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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


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Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb Leon8499:

Ich denke, dass bei LH auch das Bodenpersonal an den Hubs NICHT weit von 10€ Stundenlohn entfernt ist. Die Außenstationen kannst du nicht meinen, die sind schon längst outgesourcet.

 

Fixed that for you.

 

-----

Joa, besser als die Alternativen ist der Kranich schon. Aber weit von 10€ Stundenlohn weg bist du da am Anfang auch nicht. 

 

 

@C46 Puuuh, ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll. Prinzipiell gebe ich dir ja Recht, dass die Konditionen bei Abfertigungsfirmen grottig sind. Das liegt aber auch daran, dass es halt nur die Einstiegsebene in die Branche ist.

Wer bleibt denn ein Leben lang in diesem hochstressigen Umfeld, wenn er Alternativen hat? Nahezu jeder, den ich kenne, der eine Ausbildung zum Lustverkehrskaufmann gemacht hat, ist früher oder später aufgestiegen, entweder in die höheren Ebenen der Firma oder gleich zu einer Airline oder einem Airport selbst. Bei den paar Leuten, die trotz Ausbildung am Counter verhungert wurden, lags i.d.R. daran, dass die sogar zu blöd waren, um beim Laufen nicht über ihre eigenen Füße zu stolpern. Und die paar alten Hasen, die ich kennengelernt hab, die den Job als Karriere machen, sitzen noch auf solchen Verträgen, dass sie blöd wären, zu wechseln.

 

Dabei hilft es auch nicht unbedingt, dass mittlerweile jeder Otto, der seinen eigenen Namen fehlerfrei buchstabieren kann, als geeignet für den Job angesehen wird.

 

Aber am Ende des Tages liegt das nicht mal an den bösen Handling-Firmen, sondern an Airlines, die ebenjene Firmen regelmäßig mit bescheuerten Ausschreibungen wieder gegeneinander ausspielen, und ihnen da zeigen, dass jahrelange qualitativ hochwertige Arbeit nichts wert ist, sobald ein anderer Heiopei ankommt, der es auf dem Papier billiger machen kann.

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 59 Minuten schrieb Leon8499:

 

Ich denke, dass bei LH auch das Bodenpersonal an den Hubs weit von 10€ Stundenlohn entfernt ist. Die Außenstationen kannst du nicht meinen, die sind schon längst outgesourcet.

 

Fakt ist, dass alle Airlines jetzt einen Cut machen müssen. Das ist einfach nicht zu leugnen. Ich hätte es auch gerne anders, aber vor 2022, eher 2023 sind wir nicht bei 100% der Vor-Corona-Verkehrsleistung. Es ist nicht zu vermitteln, dass Personal durchgeschleppt werden soll, welches nicht benötigt wird.

 

Nehmen wir doch mal DUS...

 

Die LH-Station schließt 2021 - das war lange bekannt.

Dann übernimmt die AHS (wenn es sie dann noch gibt) - die zahlen Mindestlohn am CKI!

Da wird auch nix mehr von "5 Star Airline" zu spüren sein. Customer Service ist nicht unbedingt die Stärke solcher Firmen.

Man muß ja nur mal überlegen, welche Kunden in den letzten Jahren von der AHS DUS weggegangen sind...NH, EK, SQ, u.A.!

 

Acciona, Avia und die kleineren Handling Companies (DAS, Global, Menzies/DHS) sind da kaum besser, nicht falsch verstehen. Wobei Aviapartner noch am ehesten professionelle Strukturen hat.

 

Ich verstehe und supporte jede Gewerkschaft, die versucht ihre Mitglieder vor der Sch**** zu bewahren, die aus dem Business geworden ist. Außerhalb von Hubs war die Branche, aus Arbeitnehmersicht, schon längst im Ar*** - auch ohne Corona!

@Lucky Luke

 

Ich hab den Spaß selber knapp 7 Jahre mitgemacht und mich auch zügig nach oben gearbeitet, aber ich bin froh den Absprung gewagt zu haben.

 

Auch in den leitenden Positionen oder bei Airlines sind die Löhne unterdurchschnittlich, gerade wenn man die Belastung bedenkt. 24/7/365 Erreichbarkeit für unter 3.000€ pro Monat...nee, is klar!

