt, dass sich die europäischen Big Player AOCs in anderen Ländern zulegten. Easyjet Europe wurde 2017 als Absicherung wegen des Brexits gegründet, Ryanair Sun/Buzz 2018, Malta Air 2019, und Wizz Air schafft sich jetzt erst sein zweites EU-AOC an. Da war die LH also schon Taktgeber.

Geschrieben (bearbeitet)

Wieso immer so kritisch und so schwarz / weiß ? Im Zweifel hilft es beiden, so what? 

 

Es wird kritisiert, dass ein neues AOC wenn es dem Arbeitgeber schlecht geht schadet (da Kosten..) aber gleichzeitig, dass er sich mit dem neuen AOC helfen will.  Dann ist es doch richtig? 

 

Dass ein "gesunder" Arbeitgeber und "gesunde" Löhne irgendwie zusammengehören, gilt doch in beide Richtungen. Wieso sind da Veränderungen immer schlecht? Es wurde doch zugesagt, dass sich die Konditionen der Verträge  nicht ändern, also es gibt keine Verschlechterung. Triggert "Malta" als Begriff schon so sehr?

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb flapsone:

Komisch nur, dass Airlines wie Easyjet Europe und DHL Austria kein Problem haben mit dem Standort AT. Bei beiden Firmen sind die Crews auch nicht in AT stationiert. 

 

Aber okay, ich glaub euch ja. Was tut die barmherzige LH/EW nicht alles, um das Leben ihrer Angestellten zu vereinfachen.  Da baut man halt ein neues (neu, nicht zusätzlich, verstanden!) AOC auf, kost' ja nix. Und hat auch definitiv keinen anderen Grund, der dem Arbeitgeber zugute käme, nene. 

Die steuerliche Vereinfachung kommt nicht unbedingt den Angestellten zugute sondern vor allem auch EW, die für die "zu viel" gezahlten Steuern bei den Angestellten in Vorleistung gehen müssten. Die Kosten für administrativen Aufwand und eben die Vorleistung an sich spart man sich indem man das AOC in ein Land mit Doppelbesteuerungs-Abkommen zieht. Nicht zu vergessen, dass genau dieser Benefit auch die theoretische Flexibilität ermöglicht, als Wetlease-Anbieter für jede Konzernairline ohne administrative Komplexitätssteigerung aufzutreten falls nötig. Wenn sie dann auch noch ein paar Prozentpunkte Körperschaftssteuer sparen, umso besser. Verstehe nicht, warum man um so einen Klimbim einen derartigen Aufstand proben muss.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Minuten schrieb flapsone:

Als 2020 die Liste der LH Tochterfirmen auf den Cayman Islands, Guam, Panama etc. publik wurde, war der Aufschrei wegen der Steuerflucht groß. Jetzt verlagert erneut eine LH Tochter ihren Sitz in eine europäische Steueroase und es wird bejubelt.

 

Der Personenkreis, der sich über Tochterfirmen in niedrig besteuernden Ländern aufregt, und der der Befürworter des Umzuges der EWE nach Malta, wird sich wohl kaum bis nicht überschneiden. By the way warte ich immer noch auf den wahren Grund des Umzuges.

Bearbeitet von Leon8499
Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Netzplaner:

eben die Vorleistung an sich spart man sich indem man das AOC in ein Land mit Doppelbesteuerungs-Abkommen zieht

Dir ist aber schon bekannt, das es zwischen Deutschland und Österreich auch ein DBA gibt.

Und das in beiden Fällen die Piloten von Eurowings, die in Malta angestellt sind voll in dem Land einkommenssteuerpflichtig sind, in dem sie ihren Lebensmittelpunkt haben und das in beiden Fällen Eurowings für die Einkommenssteuer haftet. 

Geschrieben

Mal abwarten, wer bis Ende des Jahres die Richtlinien wie umsetzt und ob alles so oder eben anders kommt.

 

Diskussionen über den Weg aus der Krise sind ja angestoßen und der Aufsichtsrat erwartet da wohl ein stimmiges Gesamtkonzept zur LH-Group

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb OliverWendellHolmesJr:

Dir ist aber schon bekannt, das es zwischen Deutschland und Österreich auch ein DBA gibt.

