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Aktuelles zum Flughafen BER


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Arbeitet hier (noch) jemand bei EasyJet in Berlin?

Stimmt es, dass Personal ihren Standby am BER absitzen müssen, weil sie zu lange zum Flughafen brauchen?? 

 

Dann ist die Anbindung ja wohl immer noch schlecht bzw. zu langsam? Wie viel Minuten hat denn einer Zeit, dann entsprechend zum Flughafen zu kommen? 

 

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vor einer Stunde schrieb RobinHood:

Stimmt es, dass Personal ihren Standby am BER absitzen müssen, weil sie zu lange zum Flughafen brauchen?? 

 

Was mir direkt von Personen gesagt wurde ist, dass "viele" tatsächlich ihren "home standby" am BER absitzen. Es ist aufgrund der zu langen Reisezeit und/oder sehr geringen Frequenz der zügigeren Angebote zum BER von westlichen und nordwestlichen Stadtteilen Berlins geschuldet und der individuellen Entscheidung, nicht den Mund aufzumachen. Dann gibt es ja (zumindest bei einigen Airlines) einen Airport duty on standby, wo man tatsächlich Bereitschaft am Flughafen (dann aber zumeist im Betriebsgebäude der Airline mit Ruheräumen, Kaffee, Snackautomaten etc.) verbringt. Hier geht es aber um die Bereitschaft, die man nicht am Flughafen verbringt. 

 

Zitat

Dann ist die Anbindung ja wohl immer noch schlecht bzw. zu langsam? 

 

Ja.

 

vor einer Stunde schrieb RobinHood:

Wie viel Minuten hat denn einer Zeit, dann entsprechend zum Flughafen zu kommen? 

 

Ich habe 90 Minuten Zeit und schaffe es nicht. Es ist technisch für mich nicht möglich, innerhalb von 90 Minuten am Flughafen anzukommen, wenn ich direkt nach Beginn einer Bereitschaft angerufen und aktiviert werde. Immerhin gibt es aktuell keine disziplinarischen Konsequenzen. 

 

Beim frühesten home standby müsste ich sogar vor Beginn des standby mich auf dem Weg zum Bahnhof machen. Und ich bin nicht der einzige. Meinen home standby verbringe ich garantiert nicht in Uniform, um an der Bettkante um 03.16 auf einen Anruf anzunehmen, mit 05:00 check-in und dann zu merken, dass ich schon vor 6 Minuten die Wohnung hätte verlassen müssen. Screenshots reichen. Noch nie hatte ich standby-Dienst so verbracht, wie seit Stationierung in BER. 

Und der Hinweis, man könne umziehen, ist mittlerweile auch obsolet - abgesehen davon, dass viele Kollegen öfter umgezogen sind als viele Menschen im ganzen Leben und somit Übung haben, spricht die aktuelle Jobangst eine Rolle, ob man bei der nächsten Runde ohne Job dasteht und dann möchten viele nicht im Südosten Berlins festhängen und ohne Job dastehen. 

 

Meine An- und Abreise dauert immer so 110 bis 130 Minuten. Da man aber nach Ankunft am Bahnhof BER ja noch durch die Security und den Weg zum Gate einkalkulieren muss, gilt es im eigenen Interesse, "sehr großzügig" einzuplanen und es summiert sich. Daraus ergibt sich, das sich rund 45 bis 60 Minuten vor dem eigentlichen Dienstbeginn am BER eintreffe. Normal waren für mich an anderen Stationen ansonsten 20 bis 25 Minuten. Dies ergibt auch auch die Kalkulationen, dass ein späterer Zug sehr schnell zeitliche Probleme mit sich bringen würde. Lieber 15:28 da sein und nicht 15:49 mit Dienstbeginn 16:10. Einkalkuliert werden sollten Fahrtunterbrechungen auf der Strecke, nicht funktionierende Rolltreppen und Laufbänder (gerade für Gates wie A34 etc. wären sie praktisch, da die Strecken recht lange sind) und nach Ankunft, dass man einfach in der air bridge steckenbleibt, weil einfach die Tür zugemacht wurde und die Chipkarte nicht funktioniert. Eine Crew wartete vor ein paar Tagen spätabends 45 Minuten auf eine Lösung.