Bearbeitet von C46
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Leon8499:

 

Ich denke, dass bei LH auch das Bodenpersonal an den Hubs weit von 10€ Stundenlohn entfernt ist. Die Außenstationen kannst du nicht meinen, die sind schon längst outgesourcet.

 

Beides falsch.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Leon8499:

 

Dass genau das bei den Gewerkschaften nicht ankommt, mit Verlaub, das kotzt mich an. In der Luftfahrt werden mindestens die nächsten drei Jahre keine Vorkrisenniveaus geflogen und die Gewerkschaften schwafeln was von Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Nicht nur bei der LH, bei der Commerzbank spielen die genau das gleiche Schmierentheater. Die Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Personaldecke nicht lebensfähig. Es wäre mal angebracht, betriebsbedingte Kündigungen bei einem Tochterunternehmen mit dem Holzhammer durchzusetzen, damit die Gewerkschaften mal sehen, welche Stunde eigentlich geschlagen hat in der Luftfahrt.

Wahnsinn und dann gleichzeitig Ryanair und Wizzair verteufeln, weil sie die Gewerkschaften nicht akzeptieren. Soviel zur Doppelmoral.

vor 2 Stunden schrieb Leon8499:

 

Ich denke, dass bei LH auch das Bodenpersonal an den Hubs weit von 10€ Stundenlohn entfernt ist. Die Außenstationen kannst du nicht meinen, die sind schon längst outgesourcet.

 

Fakt ist, dass alle Airlines jetzt einen Cut machen müssen. Das ist einfach nicht zu leugnen. Ich hätte es auch gerne anders, aber vor 2022, eher 2023 sind wir nicht bei 100% der Vor-Corona-Verkehrsleistung. Es ist nicht zu vermitteln, dass Personal durchgeschleppt werden soll, welches nicht benötigt wird.

Längst outgesourct ?

 

Noch immer ist LH der Arbeitgeber.

 

Erzähl das mal dem Personal in Bremen, Hannover, Stuttgart oder Nürnberg, die jetzt ihre Kündigungen erhalten haben.  Sozialpläne werden jetzt durchgezogen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Stunden schrieb Leon8499:

 

Ich denke, dass bei LH auch das Bodenpersonal an den Hubs weit von 10€ Stundenlohn entfernt ist. Die Außenstationen kannst du nicht meinen, die sind schon längst outgesourcet.


Der war gut. Vor allem am Anfang bist du mit den aktuellen Verträgen in vielen Bereichen sogar unter den 10€ pro Stunde Grundlohn. Nur dank Zulagen und Gehaltssteigerungen (alle zwei Jahre meist, maximal zehn Stück) im Laufe der Jahre, kommst du irgendwann auch auf 20€ und mehr pro Stunde. Solange sind aber die wenigsten dabei, weil es woanders mehr in der Lohntüte gibt. Und vielen ist nunmal eine volle Lohntüte das wichtigste.

vor 8 Stunden schrieb C46:

 

Nehmen wir doch mal DUS...

 

Die LH-Station schließt 2021 - das war lange bekannt.

Dann übernimmt die AHS (wenn es sie dann noch gibt) - die zahlen Mindestlohn am CKI!

Da wird auch nix mehr von "5 Star Airline" zu spüren sein. Customer Service ist nicht unbedingt die Stärke solcher Firmen.

Man muß ja nur mal überlegen, welche Kunden in den letzten Jahren von der AHS DUS weggegangen sind...NH, EK, SQ, u.A.!

 

Acciona, Avia und die kleineren Handling Companies (DAS, Global, Menzies/DHS) sind da kaum besser, nicht falsch verstehen. Wobei Aviapartner noch am ehesten professionelle Strukturen hat.

 


Zumindest Menzies ist keine kleine Handling Company. Nach Swissport/Losch der zweitgrößte Player im Weltmarkt. In Deutschland aber noch sehr schwach vertreten, das stimmt. Meines Wissens nach machen sie in D nur British Airways. Aber schau mal auf andere Airports im Ausland, da siehst du fast nur Menzies.

Bearbeitet von moddin
Geschrieben

Das mit Menzies war rein auf DEU bezogen.

Deren Bedeutung im Ausland ist mir bekannt.

