oldblueeyes Geschrieben 10. Oktober 2024 Melden Geschrieben 10. Oktober 2024 Es ist völlig unwichtig wie wir es finden. Eine Werbeagentur arbeitet immer auf einen Brief- was muss geliefert werden. Diesen kennen wir nicht. Die Ziele der Kampagne kennen wir auch nicht. Ob sie gut oder schlecht ist, hängt davon ab ob man das was erreichen wollte auch erreichen wird. Aus persönlicher Sicht denke ich schon dass es eine Ü40 Zielgruppe ansprechen sollte, auch die Texte erinnern so bisschen an dem was um die Jahrtausendwende cool war. Ü60er sind far nicht mehr werberelevant
Lucky Luke Geschrieben 10. Oktober 2024 Melden Geschrieben 10. Oktober 2024 Der Text und Beat ist klassischer Old-School-Hip-Hop, also schon so Richtung Zielgruppe 30+. Ich denk mir jetzt aber - und das meine ich gar nicht als Angriff - das viele der hier schreibenden Leute wahrscheinlich auch schon früher keinen Rap gehört haben. Ansonsten: Werbung, die man gut findet, ist nicht immer Werbung, die im Kopf bleibt. Es gibt sogar Studien dazu, dass Werbung oft umso erfolgreicher ist, desto nerviger sie gefunden wird. Siehe Seitenbacher, siehe Neo-Angin. 1
im-exil Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 Und auch wir schreieben hier zusammen über die Werbung......Ziel erreicht, oder?
Emanuel Franceso Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 Nun beginnt auch Eurowings das Angebot in Deutschland zu reduzieren. Ab Hamburg werden in 2025 zunächst 1000 Flüge gestrichen, zum SFP25 wird die Strecke Hamburg - Köln/Bonn ganz eingestellt, vsl. entfallen im Sommer 2025 6 weitere Strecken nach Europa und Nordafrika. Grund ist eine "unverhältnismäßige" Erhöhung der Gebühren in Hamburg. Aber auch an anderen Standorten in Deutschland prüft Eurowings Streckenstreichungen aufgrund steigender Kosten; die Kapazitäten sollen stattdessen ins Ausland verlagert werden. https://newscloud.eurowings.com/zu-hohe-standortkosten-eurowings-reduziert-angebot-fuer-2025-am-flughafen-hamburg/
OliverWendellHolmesJr Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 Eurowings macht einen auf Volkswagen, bietet ein unattraktives Produkt, das zu wenige Käufer findet und läuft heulend durch die Medienlandschaft. 3
Beliebter Beitrag d@ni!3l Geschrieben 11. Oktober 2024 Beliebter Beitrag Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 (bearbeitet) Ne, ist schon richtig, einmal HAM immer HAM. Flugzeuge woanders einsetzen, wo sie mehr Gewinn bringen würden ist echt ne dumme "heulende" Sache. Wie können sie es wagen. (Sarkasmus aus). Der Vergleich hinkt - VW findet weltweit zu wenig Käufer (und überlegt deshalb Werke zu schließen), EW sagt, sie finden die Käufer - nur eben woanders (sie verschieben die "Werke"). Ich kann mich nur aus dem Ryanair Thread wiederholen: Wenn zig Airlines sich gleichzeitig von einem Standort abwenden könnte man a) jede Airline ins Lächerliche ziehen b) den Standort an sich hinterfragen Unsere Infrastruktur wird immer schlechter und immer teurer - dann findet der Luftverkehr halt woanders auf der Welt statt, gibt ja keinen Zwang Routen zu fliegen, die sich nicht lohnen. Da Lobbyismus-mäßig drauf hinweisen finde ich gar nicht so verkehrt. Ich meine wir hier im Forum mögen ja (offensichtlich) die Luftfahrt. Da gibt es halt auch zwei Möglichkeiten: a) dabei zugucken / kommentieren, wie die Luftfahrt hier kampflos den Bach runter geht und sich drüber lustig machen oder b) dabei zusehen, wie sie es versucht irgendwie noch zu retten. Kann man "heulen" nennen - kann man aber auch "Finger in die offene Wunde legen" nennen. Bearbeitet 11. Oktober 2024 von d@ni!3l 10
debonair Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 vor 1 Stunde schrieb Emanuel Franceso: vsl. entfallen im Sommer 2025 6 weitere Strecken nach Europa und Nordafrika. ...die möglichen Kandidaten sind?
