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Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb WorldofAirline:

Mir ist beim durchstöbern alter Bilder, aus vorallem 1999-2001 aufgefallen, dass es einige Lufthansa B744 in MUC gab. Waren die dort gebased, bzw. hatte LH damals strecken mit 744 ab MUC?

W-Pattern Flüge nach SFO und LAX, die Base der Flugzeuge war FRA.

Geschrieben (bearbeitet)

Zahlen für Q1/23:

Gesamtkonzern:

Zitat

Der Konzern steigerte seinen Umsatz im Vorjahresvergleich um 40 Prozent auf 7,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,0 Milliarden Euro). Das Adjusted EBIT belief sich auf -273 Millionen Euro (Vorjahr: -577 Millionen Euro). Das Unternehmen erzielte damit im ersten Quartal ein deutlich besseres Ergebnis als im ersten Quartal 2019 (Adjusted EBIT 1. Quartal 2019: -336 Millionen Euro). Die Adjusted EBIT-Marge stieg entsprechend auf -3,9 Prozent (Vorjahr: -11,5 Prozent). Der Nettoverlust sank um 20 Prozent auf -467 Millionen Euro (Vorjahr: -584 Millionen Euro).

 

Aufgrund der anhaltend starken Buchungseingänge stieg der operative Cashflow im ersten Quartal 2023 auf 1,6 Milliarden Euro. Diesem Anstieg standen erhöhte Netto-Investitionen von 1,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 640 Millionen Euro) gegenüber. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen Anzahlungen auf zukünftige Flugzeugerwerbe, aktivierte Großwartungsereignisse sowie Schlusszahlungen für sechs zugegangene Flugzeuge, darunter solche, deren Auslieferung bereits im vierten Quartal des Vorjahres geplant war. Dadurch sank der Adjusted Free Cashflow auf 482 Millionen Euro (Vorjahr: 780 Millionen Euro).

Ende März 2023 stand dem Unternehmen Liquidität in Höhe von insgesamt 10,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit liegt die Liquidität weiterhin über dem Zielkorridor von 8 bis 10 Milliarden Euro. Zum 31. Dezember 2022 lag die verfügbare Liquidität der Lufthansa Group mit 10,4 Milliarden Euro knapp unter dem aktuellen Wert.

 

Passagier Airlines:

Zitat

Der Umsatz der Passagier-Airlines stieg im ersten Quartal um 73 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,0 Milliarden Euro). Vor allem die Entwicklung der Durchschnittserlöse, die im ersten Quartal 19 Prozent über dem Niveau von 2019 lagen, zeugen von der Stärke der Nachfrage. Auf der Langstrecke betrug der Anstieg der Durchschnittserlöse sogar 25 Prozent. Aufgrund der Saisonalität und der Vorbereitungen für den Ausbau des Flugbetriebs in den Sommermonaten war das Ergebnis jedoch negativ. Die Passagier-Airlines erwirtschafteten im ersten Quartal 2023 ein Adjusted EBIT von -512 Millionen Euro (Vorjahr: -1,1 Milliarden Euro).

 

Adjusted EBIT Nach Airline:

Lufthansa Airline (inkl. 4Y): -366 Mill€

SWISS: 77 Mill.€

Austrian: -73 Mill.€

Brussels: -43 Mill.€

Eurowings: - 103 Mill.€

 

LH Cargo:

Zitat

Das Geschäftsfeld Logistik erzielte auch im ersten Quartal 2023 einen operativen Gewinn. Dieser lag jedoch aufgrund der marktweiten Normalisierung der Luftfrachtraten unter dem Rekordergebnis des ersten Quartals des Vorjahres. Im vergangenen Jahr hatte die krisenbedingte Reduktion der Kapazitäten in Kombination mit einer stark gestiegenen Nachfrage aufgrund gestörter Lieferketten zu Rekorderlösen geführt. Lufthansa Cargo erwirtschaftete im ersten Quartal ein Adjusted EBIT von 151 Millionen Euro (Vorjahr: 495 Millionen Euro).

 

LH Technik:

Zitat

Lufthansa Technik verbesserte im ersten Quartal 2023 das Ergebnis des Vorjahres. Die hohe Nachfrage nach Flugreisen führte zu einer weiter wachsenden Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen, entsprechend stiegen die Erlöse. Lufthansa Technik erwirtschaftete im ersten Quartal ein Adjusted EBIT von 135 Millionen Euro (Vorjahr: 129 Millionen Euro).

