mautaler Geschrieben 17. April 2018 Melden Geschrieben 17. April 2018 vor 2 Stunden schrieb EDDS: Hier der avherald Bericht dazu: http://www.avherald.com/h?article=4b7725fb&opt=0 Das ist richtig heftig, wenn in FL320 mal kurz ein Fenster in die Brüche geht. Da kann man von Glück reden, dass es nur einen leicht verletzten Passagier gegeben hat. So darf es eigentlich keine Engine zerlegen, aber South West hatte so einen Vorfall anscheinend schon mal in 2016. Ein Passagier wird mittlerweile von mehreren Agenturen als verstorben gemeldet.
jubo14 Geschrieben 18. April 2018 Melden Geschrieben 18. April 2018 vor 15 Stunden schrieb EDDS: So darf es eigentlich keine Engine zerlegen, aber South West hatte so einen Vorfall anscheinend schon mal in 2016. Nun ja, auch Qantas und Air France können ein Lied davon singen, dass sich eine Engine auch komplett zerlegen kann. Es zeigt halt, dass es niemals eine 100% Sicherheit geben kann!
blackbox Geschrieben 18. April 2018 Autor Melden Geschrieben 18. April 2018 bin nicht abergläubisch aber es war angeblich das engine fan-blade #13. Direkter Bruch (Ermittler sagten etwas von Ermüdung) an der Welle. Deutet darauf hin, dass sich dort schon vor Längerem Micro-Risse gebildet haben müssen. Bin gespannt ob sich dort eine Nachlässigkeit nachweisen lässt. Dass ein Panzerglasfenster so weit hinter dem Triebwerk - ausserhalb der Rotationsachse - noch zerschlagen werden kann, hätte ich auch nicht für möglich gehalten. Erstes Todesopfer eines Passagiers für Southwest Airlines. Deren bisherige tadellose Sicherheitsbilanz bekommt hierdurch einen Fleck.
locodtm Geschrieben 18. April 2018 Melden Geschrieben 18. April 2018 vor 5 Stunden schrieb blackbox: bin nicht abergläubisch aber es war angeblich das engine fan-blade #13. Direkter Bruch (Ermittler sagten etwas von Ermüdung) an der Welle. Deutet darauf hin, dass sich dort schon vor Längerem Micro-Risse gebildet haben müssen. Bin gespannt ob sich dort eine Nachlässigkeit nachweisen lässt. Dass ein Panzerglasfenster so weit hinter dem Triebwerk - ausserhalb der Rotationsachse - noch zerschlagen werden kann, hätte ich auch nicht für möglich gehalten. Erstes Todesopfer eines Passagiers für Southwest Airlines. Deren bisherige tadellose Sicherheitsbilanz bekommt hierdurch einen Fleck. Streng genommen ist es der zweite Todesfall eines Passagieres und der dritte im Zusammenhang mit Southwest. Bei einem Runwayoverrun gab es ein Todesopfer am Boden. Das müsste 2005 gewesen sein. Und bereits 2000 musste ein unruly passenger fixiert werden und kam dadurch ums Leben.
blackbox Geschrieben 18. April 2018 Autor Melden Geschrieben 18. April 2018 vor 45 Minuten schrieb locodtm: Streng genommen ist es der zweite Todesfall eines Passagieres und der dritte im Zusammenhang mit Southwest. Bei einem Runwayoverrun gab es ein Todesopfer am Boden. Das müsste 2005 gewesen sein. Und bereits 2000 musste ein unruly passenger fixiert werden und kam dadurch ums Leben. sehr streng ..im 2000er Fall gab es keinen Flugunfall. Der 19jährige Passagier wurde durch insgesamt 8 (!) Passagiere zu Boden gedrückt und u.a. mit Sprüngen auf Unterleib und Nacken "fixiert", sodass er später in KH starb. zuvor attackierte er FA's und einen in zivil mitreisenden Polizisten und drang per Fusstritt ins Cockpit ein. Ja, das ging 13 Monate vor 9-11 noch. [LINK] Ich gehe allerdings davon aus, dass die Frau in Philadelphia bei der Landung bereits nicht mehr lebte. Wie dem auch sei. Es starb nun zum ersten mal an Bord eines WN-Fliegers ein Passagier bei einem Flugunfall. Schon tragisch.
bueno vista Geschrieben 18. April 2018 Melden Geschrieben 18. April 2018 vor 6 Stunden schrieb blackbox: ... Direkter Bruch (Ermittler sagten etwas von Ermüdung) an der Welle. Deutet darauf hin, dass sich dort schon vor Längerem Micro-Risse gebildet haben müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies eine offizielle Verlautbarung der Ermittler ist. Solch frühe Schlussfolgerung wäre eine Mutmaßung und kein wissenschaftliches Ergebnis. Eine metallurgische Untersuchung der Bruchstelle geht nicht mit Taschenlampe am montierten Motor. Schaufel 13 wird wohl kaum zur Untersuchung in der Kabine liegen.