 

Vorgestern hat ein Kollege nach seinem Dienst seinen einzigen (stündlichen) Zug um wenige Minuten verpasst und musste 57 Minuten warten, um den nächsten Zug zu nehmen. Wer in diesem Berufsumfeld arbeitet, kann erahnen, welcher Stress sich innerlich aufbaut, wenn man zum Dienst fährt und beim jedem Umsteigen betet, dass auch der Zug kommt oder nach einem langen Dienst einfach nur noch den langen Rückweg nehmen möchte und sieht, dass der nächste Zug erst XX kommt. 

Keiner erwartet die Zuverlässigkeit und Frequenz von japanischen Zügen, aber eine Sache wurde mir im ersten Monat BER für mich klar:

 

So zynisch es klingen mag, aber ohne Corona und mit normalen Volumen wäre meiner Ansicht nach der BER im Chaos versunken. 

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vor 1 Stunde schrieb EDCJ:

Ähm,du sprichst immer von Zug. Würdest du das mit eigenem PKW ab Wohnung schaffen,und würde Dir als MA die Parkgebühr erstattet werden ?

 

Mit dem Auto wären es ca. 50 bis 60 Minuten, frühmorgens etwas zügiger, sagte man mir. Alternativ bekommt man dann eine Parkkarte. Der große Vorteil mit dem Auto wäre, dass man zeitlich flexibler reagieren kann. 

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vor 1 Minute schrieb MD-80:

 

Mit dem Auto wären es ca. 50 bis 60 Minuten, frühmorgens etwas zügiger, sagte man mir. Alternativ bekommt man dann eine Parkkarte. Der große Vorteil mit dem Auto wäre, dass man zeitlich flexibler reagieren kann. 


Aber mit dem Auto muss man doch meine ich über ein Stück Autobahn, welches schon im normalen Berufsverkehr permanent überlastet ist und in dem Tunnel dort die Höhenkontrolle ständig auslöst. Von daher ist der zeitliche Vorteil doch auch dahin, oder? 

Eine Freundin ist mal mit den Fex gefahren und anstatt normaler Fahrzeit kam sie mit +20 an, da der Zug einfach auf der Strecke anhielt. 

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oki, ich würde schon aus Bequemlichkeit mit dem Auto fahren.

Warum machst Du und deine Kollegen das dann nicht ? Ist doch viel entspannter,als sich über mangelnde ÖPNV-Anbindung aufzuregen...

@RobinHood, über ein Stück Autobahn mußt du am Ende auf jeden Fall fahren,auch wenn es dort keine Höhenkontrolle mehr gibt. Klar,wer direkt vom ex TXL kommt,fährt nur Autobahn. Nur,es werden wohl die wenigsten BER-MA direkt an der Stadtautobahn wohnen ?! Für alle anderen sind auch alle anderen Stadtstrassen nutzbar.

Bearbeitet von EDCJ
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Naja, man muss dann aber erst mal ein Auto haben! ;)

 

Der Teil meiner Familie, der in Berlin und Potsdam lebt, hat nämlich keines.

Wozu auch?

Für die Großeinkäufe nutzt man Car-Sharing, und die restliche Zeit des Jahres braucht man keinen Parkplatz zu suchen.

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vor 13 Minuten schrieb EDCJ:

Warum machst Du und deine Kollgen das dann nicht ? Ist doch viel entspannter,als sich über mangelnde ÖPNV-Anbindung aufzuregen...

 

Machen ja Kollegen auch, ich schreibe aus meiner Perspektive. Viele entschieden sich für den ÖPNV. Ich rege mich nicht auf, schreibe nur Erfahrungen nieder und antworte auf die Fragen, die hier gestellt wurden. Die Frage, ob ich mir ein Auto anschaffe, stellt sich mir nicht, da ich mich bewusst dafür entschieden habe, in Berlin eine Dienstwohnung zu unterhalten und meinen Erstwohnsitz woanders*. Und die rumhoppsenden Klimaschützer/-innen müssten sich doch freuen. Die Bahn ist umweltfreundlich (wird mir immer gesagt). 

 

vor 14 Minuten schrieb RobinHood:

Von daher ist der zeitliche Vorteil doch auch dahin, oder? 

 

Wurde mir auch schon erzählt. Manche kamen angelaufen, zeitlich sehr knapp.