 

Der Flurfunk sprach aber schon vor Corona davon, daß IAG den BA-Auftrag anders vergeben möchte.

Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb YankeeZulu1:

die gewerkschaft forderte im Gegenzug Beschäftigungsgarantiern...und genau das kann eben nicht gegeben werden; wenn man mit weniger Maschinen weniger fliegt, braucht man weniger Personal dafür,und das scheint der Knackpunkt zu sein. Neben der "Vergütungsstruktur"

Es ist totaler Irrsinn, die ganze Mannschaft zu behalten und auf "Halbsold" zu setzen. Ergebnis ist nur, dass alle unzufrieden sind - genau das passiert nämlich immer - und die Qualität am Ende leidet. Das widerum schägt auf die Kundenzufriedenheit.

 

Alle die man nicht braucht raushauen und den Rest weiter voll bezahlen. Grausam aber aus Unternehmenssicht der einzig richtige Weg. Die Mitarbeiter die bleiben werden dankbar sein und weiter gute Arbeit leisten. Die Gefeuerten mögen groll hegen aber der Vorstand hat eh Personenschutz. Wie damit umzugehen ist liegt bei der Politik, nicht beim Unternehmen.

 

Als Unternehmen muss man natürlich deutlich argumentieren, dass die Schuld nicht beim Unternehmen liegt sondern bei den rechtlichen Einschränkungen durch Corona.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 30 Minuten schrieb DennyLong:

Es ist totaler Irrsinn, die ganze Mannschaft zu behalten und auf "Halbsold" zu setzen.

 

Alle die man nicht braucht raushauen und den Rest weiter voll bezahlen. Grausam aber aus Unternehmenssicht der einzig richtige Weg.

 

Falsch! Man wird nämlich auch wieder gut ausgewählte und dann gut ausgebildete Leute brauchen. Ums mal am fliegenden Personal zu veranschaulichen:  

 

Beispiel: Der Markt zieht wieder an und LH benötigt wieder Piloten. Bis ein neuen Copilot - meinetwegen vom freien Markt - das mehrstufige Auswahlverfahren durchlaufen hat vergehen Monate. Danach ca. weitere 6 Monate für Type-Rating und Linienausbildung. Dann ist er/sie ausgecheckt und darf aber erstmal nur mit erfahrenen Kapitänen fliegen. Stichwort Kapitäne. Bis die erforderlichen Mindeststunden für die Kapitänswerdung, das Upgrade, gesammelt sind, vergehen Jahre. Danach wieder mehrmonatiges. Training. Dazu die Zusatzqualifikationen für spezielle schwierig anzufliegende Airports wie z.B. Funchal. Oder die Qualifizierung zum Ausbilder. Ferner ist auch für die Langstrecke eine gewisse Erfahrung notwendig, die operationellen Herausforderungen sind mit denen, in Europa zu fliegen, nicht vergleichbar. 

 

Für viele andere Stellen im Konzern gilt das gleiche. Einen „Braindrain“ durch Entlassungen sollte man dringend vermeiden, wenn man nicht in einigen Jahren für sehr teures Geld externe Expertise einkaufen oder sehr viele Crews schulen möchte. 

Bearbeitet von Aerodude
Geschrieben
vor 36 Minuten schrieb DennyLong:

Es ist totaler Irrsinn, die ganze Mannschaft zu behalten und auf "Halbsold" zu setzen. Ergebnis ist nur, dass alle unzufrieden sind - genau das passiert nämlich immer - und die Qualität am Ende leidet. Das widerum schägt auf die Kundenzufriedenheit.

 

Alle die man nicht braucht raushauen und den Rest weiter voll bezahlen. Grausam aber aus Unternehmenssicht der einzig richtige Weg. Die Mitarbeiter die bleiben werden dankbar sein und weiter gute Arbeit leisten. Die Gefeuerten mögen groll hegen aber der Vorstand hat eh Personenschutz. Wie damit umzugehen ist liegt bei der Politik, nicht beim Unternehmen.

 

Als Unternehmen muss man natürlich deutlich argumentieren, dass die Schuld nicht beim Unternehmen liegt sondern bei den rechtlichen Einschränkungen durch Corona.