 

Man erwartet einen erneut starken Reisesommer; Adjustetd EBIT für Q2/23 wird vsl. über dem Ergebnis von Q2/19 liegen (waren 754 Mill.€); Kapazität in Q2/23 soll bei 82% liegen, im Gesamtjahr bei 85% bis 90%.

https://www.lufthansagroup.com/de/newsroom/meldungen/lufthansa-group-verzeichnet-starke-buchungseingaenge-im-ersten-quartal-2023-und-erwartet-erneut-reise-boom-im-sommer.html

Bearbeitet von Emanuel Franceso
Geschrieben (bearbeitet)

Das ist ein ziemlich hoher Verlust und noch nicht so die wahre Verbesserung ggü. dem Vorjahr. Ein dreistelliges Minus bei EW ist auch sehr bitter. Und jetzt will man sich noch AZ und TAP ans Bein binden?

Bearbeitet von Nosig
Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb Nosig:

Das ist ein ziemlich hoher Verlust und noch nicht so die wahre Verbesserung ggü. dem Vorjahr. Ein dreistelliges Minus bei EW ist auch sehr bitter. Und jetzt will man sich noch AZ und TAP ans Bein binden?

Bei EW wurde, warum auch immer, der Verlust der Sun Express mit eingerechnet. EW alleine hat -79 Millionen Euro Verlust gemacht.

Geschrieben
vor 56 Minuten schrieb Mahag:

Wieviel Verlust 4Y ist denn bei LH Airlines eingerechnet?

Wird nach meinem Wissensstand aktuell nicht ausgewiesen. auch im Quartalsbericht habe ich ad hoc nichts zum Ergebnis der Discover gefunden. Die einzige Information entstammt den anderen Vorstandskommunikationen (bspw. Rede von Spohr zur HV), dass von allen Flugbetrieben ein positives Ergebnis im Gesamtjahr 2023 erwartet wird. 

 

Zitat zu Discover aus der Rede von Spohr zur HV:

"Zur Entwicklung von Eurowings Discover: Sie ergänzt seit 2021 unser Angebot an den Drehkreuzen Frankfurt und München. Mit Kurz-, Mittel- und Langstreckenflügen. Zu beliebten Ferienzielen und Privatreisedestinationen. Das jüngste Mitglied unserer Airline Familie entwickelt sich erfreulich und über unseren Erwartungen, so dass bereits in diesem Jahr die Gewinnschwelle überschritten werden wird."

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Mahag:

Wieviel Verlust 4Y ist denn bei LH Airlines eingerechnet?

Die Segmentierung ist folgende

Lufthansa Group

- Passenger Airlines

-- Lufthansa German Airlines (inkl. Lufthansa CityLine, Air Dolomiti, Eurowings Discover, Germanwings)

-- Swiss (inkl. Edelweiss, Swiss Cargo)

-- Austrian

-- Brussels

-- Eurowings (Eurowings Deutschland und Eurowings Europe)

- Logistik

- ...

 

Der 4Y-Verlust ist vollständig in dem -381 mEUR EBIT zum 31.03.2023 enthalten. 

Handelsrechtlich hat 4Y in 2022 44 mEUR Verlust gemacht

Geschrieben

Klaus Michael Kühne äussert sich in einem Interview (hinter Paywall) in der Sonntagszeitung zu aktuellen Themen in der Welt u. a. auch zur LH. Als einer der Grossaktionäre sagt er "Lufthansa ist ein gutes Unternehmen und wird gut geführt. Ich werde der Geschäftsführung nicht in die Arbeit hineinreden. Luftfahrt ist allgemein ein zukunftsfähiges Geschäft, und Lufthansa ist ein gutes Unternehmen und wird gut geführt. Ich werde der Geschäftsführung nicht in die Arbeit hineinreden, aber ich werde ab und zu gefragt. Ich bin mit Herrn Spohr im guten Austausch. Er war selbst Pilot und hat eine innere Beziehung zur Luftfahrt. Spohr ist ein guter Lufthansa-Chef."