Und das in beiden Fällen die Piloten von Eurowings, die in Malta angestellt sind voll in dem Land einkommenssteuerpflichtig sind, in dem sie ihren Lebensmittelpunkt haben und das in beiden Fällen Eurowings für die Einkommenssteuer haftet. 

Ok, und das widerspricht meinem Post inhaltlich... wo genau?

  

vor einer Stunde schrieb OliverWendellHolmesJr:

Und bevor jetzt das Argument kommt "Eurowings weiß schon was sie machen", kommt direkt das Gegenargument "Der Erfolg vor Gericht" und der "Erfolg bei der Personalakquise" widerspricht dem. 

Schick' Jens Bischof doch dein Pitchdeck, es wird ihn von den Socken reißen.

Bearbeitet von Netzplaner
Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Stunden schrieb Koelli:

Heute berichtet sogar die Presse (ksta.de) darüber, dass hunderte Germanwings Piloten fliegen würden, LH sie aber derzeit nicht lässt, obwohl Flüge ausfallen. 

Richtig. Man hat ja auch erst die Kündigungen ausgesprochen und wirft weiterhin 40 Piloten der neuen Tarifschiene raus, obwohl Personalmangel herrscht.

 

Die restlichen Piloten, ca. 240, hat man nun in die Auffganggesellschaft transferiert. 

Bearbeitet von redhotbird
Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb Koelli:

Heute berichtet sogar die Presse (ksta.de) darüber, dass hunderte Germanwings Piloten fliegen würden, LH sie aber derzeit nicht lässt, obwohl Flüge ausfallen. 

Ja, und ?

 

Ist die Konsequenz der Arbeitsgesetze und Betriebsvereinbarungen. 

 

Komischerweise höre ich da seitens VC wenige Vorschläge.

Geschrieben

VC beschäftigt sich schon lange mit dem Thema. So zum Beispiel im Mai 2022, vor zwei Monaten also.

 

"Vor dem Hintergrund fehlenden Cockpit-Personals bei Konzern-Airlines und einer zunehmenden Zahl von Wet Leases nun auch noch mehrere hundert erfahrene und hochqualifizierte Pilotinnen und Piloten zu entlassen, entbehrt jeder unternehmerischen Vernunft", sagt Arne von Schneidemesser, Vizepräsident der Vereinigung Cockpit. "Trotz dieser unverständlichen Vorgehensweise, die die Kolleginnen und Kollegen weiter verunsichert, streben wir natürlich auch weiterhin eine konstruktive Lösung im Sinne der Betroffenen an."

 

https://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/kuendigung-von-hunderten-germanwings-piloten-sozial-unverantwortlich-und-unternehmerisch-unsinnig.html

 

 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb BWE320:

VC beschäftigt sich schon lange mit dem Thema. 

Aber dass die Presse nun das Thema aufgreift, gerade vor dem Hintergrund ständiger Ausfälle wegen Personalmangel, ist doch dann gut

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb BWE320:

VC beschäftigt sich schon lange mit dem Thema. So zum Beispiel im Mai 2022, vor zwei Monaten also.

 

"Vor dem Hintergrund fehlenden Cockpit-Personals bei Konzern-Airlines und einer zunehmenden Zahl von Wet Leases nun auch noch mehrere hundert erfahrene und hochqualifizierte Pilotinnen und Piloten zu entlassen, entbehrt jeder unternehmerischen Vernunft", sagt Arne von Schneidemesser, Vizepräsident der Vereinigung Cockpit. "Trotz dieser unverständlichen Vorgehensweise, die die Kolleginnen und Kollegen weiter verunsichert, streben wir natürlich auch weiterhin eine konstruktive Lösung im Sinne der Betroffenen an."

 

https://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/kuendigung-von-hunderten-germanwings-piloten-sozial-unverantwortlich-und-unternehmerisch-unsinnig.html

 

 

 

Was ist ein konkreter Vorschlag, abseits der Parolen ?

 

Welche Zugeständnisse angesichts der rechtlichen Lage und geltenden Vereinbarungen macht die VC damit dieser Pool fliegen kann ? 

 

Cityline 2.0 war doch Teufel hoch 10. 