Es ist differenzierter zu sehen wie @Aerodude es schon darstellte.

 

Die Frage ist daher in mehrere Blöcke zu teilen:

- welchen "Normalbedarf" wird man nach der Krise brauchen, wenn alles wieder hochgefahren ist

- welche Opportunitätskosten hat man - ist es billiger eine Teilzeitlösung zu finden oder eine Abfindung und neu rekrutieren?

- welche Veränderungen - zB Abbau der Planstellen durch Aufgabe einer bestimmten Röhrengrösse (siehe Q400 bei Austrian) eh geplant waren?

 

 

Geschrieben

Gerade im Cockpit ist es auch gar nicht so einfach eine arbeitsrechtlich standhafte Kündigungsstruktur zu erstellen.

Einerseits soll eigentlich nach Berufsgruppen ausgewählt werden. Heißt bei einer fikitiven Kündigung von z.B. 100 Leuten entlässt man die 50 jüngsten* FOs und die 50 jüngsten* Kapitäne. Dem entgegen steht aber die Senioritätsliste. Also müsste man eigentlich die 100 jüngsten FOs entlassen, und 50 Kapitäne downgraden. Damit schafft man aber eine sehr teure Personalstruktur.

Denn selbst wenn man es schafft, dass 50 Kapitäne wieder rechts fliegen, wird keiner auf sein Kapitänsgehalt verzichten.

 

*Mit jüngsten FOs/Kapitäne sind die nach Sozialplan ausgewählten Leute gemeint.

Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb Aerodude:

Beispiel: Der Markt zieht wieder an und LH benötigt wieder Piloten.

 

Davon geht LH bisher nur sehr vorsichtig aus und kommuniziert das auch seit Monaten so.

 

(Die Zahlen sind willkürlich:) LH hat 700 Flugzeuge, davon fliegen meinetwegen im Herbst wieder 350. Wie soll denn da eine "schicke" Personallösung aussehen? Die Staatshilfen sind schon Beschäftigungsförderung genug, sonst wäre nämlich Pleite angesagt.

34 minutes ago, Aerodude said:

Bis ein neuen Copilot - meinetwegen vom freien Markt - das mehrstufige Auswahlverfahren durchlaufen hat vergehen Monate. Danach ca. weitere 6 Monate für Type-Rating und Linienausbildung. Dann ist er/sie ausgecheckt und darf aber erstmal nur mit erfahrenen Kapitänen fliegen. Stichwort Kapitäne.

 

Gibt es nicht intern genug jüngere Leute? Die Flugschulen werden auch noch welche "ausspucken". Für wie viele Jahre soll denn die Verjüngung ausgesetzt werden? Damit verschiebt man irgendwelche Senioritätsstaus bloß in die Zukunft.

 

 

37 minutes ago, Aerodude said:

Dazu die Zusatzqualifikationen für spezielle schwierig anzufliegende Airports wie z.B. Funchal.

 

Also wenns daran liegt, dann behält man natürlich die Funchal-Experten, nicht auszudenken, LH würde diesen Markt wegen Personalmangels aufgeben müssen B|

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb moddin:

.Zumindest Menzies ist keine kleine Handling Company. Nach Swissport/Losch der zweitgrößte Player im Weltmarkt. In Deutschland aber noch sehr schwach vertreten, das stimmt. Meines Wissens nach machen sie in D nur British Airways. Aber schau mal auf andere Airports im Ausland, da siehst du fast nur Menzies.


LOT ist auch Kunde bei Menzies Germany in DUS. Andere Stationen dürften folgen. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb Aerodude:

das mehrstufige Auswahlverfahren durchlaufen hat vergehen Monate

 

In der Regel planen Airlines immer eine große Einstellungswelle im Herbst, damit die Leute im Winter Line Training fliegen und im SFP verfügbar sind. Dieses etablierte Verfahren dürfte auch Lufthansa bekannt sein, auch wenn man seit vielen Jahren (zumindest in der Mainline) nicht vom freien Markt rekrutieren musste. Was mich zu Punkt 2 bringt:

Man müsste nicht mal vom freien Markt rekrutieren. Es sitzen noch mehr als genügend Leute aus Bremen in der Pipeline, und sogar wenn die aufgebraucht sind, hätte man noch immer die konzerneigene Flugschule EFA (also nicht die Verkehrsfliegerschule in Bremen, sondern die ehemalige FCA/PTN). Auch wenn es dann für ein paar Wochen Sodom und Gomorrha in der eigenen Belegschaft geben würde, weil es ja nicht sein kann, dass minderwertig ausgebildete Piloten (!!1!elf) die heiligen Metallröhren des Kranichs pilotieren.