Zitat

 

 

Geschrieben
Am 8.5.2023 um 10:45 schrieb Nosig:

Kühne ist ein Profi, der stärkt Spohr öffentlich den Rücken und lässt ihn machen. Der wird ihm dennoch die Meinung sagen.

Sehe ich genauso. Wenn Spohr da eingeladen wird, "darf" er vorsprechen und bekommt dann mehr oder weniger klare Ansagen. Ist wie bei BMW.

 

Ein Anker-Aktionär kann sehr gut für ein Unternehmen sein. Allerdings merkt man so etwas eher über Dekaden. Ob Kühne und Nachfolger langfristig positiv auf das Unternehmen einwirken wird man sehen.

Geschrieben

Bitte nicht in Tränen ausbrechen… Hansa stellt Tasting Heimat wieder ein.

https://www.aerotelegraph.com/aus-fuer-tasting-heimat-lufthansa-arbeitet-an-neuem-essenskonzept-fuer-business-class-auf-europafluegen

 

Mod: Anderer Link, da der Urspungs-Link gerade nicht aufrufbar ist.

https://frankfurtflyer.de/neues-business-class-essen-lufthansa-schafft-tasting-heimat-wieder-ab/

 

 

Auch die Verhandlungen in Italien ziehen sich weiter hin, auch die Deadline am 12. Mai wackelt gewaltig. Streitpunkte sind die Einflussnahme der italienischen Regierung und „nur noch“ 1,5 Milliarden Euro für zukünftige Investitionen in Flotte und IT. Man ist aber natürlich zuversichtlich, wie immer. 

https://www.aero.de/news-45050/Lufthansa-will-Investionen-bei-ITA-nicht-alleine-stemmen.html

Geschrieben

Es war ja naheliegend dass die LH auf geordnete Verhältnisse bei der ITA Flotte besteht.

Wenn man sich die Flottenpolitik der LH anschaut, dann ist man bemüht im langjährigen Schnitt einen Durschnittsalter der Flotte bei ca 12 J zu haben - deutet im Endeffekt darauf hin dass man keine Investitionswellen vor sich schiebt.

ITA hat nach der Gründung gross bestellt und alles auf Leasing - dH man übernimmt evtl. eine Überdimensionierung mit einer nachgelagerten Entscheidung in 10-12 Jahre - Tausch, grosse Kaufwelle etc.

Ich würde mich nicht wundern wenn man seitens des ital Staates auf die geschlossenen Verträge ( samt Provisionen ) pocht und seitens der Lufthansa auf Optionen die Verträge nur bei Bedarf 100%ig zu erfüllen, umzuschreiben oder evtl. auch das Flottenprofil innerhalb der Gruppe zu harmonisieren.

Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb oldblueeyes:

Ich würde mich nicht wundern wenn man seitens des ital Staates auf die geschlossenen Verträge ( samt Provisionen ) pocht und seitens der Lufthansa auf Optionen die Verträge nur bei Bedarf 100%ig zu erfüllen, umzuschreiben oder evtl. auch das Flottenprofil innerhalb der Gruppe zu harmonisieren.

Wer lesen kann ...

Es geht um die Investitionen bis 2027. Nicht um irgendwelche Flottenentscheidungen irgendwann. 

ITA hat in dem Zeitraum Investitionsbedarf von 1,7 Mrd. EUR für Flotte und Informationstechnologie. Das möchte Lufthansa nicht alleine tragen.

 

Der italienische Staat kann Lufthansa nicht eine Option einräumen Verträge nicht oder nur anteilig zu erfüllen, dass kann der Vertragspartner Airbus oder die Leasinggesellschaften.

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Stunden schrieb OliverWendellHolmesJr:

Wer lesen kann ...

Es geht um die Investitionen bis 2027. Nicht um irgendwelche Flottenentscheidungen irgendwann. 

ITA hat in dem Zeitraum Investitionsbedarf von 1,7 Mrd. EUR für Flotte und Informationstechnologie. Das möchte Lufthansa nicht alleine tragen.

 

Der italienische Staat kann Lufthansa nicht eine Option einräumen Verträge nicht oder nur anteilig zu erfüllen, dass kann der Vertragspartner Airbus oder die Leasinggesellschaften.

 

 

Und wer auch versteht was es liesst....