 

vor 14 Minuten schrieb RobinHood:

Eine Freundin ist mal mit den Fex gefahren und anstatt normaler Fahrzeit kam sie mit +20 an, da der Zug einfach auf der Strecke anhielt. 

 

Ist das diese eine Ecke in der Pampa zwischen den Kiefern, wo man auch keinen Mobilfunkempfang hat? Der bleibt dort manchmal nur eine Minute stehen, aber auch schon mal 11 Minuten oder 8 oder mal 12.

 

* Das kostet natürlich, also für mich entweder Auto oder Zweitwohnsitz. 

Bearbeitet von MD-80
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vor 10 Minuten schrieb RobinHood:


Aber mit dem Auto muss man doch meine ich über ein Stück Autobahn, welches schon im normalen Berufsverkehr permanent überlastet ist

 

Es kommt auf die konkrete Strecke und die Uhrzeit an. Vormittags ist man Richtung BER via A100 und A113 ab Schöneberger Kreuz antizyklisch unterwegs. 

 

Nachmittags z.B. aus Nordberlin via A100 und A113 aus der Stadt raus macht es dann wieder keinen Spaß.

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vor 28 Minuten schrieb MD-80:

 

Mit dem Auto wären es ca. 50 bis 60 Minuten, frühmorgens etwas zügiger, sagte man mir. Alternativ bekommt man dann eine Parkkarte. Der große Vorteil mit dem Auto wäre, dass man zeitlich flexibler reagieren kann. 

Sorry, aber das klingt für mich eher so, dass die Wohnung für den BER taktisch nicht ideal gelegen ist!? So viel anders, bis auf längere Wege im Terminal sollte es im Vergleich zu SXF bzw. T5 ja nicht sein. - Im Gegenteil, da war die ÖPNV-Anbindung bis Ende Oktober im Vergleich zum T1 doch wesentlich schlechter, oder?

 

vor 3 Stunden schrieb MD-80:

So zynisch es klingen mag, aber ohne Corona und mit normalen Volumen wäre meiner Ansicht nach der BER im Chaos versunken.

Aha. Wegen Problemen bei der Anreise aus dem Home-Standby bei EZY?

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Gerade eben schrieb Klaus:

Aha. Wegen Problemen bei der Anreise aus dem Home-Standby bei EZY?

 

Nein. 

 

vor 1 Minute schrieb Klaus:

Sorry, aber das klingt für mich eher so, dass die Wohnung für den BER taktisch nicht ideal gelegen ist!?

 

Ja, sie liegt taktisch nicht gut, einmal durch die ganze Stadt durch. Viele Leute schauen schon und trotze der Gesamtsituation nach alternativen Wohnungen, aber aktuell geht es ja um den Ist-Zustand und nebenbei schauen, was möglich ist und wie die Arbeitswege umgesetzt werden. Viele waren vorher in Tegel stationiert. Falls der FEX ab Gesundbrunnen passend ist, dann ist die längere Distanz das geringere Problem. Zum Bahnhof Gesundbrunnen hinzukommen, kann je nach Tageszeit dann eine Herausforderung sein (laut BVG-App). Selber schaue ich natürlich selber, innerhalb Berlins umzuziehen. Schaue mich schon in den Gegenden um, die nicht so beliebt sind und gleichzeitig erheblich praktischere Wege von und zum BER bieten.

 

vor 4 Minuten schrieb Klaus:

Im Gegenteil, da war die ÖPNV-Anbindung bis Ende Oktober im Vergleich zum T1 doch wesentlich schlechter, oder?

 

Kann ich selber nicht wirklich beurteilen, da ich nie von SXF geflogen bin oder gearbeitet habe und nur fünfmal am SXF war und hier nahm ich immer die S-Bahn. Die S-Bahn nahm ich dienstlich nie, da diese zeitlich nicht gepasst hätten. Diese ist aber praktisch, wenn man in südlichen Teilen Berlins wohnt, so schätze ich es ein. 