Zumal, auch wenn man vom freien Markt rekrutieren müsste, wäre zu erwarten, dass man die Konditionen schön drücken kann, weil Angebot und Nachfrage und so. Und arbeitslose Piloten dürfte es auf die nächsten Jahre genügend geben, ob mit oder ohne Kranich-Kündigungen. Bis der Markt wieder soweit angezogen hat dass Pilotieren ein nachgefragter Skill ist, hat Lufthansa genügend eigene Kurse in Bremen geschult. 

 

vor 4 Stunden schrieb Aerodude:

Bis die erforderlichen Mindeststunden für die Kapitänswerdung, das Upgrade, gesammelt sind, vergehen Jahre.

 

Lufthansa ist da das schlechteste Beispiel dafür. Da sitzen so viel Leute mit genügend Erfahrung rechts, dass man die halbe Flotte direkt mit neuen Kapitänen bestücken könnte.

 

vor 4 Stunden schrieb Aerodude:

Dazu die Zusatzqualifikationen für spezielle schwierig anzufliegende Airports wie z.B. Funchal.

 

Schlechtes Beispiel. Funchal ist m.W.n. ein CBT und eine Sim Session. EDIT: Und ein Flug unter Supervision dahin. Wirklich sehr sehr aufwändig.

 

 

Aber ja, prinzipiell stimme ich dir in sofern zu, als dass man wo anders "billiger" Federn lassen könnte als in Reihe Null. So leid es mir tut, diese unschöne Wahrheit auszusprechen, aber Leute in der Kabine sind auf Dauer leichter oder zumindest billiger ersetzbar. Da in drei Jahren wieder neue Leute drei Monate zu schulen, dürfte wesentlich billiger ausfallen, als diesen Wasserkopf drei Jahre lang mitzuschleppen.

Bearbeitet von Lucky Luke
Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb medion:

(Die Zahlen sind willkürlich:) LH hat 700 Flugzeuge, davon fliegen meinetwegen im Herbst wieder 350. Wie soll denn da eine "schicke" Personallösung aussehen?

 

350 zu 700 bezieht sich auf die gesamte Gruppe. Man müsste das dann auf DLH, CLH und LHC runterbrechen um zu sehen, auf welcher Flotte in welchem AOC grob prognostiziert wie lang wieviel Überhang besteht. Auf dieser Grundlage wird man dann mit den Tarifpartnern eine Lösung anstreben, ob und für wen die nun schick ist, wird sich zeigen

 

vor 8 Stunden schrieb medion:

Gibt es nicht intern genug jüngere Leute?

 

Doch, natürlich! Aber auch die brauchen dann erstmal ein Type-Rating und Linienausbildung. Aber darum geht es mir primär gar nicht. Ich wollte nur aufzeigen, dass Leute rausschmeißen mittelfristig ziemlich teuer sein kann. 

 

vor 8 Stunden schrieb medion:

Also wenns daran liegt, dann behält man natürlich die Funchal-Experten, nicht auszudenken, LH würde diesen Markt wegen Personalmangels aufgeben müssen B|

 

Ok, es gibt in der Tat passendere Beispiele als FNC. :-)

 

vor 7 Stunden schrieb Lucky Luke:

Man müsste nicht mal vom freien Markt rekrutieren. Es sitzen noch mehr als genügend Leute aus Bremen in der Pipeline,

 

Haben medion und du beide Recht! Siehe oben, aber du stimmst mir ja grundsätzlich zu... :-)

 

Geschrieben
3 hours ago, Aerodude said:

 

350 zu 700 bezieht sich auf die gesamte Gruppe. Man müsste das dann auf DLH, CLH und LHC runterbrechen um zu sehen, auf welcher Flotte in welchem AOC grob prognostiziert wie lang wieviel Überhang besteht. Auf dieser Grundlage wird man dann mit den Tarifpartnern eine Lösung anstreben, ob und für wen die nun schick ist, wird sich zeigen