Avroliner100 Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 (bearbeitet) vor 58 Minuten schrieb d@ni!3l: Wenn zig Airlines sich gleichzeitig von einem Standort abwenden könnte man a) jede Airline ins Lächerliche ziehen b) den Standort an sich hinterfragen Unsere Infrastruktur wird immer schlechter und immer teurer - dann findet der Luftverkehr halt woanders auf der Welt statt, gibt ja keinen Zwang Routen zu fliegen, die sich nicht lohnen. Da Lobbyismus-mäßig drauf hinweisen finde ich gar nicht so verkehrt. Und es ist ja nicht nur der Flughafen Hamburg. Es ist das ganze Land. Nicht dass grade erst die Luftfahrtverkehrssteuer gestiegen ist. Nächstes Jahr sollen unter der Ampel auch noch mal die Flugsicherheitsgebühren (welche sich in den letzten Jahren eh schon verdoppelt haben) “turnusgemäß” um weitere 50% steigen. https://www.aero.de/news-48470/Was-nun-Herr-Wissing.html Wenn die Ampel 50% als “turnusgemäß” angebrachte Erhöhung des Gebührensatzes ansieht, dann darf man sich schon fragen, was die geraucht haben. Bearbeitet 11. Oktober 2024 von Avroliner100 2
snooper Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 Gerade eben schrieb Avroliner100: Und es ist ja nicht nur der Flughafen Hamburg. Es ist das ganze Land. Nicht dass grade erst die Luftfahrtverkehrssteuer gestiegen ist. Nächstes Jahr sollen unter der Ampel auch noch mal die Flugsicherheitsgebühren (welche sich in den letzten Jahren eh schon verdoppelt haben) um weitere 50% steigen. https://www.aero.de/news-48470/Was-nun-Herr-Wissing.html Naja.. die Ampel und ihre verbündeten Klimakämpfer klatschen sich vermutlich vor lauter Freude auf die Schenkel. Sollen sie eben mit der tollen Bahn nach Köln fahren, wenn sie nicht fliegen sollen/können/dürfen etc..
Koelli Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 (bearbeitet) Einerseits schreibt Eurowings, dass die Strecke Köln-Hamburg gerade bei Geschäftsreisenden beliebt sei und dann schreiben sie, dass sie die Strecke aus wirtschaftlichen Gründen einstellen müssen. Wie passt das zusammen? Gerade Geschäftsreisende sind doch bereit, mehr zu bezahlen. Außerdem ist Eurowings auf dieser Strecke Monopolist. Was würde ein Herr O Leary bloß sagen, wenn er in Köln leben würde? Da erhöht die KVB JEDES JAHR die Gebühren und dieses Jahr sogar zweimal im Jahr Bearbeitet 11. Oktober 2024 von Koelli 1
Lufticus Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 vor einer Stunde schrieb d@ni!3l: Kann man "heulen" nennen - kann man aber auch "Finger in die offene Wunde legen" nennen. Und an dieser Wunde, um bei dem Bild zu bleiben, hat die Lufthansa-Gruppe keinerlei Anteil? Nur der Staat, die Flughäfen und alle anderen?