OliverWendellHolmesJr Geschrieben 18. April 2018 Melden Geschrieben 18. April 2018 Auf Youtube ist die Pressekonferenz des NTSB eingestellt:
flyer1974 Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 Ich dachte bislang, das im Rahmen des Zulassungsverfahrens nachzuweisen ist, das eine abgesprengte Schaufel das Gehäuse nicht durchdringen darf. Wie kann so etwas dann passieren ?
FKB Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor 7 Stunden schrieb bueno vista: Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies eine offizielle Verlautbarung der Ermittler ist. Solch frühe Schlussfolgerung wäre eine Mutmaßung und kein wissenschaftliches Ergebnis. Eine metallurgische Untersuchung der Bruchstelle geht nicht mit Taschenlampe am montierten Motor. Schaufel 13 wird wohl kaum zur Untersuchung in der Kabine liegen. Ein geschultes Auge erkennt sehr wohl um welche Art von Bruch es sich handelt. Natürlich bedarf es weiterer Untersuchungen bevor ein offizielles Statement herausgegeben wird. Die Bruchfläche ist auch an dem Teil, das noch im Triebwerk ist.
Koelli Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor 6 Stunden schrieb flyer1974: Ich dachte bislang, das im Rahmen des Zulassungsverfahrens nachzuweisen ist, das eine abgesprengte Schaufel das Gehäuse nicht durchdringen darf. Wie kann so etwas dann passieren ? Vor allem DARF es sich gar nicht zu sowas kommen. Wozu gibt es Wartungsintervalle?
BobbyFan Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor 2 Stunden schrieb Koelli: Vor allem DARF es sich gar nicht zu sowas kommen. Wozu gibt es Wartungsintervalle? Wenn das NTSB herausfindet, dass Wartungsintervalle nicht eingehalten worden sind, dann kann sich Southwest warm anziehen. Falls sie sich an die Intervalle gehalten haben - lieber Koelli - dann willkommen im wahren Leben denn solche Dinge geschehen...
Koelli Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor 28 Minuten schrieb BobbyFan: Falls sie sich an die Intervalle gehalten haben - lieber Koelli - dann willkommen im wahren Leben denn solche Dinge geschehen... Aber es handelt sich ja nicht um einen Fernseher, wo ein Defekt nicht weiter schlimm ist. Es geht um hoch sicherheitsrelevante Bauteile. Für diese muss es doch bei der Herstellung Vorschriften und Sicherheitsspielräume geben, so dass es auch bei leichter Überschreitung des Wartungsintervalls nicht sofort zum Defekt kommen darf
BobbyFan Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor 13 Minuten schrieb Koelli: Aber es handelt sich ja nicht um einen Fernseher, wo ein Defekt nicht weiter schlimm ist. Es geht um hoch sicherheitsrelevante Bauteile. Für diese muss es doch bei der Herstellung Vorschriften und Sicherheitsspielräume geben, so dass es auch bei leichter Überschreitung des Wartungsintervalls nicht sofort zum Defekt kommen darf Es gibt Vorgaben vom Hersteller und diese beinhalten auch Sicherheitsspielräume. Kannst du dir wirklich nicht vorstellen, das mal etwas viel zu früh kaputt geht?
Koelli Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor 2 Minuten schrieb BobbyFan: Kannst du dir wirklich nicht vorstellen, das mal etwas viel zu früh kaputt geht? Doch. Aber eben nur bei nicht sicherheitsrelevanten Geräten. Für diese muss es viel strengere Herstellungs- und Prüfungsvorschriften geben
BobbyFan Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor 29 Minuten schrieb Koelli: Doch. Aber eben nur bei nicht sicherheitsrelevanten Geräten. Für diese muss es viel strengere Herstellungs- und Prüfungsvorschriften geben Oh man... Wie oft würdest du sie denn überprüfen lassen? Vor jedem Flug ausbauen und nachschauen? Nach 100 Flügen? Nach 1000 Flügen? Wenn du dir vor Augen hältst, wie viel NGs mit diesen Schaufeln unterwegs sind und wie wenig bisher auf Grund eines katastrophalen Schaufelzerlegers passiert ist dann sind die Intervalle wohl richtig gewählt.
aaspere Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 Immerhin ist die Pilotin nun eine Heldin in USA und gesellt sich zu Sully.http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_83632268/notlandung-in-philadelphia-pilotin-von-southwest-airlines-als-heldin-gefeiert.html
Koelli Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor 3 Stunden schrieb BobbyFan: Oh man... Wie oft würdest du sie denn überprüfen lassen? Vor jedem Flug ausbauen und nachschauen? Nach 100 Flügen? Nach 1000 Flügen? Wieso vor jedem Flug ausbauen? Es muss bei der Herstellung garantiert sein, dass da kein Fehler gemacht wird. Das war hier offenbar nicht so oder woher kommt ein Mikroriss?