Es scheint so, als ob es die KTV Betriebe stärker treffen würde als den Durchschnitt. Einmal gab es den Überhang vor der Krise (Rückkehrer von DE und Abbau bei GEC). Dann wird bei EW vor allem durch den Abbau bei 4U reduziert. Anscheinend trifft es die Langstrecke stärker als Kurzstrecke (sprich höhere Reduktion bei LH als bei CL) und der Abbau bei LX/OS soll gleich/geringer sein als in FRA/MUC (Mixwert aus CL/LH), also geringer als bei LH. 
 

Bedeutet vorheriger Personalüberhang und stärkere Reduktion als in den übrigen Gesellschaften. 60-70% vielleicht?

Geschrieben

Man kann dies auch zwischen den Zeilen extrapolieren, wenn man die kommunizierten Zahlen zusammen addiert.

 

Bis Ende 2023 sollten 80 Flugzeuge neu eingeflottet werden. Eine einfache Rechnung sagt 21 gehen an die Swiss (1x223 und 20x320fam), 7 an Cargo und DHL,1x359 ist frisch geliefert worden, es bleiben also 51 übrig für die Hansa, wobei laut der Flottenseite 2*359 schon verplant sind. Es kommen um ein Dutzend 779, es gint noch keine Infos ob die 789 die für 2023-2025 geplant waren als Order gestreckt werden.

 

Wenn man 100 Flugzeuge insgesamt reduzieren möchte und als Referenz die Konzernflotte per Jahresbericht nimmt, dann kann man auch grob rechnen.

 

Austrian verliert 15 Q400 addiert 2XA320 aus den rollover und verliert nach Corona 7 A319 und 3 B767 - macht 23 Flugzeuge

LGW verliert 15 Q400

Swiss und Edelweiss haben ein Nullsummenspiel

Brussels geht von 51 Flieger auf 36 runter- 2xA332 waren eh geplant, die 4x333 für Eurowings gehen vermutlich anderswo in der Gruppe - es bleiben also 9mal A320fam zum ausflotten

Cargo - 8MDs raus, 7xB77F rein macht -1

Es bleiben also 550 Flugzeuge zum Ausflotten für die Lufthansa, Cityline und Eurowings/Germanwings, wobei hier noch 4 Rückkehrer von Brussels dazu gezählt werden müssen.

 

Die offenen Fragen wären:

- wenn die 7xCRJs der Cityline weg gehen, kommt Ersatz dafür, zB A319 (zB von Austrian die ausgeflottet werden)?

- wie wird die Germanwingsflotte gerechnet? was wird endgültig verschrottet, stillgelgt und was anderswo im Konzern verteilt?

- werden die gestreckte Lieferungen der Flottenerneuerung als Nettoreduktion gezählt weil 2023 als Referenz gilt oder ist dies nur eine Optimierung der Nachfrageschwäche?

Geschrieben (bearbeitet)

Cargo passt nicht. 3S ist ein JV mit DHL und gehört nicht wirklich zur Konzernflotte. LHC soll woll 2 777F bekommen, und die sind wohl auch noch nicht sicher.

Bearbeitet von Patsche
Rechtschreibung
Geschrieben
Am 8.7.2020 um 11:42 schrieb Aerodude:

Falsch! Man wird nämlich auch wieder gut ausgewählte und dann gut ausgebildete Leute brauchen. Ums mal am fliegenden Personal zu veranschaulichen:

Tatsache ist doch, dass es Rund um den Globus keinen Fachkräftemangel gibt, sondern fast überall ein Überangebot an qualifizierten Arbeitskräften.

 

Bei dir hört sich das an wie bei Top Gun die Pilotenauswahl.

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb DennyLong:

Bei dir hört sich das an wie bei Top Gun die Pilotenauswahl.

 

Das hat nichts mit Top Gun zu tun und ist auch nicht LH-spezifisch, aber alle großen Airlines haben nun mal ein mehrstufiges Auswahlverfahren, dass man als Bewerber durchlaufen muss.