 

vor 28 Minuten schrieb EDCJ:

Sorry,wollte niemandem zu Nahe treten. Ich habe halt nur einen PKW vorrausgesetzt, weil ich selbst ohne niemals zur Arbeit kommen würde. Wer natürlich darauf verzichten mag-ich bin der letzte,der jemanden da reinreden will

 

Ist doch alles gut. Wenn es danach ginge, dass ich nicht verzichten brauche, dann hätte ich sofort einen VW Käfer. :-)

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Vielleicht findet sich ja ein Investor,der am Bahnhof Wassmannsdorf ein Haus bauen will,für Mitarbeiterwohnungen. Also Wohn/Schlafraum für 1 Person,mit Küchenecke und Bad. Reicht als Zweitwohnung für die Arbeit. Ein ganzes Haus so Konzipiert (also mit Mittelgang auf den Etagen mit beidseitigen Wohnungen,Lift, ,das ganze vielleicht noch als Quadrat gebaut ,oder von mir aus auch Sechseck )Im Innenhof Parkplätze für die PKW.Klar,irgendwo muß auch ein Durchfahrt geplant sein.

Das wären ideale Wohnungen als Zweitwohnsitz .

Hier mal ein Link zum Bahnhof Wassmannsdorf (der letzte vor BER) :

https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Waßmannsdorf

 

Sollte sich da niemand finden,als Investor ?

Hätte ich das Geld,ich würde es tun! Ist eine Investition in die Zukunft!

Bearbeitet von EDCJ
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Ich arbeite seit 2005 an den Berliner Flughäfen, erst in TXL und seit Eröffnung BER eben dort. Ich habe grad mal nachgezählt, inklusive gestern war ich an 32 Arbeitstagen am BER und kann die Diskussion über die Anbindung nicht ganz nachvollziehen. Ich habe kein Auto, das war mir in Berlin noch nie wichtig und ich komme zu jeder Tag und Nachtzeit gut von A nach B, so auch zur Arbeit. Bisher bin ich mit der Anbindung außerordentlich zufrieden, ich bin deutlich zuverlässiger und pünktlicher am BER, als ich jemals in TXL war, da ich nicht mehr so stark auf die Ringbahn angewiesen bin. Und viele meiner Kollegen, die im Wedding, in Reinickendorf, Tegel oder Prenzlauer Berg wohnen sind sogar auch den ÖPNV umgestiegen um schneller und bequemer zum Arbeitsplatz zu kommen. in den knapp zwei Monaten gab es fast keine Verspätungen auf Grund von verspäteten, oder ausgefallenen Zügen. 

Sicherlich habe ich persönlich den Vorteil, dass ich Ostkreuz umsteige und daher mehrere Möglichkeiten habe, zum BER zu kommen. Aber so, oder so, die Züge sind in den allermeisten Fällen pünktlich. Selten mal ein- bis zwei Minuten Verspätung in der Ankunft find ich persönlich jetzt nicht sonderlich dramatisch. 

Einzig am Abend ist es mir hin und wieder passiert, dass einzelne FEX ab BER mal etwa zehn Minuten Verspätung hatten. Das ist ärgerlich, aber wenn ich mich persönlich entscheide, aus welchen Gründen auch immer, mit den Öffentlichen unterwegs zu sein, kalkuliert man das so mit ein. So, wie andere einkalkulieren, dass es unerwartet stauen kann und man mit dem privaten Auto länger wie geplant benötigt. 

Am BER hat man gar eine Anbindung täglich die ganze Nacht in die Stadt, ein wesentlicher Vorteil gegenüber TXL. Dort musste man nach 00:30 Uhr durhc nen dunklen Park zur Autobahn, um noch einen Bus zu bekommen, für Frauen war das keineswegs nen angenehmer Weg, hab mich da auch nie sehr entspannt gefühlt.  

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Am 30.12.2020 um 17:20 schrieb RobinHood:

Arbeitet hier (noch) jemand bei EasyJet in Berlin?

Stimmt es, dass Personal ihren Standby am BER absitzen müssen, weil sie zu lange zum Flughafen brauchen?? 

 

Dann ist die Anbindung ja wohl immer noch schlecht bzw. zu langsam? Wie viel Minuten hat denn einer Zeit, dann entsprechend zum Flughafen zu kommen? 

 

 

vor 8 Minuten schrieb seneca747:

 

Die Anbindung ist super! Ich arbeite für die DFS am BER und brauche von Mitte aus mit dem Auto meist weniger als 40 Minuten (habe es sogar schon in 29 Minuten ab Friedrichstraße geschafft!). Mit der Bahn auch nur eine halbe Stunde. Ich war vorher in MUC stationiert. Von solchen Fahrzeiten kann man dort nur träumen... Es ist natürlich unredlich, den Berliner Norden oder noch nördlicher davon als Bezugspunkt zu nehmen. Die Wirtschaftskraft der Stadt wird sich sowieso immer weiter Richtung Berliner Süden verlagern. Das war aber auch schon zu Zeiten von TXL so.... Es gibt kaum einen größeren Airport mit einer so guten Anbindung per Schiene und Straße in Europa.