d@ni!3l Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 (bearbeitet) Natürlich gibt es mehr als einen Grund, aber man weist halt (auch) auf externe Faktoren hin. Interne Themen wird man intern angehen, aber wenn ein Flughafen oder Regulator irgendwas ändert, kann man nicht mehr als darauf hinweisen und/oder ausweichen, weil man es nicht ändern kann. Und hier weist man halt darauf hin (mehr dazu unten). Dass man selbst ggf. nicht alles richtig macht steht ja auf einem anderen Blatt. Aber nur zu sagen "ich mach selbst ja auch Fehler, deshalb tu ich mal so als wäre extern alles gold" ist ja auch kein Weg Ist halt die Frage, wem sowas am Ende am meisten schadet? Den Passagieren, wenn ein Angebot entfällt. Sicher. Dem Flughafen wenn eine Airline / Airlines abziehen? Sicher. Die Airline die ihr Glück woanders sucht? Vielleicht - aber vielleicht auch nicht. vor 47 Minuten schrieb Koelli: Außerdem ist Eurowings auf dieser Strecke Monopolist. Wie man es nimmt. Es gibt ja auch Bahnen und Autos um von A nach B zu kommen. Klar, der Flug ist am schnellsten und zahlt man 10€ mehr um eine Stunde zu sparen? Klar. Zahlt man 100€ mehr um eine Stunde zu zahlen? Sehen einige wahrscheinlich anders, zahlst du irgendwann 300€ mehr nehmen dann doch fast alle die Bahn. Da hast du kein "Monopol" im Sinne von "nur so komm ich von A nach B". Aber es ist ein Stück weit wie Snooper auch angedeutet hat: Die Politik wollte (Inlands-)Flüge weniger attraktiv machen. Das ist ihr (demokratisches) Recht. Jetzt sieht man Beispiele, wo das Ziel erreicht wurde, die Flüge wurden so unattraktiv, dass sie gestrichen wurden. Es wurde "geliefert wie bestellt". Gibt halt nun verschiedene Wege damit umzugehen. a) das akzeptieren / gut finden. b) es schade finden, es aber hinnehmen c) nächstes mal den Flug nehmen auch wenn er teurer ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Strecke bleibt d) es der Airline in die Schuhe schieben oder e) nächstes mal anders wählen. Wobei das - wie gesagt - nicht das einzige Problem ist. Die Löhne vor Ort sind auch durch die Decke geschossen und/oder Leute sind abgewandert, was die Performance nicht verbessert hat, Airlines haben selbst Fehler gemacht. Also es kommt schon einiges zusammen. Aber was soll man nun machen? Flüge halb leer durchführen, weil nicht jeder den erforderlichen Betrag zahlen kann/will? Eigene Kosten geht man so gut an wie es geht, Wartung und Sprit ist wenig beeinflussbar, Gehälter am Flughafen auch. Im Grunde sind die Steuern das einzige, was veränderbar wäre (also zumindest am einfachsten), aber das ist halt nicht gewollt - ohne Wertung. Aber deshalb "prognostiziere" ich leider: Es wird über die nächsten Jahre noch einiges an Flugverkehr ab Deutschland abwandern. Bzw. es ist ja schon einiges weg, wir sind ja hier eine der wenigen, die nicht weit über den 2019er Werten liegen. Und dass alle Airlines überall sonst gut gemanaged wären, nur in Deutschland nicht, ist da eher eine unwahrscheinliche Begründung - deshalb ist (auch) woanders hin zeigen ggf. schon nachvollziehbar. Bearbeitet 11. Oktober 2024 von d@ni!3l 5
Tefron Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 Ich finde es gut, dass Eurowings analog zu Ryanair die Reduktion bekanntgegeben und auf die Probleme hingewiesen hat. Es macht eben doch einen Unterschied, ob die Ankündigung nur von Ryanair kommt oder eben auch von einer renommierten Airline, die mit zum Lufthansa Konzern gehört. Und wenn diese auch noch sagt, man sei auf Grund der hohen Kosten in Deutschland, eher an einem Ausbau im Ausland interessiert, dann ist das eine Botschaft an die Flughäfen und an die Bundesregierung, die eher gehört wird. Wir werden sehen, wo das alles hinführen wird.