 

Klar gibt es am Markt reichlich Piloten mit zB. A320-Rating. Aber die Airlines möchten sich - zu Recht - eben ein genaues Bild davon machen, wer aus ihrer Sicht geeignet ist und da schrumpft das Überangebot ganz schnell zusammen.

Geschrieben

Lufthansa hat seit heute einen ersten A320-200SL in Star Alliance Lackierung:

 

D-AIUA kam eben in neuem Lack aus Shannon zurück, dazu heißt sie neu 'Köthen (Anhalt)'. Die D-AIUB, welche auch in Shannon geparkt war, hat ihr altes Farbkleid behalten, hört dafür jetzt aber auf den Namen 'Rendsburg'. Beide Flieger sind für‘s Erste in München stationiert.

Geschrieben
19 hours ago, Aerodude said:

Ich wollte nur aufzeigen, dass Leute rausschmeißen mittelfristig ziemlich teuer sein kann

 

Ich habe leider auch keine Lösung. Bevor wir aber zu mittelfristig kommen, ist es aber sehr teuer, es kurzfristig nicht zu tun.

 

(gefallen tut mir das alles übrigens auch überhaupt nicht!)

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb oldblueeyes:

Man kann dies auch zwischen den Zeilen extrapolieren, wenn man die kommunizierten Zahlen zusammen addiert.

 

Bis Ende 2023 sollten 80 Flugzeuge neu eingeflottet werden. Eine einfache Rechnung sagt 21 gehen an die Swiss (1x223 und 20x320fam), 7 an Cargo und DHL,1x359 ist frisch geliefert worden, es bleiben also 51 übrig für die Hansa, wobei laut der Flottenseite 2*359 schon verplant sind. Es kommen um ein Dutzend 779, es gint noch keine Infos ob die 789 die für 2023-2025 geplant waren als Order gestreckt werden.

 

Wenn man 100 Flugzeuge insgesamt reduzieren möchte und als Referenz die Konzernflotte per Jahresbericht nimmt, dann kann man auch grob rechnen.

 

Austrian verliert 15 Q400 addiert 2XA320 aus den rollover und verliert nach Corona 7 A319 und 3 B767 - macht 23 Flugzeuge

LGW verliert 15 Q400

Swiss und Edelweiss haben ein Nullsummenspiel

Brussels geht von 51 Flieger auf 36 runter- 2xA332 waren eh geplant, die 4x333 für Eurowings gehen vermutlich anderswo in der Gruppe - es bleiben also 9mal A320fam zum ausflotten

Cargo - 8MDs raus, 7xB77F rein macht -1

Es bleiben also 550 Flugzeuge zum Ausflotten für die Lufthansa, Cityline und Eurowings/Germanwings, wobei hier noch 4 Rückkehrer von Brussels dazu gezählt werden müssen.

 

Die offenen Fragen wären:

- wenn die 7xCRJs der Cityline weg gehen, kommt Ersatz dafür, zB A319 (zB von Austrian die ausgeflottet werden)?

- wie wird die Germanwingsflotte gerechnet? was wird endgültig verschrottet, stillgelgt und was anderswo im Konzern verteilt?

- werden die gestreckte Lieferungen der Flottenerneuerung als Nettoreduktion gezählt weil 2023 als Referenz gilt oder ist dies nur eine Optimierung der Nachfrageschwäche?

Swiss muss zwar jetzt nicht reduzieren, dafür bleibt die Flotte auf den Stand heute eingefroren. Somit bis Mitte der zwanziger kein Langstreckenwachstum.

War die Nichtreduzierung der Swiss Flotte Vorgabe der Schweiz?

Daher muss die Lufthansa und Eurowings und AUA deutlich stärker schrumpfen. 

Geschrieben
Gerade eben schrieb oldblueeyes:

Die Swiss hatte sowieso in den letzten Jahren kräftig aufgestockt. Mehr 773 als 343 ausgeflottet bekommen und dazu noch Edelweiss aufgebaut. Und das Upgauging AVRO-C-Series noch dazu.

Die  Verluste in Zürich waren während des Flugverbotes und Betriebseinstellung im Konzernvergleich am deutlichsten. Daher ist Swiss von allen Konzernairlines am stärksten unter Druck. Mal sehen ob Swiss die Kurve schafft mit der Flotte und Personaldecke.

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