Bearbeitet von seneca747
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vor 37 Minuten schrieb seneca747:

 

Die Anbindung ist super! Ich arbeite für die DFS am BER und brauche von Mitte aus mit dem Auto meist weniger als 40 Minuten (habe es sogar schon in 29 Minuten ab Friedrichstraße geschafft!). Mit der Bahn auch nur eine halbe Stunde. Ich war vorher in MUC stationiert. Von solchen Fahrzeiten kann man dort nur träumen... Es ist natürlich unredlich, den Berliner Norden oder noch nördlicher davon als Bezugspunkt zu nehmen. Die Wirtschaftskraft der Stadt wird sich sowieso immer weiter Richtung Berliner Süden verlagern. Das war aber auch schon zu Zeiten von TXL so.... Es gibt kaum einen größeren Airport mit einer so guten Anbindung per Schiene und Straße in Europa.

Nur die entsprechenden Fluggäste fehlen für die Größe der Stadt. Selbst ohne Corona wär die Anzahl der Paxe niedriger als TXL/SXF gewesen und dies wird auch noch über Jahre so sein. Das größere Hinterland fehlt einfach für noch mehr incl. der Wirtschaftskraft.

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vor 23 Minuten schrieb Fluginfo:

Nur die entsprechenden Fluggäste fehlen für die Größe der Stadt. Selbst ohne Corona wär die Anzahl der Paxe niedriger als TXL/SXF gewesen und dies wird auch noch über Jahre so sein. Das größere Hinterland fehlt einfach für noch mehr incl. der Wirtschaftskraft.

 

Diesen - total sachlichen und rein faktischen - Seitenhieb auf München konntest du nicht auf dir sitzen lassen, oder? Dein Glaskugel die dir verrät wie 2020 ohne Corona gelaufen wäre würde ich allerdings gerne Mal sehen...

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vor 50 Minuten schrieb Fluginfo:

Das größere Hinterland fehlt einfach für noch mehr incl. der Wirtschaftskraft.

Das es noch Defizite bei Wirtschaftskraft und Besiedlung des BER-Hinterlands gibt, bestreitet doch auch keiner ernsthaft. Berlin kann im Bestand wirtschaftlich noch nicht vollständig mit anderen deutschen Metropolen mithalten, die Folgen der Teilung und der Jahrzehnte des Kommunismus und der abgewanderten Industiegiganten aus Berlin (Siemens und Co) sind immer noch da. Und im Berliner Umland sieht es noch schlimmer aus, das ist (gerade an den Rändern Brandenburgs) recht dünn besiedelt und kann wirtschaftlich noch nicht z.B. mit dem Münchner Einzugsbereich und wirtschaftsstarken Städten wie Ingolstadt oder Augsburg mithalten. Beim Umland kommt auch noch hinzu, dass eben zwischen 1945 und 1990 keine Ansiedlungen ins Umland gehen konnten, also all das was beispielsweise bei Euch in Garching oder Starnberg ist, das gibt es hier (noch) nicht oder erst in kleinerem, seit 1990 entwickelten Umfang.

 

Doch wenn man die dynamische Entwicklung betrachtet, sieht es für Berlin besser aus als für andere Regionen. Ein paar Beispiele:

Die Berliner Wirtschaft (Stadt und Region) entwickelt sich trotz Corona sehr gut: https://www.morgenpost.de/berlin/article231227364/Berliner-Unternehmen-sind-Boersen-Gewinner-2020.html

Und das Berliner Umland, gerade die Flughafenregion, boomt weiter, siehe Tesla-Ansiedlung.

Und Potsdam wird das Starnberg der Ex-DDR, wenn man sich die Milliardärsdichte im Osten anschaut.

 

Ich bin deshalb für den Flugverkehr am BER, insbesondere aus der Kombination von Tourismus nach Berlin und Wirtschaftsentwicklung in Berlin und politischem Reiseverkehr von und zu den Ministerien plus Messe- und Kongressstadt Berlin durchaus optimistisch. 