AOG Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 vor 8 Stunden schrieb d@ni!3l: : Die Politik wollte (Inlands-)Flüge weniger attraktiv machen. Das ist ihr (demokratisches) Recht. Jetzt sieht man Beispiele, wo das Ziel erreicht wurde, die Flüge wurden so unattraktiv, dass sie gestrichen wurden. Es wurde "geliefert wie bestellt". Genau. Und es wurde auch vorher oft genug von verschiedenen Fachleuten gesagt, dass es so kommen würde. Nur war das entweder gewollt oder man hat mal wieder nicht auf Leute hören wollen, die sich mit der Materie auskennen.
d@ni!3l Geschrieben 11. Oktober 2024 Melden Geschrieben 11. Oktober 2024 Kam etwas zu früh. Normalerweise fallen politische Entscheidungen ja immer erst der Folgeregierung auf die Füße... Schade für die ganzen Beschäftigten im Land. Fluggerät kann ja woanders hin, (Flughafen) Personal nicht.
debonair Geschrieben 13. Oktober 2024 Melden Geschrieben 13. Oktober 2024 Am 10.10.2024 um 17:51 schrieb BU830: Geht TVS eigentlich zum Winterflugplan auch raus? Gibt es schon eiine Übersiicht für S25? Was erwarttet uns im S25 an wetleases?
101er Geschrieben 14. Oktober 2024 Melden Geschrieben 14. Oktober 2024 Am 11.10.2024 um 12:35 schrieb d@ni!3l: Ne, ist schon richtig, einmal HAM immer HAM. Flugzeuge woanders einsetzen, wo sie mehr Gewinn bringen würden ist echt ne dumme "heulende" Sache. Wie können sie es wagen. (Sarkasmus aus). Der Vergleich hinkt - VW findet weltweit zu wenig Käufer (und überlegt deshalb Werke zu schließen), EW sagt, sie finden die Käufer - nur eben woanders (sie verschieben die "Werke"). Unsere Infrastruktur wird immer schlechter und immer teurer - dann findet der Luftverkehr halt woanders auf der Welt statt, gibt ja keinen Zwang Routen zu fliegen, die sich nicht lohnen. Da Lobbyismus-mäßig drauf hinweisen finde ich gar nicht so verkehrt Während es bei FR ja noch eine halbwegs glaubwürdige Drohung ist, dann lieber in anderen Ländern zu wachsen, ist dieser Spruch bei EW ein Rohrkrepierer. Alle versuche, außerhalb der deutschsprachigen Basen zu wachsen, gingen bei EW bisher immer schief. Und die schlechter werdende Infrastruktur betrifft nur den innerdeutschen Luftverkehr. Die Hauptkonkurrenzverkehrsmittel ICE-Netz und Autobahn werden nach wie vor ausgebaut. Gerade Hamburg-Köln mit seinen stündlichen ICE-Zügen mit 4 Stunden Fahrzeit hat ein sehr gutes Konkurrenzprodukt auf der Schiene. Die Bahn hat hier ihre Strategie auch noch mal optimiert und bringt hier noch mehr Fernzüge mit sehr wenigen Zwischenhalten (z.B. zwischen Hamburg und Köln den ersten Stopp in Essen oder Berlin-München mit nur einem Stopp in Nürnberg). Gerade wenn der Flieger hier noch eine einzige Verbindung am jeweiligen Tagesrand bietet, bist Du als Fluggast auch nicht wirklich flexibel, wenn Dein Termin nur zwei Stunden dauert und Du dann den halben Tag totschlagen musst bis zu Deinem Rückflug. Ich rechne daher weiterhin mit einem deutlich schrumpfenden innerdeutschen Luftverkehr, weil sich auch mehrerer Trends überlagern: Die stärkere Verbreitung von Videokonferenzen statt persönlichen Meetings, der Ausbau des ICE-Sprinter-Netzes, die Steuer- und Abgaben-Thematik vor dem Hintergrund von Klimaschutz. 3