AeroSpott Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor 4 Minuten schrieb Koelli: Wieso vor jedem Flug ausbauen? Es muss bei der Herstellung garantiert sein, dass da kein Fehler gemacht wird. Das war hier offenbar nicht so oder woher kommt ein Mikroriss? Ein Mikroriss muss ja nicht bei der Herstellung passieren. Kann ja zB eine Kollision mit einem Objekt wie einem Vogel als Ursache haben.
BobbyFan Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor einer Stunde schrieb Koelli: Wieso vor jedem Flug ausbauen? Es muss bei der Herstellung garantiert sein, dass da kein Fehler gemacht wird. Das war hier offenbar nicht so oder woher kommt ein Mikroriss? Sorry, aber bei so viel Naivität bin ich raus...
Windyfan Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 Hallo Forum, bitte korrigiert mich, aber eigentlich ist es doch Bestandteil des Zertifizierungsprozesses, dass der Nachweis bei einem TW gebracht werden muss, dass bei einem abreißenden Fanblade die Bruchstücke innerhalb des TW verbleiben. Zumindest bei den Fanblades, dass dies nicht auf die Turbinenräder zutrifft (wegen der hohen Energie ist einfach bei den Teilen keine luftfahrtgeeignete Panzerung möglich, soweit ich weiß). Da gibt es doch Videos von den Tests, bei denen ein Fanblatt abgesprengt wird, ich meine sogar dass der Test bei voller Drehzahl durchgeführt werden muss. Jetzt ist das ja im Reiseflug oder im Steigflug passiert, da wird ja wohl nicht die volle Drehzahl angelegen haben, was wäre da erst bei Startleistung passiert, wo die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, dass es zum Triebwerksschaden kommt? Wir sind uns einig, dass man unmöglich ein TW bauen kann, wo so etwas zu 100% nicht vorkommen kann, deshalb ja auch die Sicherheitskette, wenn das doch passiert, dass dies auf das TW beschränkt bleibt. [EDIT] Habe ein Video gefunden (beeindruckend!):
AOG Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor 3 Stunden schrieb aaspere: Immerhin ist die Pilotin nun eine Heldin in USA und gesellt sich zu Sully.http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_83632268/notlandung-in-philadelphia-pilotin-von-southwest-airlines-als-heldin-gefeiert.html Piloten sind Helden, wenn sie erfolgreich eine Notsituation gemeistert haben, für die sie ausgebildet wurden. Der Techniker ist nicht Company-minded und liefert eine "schlechte Performance" wenn er dem Flieger die Freigabe verweigert. Seltsame Welt...
d@ni!3l Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 Den letzteren Absatz hat so hier noch keiner bei Verstand geäußert. Wieso eigentlich immer "entweder oder"?
d@ni!3l Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 Nein, ich verstehe dich schon. War selbst mal in dem Bereich tätig ;-) Ich meinte nur, dass man das Lob an den Piloten nicht relativieren sollte weil andere kritisiert werden. Es können ja auch beide gut sein ;-). Ich habe Respekt vor den MROs und ich denke jeder, der das von dir Geschilderte hier kritisiert hat selbst was nicht verstanden...
emdebo Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 Verzögerte Überprüfungen? https://apnews.com/7b50c05eac7440f1945dfc1a5bf48fbe?utm_campaign=SocialFlow&utm_source=Twitter&utm_medium=APEastRegion&__twitter_impression=true
Coronado Geschrieben 19. April 2018 Melden Geschrieben 19. April 2018 vor einer Stunde schrieb AOG: Piloten sind Helden, wenn sie erfolgreich eine Notsituation gemeistert haben, für die sie ausgebildet wurden. Ja, das ist schon lustig, oder? Heutzutage, wo ein Go-Around öfters mal in lebensbedrohlichen Nervenkitzel ausartet, wird das standardisierte Abarbeiten eines handelsüblichen inkontinenten Motorversagens mit Druckverlust als Heldentat rezipiert. Und bei dpa oder so habe ich gelesen, es habe ein Teil des "Ventilators" versagt. Aber gut. Es hat ja keinen Zweck, sich immer wieder über die Berichterstattung zu wundern, wenn es doch jedes Mal die gleiche Sch*** ist. Das Prinzip ist: Während es für die Klicks völlig wurscht ist, ob man Flugzeugteile richtig benennen oder übersetzen kann, ist die Menschelei grundsätzlich die sicherste Bank von allen.
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