 

 

vor 1 Stunde schrieb Koelli:

Aber dass die Presse nun das Thema aufgreift, gerade vor dem Hintergrund ständiger Ausfälle wegen Personalmangel, ist doch dann gut

Die Presse thematisiert auch den derzeitigen Gaspreise. Ist auch gut, ändert aber nichts.

Pressethemen sind nur solche die einer ausreichend breiten Masse als für sie bekannt oder relevant wahrgenommen werden.

Geschrieben (bearbeitet)

Welche rechtlichen Restriktionen hindern die Lufthansa daran?

 

Und als potentieller Aktionär würde mich schon mal die Rechnung interessieren, nach der es für das Unternehmen günstiger ist, Germanwings-Piloten unbezahlt daheim sitzen zu lassen und gleichzeitig 6.000 Flüge in der Sommersaison abzusagen. 

  

vor 22 Minuten schrieb d@ni!3l:

Dann sei doch einfach mehr als ein potentieller Aktionär, dann kannst du mitentscheiden und nicht nur besser wissen

Als potentieller Aktionär ist meine Einschätzung, dass der derzeitige Lufthansa-Vorstand nicht mehr der richtige ist um das Unternehmen für die Zukunft aufzustellen. Daher kein Einstieg, auch wenn der Kurs verlockend niedrig ist, aber halt noch nicht unterbewertet genug, um einzusteigen. 

  

vor 22 Minuten schrieb d@ni!3l:

Dieses ewige Gehabe von der "Seitenlinie" alles besser zu wissen ist extrem nervig

Herrlich. Zwei Punkte dazu. 1) Da dir wohl offensichtlich nicht die Aufgabenteilung in einer Aktiengesellschaft klar ist: Die Verantwortung für den Konzern trägt der Vorstand, nicht der Aktionär. Auch als Aktionär wäre es meine Aufgabe, von der Seitenlinie aus zu kommentieren und dann Vorstand und Aufsichtsrat zu entlasten wenn ich einverstanden bin, oder die Entlastung zu verweigern, wenn ich mit der Geschäftsentwicklung nicht einverstanden bin. Entsprechend Anteile zu verkaufen oder zu kaufen.

 

2) Dieses Gehabe, ewig als Sprechpuppe des Konzerns zu fungieren inde ich anstrengend. 

 

vor 14 Minuten schrieb d@ni!3l:

Aber lass auch das nörgeln.  Die Kritik von  Seitenlinie ohne Verantwortung ist immer charmant.

Was ist das den für eine obrigkeitshörige Denkweise? 

Bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
Geschrieben (bearbeitet)

Dann sei doch einfach mehr als ein potentieller Aktionär, dann kannst du mitentscheiden und nicht nur besser wissen...

 

Dieses ewige Gehabe von der "Seitenlinie" alles besser zu wissen ist extrem nervig

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben (bearbeitet)
vor 39 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Daher kein Einstieg, auch wenn der Kurs verlockend niedrig ist, aber halt noch nicht unterbewertet genug, um einzusteigen. 

Ja dann lass es. Aber lass auch das nörgeln.  Die Kritik von  Seitenlinie ohne Verantwortung ist immer charmant.

 

Die Perspektive ist halt ggf auch länger als dieser SFP. Ggf verliert man ja weniger aktuell als mit den Kosten sonst über Jahre?

 

 

Diese ewige Anmaßung von Wissen ohne alle internen Infos zu haben nervt.

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Stunden schrieb d@ni!3l:

Ja dann lass es. Aber lass auch das nörgeln.  Die Kritik von  Seitenlinie ohne Verantwortung ist immer charmant.

 

Die Perspektive ist halt ggf auch länger als dieser SFP. Ggf verliert man ja weniger aktuell als mit den Kosten sonst über Jahre?

 

 

Diese ewige Anmaßung von Wissen ohne alle internen Infos zu haben nervt.

Gibt es hierfür nicht ein Forum wo man auch Kritik anbringen darf. Manchmal kommt es mir vor als dies Majestätsbeleidung wäre wenn man nicht auf einer Linie ist pro Lufthansa AG.

Bearbeitet von Fluginfo

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