d@ni!3l Geschrieben 14. Oktober 2024 Melden Geschrieben 14. Oktober 2024 Ja, theoretisch ist der ICE ein gutes Konkurrenzprodukt. Ich weiß nicht, wie viele jedoch der Bahn vertrauen wirklich dann anzukommen, wenn man es plant. Aber dass die innerdeutschen Strecken auch wegen der Bahn und Videokonferenzen usw. immer mehr abnehmen sehe ich auch (ein). Bedenklich wird es mMn bei den internationalen Routen, wo es keine Alternative wie bspw. die Bahn gibt. Entfallen diese ersatzlos sinkt der Flugverkehr hier - mit entsprechenden Auswirkungen auf Jobs, Anbindung von Firmen an ihre Partner etc. Den Flugverkehr und die Nachfrage gibt es ja nicht ohne Grund und wenn man diesen schrumpft hat das auch (woanders) Auswirkungen. 2
oldblueeyes Geschrieben 14. Oktober 2024 Melden Geschrieben 14. Oktober 2024 vor einer Stunde schrieb 101er: Während es bei FR ja noch eine halbwegs glaubwürdige Drohung ist, dann lieber in anderen Ländern zu wachsen, ist dieser Spruch bei EW ein Rohrkrepierer. Alle versuche, außerhalb der deutschsprachigen Basen zu wachsen, gingen bei EW bisher immer schief. Und die schlechter werdende Infrastruktur betrifft nur den innerdeutschen Luftverkehr. Die Hauptkonkurrenzverkehrsmittel ICE-Netz und Autobahn werden nach wie vor ausgebaut. Gerade Hamburg-Köln mit seinen stündlichen ICE-Zügen mit 4 Stunden Fahrzeit hat ein sehr gutes Konkurrenzprodukt auf der Schiene. Die Bahn hat hier ihre Strategie auch noch mal optimiert und bringt hier noch mehr Fernzüge mit sehr wenigen Zwischenhalten (z.B. zwischen Hamburg und Köln den ersten Stopp in Essen oder Berlin-München mit nur einem Stopp in Nürnberg). Gerade wenn der Flieger hier noch eine einzige Verbindung am jeweiligen Tagesrand bietet, bist Du als Fluggast auch nicht wirklich flexibel, wenn Dein Termin nur zwei Stunden dauert und Du dann den halben Tag totschlagen musst bis zu Deinem Rückflug. Ich rechne daher weiterhin mit einem deutlich schrumpfenden innerdeutschen Luftverkehr, weil sich auch mehrerer Trends überlagern: Die stärkere Verbreitung von Videokonferenzen statt persönlichen Meetings, der Ausbau des ICE-Sprinter-Netzes, die Steuer- und Abgaben-Thematik vor dem Hintergrund von Klimaschutz. Warum sollte Wachstum ausserhalb Deutschlands eine Drohung sein? Sinn und Zweck von Eurowings war es die LCCs nicht stark wachsen zu lassen. Wenn das mit weniger Flugzeuge möglich ist, dann wird der Rest anderweitig beschäftigt. Mit Italien öffnet sich gerade ein stark umkämpften nichts desto trotz interessanter neuer " Heimatmarkt" auf. Wenn Deutschland 20 Flugzeuge weniger braucht, dann macht man einen Cut und lässt EWE dort wachsen, wo Nachfrage ist.
im-exil Geschrieben 14. Oktober 2024 Melden Geschrieben 14. Oktober 2024 Ich weiss nicht, ob eine ICE-Verbindung HH-K über rund 4 Stunden wirklich ein konkurrenzfähiges Angebot ist. Bei einem Termin ist man dann Hin und Rück rund 8 Stunden (ohne Verspätung) im Zug. Zur Jahrtausendwende gab es nach meinem Gefühl mit dem Metropolitan ein zumindest etwas besseres Angebot mit einer Reisezeit von "nur" 3.5 Stunden. Ich finde es schon eine recht merkwürdige Ansage, dass sich selbst auf einer businesslastigen Strecke gar keine Flüge mehr lohnen, da sich höhere Preise am Markt nicht darstellen liessen. Schauen wir doch mal, was die Marktwirtschaft bringt. Vielleicht gibt es ja eine andere Airline, die eine Lücke für sich sieht und einspringt. Wenn nicht, scheint EW ja richtig argumentiert zu haben.