 

Fluginfo, Du hoffst scheinbar auf eine andere Entwicklung. Und für mich klingt bei Dir immer ein gewisser Hochmut bei dem Thema durch, und dieser kommt ja sprichwörtlich vor dem Fall. Denn die Stützen mancher Westdeutschen Boom-Regionen taumeln gerade etwas: Die deutschen Banken in Frankfurt sind auch nicht mehr das, was sie vor 20 Jahren noch waren, und ob alle Süddeutschen (und Niedersächsischen) Autobauer den Transformationsprozess zum E-Auto als Konzern unbeschadet überstehen, wird auch erst die Zukunft zeigen. 

Bearbeitet von 101er
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Was ich aber nicht verstehe,da bindet die DB den BER an einen neuen IC an,von Rostock nach Dresden.

Den Abschnitt im Norden kann ich verstehen. Aber,warum fährt der neue IC nicht ab Elsterwerda über Riesa nach Chemnitz ,um damit die gesamte Erzgebirgsregion mit BER zu verbinden ? Dresden hat doch seinen eigenen Flughafen!

Nochdazu hatte doch Dresden bisher genug Verbindungen mit Berlin nonstop- Alle Nonstop-Verbindungen von Chemnitz wurden eingestellt,zugunsten der "Umsteigevariante" via Leipzig. Nur -auch darüber kommt niemand aus dem Raum Chemnitz zum BER,weil die ICE`s Leipzig-Berlin nicht am BER halten.

Ich will damit nur sagen,der neue IC  hat in Richtung Süden keinerlei Mehrwert für den BER .

Ich glaub noch nicht einmal,das der neue IC wegen BER eingeführt wurde,er wurde eher nur symbolisch (auf Wunsch ) an den BER medienwirksam angeschlossen.

Die einzige Anbindung,die Chemnitz an den BER hat ,sind die Flix-Busse,wenn sie denn fahren. Aber,soviel ich weis,halten die wohl auch nur am T5 und nicht am T1+2

Bearbeitet von EDCJ
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Aber die Diskussion hatten wir doch schon.

 

Die Bahn hat NULL Interesse, den BER an irgend etwas anzubinden!

Der Flughafen ist ein Konkurrent.

Ohne politischen Druck, da Verbindungen herzustellen passiert da nichts.

Aber wer soll den Druck denn aufbauen? Andy Scheuer? Ernsthaft?

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Das ist aber rein praktisch gesehen genau das Einzugsgebiet, dessen Fehlen oben bemängelt wurde. BER sollte allerdings keine Schuldzuweisung an die Bahn anfangen, wenn es mit Langstrecken nur ganz zäh anläuft.

Bei der Bahn reden die Länder mit, die alle Eigeninteressen und keinen überregionalen Blick haben. Schon gar nicht, wenn der was kostet.

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Der Zug soll einen Stundentakt ab Berlin (Stadtzentrum) nach Dresden ermöglichen. Nach Chemnitz geht es mit Umsteigen in Elsterwerda.

 

Ich halte die Diskussion um das Thema Fernbahnanreise zum BER sowieso für überbewertet. Wenn ich so an meine letzten Flugpaare ab Berlin denke, war da immer entweder ein Frühflug gegen 7 Uhr oder eine Spätlandung nach 22 Uhr dabei. Beides passt nicht zu einer Bahnanreise, da käme immer also noch eine Hotelübernachtung dazu. Wir haben hier halt wenige Langstrecken wie in Frankfurt oder München, wo z.B. Abendabflüge und Mogenankünfte möglich sind, die man gut mit einem Fernzug kombinieren kann.

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Wenn der "böse" Inlandsflugverkehr abgeschafft, oder sagen wir mal geschwächt, werden soll, einst die besonders starke Seite von Berlin, muss man anders zum Flughafen kommen können, wenn man von weiter weg anreist. Das ist durchaus ein strategisches Thema.

 

Wie man es mit der Bahn richtig macht, zeigt der Frankfurter Flughafen seit vielen Jahrzehnten und immer wieder neu. Andere haben zwar Bahnhöfe aber nutzen sie nicht richtig oder lassen sie sogar bewusst austrocknen.

Bearbeitet von Nosig
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