 

"Investitionsbedarf" ergibt sich immer aus einen Businessplan der evtl. angepasst werden sollte und aus bereits eingegangene Verpflichtungen, zB Verträge aller Art , aber bei noch auszuliefernden A320, A321LR, A339 und A221/223 hauptsächlich um Flottenleasingverträge.

Wenn ein Businessplan angepasst werden sollte, dann stellt sich natürlich die Frage der Haftung für Verträge die vorher abgeschlossen wurden, falls diese gecancellt oder geändert werden sollten - die LH will die Managemententscheidung trotzanfänglich 40% bei sich behalten.

Und von dem was übrig bleibt, da die Gesellschaft nicht kapitalisiert ist stellt sich natürlich die Haftungsfrage des Co-Eigentümers Italien bezgl. Investitionen : eine drag a long Klausel bei Investitionen, die sich aus den verbliebenen 60% Eigentum ergeben.

 

Kurz formuliert - Italien hat die Einweihungsparty der ITA gefeiert und die Lufthansa möchte nicht die Rechnung zahlen, weil sie beim Start nicht eingeladen war.

 

Bearbeitet von oldblueeyes
Geschrieben

Die EU-Kommission hätte die milliardenschweren Hilfen der Bundesregierung für die Lufthansa in der Pandemie nach Ansicht des EU-Gerichts nicht genehmigen dürfen. Das teilten die Richter in Luxemburg mit. Der Brüsseler Behörde seien bei ihrer Prüfung "mehrere Fehler unterlaufen", erklärte das Gericht. Konkurrenten der Lufthansa sei dadurch womöglich Schaden entstanden.

 

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-eu-gericht-100.html

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb NZQN23:

Das teilten die Richter in Luxemburg mit. Der Brüsseler Behörde seien bei ihrer Prüfung "mehrere Fehler unterlaufen", erklärte das Gericht. Konkurrenten der Lufthansa sei dadurch womöglich Schaden entstanden.

Naja, die EU-Kommission sollte in der Lage sein, den Fehler zu heilen und einen rechtskonformen Beschluss zu fassen, der nichts wesentliches ändert. Da muss die Lufthansa vielleicht nochmal ins Archiv steigen und das eine oder andere Dokument vorlegen, dass die Lösung "alternativlos" war.

 

vor 6 Stunden schrieb oldblueeyes:

Wenn ein Businessplan angepasst werden sollte, [...]

Das ist doch einmal komplett am Thema vorbei. 

 

dann stellt sich natürlich die Frage der Haftung für Verträge die vorher abgeschlossen

Das ist keine Frage. Es ist ein Share-Deal, also bleibt die Haftung für die Verträge bei ITA Airways. Wenn man das erst jetzt auf die Tagesordnung bringt hat man vorher bei der Bewertung geschlafen.

 

da die Gesellschaft nicht kapitalisiert

Steht nicht zur Debatte. 

 

Es gibt einen Businessplan und auf Basis dessen hat Lufthansa ITA bewertet. Dieser Businessplan beinhaltet Investitionen bis 2027 die voraussichtlich nicht aus selbst erwirtschafteten Mitteln finanziert werden können (ein normaler Sachverhalt). Es gibt zwei Alternativen, die Investitionen zu streichen, was zu einer Veränderung (vermutlich Verschlechterung) des Unternehmenswert führt oder Geld suchen. Das macht Lufthansa hier. Das ist berichtigt. Aber, um es zu bewerten, es ist schon aggressives Betteln. 

 

 

  

vor 11 Minuten schrieb Corey:

Mal unabhängig vom Urteil selber: Ich finde es jedesmal seltsam, das in der Presse regelmässig von "Milliardenhilfen", "Staatshilfen" oder gar "Subventionen" gesprochen wird.

Wenn man die normale Verwendung der deutschen Sprache seltsam findet, liegt das Problem eher nicht bei der Tagesschau.

 

Es war ein Hilfspaket vom Staat in Milliarden-Höhe. Ganz Objektiv. 

Bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
Geschrieben

Stimmt, das ist schon fast betteln. Aber ggf. auch ein Wink mit dem Zaunpfahl an die italienische Regierung, dass man entweder jetzt x zahlt und damit die Verantwortung für AZ los wird oder AZ ggf. behält und bald jedes Jahr x zahlen muss.

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