Lucky Luke Geschrieben 14. Oktober 2024 Melden Geschrieben 14. Oktober 2024 vor einer Stunde schrieb d@ni!3l: Ja, theoretisch ist der ICE ein gutes Konkurrenzprodukt. Ich weiß nicht, wie viele jedoch der Bahn vertrauen wirklich dann anzukommen, wenn man es plant. Viele. Ich selbst reise wöchentlich quer durch die Bundesrepublik, mein halber Freundeskreis auch. In diesen Zügen sitzen IMMER eine Armada von Geschäftsreisenden, mit manchen kommt man ja auch ab und an ins Gespräch. Das einhellige Verdict ist: Probleme mit der Bahn existieren und wenn sie auftauchen, sind sie teilweise super nervig - aber sie tauchen seltener auf, als sie von Nicht-Bahnreisenden gerne heraufbeschworen werden. Fairerweise kann man sich das Bahnerlebnis halt auch viel besser machen, wenn man ein geübter Reisender mit ein bisschen Interesse fürs Bahnwesen ist. Dann reserviert man nicht mehr in bestimmten Wagen oder auf bestimmten Sitzen, weil es die bei einem spontanen Zugwechsel nicht mehr gibt. Vielleicht zwingt man manchmal die Bahn-Engine, einem die 20 Minuten langsamere Direktverbindung auszuspucken, auch wenn nach der Logik der Engine immer der schnellere Umstieg bevorzugt wird. Einfach, weil man weiß, dass mit jedem Connecten das Risiko für einen richtig unbequemen Missconnex massiv steigt. Dann bucht man auch nicht mehr bestimmte Zugläufe. Wenn ich von Stuttgart oder Nürnberg nach München will, nehme ich natürlich ums Verrecken nicht den ICE, der vorher schon nen Zuglauf durch die halbe Republik hatte. Besonders vermeidet man alles, was irgendwie in Kontakt mit dem Ruhrgebiet kommt. Sowas weiß man irgendwann einfach, wenn man genug reist und sich vielleicht sogar in Bahnforen rumtreibt. Das sollte nicht so sein, dem stimme ich komplett zu. Es erklärt aber, warum die Meinungen und das persönliche Empfinden über Bahnreisen oft so weit auseinandergehen.
d@ni!3l Geschrieben 14. Oktober 2024 Melden Geschrieben 14. Oktober 2024 (bearbeitet) Mag ja sein, mein empirisches Empfinden sieht da etwas anders aus, aber ggf. nimmt man es echt nur schlimmer wahr, weil 15 min am Gleis warten unangenehmer ist als 15 min am Gate warten. Oder aber, weil ich in dem angesprochenen Ruhrgebiet wohne vor 22 Minuten schrieb Lucky Luke: Das sollte nicht so sein, dem stimme ich komplett zu. Da frage ich mich nur, ob nicht ggf. erst die Alternative gut funktionieren muss, bis man etwas "abreißt". Wie dem auch sei - bisher haben ja ausreichend Leute diese Flüge genommen, also es bestand schon ein "Bedürfnis" / eine Nachfrage nach denen. Aber klar, wird es dann teurer springen einige ab und die kritische Nachfrage ist nicht mehr da. Im Grunde war das ja auch genauso politisch gewollt, dass die Inlandsflüge weniger attraktiv werden. Da die Bahn ja attraktiver werden soll (ich glaube einfach mal dran) würden die ohnehin bald entfallen. Wie gesagt- ich sehe das Problem auch eher bei den nicht Inlandsstrecken die entfallen. Schade wird es halt um alle anderen. Klar, man kann sich fragen, ob man denn unbedingt nach AGP usw. muss - aber das kann man sich bei jeder Strecke fragen. Dann kann man auch den ganzen Himmel über Deutschland und anschließend das Forum dicht machen... Mir gefällt diese Entwicklung nicht, dass ganz Europa im Luftverkehr wächst und Deutschland nicht. Die Flugzeuge sind alle bestellt und fliegen dennoch (woanders). Also dem Klima hilft das auch nicht. Bearbeitet 14. Oktober 2024 von d@ni!3l 1
locodtm Geschrieben 14. Oktober 2024 Melden Geschrieben 14. Oktober 2024 vor 42 Minuten schrieb im-exil: Ich weiss nicht, ob eine ICE-Verbindung HH-K über rund 4 Stunden wirklich ein konkurrenzfähiges Angebot ist. Bei einem Termin ist man dann Hin und Rück rund 8 Stunden (ohne Verspätung) im Zug. Zur Jahrtausendwende gab es nach meinem Gefühl mit dem Metropolitan ein zumindest etwas besseres Angebot mit einer Reisezeit von "nur" 3.5 Stunden. Ich finde es schon eine recht merkwürdige Ansage, dass sich selbst auf einer businesslastigen Strecke gar keine Flüge mehr lohnen, da sich höhere Preise am Markt nicht darstellen liessen. Schauen wir doch mal, was die Marktwirtschaft bringt. Vielleicht gibt es ja eine andere Airline, die eine Lücke für sich sieht und einspringt. Wenn nicht, scheint EW ja richtig argumentiert zu haben. Frage ist ja auch, was kriege ich erstattet. Inzwischen kann ich beruflich zwei Übernachtungen vor Ort mehr erstattet kriegen, wenn ich eben einen Tag eher an- bzw. einen Tag später abreise mit der Bahn ggü. dem Flugzeug. Da eben davon ausgegangen wird, dass man im Zug (1. Klasse und Sitzplatzreservierung gesetzt) und auch vor Ort im Hotel arbeitet. Jeder Flug muss ausführlich begründet werden. Was zu solchen Kuriositäten führt, dass SAP einen nicht die Reise in die USA beantragen lässt, wenn man keine ausführliche Begründung hat, warum der Zug nicht geht.
Gast Geschrieben 14. Oktober 2024 Melden Geschrieben 14. Oktober 2024 vor 2 Stunden schrieb oldblueeyes: Wenn Deutschland 20 Flugzeuge weniger braucht, dann macht man einen Cut und lässt EWE dort wachsen, wo Nachfrage ist. Ja, ist halt die Frage was genau diese 20 anderen Flieger bei EWL so anstellen. Dass die „nicht-deutschsprachigen“ Ops sich aktuell sehr in Grenzen halten ist uns glaube ich allen klar. vor 2 Stunden schrieb oldblueeyes: Sinn und Zweck von Eurowings war es die LCCs [in Deutschand] nicht stark wachsen zu lassen. Siehe meine Ergänzung. Leider gibt es mMn. bei EW viel zu wenige Intentionen paneuropäisch zu wachsen, weil man immer noch sehr das Deutschland-Mindset drin hat. Warum auch nicht, das ist immerhin der Zweck der Gesellschaft. Möglicherweise/hoffentlich erkennt man durch die ungünstigen Faktoren hier vor Ort aber ja mal einen Sinn darin, etwas mehr international zu expandieren. Wäre jedenfalls spannend. vor 2 Stunden schrieb oldblueeyes: Mit Italien öffnet sich gerade ein stark umkämpften nichts desto trotz interessanter neuer " Heimatmarkt" auf. Ist halt die Frage, ob und wie man gegen bestehende Wizz/Ryanair wirklich gewinnen will, gerade in Italien. vor 3 Stunden schrieb 101er: Und die schlechter werdende Infrastruktur betrifft nur den innerdeutschen Luftverkehr. Die Hauptkonkurrenzverkehrsmittel ICE-Netz und Autobahn werden nach wie vor ausgebaut. Die Bahn mag langfristig besser werden. Kurz- und mittelfristig wird das mit den ganzen Generalsanierungen usw. aber ein Graus. Die Riedbahnsperrung hat mir persönlich schon einen Vorgeschmack gegeben, und gut geschmeckt hat das ganz sicher nicht. Aber selbst wenn die Bahn irgendwann mal eine funktionierende, belastbare etc. Infrastruktur hat, wie oft bin ich schon aufgrund von Personalmangel, kurzfristig kaputten Signalanlagen etc. stehen geblieben bzw zu spät gekommen. Wie oft hat schon ein Zugteil gefehlt, wie oft durfte ich schon mit anderen Leuten ohne Klimaanlage dicht an dicht im Gang stehen. Da bringt dir auch eine tolle Infrastruktur wenig.
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